Donauwörth: Mittelalterliche Altstadt rund um die Reichsstraße

Donauwörth

Mittelalterliche Altstadt rund um die Reichsstraße

Donauwörth liegt auf einer Erhebung an der Einmündung der Wörnitz in die Donau. Es ist ganz von einer Stadtmauer umschlossen. Wo einst die Reichsstraße mitten durch die Stadt ging, ist heute das Zentrum der Stadt mit stattlichen Giebelhäusern zu beiden Seiten. Am Westende der Straße liegt das Fuggerhaus von 1539. Einst machte hier die mächtigste Kaufmannsfamilie Süddeutschlands ihre Geschäfte, heute residiert das Landratsamt an dem historischen Ort. Wer sich für Puppen interessiert, kann das Käthe-Kruse-Puppen-Museum mit über 150 Spiel- und Schaufensterpuppen besichtigen.



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Sehenswürdigkeiten Donauwörth

Dillingen

Jesuitenkollegs und Hexenprozesse

Die prachtvolle Altstadt deutet darauf hin, dass Dillingen einst mehr war als eine schwäbische Kreisstadt. Jahrhundertelang hatten die Augsburger Bischöfe hier ihren Sitz. Später errichteten die Jesuiten in Dillingen ein Kolleg, das sie prunkvoll ausstatten ließen. Der „Goldene Saal“ der ehemaligen Universität beeindruckt noch heute. Zugleich war Dillingen ein Zentrum der Hexenverfolgungen. 65 Prozesse hat es zwischen 1574 und 1745 gegeben. Die meisten endeten mit einem Schuldspruch. 1994 wurde eine Gedenktafel im Dillinger Schlosshof für Barbara Zielhauser, die letzte Hexe, aufgestellt – gegen den Widerstand des Bischöflichen Ordinariats.

Eichstätt

Fürstbischöfliche Residenz im idyllischen Altmühltal

Die Stadt an der Altmühl wird überragt von der imposanten Willibaldsburg, wo sich schon in keltischer Zeit eine Festung befand. Prägend war über Jahrhunderte der Katholizismus. Der Heilige Willibald gründete 741 den Ort als Missionskloster. Die Häuser scharen sich um den romanischen Dom St. Salvatius, der über dem dreieckigen Marktplatz wacht. Glanzpunkt der Altstadt aber ist die fürstbischöfliche Residenz aus der Barockzeit, die heute das Landratsamt beherbergt. Der Residenzplatz davor gehört zu den schönsten Plätzen Deutschlands. In der frühen Neuzeit war Eichstätt ein Zentrum des Aberglaubens und der Hexenverfolgung. Allein von 1617 bis 1630 wurden 141 Frauen und 26 Männer wegen Hexerei hingerichtet.

Fuggerei

Älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt

Die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt wurde 1521 von Jakob Fugger, dem reichen Kaufmann von Augsburg, gestiftet. Im Stiftungsbrief, der bis heute Gültigkeit hat, wurde festgelegt, dass in der Reihenhaussiedlung schuldlos verarmte Augsburger wohnen dürfen. Heute wohnen in den 140 Wohnungen und 67 Häusern bedürftige katholische Augsburger für eine Jahreskaltmiete von 0,88 EUR. Sie sprechen dafür täglich einmal ein Vaterunser, ein Glaubensbekenntnis und ein Ave Maria für den Stifter und die Stifterfamilie Fugger. Eines der Häuser ist als Fuggereimuseum zu besichtigen.

Jagdschloss Grünau

Vom Jagdschloss zum Naturschutzzentrum

Das Jagdschloss Grünau liegt etwa sieben Kilometer östlich von Neuburg an der Donau im größten zusammenhängenden Auwaldgebiet Mitteleuropas. Es wurde um 1530 begonnen und war ursprünglich nur ein Wohnturm für die Ehefrau des Wittelsbacher Pfalzgrafen. Später wurde die Anlage zu einem Wasserschloss erweitert. Die Gräben sind aber wieder zugeschüttet. Seit 2008 ist das Auenzentrum Neuburg hier untergebracht. Eine Ausstellung informiert über die Pläne des Naturschutz-Großprojektes.

Maximilianstraße

Kunsthistorisch bedeutsame Römerstraße

15 vor Christus gründeten die Römer das Militärlager Augusta Vindelicorum, aus dem Augsburg werden sollte. Gleichzeitig wurde eine Militärstraße über die Alpen angelegt, deren letztes Stück mit der heutigen Maximilianstraße identisch ist. Bis ins späte Mittelalter blieb die Via Augusta die wichtigste Verbindung zwischen Süddeutschland und Oberitalien. Ihr heutiges Straßenbild stammt aber aus der Renaissance und der Barockzeit, als prächtige Zunfthäuser links und rechts gebaut wurden. Die Straße endet am Rathaus vor dem Augustusbrunnen, der nach dem römischen Kaiser benannt ist, unter dem Augsburg gegründet wurde.

Neuburg an der Donau

Vom römischen Grenzposten zur kurfürstlichen Residenz

Neuburg wird beherrscht vom Schloss am Ostrand des Stadtbergs. Bereits die Römer hatten hier ein einfaches Castrum aus Holz und Lehm. Es gehörte zu einer Kette von Militärlagern, das die Donaugrenze gegen Germanien sichern sollte. Mit dem Wegfall der Grenze verfiel die primitive Burg. Erst im 16. Jahrhundert kam eine deutliche Belebung, als Neuburg Residenz einer Wittelsbacher Adelslinie wurde. Ein Jahr lang war Neuburg sogar die Residenz der Kurpfalz, bevor der Sitz nach Heidelberg verlegt wurde.

Riegele Wirtshaus

Zahllose Biersorten und bayerische Spezialitäten

Das Brauhaus Riegele ist 1884 entstanden, als Sebastian Riegele senior die Brauerei „Zum Goldenen Roß“, deren Ursprung im Jahr 1386 liegt, erwarb. Im Brauhaus Riegele befindet sich heute ein Wirtshaus, wo man neben den zahllosen Biersorten und Biercocktails von Riegele auch bayerische Spezialitäten bekommt. Im Sommer kann man auch im großen Biergarten im Schatten alter Bäume sitzen. Das Brauhaus Riegele ist heute mit über 200.000 hl die größte Privatbrauerei Augsburgs. Wer an einem der achtstündigen Braukurse teilnehmen will, muss sich zuvor anmelden.

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