Schorfheide: Vom Jagdrevier Honeckers zum Biosphärenreservat

Schorfheide

Heimat der Biber: Werbellinsee in der Schorfheide

Heimat der Biber: Werbellinsee in der Schorfheide

Vom Jagdrevier Honeckers zum Biosphärenreservat

Seit Jahrhunderten war die Schorfheide Jagdrevier von Landesfürsten. Hermann Göring hatte ein Jagdschloss am Werbellinsee, das später von Erich Honecker genutzt wurde. Heute wird die Wald- und Seenlandschaft durch ein Biosphärenreservat geschützt. Unterbrochen werden die Kiefern- und Buchenwälder von Seen Sanddünen und Mooren. Das stille, dünn besiedelte Land ist Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, In den naturnahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schreiadler, Kranich und Schwarzstorch. Biber und Fischotter sind über das ganze Schutzgebiet verbreitet.



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Sehenswürdigkeiten Schorfheide

Bad Freienwalde

Sommersitz preußischer Könige und reicher Berliner

Die preußische Königin, Friedericke Luise, Gemahlin von König Wilhelm II., hatte sich den Ort am Rande des Oderbruchs als Sommersitz auserkoren. So erhielt Bad Freienwalde 1798 ein Schloss in klassizistischem Stil. Anfang des 19. Jahrhunderts plante der Landschaftsarchitekt Lenné Hand den Schlosspark. Im ausgehenden 19. Jahrhundert folgten reiche Berliner Bürger – darunter viele jüdische Familien – ihrem König und ließen sich prachtvolle Villen errichten. Eine Heilquelle, die 1683 entdeckt wurde, ist der Grund, warum sich der Ort zu einem staatlich anerkannten Moorheilbad entwickelt hat.

Hohenwutzen

Abgefahrener Polenmarkt

An der Oder haben sich mehrere Polenmärkte angesiedelt. Der größte von ihnen ist der in der kleinen Grenzstadt Osinów Dolny bei Hohenwutzen. Dort kann man alles kaufen – und zwar zu Niedrigstpreisen: Zigaretten, Benzin, Kaffee, Bekleidung aus China, Wurst und Gemüse aus Polen. Daneben gibt es Tattoo-Studios und deutsch-polnische Cafés, Würstchenstände und Kosmetiksalons. Dazu viel gute Stimmung. Wie auf allen Polenmärkten werden die Geschäfte in Euro abgewickelt.

Kloster Chorin

Juwel der frühen Backsteingotik

Das ehemalige Zisterzienserkloster gehört zu den bedeutendsten Bauten der frühen Backsteingotik in Brandenburg. Wegen der faszinierenden Architektur, der Schönheit der wald- und seenreichen Umgebung und dem kulturelle Rahmenprogramm ist das Bauwerk in der Schorfheide ein beliebtes Ausflugsziel. 1273 als Hauskloster der Askanier, der Markgrafen von Brandenburg erbaut, wurde die gotische Formensprache und die filigrane Ornamentierung der großen Dome wie Köln, Paris und Siena erstmals in Brandenburg in den Backstein transformiert. Mit dem Übertritt der brandenburgischen Fürsten 1542 zum Protestantismus wurde das Kloster aufgelöst und zu einem Verwaltungsamt umfunktioniert. Karl Friedrich Schinkel, der zur Erhaltung des Ensembles beitrug, nannte das Kloster Chorin „des Landes schönsten Schmuck“.

Zur Website:
www.kloster-chorin.org

Schiffshebewerk Niederfinow

Ein Aufzug für Schiffe

Das Schiffshebewerk Niederfinow wurde 1934 in Betrieb genommen und ist heute das älteste in Deutschland. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern. Das Schiffshebewerk besteht aus einer 14.000 Tonnen schweren und mit fünf Millionen Nieten zusammengehaltenen Stahlkonstruktion, die auf Stahlpfeilern steht. Gegründet wurde das Bauwerk mit stahlbewehrtem Beton, der bis zu 22 Meter tief eingebracht wurde. Die Grundplatte ist vier Meter dick.

Über die Neuenhagener Insel

Ausschtsreiche Wanderung auf einer großen Insel in der Oder

Bis 1753 machte die Oder einen großen Bogen westlich um Neuenhagen herum. Dann wurde im Osten ein Kanal gegraben, durch den die Oder bis heute fließt. Doch auch durch den Altarm fließt noch etwas Wasser, sodass eine große Insel entstanden ist. Die Wanderung führt von Schloss Neuenhagen nach Schiffmühle, wo Theodor Fontanes Vater seine letzten Jahre verbrachte. Dort gibt es ein kleines Museum. Weiter geht es zur heutigen Oder nach Hohenwutzen. Auf dem Rückweg kommt man an einem kleinen Badesee vorbei. (hin und zurück: 17 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 110 Meter)



Weitere Sehenswürdigkeiten Schorfheide

Uckermark

Über 250 Seen in sanfter Hügellandschaft

Die Landschaft im äußersten Nordosten Deutschlands war ursprünglich slawisch besiedelt. 1250 wurde das Land an der Ucker vom Pommernherzog auf den Markgrafen von Brandenburg übertragen. (...)

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