Eifel: Feuer, Wasser, Luft und Erde

Eifel

Im Nordosten der Eifel: Hohes Venn

Im Nordosten der Eifel: Hohes Venn

Feuer, Wasser, Luft und Erde

Die deutsche Mittelgebirgslandschaft der Eifel erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5.300 Quadratkilometern zwischen Aachen, Koblenz und Trier. Im Nordosten läuft sie in die Niederrheinische Bucht aus, wird weiter südlich durch Rhein- und Moseltal begrenzt und erstreckt sich im Westen bis in die Ardennen. Über Jahrmillionen haben die verschiedenen Elemente hier eine einzigartige Landschaft geschaffen: flussdurchzogene Täler und weite Grünflächen, Heide und Hochmoorgebiete, erloschene Vulkankegel und langgezogene Bergrücken prägen die Szenerie.
An die bewegte Geschichte der Region erinnern zahlreiche Baudenkmäler, darunter Schlösser und Burgen sowie Kirchen und Klöster.



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Sehenswürdigkeiten Eifel

Gerolstein

Mineralquelle am Fuß der Gerolsteiner Dolomiten

Die Kleinstadt an der Kyll ist bekannt für ihre Mineralquelle, die bereits von den Kelten genutzt wurde. Die Siedlung geht wohl zurück auf die Burg Gerhardsstein aus dem 11. Jahrhundert, die heute Löwenburg heißt und in Ruinen liegt. Interessant ist die Umgebung: Gerolstein liegt am Fuß der Gerolsteiner Dolomiten, die ein Teil der Vulkaneifel sind. Dort gibt es einen Felsenweg, der zu einem schönen Aussichtspunkt führt.

Heimatmuseum Speicher

Zeitreise durch die Eifel

Das Museum lädt ein zu einer Zeitreise durch die Eifel. Neben Töpferwaren sind historische Webstühle und Spinnräder zu besichtigen. Alte Haushaltsgeräte, Werkzeuge und Werkräume verschiedener Handwerksberufe, ein Tante-Emma-Laden, eine alte Dorfschule und vieles mehr geben einen Einblick in den Alltag vergangener Jahrhunderte. Im Kellergeschoss finden sich eine alte Schnapsbrennerei, eine alte Schmiede und das alte Amtsgefängnis, welches im Krieg als Luftschutzraum genutzt wurde. Zu den Highlights des Museums gehört die Ausstellung „Not macht erfinderisch“, die zeigt, wie die Eifeler Bevölkerung Kriegsmaterial zu Alltagsgegenständen umfunktionierte.

Hillesheim

Spaziergang auf der Stadtmauer

Der historische Ortskern von Hillesheim ist von einer gut erhaltenen und restaurierten Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert umgeben. Sie ist über einen Wehrgang begehbar. Im Jahr 943 erstmals urkundlich erwähnt, wurde in den Jahren 1250 bis 1280 von Johann I. von Reifferscheid, einem Nachkommen Karls des Großen, ein Kloster gebaut. Das Stadtgebiet von Hillesheim ist nahezu kreisrund, vom historischen Stadtkern aus breitete es sich in alle Richtungen aus.

Kasselburg

Zentrum eines Adler- und Wolfsparks

Die Burg aus dem 12. Jahrhundert thront auf einem fast 500 Meter hohen Basaltstock am Rand der Vulkaneifel. Charakteristisch ist der 37 Meter hohe Doppelturm, der Besuchern offen steht und eine gute Aussicht auf die Umgebung bietet. Die Burg ist Teil des Adler- und Wolfsparks Kasselburg. Verschiedenen Greifvögel werden in Käfigen gehalten, die dem alten Gemäuer der Kernburg eingepasst wurden. Täglich findet eine Fütterung der Timberwölfe und an manchen Tagen auch eine Greifvogel-Flugschau statt.

St. Mariae Himmelfahrt

Wallfahrtskirche mit dem Grab eines Kräutermischers

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Auw an der Kyll in der Nähe von Bitburg ist eine der ältesten und schönsten Kirchen in der Südeifelregion. Seit jeher prägte sie das Bild des kleinen Ortes in der Eifel mit ihrer zentralen, hochgelegenen Position inmitten des Dorfes im Kylltal. Ein Grabstein zeigt an, das hier der Pfarrer Anton Clemens Ende des 18 Jahrhunderts beerdigt liegt. Der „Auwer Her“ galt als wundertätiger Kräutermischer und Teufelsaustreiber. Seine Heilmittel wurden noch im 20. Jahrhundert angewandt.

Bertradaburg

Die Höhenburg liegt weithin sichtbar auf einem Felssporn hoch über dem Dorf Mürlenbach. Sie wurde auf den Resten eines römischen Kastells errichtet, das vermutlich zum Schutz der Römerstraße Trier–Köln diente. In der Burg soll Bertrada, die Mutter Karls des Großen gelebt haben. Sicher ist, dass sie im 13. Jahrhundert als Landesfestung der Reichsabtei Prüm ausgebaut wurde. Von 1794 bis 1802 wurde die durch die französischen Revolutionstruppen besetzt und beschädigt. Heute ist sie in Privatbesitz.

Kyllburg

Sommerfrische in der Waldeifel

In der Hoffnung, das Himmelreich zu erwerben, schenkten fromme Adelige im Jahr 800 ihre Ländereien rund um Kyllburg dem Abt von Prüm. 400 Jahre war die Herrschaft auf den Trierer Erzbischof übergegangen, der zum Schutz seines Bistums die Kyllburg anlegen ließ. Sie bestand aus einer Ringmauer und einem wuchtigen Bergfried, der noch heute steht und die beste Aussicht über die Stadt und das Umland bietet. Mit der Fertigstellung der Eifelbahn von Köln nach Trier begann im 19. Jahrhundert der Tourismus. Kölner und Düsseldorfer pflegten in der Waldeifel ihre Sommerfrische. Die meisten Besucher kamen jedoch aus den Niederlanden. Eine Zeitlang wurde sogar der Geburtstag der holländischen Königin mit einem Fackelzug durch die Altstadtgassen begangen. Nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erlebt der lokale Tourismus durch den Kyllradweg eine neue, bescheidene Blüte.



Weitere Sehenswürdigkeiten Eifel

Monschau

Bilderbuchstädtchen am Fuß des Nationalparks

Das historische Städtchen im engen Rurtal hieß bis 1918 Montjoie und ist das Tor zum Nationalpark Hohes Venn-Eifel. Viele Besucher kommen allerdings auch wegen des (...)

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