Kelheim: Am Fuße des Michelsberg
Reiseservice mehr ...

Kelheim

Denkmal über Kelheim: Befreiungshalle

Denkmal über Kelheim: Befreiungshalle

Am Fuße des Michelsberg

Über Jahrtausende hinweg hat das Wasser die Landschaft um Kelheim geformt und mit der sogenannten „Weltenburger Enge“ ein imposantes Naturschauspiel geschaffen.
Und auch die Stadt selbst kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Besiedlung des Gebiets ist seit der Altsteinzeit nachgewiesen und seitdem haben Kelten, Germanen und Römer die Entwicklung der Stadt geprägt. Als ein wichtiger Handelsplatz für Wein, Salz und Fisch sowie als Viehmarkt erlebte die Stadt im Mittelalter einen Aufschwung.
Die Straßen der Altstadt haben sich mit ihren Kirchen und Kapellen, mit mittelalterlichen Stadttoren und bunten Renaissancefassaden Zeugnisse der vielen vergangenen Jahrhunderte bewahrt.
Überragt wird das Stadtgebiet vom Michelsberg, auf dem die König Ludwig I. im 19. Jahrhundert mit der „Befreiungshalle“ ein Denkmal für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon errichten ließ. Mit 18 Strebepfeilern soll der Rundbau an die 18 deutschen Volksstämme erinnern, die in den Schlachten gekämpft hatten.



Sehenswürdigkeiten Kelheim

Bad Gögging

Erholung in den Limes-Thermen

Bereits die Kelten sollen die Schwefelquellen bei Bad Gögging genutzt haben – zu kultischen Zwecken. Sicher ist, dass die Römer den Ort zum Bad ausgebaut haben, an dem sich die geplagten Limes-Soldaten erholen konnten. Es dauerte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, ehe der Badebetrieb wieder aufgenommen wurde. Im heutigen Gasthaus Alter Wirt konnten zu Zeiten des Wildbads Gögging Badekuren genommen werden. Heute stehen dort die Limes-Thermen mit 1.000 Quadratmetern Wasserfläche und vielen Anwendungen rund um Schwefelwasser und Naturmoor. Auch Radfahrer sind willkommen.

Burg Prunn

Bilderbuchburg an der Altmühl

Wie eine märchenhafte Ritterburg thront Burg Prunn auf einem rund 70 Meter hohen Jurafelsen oberhalb des gleichnamigen Örtchens. Weithin sichtbar prangt ein Wappen, ein weißes Pferd auf rotem Grund, auf der Mauer. Es handelt sich um das Familienwappen der Fraunberger vom Haag, die als Burgherren über zwei Jahrhunderte maßgeblich die Ausgestaltung des Bauwerks vorangerieben haben.
Ein steiler Fußweg führt aus dem Dorf hinauf zur Burganlage, die gegen ein Eintrittsgeld besichtigt werden kann. Themenführungen bieten einen Einblick in das alltägliche Leben auf der Burg im Laufe der Zeit.

Donaudurchbruch

Senkrechte Felsen und dramatische Landschaft an der Weltenburger Enge

Bei Weltenburg hat sich ein Nebenarm der Urdonau über eine Länge von fünf Kilometern einen Weg durch das Kalkgebirge gebahnt, das sich als ein Relikt der Korallenriffe des urzeitlichen Meers bewahrt hatte. Der Abschnitt, der als Weltenburger Enge bezeichnet wird, gehört zu den eindrucksvollsten Flusslandschaften Deutschlands. Die Felsen streben geradezu senkrecht in die Höhe. In den Klippen wachsen wärmeliebende Pflanzen, die sonst nördlich der Alpen selten sind. Die Schönheit des Flusstals war schon früh bekannt. 1720 wurde bei Weltenburg eine barocke Klosterkirche gebaut. Von dort kann man den Donaudurchbruch am besten bewundern und anschließend in der Gaststätte einkehren.

Fasslwirtschaft

Das Bier direkt im Fass genießen

Ein besonderer Ort zur Einkehr ist die sogenannte „Fasslwirtschaft“ am Kristallmuseum. Über 40 Biersorten aus allen Teilen der Welt sowie herzhafte Kleinigkeiten und deftige Brotzeiten stehen hier auf der Karte. Ganz günstig ist das Angebot nicht, dafür ist das Ambiente aber recht einmalig. Wenn man Glück hat, ergattert man einen Platz in einem der über 100 Jahre alten Bierfässer, die mit Sitzbänken und Tischen ausgestattet wurden. Andernfalls kann man sein Bier aber auch an normalen Tischen in der urigen Stube oder dem Biergarten genießen.

Wallhalla

Der „Ruhmestempel der Deutschen“

Nach den Napoleonischen Kriegen wurde Deutschland von einer Welle des Nationalismus erfasst. Dass zuvor der bayerische Kurfürst und der Rheinbund mit den Franzosen paktiert hatten, wurde jetzt als tiefe Schmach empfunden. Überall in Deutschland wurde nach nationaler Identität gesucht – in Märchen, in der Sprache und der gemeinsamen Vergangenheit. Auch Ludwig I. von Bayern ließ eine Serie von Marmorbüsten „rühmlich ausgezeichneter Teutscher“ erschaffen. In der Wallhalla, dem „Ruhmestempel der Deutschen“, fand seine Sammlung schließlich Platz. Der knapp 50 Meter lange Bau auf einem Hügel über der Donau ist dem Athener Parthenon nachempfunden. Im nördlichen Giebelfeld ist die Schlacht im Teutoburger Wald dargestellt; auf der Südseite „Teutschlands Befreyung im Jahr 1814“. In der Mitte Germania, der sich huldigend die Teilstaaten nähern.

Wörth an der Donau

Wo das Heilige Römische Reich beerdigt wurde

Hoch über den Dächern der Altstadt von Wörth thront auf einem Hügel das Wahrzeichen der Stadt. Das Wörther Schloss ist vollständig erhalten und gehört zu den großen historischen Gebäuden der Oberpfalz. Ursprünglich war es eine Fliehburg; die Regensburger Fürstbischöfe, denen es 900 Jahre lang gehörte, bauten es zu einem Residenzschloss um. 1806 stand das Schloss einmal im Fokus der Weltgeschichte, als im Rondellzimmer die Unterwerfungsurkunde 16 deutscher Fürsten unter Napoleon unterzeichnet wurde. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation besiegelt.

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Deutschland Rundreisen anzeigen
Nach Oben