Sigmaringen: Hohenzollernschloss über der Donau

Sigmaringen

Hoch über der Donau: Schloss von Sigmaringen

Hoch über der Donau: Schloss von Sigmaringen

Hohenzollernschloss über der Donau

Die einstige Residenzstadt liegt am Südrand der Schwäbischen Alb, die hier von der Donau durchbrochen wird. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Schloss aus dem 11. Jahrhundert, das entsprechend der damaligen Mode hoch auf einem Felsen errichtet ist. Ab 1535 ging es in den Besitz der Hohenzollern über, die später auch die preußischen Könige stellten. Mitte des 19. Jahrhunderts verkaufte Fürst Karl Anton die Souveränität an die preußischen Vettern; ein kluger Schachzug, denn kurze Zeit später wurde er preußischer Ministerpräsident, was seinen Kindern alle Türen im europäischen Adel öffnete. Das heutige Schloss stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Bei einer Besichtigung fallen die reichen Kunstschätze auf. Im Marstall kann man Kutschen, Galawagen, Schlitten und Sänften bewundern.



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Sehenswürdigkeiten Sigmaringen

Aachtopf

Größte Quelle Deutschlands

Der Aachtopf gilt als die wasserreichste Quelle Deutschlands. Sie bildet den Fluss Aach, der bei Radolfzell in den Bodensee mündet. Das Quellwasser, das dort an die Oberfläche dringt, stammt aus der Donau, die 12 Kilometer entfernt teilweise versickert, unterirdisch weiterfließt und dabei sogar die europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer unterquert. Unterhalb des Aachtopfes gibt es eine Höhle, die seit 1980 erforscht wurde. Dabei gab es 2017 einen sensationellen Fund: ein weitgehend pigmentlosen und blinden Höhlenfisch, der bisher der einzig bekannte seiner Art in Europa ist.

Beuron

Barockirche in phantastischem Ambiente

Der Wallfahrtsort Beuron liegt mitten in einer romantischen Burgen- und Flusslandschaft. Das Kloster wurde im 11. Jahrhundert gegründet und hat als Erzabtei den Orden maßgeblich geprägt – insbesondere die liturgischen Gesänge. Prachtvoll ist die Barockkirche St. Martin und St. Maria. Vom Knopfmacherfelsen hat man den besten Blick auf das Kloster und die Donau.

Burg Hohenzollern

Von der Mittelalterburg zur Königsresidenz

Die Burg liegt weithin sichtbar auf einem 855 Meter hohen Bergkegel im Baden-Württembergischen Hechingen. Sie ist der Stammsitz der Hohenzollern-Fürsten, die von 1871 bis 1918 die deutschen Kaiser stellten. Insgesamt standen drei Burgen auf dem imposanten Berg: die mittelalterliche Burg der Zollerngrafen geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Die zweite Burg stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die starke Festung verfiel allerdings im Lauf der Jahrhunderte. Die heutige Burg ließ Friedrich Wilhelm IV. im 19. Jahrhundert in Erinnerung an seine Vorfahren bauen. Mit ihren vielen Türmen und spitzen Giebeln ist sie ein typisches Beispiel für die vom Mittelalter inspirierte Romantik.

Mehr Info:
www.burg-hohenzollern.de

Donauversickerung

Wo die Donau im Erdboden verschwindet

Zwischen Immendingen und Möhringen versickert ein Teil des Donauwassers im Boden. Unterhalb der Versickerungsstellen führt die Donau merklich weniger Wasser, an manchen Tagen ist das Flussbett sogar völlig leer. Unterirdisch fließt das Wasser weiter durch löchriges Karstgestein und tritt erst 12 Kilometer südlich im Aachtopf wieder ans Tageslicht. Wie sich die Versickerung zukünftig entwickelt, ist unter Geologen umstritten. Jährlich werden 7000 Tonnen Kalk ausgespült, so dass die Kanäle immer weiter werden.. Einige Geologen rechnen damit, dass die Obere Donau völlig austrocknet. Andrere rechnen mit unterirdischen Zusammenstürzen, die das Versickern eher behindern könnten.

Mengen

Allemannendorf mit römischen Wurzeln

Kurz nach Christi Geburt bauten die Römer ein Kastell auf dem Ennetacher Berg zum Schutz eines Handelsweges, der vom Mittelmeer an die Donau führte. Aus dieser Zeit stammt auch die Villa Rustica, auf deren Gelände heute das Römermuseum steht. Ab Mitte des 3. Jahrhunderts wurden sie von Allemannen verjagt, die nun viele Orte mit den Endungen „-ingen“ gründeten, unter anderem auch „Me-ingen“. Am Römermuseum beginnt ein kurzer archäologischer Rundweg.

Munderkingen

Donauschwäbisches Idyll

Munderkingen wurde 792 erstmals urkundlich erwähnt und soll um 1230 die Stadtrechte erhalten haben. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Stadt in den Besitz der Habsburger über, die leider in ständigen Geldnöten waren. So verpfändeten sie Munderkingen an die Truchsessen von Waldburg, die sie fast 300 Jahre ausplünderten. Saulgau, Riedlingen, Mengen und Waldsee ging es ähnlich; man schloss sich zum Bündnis der „Donaustädte“ zusammen. Dennoch dauerte es noch bis zum Jahre 1680, bevor man wieder unter die direkte Herrschaft Österreichs zurückkehren konnte. Bei einem Rundgang verdient vor allem das Rathaus (s.o.) einen Blick; es wurde 1563 erbaut und diente zunächst nicht nur dem Rat, sondern auch dem Brot-, Fleisch- und Tuchhandel.

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