Reitwein: Am Südrand des Oderbruches
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Reitwein

Örtchen an der Oder: Reitwein

Örtchen an der Oder: Reitwein

Am Südrand des Oderbruches

Die kleine Gemeinde liegt am Südrand des Oderbruches. Die entlang der Oder verlaufende östliche Ortsgrenze ist zugleich die Grenze zum Nachbarland Polen, südlich schließt mit dem sogenannten Reitweiner Sporn eine längliche Hügelkette an, die sich über die Oderniederung erhebt.
Der Ort selbst bietet mag zwar kein pulsierender Hotspot sein, dennoch kann er mit dem ein oder anderen Sehenswerten aufwarten. So z.B. die neugotische Dorfkirche, die 1945 zerstört und 1999 restauriert wurde, die Gedenkstätte Seelöwer Höhen oder die sogenannte Diplomatentreppe.



Sehenswürdigkeiten Reitwein

Reitweiner Schlossberg

Die Sage vom schlafenden Schuster

Der Reitweiner Schlossberg ist Thema einer alten Sage. Es heißt, einst kam ein Schuster an einem heißen Sommertag auf seinem Heimweg dort vorbei. Er war früh am Morgen von der Frankfurter Margarethenmesse aufgebrochen, wo er seine gefertigten Schuhe verkauft hatte, und war nun müde und hungrig. So ließ er sich vor dem Schlossberg nieder, um für einen Moment zu rasten. Plötzlich erschien ein vornehm gekleideter Diener vor ihm und lud ihn ein, im Schloss zu speisen. Der Schuster folgte der Einladung gerne. Nachdem er sich an der reichlich gedeckten Tafel satt gegessen hatte, überkam ihn erneut die Müdigkeit und er schlief ein. Als er aufwachte fand er sich auf seinem Rastplatz wieder. Verwundert machte er sich erneut auf den Weg zum Schloss, auf dem Berg fand er jedoch nur noch Ruinen vor, alles war leer und verfallen. Am Abend kam er endlich in seinem Heimatdorf an, doch auch hier erschien ihm alles ganz fremdartig. Kein Mensch kam ihm bekannt vor und auch niemand erkannte ihn. Es stellte sich heraus, dass er bei seinem Nickerchen am Schlossberg ganze 100 Jahre verschlafen hatte.
Das Schloss steht heute nicht mehr. Es wurde in den 1960er Jahren abgerissen. Eine Hecke zeichnet seine Umrisse nach und gibt dem Besucher Anhaltspunkte, um das Gebäude in der Fantasie wieder auferstehen zu lassen.

Seelow

Letzte Schlacht zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs rückte die kleine Stadt Seelow im westlichen Oderbruch einmal ins Zentrum der Weltgeschichte. Auf den Seelower Höhen fand eine der größten Schlachten zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht statt. Nach hohen Verlusten auf beiden Seiten konnten sich endlich die sowjetischen Streitkräfte den Weg nach Berlin freikämpfen, das sie wenige Tage später einnahmen. Eine Gedenkstätte mit einer sowjetischer Monumentalplastik verherrlicht den finalen Siegeszug. Weniger martialisch wirkt der Friedenswald von 1991, in dem der vielen russischen und deutschen Toten gedacht wird.

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