Andernach: Historische Stadt mit Zukunftsvision
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Andernach

Über 2.000-jährige Geschichte am Rhein: Andernach

Über 2.000-jährige Geschichte am Rhein: Andernach

Historische Stadt mit Zukunftsvision

Andernach zählt zu den ältesten Städten Deutschlands. Eine über 2.000-jährige Geschichte durchfließt die Stadt an der Nahtstelle von Mittelrheintal und Eifel. In ihren frühesten Ursprüngen geht das Stadtgebiet zurück auf eine keltische Siedlung des 3. Jahrhunderts v. Chr., an deren Stelle später ein römisches Militärlager errichtet wurde. Wechselhafte Jahrhunderte, zwischen Kriegswirren und Industrialisierung, sorgten dann für den abwechselnden Aufstieg und den Fall Andernachs. Von der bewegten Vergangenheit erzählen noch heute die zahlreichen historischen Gebäude der Altstadt.
Aber Andernach ruht sich nicht auf dem Blick in Vergangenheit aus und richtet stattdessen die Augen auch auf die Zukunft. Gemeinsam mit anderen Städten gehört Andernach einem weltweiten Netzwerk an, das sich für die Entwicklung einer nachhaltigen Städteplanung einsetzt. Bereits in der Praxis umgesetzt wurde unter anderem das Konzept der „Essbaren Stadt“. Mit einer nachhaltigkeitsorientierten Planung von Grünräumen möchte man die Natur zurück in den urbanen Raum holen und wieder einen engeren Bezug zwischen Mensch und Umwelt schaffen. Hierzu werden auf öffentlichen Plätzen Nutzpflanzen wie Tomaten, Bohnen, Möhren oder verschiedene Küchenkräuter angepflanzt. Das Pflücken ist ausdrücklich für jedermann erlaubt und erwünscht. Zusätzlich zu den Gartenflächen setzt man zudem vermehrt auf Wildblumenwiesen, die einen Lebensraum für Bienen und andere Insekten schaffen.



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Sehenswürdigkeiten Andernach

Burg Eltz

Romantische Burg im dichten Wald

Versteckt im dichten Wald des Eltzbachtals ragen die Mauern einer romantischen Märchenburg auf. Burg Eltz gilt als die deutsche Musterburg. Sie wurde nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM-Schein. Im Jahre 1268 wurde sie unter drei Nachkommen aufgeteilt, die von nun an gemeinsam die enge Burg bewohnten. Jede Linie baute im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen Trakt aus und fügte zahllose Türmchen, Erker und andere Elemente an. Führungen werden angeboten. Man erreicht die Burg zu Fuß von Moselkern aus oder vom Parkplatz oberhalb Müden, bzw. mit dem Auto über Münstermaifeld und Wierschem.

Zur Website:
burg-eltz.de

Abtei Maria Laach

Glanzstück der deutschen Romanik am Vulkansee

Die hochmittelalterliche Klosteranlage liegt an dem größten Vulkansee der Eifel, dem Laacher See. Die Abbatia ad Lacum (Abtei am See) wurde 1093 erbaut. Die Kirche gilt als eines der großartigsten romanischen Bauten auf deutschem Boden. Sie hat nicht weniger als sechs Türme; der prachtvolle Westeingang wird Paradies genannt. Der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert restauriert. 1933 versteckte sich der Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, als „Bruder Konrad“ ein Jahr lang in der Abtei. Er war von den Nazis seines Amtes enthoben worden und wurde schließlich verhaftet.

Ahrschleife

Schroffe Felsen und tolle Aussicht

Bei Altenahr hat die Ahr einen schleifenförmigen Canyon in das Schiefergebirge der Eifel gegraben. Hier kürzt die Ahrstraße durch einen Tunnel ab, sodass nur noch ein Wanderweg dem Fluss folgt. Das Tal, das auch Langfigtal genannt wird, steht wegen seiner bizarren Felsen, seltenen Vögel und wildwachsenden Pflanzen unter Naturschutz. Der geologische Wanderweg zeigt die Vielfalt und Schönheit des Ahrtals und führt zu den phantastischen Aussichtspunkten „Schwarzes Kreuz“ und „Teufelsloch“. (Hin und zurück: 4,7 Kilometer, 1:30 Minuten, auf und ab: 241 Meter)

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Vom Treffpunkt der Aristokraten zum Kunstmuseum

Seit dem 19. Jahrhundert ist der Rolandsbogen ein Inbegriff rheinischer Romantik. So war es naheliegend, dass die Bonn-Kölner Eisenbahn den Remagener Ortsteil Rolandseck als Endbahnhof auswählte. Der Bahnhof sollte so nahe wie möglich am Rhein liegen, um das Umsteigen in die Dampfschiffe zu ermöglichen. Gleichzeitig hat er eine fantastische Aussicht auf den Drachenfels. Von Anfang an war die Bahnhofshalle als klassizistisches Empfangsgebäude für Aristokraten und Prominente gestaltet. Tatsächlich kamen Queen Victoria, Kaiser Wilhelm II., Bismarck, Ludwig Uhland, die Gebrüder Grimm, Nietzsche, Brahms, Liszt und viele andere. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte die Bundesbahn das „überdimensionierte Gebäude“ abreißen lassen. Stattdessen wurde es auf Initiative von Hans Arp ein Atelier für Künstler. 2005 kam ein Neubau des amerikanischen Stararchitekten Richard Meier hinzu. Seit 2007 beherbergt das Arp Museum verschiedene Sammlungen und Ausstellungen.

Zur Website:
arpmuseum.org

Boppard

Winzerstadt mit großer Geschichte

Die ehemalige Reichsstadt liegt an einer Rheinschleife, dem Bopparder Hamm. Weinbau auf den umliegenden Bergen prägt den Ort ebenso wie der Tourismus. Die Geschichte geht zurück bis in die Altsteinzeit, wie die 13.000 Jahre alten Steinwerkzeuge belegen, die man 2001 in einer Baugrube gefunden hat. Ursprung der Stadt Boppard ist jedoch ein römisches Kastell namens Bodobriga, das die römisch-germanische Grenze sichern sollte und heute als die am besten erhaltene römische Burg in Deutschland gilt. Die Reste sind im archäologischen Park zu besichtigen. Von der Blüte im Hochmittelalter zeugt die doppeltürmige Severuskirche mit romanischen Wandmalereien. Im Turm der Kurfürstlichen Burg residiert heute das Heimatmuseum.

Cochem

Mittelalterliches Fachwerk, romantische Plätze

Der Ort liegt am Ende des Cochemer Krampens, einem 20 Kilometer langen Moselbogen, der als der schönste Abschnitt der Mosel gilt. Wie viele andere Plätze dort wurde auch Cochem schon von den Römern und Kelten besiedelt. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Altstadt zerstört, heute präsentiert sich Cochem aber als lebendige Kleinstadt mit reicher historischer Bausubstanz und romantischen Plätzen und Gassen. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch wichtige Bauten erhalten. Historische Fachwerkhäuser stehen vor allem am Markt mit seinem Brunnen und dem barocken Rathaus sowie in den Nebengassen. Im Kapuzinerkloster von 1623 residiert heute das Cochemer Kulturzentrum.

Zur Website:
www.cochem.de

Gedeonseck

Klettersteig mit toller Aussicht

Den besten Blick über die große Rheinschleife und die Weinberge des Bopparder Hamm hat man vom Gedeonseck, zu dem von Boppard ein Sessellift fährt. Oben gibt es ein nettes Aussichtslokal. Im Hinterland beginnt einer der größten Wälder von Rheinland-Pfalz, durch den viele Wanderwege führen. Direkt im Steilhang unterhalb des Gedeonsecks wurde ein Klettersteig eingerichtet, der schwindelfreien und gut gerüsteten Wanderern ein Klettererlebnis mit grandiosem Ausblick bietet. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)

Hängebrücke Geierlay

Ein Spaziergang in 100 Metern Höhe

Mit einer Länge von rund 360 Metern verbindet die Hängeseilbrücke die Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg. Bei einem Spaziergang in etwa 100 Metern Höhe bietet sich ein grandioser Ausblick auf die bewaldeten Hänge des Mörsdorfer Bachtals. Über neun Jahre und mit viel ehrenamtlichem Engagement der Anwohner wurde ein Konzept für das imposante Bauprojekt entwickelt, welches schließlich im Jahr 2015 realisiert wurde.
Ein gut befestigter Weg führt von einem etwa vier Kilometer entfernten Wanderparkplatz zur Brücke, die ausschließlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist.

Zur Website:
www.geierlay.de

Loreley

Von Nymphen, Berggeistern und schönen Jungfrauen

Bereits im Mittelalter wurden Zwerge, Nymphen und Berggeister für die gefährlichen Strömungen und die Echos am 130 Meter hohen Loreleyfelsen verantwortlich gemacht. Die schöne Jungfrau ist jedoch eine Erfindung des Dichters Clemens Brentano. Er schildert Lore Lay als ein Mädchen aus Bacharach, das aufgrund ihrer Schönheit für eine Hexe gehalten wird. Sie soll ins Kloster abgeschoben werden, doch auf dem Weg dorthin stürzt sie sich schließlich aus Liebeskummer von dem nach ihr benannten Felsen in den Rhein. Brentanos Ballade rührte das romantische Gefühl seiner Zeit und war Auslöser weiterer Loreley-Erzählungen. Weltberühmt wurde das Gedicht von Heinrich Heine, in dem Loreley wie eine antike Sirene die Rheinschiffer mit ihrem Gesang und ihrer Schönheit in ihren Bann zieht, sodass diese in der gefährlichen Strömung am Felsenriffe umkommen.

Mehr Info:
www.loreley-felsen.de

Marksburg

Inbegriff deutscher Burgenromantik

Die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert thront hoch über dem Rhein auf einem 160 Meter hohen Schieferberg. Sie ist die einzige mittelalterliche Rheinburg, die nie zerstört wurde und daher eine lange, wechselvolle Geschichte hat. Wahrscheinlich hat schon um 1117 eine Burg existiert. Hundert Jahre später war sie jedenfalls im Besitz der mächtigen Familie von Eppstein, die die Marksburg als Zollstation nutzte. Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt die Burg ihr heutiges, hochgotisches Aussehen. Damals wurde die Markuskapelle gebaut, nach der die Burg fortan benannt wurde. Unter Napoleon war die Burg erst Lazarett und später Gefängnis. Kritzeleien von Insassen sind noch heute in der Kapelle zu sehen. Im Jahr 1900 wurde die vernachlässigte Anlage schließlich restauriert. Heute ist die Marksburg ein Inbegriff mittelalterlicher Burgenromantik und Vorbild für zahllose Fantasieburgen.

Regierungsbunker

Zuflucht bei Atomschlag

Mit seinem 17 Kilometer langen Tunnelsystem unter Marienthal und Ahrweiler sollte der Bunker während des Kalten Krieges im Falle eines Atomschlages rund 3.000 ausgewählten Vertretern der Bonner Regierung als Ausweichsitz dienen. Obwohl die Anlage streng geheim war, rankten sich bald Gerüchte um sie. So war von einem unterirdischen Luxuskaufhaus und einem Bordell die Rede. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Verlegung der Hauptstadt nach Berlin wurde das enorm teure Projekt gänzlich überflüssig. Ein Teil der riesigen Anlage ist heute eine Dokumentationsstätte. Am Ostportal des Silberbergtunnels wurde ein Freilichtmuseum mit Gedenkstätte eingerichtet, die an die „Stadt im Berg“ erinnert, in der die Einwohner der Stadt während der Bombennächte des Zweiten Weltkrieges Zuflucht fanden.

Zur Website:
www.regbu.de

Reichsburg Cochem

Rittermahle

Hoch über Cochem erhebt sich die größte Höhenburg an der Mosel. Auf einem mächtigem Fels gelegen, ist die Reichsburg mit ihren Erkern und Zinnen ein majestätischer Anblick. Die mittelalterliche Burg gehörte den Kurfürsten von Trier, als sie im pfälzischen Erbfolgekrieg von den Truppen von König Ludwig XIV. zerstört wurde. Im 19. Jahrhundert ließ der ebenso reiche wie verrückte Berliner Kommerzienrat, Louis Ravené, die Ruine im neugotischen Stil restaurieren. Führungen durch die eindrucksvollen Innenräume werden angeboten. Daneben werden freitags und samstags rustikale Rittermahle angeboten. Die sogenannte „Gasterey nach Art der alten Rittersleut“ ist ein geselliger Abend mit einem vierstündigen Programm.

Zur Website:
www.burg-cochem.de

Remagen

Wo die Alliierten den Rhein überquerten

Die Kleinstadt liegt am Rhein zwischen Bonn und der Ahrmündung. Bereits die Römer unterhielten hier ein Kastell. Die Ursprünge sind jedoch vorrömisch. Wahrzeichen der Stadt ist die Apollinariskiche, ein neogotisches Schmuckstück, das der Kölner Dombaumeister Zwirner erbaute. Im Fokus der Weltgeschichte stand Remagen am Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Alliierten die einzige intakte Rheinbrücke in Besitz nahmen und so ihren Siegeszug auf Berlin fortsetzen konnten. Die Brücke stürzte zehn Tage später ein. Im linksrheinischen Brückenpfeiler ist heute ein Friedensmuseum untergebracht.

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