Köln

Im Schatten des Doms: Altstadt von Köln

Im Schatten des Doms: Altstadt von Köln

Rheinische Lebensfreude im Schatten des Doms

Mit über 2.000 Jahren ist die Metropole des Rheinlands die zweitälteste Stadt in Deutschland. Sie wurde von den Römern als Front- und Soldatenstadt gegründet, da der Rhein die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und dem unabhängigen Germanien bildete. Dem Rhein verdankte sie über Jahrhunderte auch ihre Bedeutung als Handelszentrum und Verkehrsknotenpunkt. Im Mittelalter wurde die Erzbistumsstadt einer der wichtigsten Brennpunkte abendländischer Kultur, als unter Friedrich II die aus Mailand geraubten Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln gebracht wurden. Ihnen zur Ehre wurde die mächtigste Kirche nördlich der Alpen gebaut, die erst 600 Jahre später fertig gestellt wurde. Der Kölner Dom ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt und Welterbe der UNESCO. Zusammen mit der dem Rhein zugewandten Altstadt und den zwölf romanischen Kirchen bildet er ein einzigartiges Ensemble, das einmal im Jahr vor Beginn der Fastenzeit Schauplatz von Fastelovend wird, wie die Kölner ihre typisch rheinische Ausprägung des Karnevals nennen.



Sehenswürdigkeiten Köln


Altstadt

Mittelalterliche Gassen und Brauhäuser im Schatten des Doms

Die Altstadt südlich des Doms hat eine hohe Kölsch-Brauhausdichte, mittelalterliche Gässchen und das historische Kölner Rathaus. Ganz in der Nähe liegt das Duftmuseum im Farina-Haus, das unumstößlich mit dem berühmten Parfüm „Eau de Cologne“ verknüpft ist. Der italienische Parfumeur Johann Maria Farina schuf den Duft, der ihn an Orangen, Zitronen, Pampelmuse und Bergamotte, Cedrat, die Blüten und Kräuter seiner Heimat erinnerte. In der Glockengasse wartet das wiedereröffnete „Dufthaus 4711“, mit einem Brunnen, aus dem Kölnisch Wasser sprudelt.


Hohenzollernbrücke

Liebesschlösser an historischer Eisenbahnbrücke

Wer zu Fuß über die historische Eisenbahnbrücke am Dom geht, dem springen abertausende Vorhängeschlösser am Geländer ins Auge, meist mit zwei Namen und Datum beschriftet. So schwören sich verliebte Paare aus aller Welt Liebe und Treue und werfen anschließend den Schlüssel gemeinsam in den Rhein. Anfangs hat die Deutsche Bahn die Schlösser entfernt. Nach Protesten und Neuberechnungen der Brückenstatik bleiben die bunten Schlösser heute hängen.


Kölner Dom

Gotik im Superlativ

Die mit 157 Metern dritthöchste Kirche der Welt gilt als das Meisterwerk der gotischen Architektur. Seine Westfassade mit den beiden Türmen hat eine Fläche von über 7100 Quadratmetern und ist damit die größte der Welt. Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1248 statt, nachdem die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln überführt wurden. Der Dreikönigenschrein ist im Chorraum aufgestellt und ist die größte Goldschmiedearbeit des Mittelalters. Nach jahrhundertelangem Baustopp wurde der Dom jedoch erst 1880 fertiggestellt Die mächtige Kirche überlebte den Zweiten Weltkrieg trotz massiver Bombardierung und ist seit 1996 Unesco-Weltkulturerbe. 


Museen am Dom

Römerzeit und moderne Kunst

Das Römisch-Germanische Museum zeigt archäologische Funde aus der Zeit der alten Römer. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören das Dyonisosmosaik aus dem Speisesaal einer römischen Villa und das Grabmal des Veteranen Lucius Poblicius. Beide sind von der Domplatte aus durch eine Glasscheibe zu sehen. Das städtische Museum Ludwig enthält die weltweit beachtete Sammlung des Ehepaars Ludwig. Kunstobjekte des 20. Jahrhunderts sind zu sehen – von Picasso über Roy Lichtenstein bis zu Gerhard Richter.

Museum Ludwig:
www.museum-ludwig.de

Römisch Germanisches Museum:
www.roemisch-germanisches-museum.de


Rheinauhafen

Gastronomie und Kultur im ehemaligen Hafen

Der ehemalige Hafen von Köln ist heute ein modernes Stadtviertel mit Wohnungen, Gastronomie und Kultur. Neben den alten Gebäuden wie dem Hafenamt sind dort die Kranhäuser entstanden, die wie überdimensionale Kräne über den Hafen ragen. Außerdem gibt es dort zwei außergewöhnliche Museen: Das Sport- und Olympiamuseum zeigt Ausstellungsstücke aus 3000 Jahren Sportgeschichte. Unmittelbar daneben ist  das Schokoladenmuseum. Besucher verfolgen bei ihrem Rundgang den Weg des Kakaos von der Plantage bis in die Schokoladenfabrik. Der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen mag vielen Appetit auf mehr machen.

Sportmuseum Köln:
www.sportmuseum.de

Schokoladenmuseum:
www.schokoladenmuseum.de


Schäl Sick

Panoramablick von der „falschen Seite“

Die rechte Rheinseite nennt der Kölner verächtlich „Schäl sick“ („falsche Seite“). Dabei hat sie besonders für Besucher einen bestechenden Vorteil: den unverstellten Ausblick auf die Kölner Altstadt inklusive Dom und Rheinpromenade. Köln von oben gibt es auf der Aussichtsplattform des LVR-Turms in Deutz zu bestaunen. Ein Aufzug befördert Touristen in sekundenschnelle in die 29. Etage. Von dort aus hat man einen Rundumblick und kann bei klarem Wetter bis zum Drachenfels in Königswinter schauen.

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