Mittelrheintal

Uralte Kulturlandschaft: Rheintal bei Kaub

Uralte Kulturlandschaft: Rheintal bei Kaub © Igor Plotnikov / Shutterstock.com

Burgen, Wein und Fachwerkstädtchen

1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungsarmen in den Niederlanden. Seit Jahrtausenden ist er eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief eingeschnittenes Tal, das zu den schönsten Kulturlandschaften Deutschlands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wechseln mit Weinbergen und malerischen Fachwerkstädten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekanntesten ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieblichem Gesang und goldenen Haar die Schiffer verzauberte, so dass sie in den gefährlichen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampferfahrt von St. Goar nach Kaub.



Sehenswürdigkeiten Mittelrheintal


Bonn

Kurkölnische Residenz in Beethovens Geburtsstadt

Die Stadt am Rhein kann wie das 30 Kilometer nördlich gelegene Köln auf eine 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Ihre Blüte erlebte das römische Castra Bonnensia als Residenz des Kurfürstentums Köln zwischen 1597 und 1794. Gegen Ende dieser Zeit (1770) kam Ludwig van Beethoven hier zur Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg tagte der Parlamentarische Rat und arbeitete das Grundgesetz aus – eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass sich Deutschland in der Nachkriegszeit vom Nationalsozialismus lossagen konnte. Von 1949 bis 1991 war Bonn die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Am Marktplatz liegt das 1737 erbaute Alte Rokoko-Rathaus, eines der Wahrzeichen der Stadt. Das Kurkölnische Schloss unmittelbar daneben ist heute das Hauptgebäude der Bonner Universität.


Rüdesheim

Weinstuben, Gutshöfe

Die Stadt am südlichen Beginn des Mittelrheins ist zugleich die Hauptstadt des Rheingaus, eines der bedeutendsten Weinbaugebiete Deutschlands. Gleichzeit hat sich der Ort zu einem Magnet für Betriebsausflüge und Busreisen entwickelt. Die zahllosen Weinstuben in der Drosselgasse sind bevölkert von fröhlichen Trinkern. In den Geschäften von Käthe Wohlfahrt kann man ganzjährig Weihnachtsutensilien und Kuckucksuhren kaufen. Hoch über der Stadt erhebt sich das Niederwald-Denkmal, zu dem man wandern oder mit einer Seilbahn fahren kann. Die über zehn Meter hohe Germania-Statue wurde 1871 nach dem Krieg gegen Frankreich errichtet und blickt bis heute drohend nach Westen.


St. Goar

Malerisches Fachwerkstädtchen im Schatten einer mächtigen Rheinburg

Es war am Anfang des 6. Jahrhunderts, als ein junger Priester aus Südfrankreich an den Rhein kam und sich als Eremit in einer Felsenhöhle niederließ. Mit Erlaubnis des Erzbischofs von Trier errichtete Goar eine Herberge für Rheinschiffer und begann sie zu missionieren. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen und sein Grab wurde zur Wallfahrtsstätte. 700 Jahre später schließlich erhielt St. Goar das Stadtrecht. Heute ist das malerische Fachwerkstädtchen Teil des Weltkulturerbes Mittelrhein und liegt im Schatten der Burg Rheinfels.

Zur Website:
www.st-goar.de




Reisebeispiele Mittelrheintal

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