Oberhessen

Land der Gebrüder Grimm: Alsfeld in Hessen

Land der Gebrüder Grimm: Alsfeld in Hessen

Land der Gebrüder Grimm

Das Hessische Bergland ist ein waldreiches Mittelgebirge, das von den breiten Tälern der Werra und Fulda, der Schwalm und der Nidda durchzogen ist. Das bucklige Land zwischen Kassel und Frankfurt war das Land der Gebrüder Grimm. Viele Tagebucheinträge und Briefe zeigen, wie sehr sie ihrer Heimat verbunden waren. So ist das oberhessische Landschaftsbild prägend für ihre Märchen geworden. Dunkle Wälder, schiefe Fachwerkhäuser und Köhlerhütten haben einen engen Bezug zur Region. So gilt die romantische Sababurg im Urwald Reinhardswald als das Urbild des Dornröschenschlosses.



Sehenswürdigkeiten Oberhessen


Burg Hauneck

Ruine auf einem ehemaligen Vulkan

Die Gipfelburg auf dem 524 Meter hohen Stoppelsberg  wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zerstört, nachdem die Ritter von Haune 1397 einen Raubüberfall in Niederhessen organisiert hatten und der dortige Landgraf Rache nahm. Erst 100 Jahre später wurde der Basaltbau wieder aufgebaut und erhielt seine heutige quadratische Form. Vom Bergfried aus hat man einen weiten Blick über die Kuppelrhön. Die Burg ist nur zu Fuß, aber von Oberstoppel aus leicht zu erreichen. Eine schöne Rundwanderung beginnt im Fuldatal und führt über die 20 Millionen alten „Langen Steine“ hinauf und über Ilmesmühle zurück. (hin und zurück: 12 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 429 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Edersee

Radtour um einen der größten Stauseen Deutschlands

Bevor die Eder in die Fulda fließt, wird sie mit einer 48 Meter hohen Mauer zu einem der größten Stauseen Deutschlands aufgestaut. Der Edersee zwischen sanften Hügeln, Wiesen und Wäldern ist heute Teil des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Zahllose Wasser- und Zugvögel haben sich dort angesiedelt. Eine besondere Attraktion ist der Buchenwald im benachbarten Kellerwald. Er ist einer der ältesten Urwälder Mitteleuropas und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Am besten erkundet man den See mit dem Fahrrad. Ein Radweg führt ohne große Steigungen um den gesamten See. Dabei kommt man am Wildpark Edersee und an der Staumauer vorbei, wo man den besten Blick über die große Wasserfläche hat. Die Strecke kann mit einer Fährüberfahrt abgekürzt werden. (4 Stunden, 48 Kilometer, auf und ab: 760 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Fulda

Fürstäbte und Hexenprozesse

744 ließ sich ein Schüler von Bonifatius, der Germanien missionierte, am Ufer der Fulda nieder und gründete ein Kloster. Über die Jahrhunderte wurde aus der Einsiedelei eine mächtige Benediktinerabtei, deren Prioren ab 1220 in den Rang von Fürstäbten erhoben wurden. Auch die Siedlung im Schatten Klosters erblühte. 1114 erhielt sie das Stadtrecht. Die Fürstäbte prägten fortan das religiöse Leben von Fulda – nicht nur zum Guten. 1335 stürmten die Bürger Fuldas, mit Billigung der Äbte, das jüdische Viertel und ermordeten 34 Personen. Anfang des 17. Jahrhunderts ernannten die Äbte einen „Malefizmeister“, der innerhalb drei Jahren mehr als 300 Hexen foltern und in Hundekäfigen verbrennen ließ. Hundert Jahre später ließen sie sich ein prachtvolles Stadtschloss im Barockstil bauen, das bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist.


Grimmwelt Kassel

Märchen, Kunst, Erlebnisräume

Das 2014 eröffnete Ausstellungshaus bietet interaktive Präsentationen zum Deutschen Wörterbuch, zu den Kinder- und Hausmärchen sowie zum Leben von Jacob und Wilhelm Grimm.  Es ist in 25 Erlebnisräume aufgeteilt, die von Künstlern gestaltet und mit Wörtern aus dem Deutschen Wörterbuch benannt sind. Zusätzlich zeigt die Grimmwelt wechselnde Sonderausstellungen. Die britische Zeitung The Guardian setzte die Grimmwelt Kassel 2015 auf ihre Liste der zehn besten neuen Museen weltweit.


Kassel

Von den Grimms zur Documenta

Die unumstrittene Kulturhauptstadt Nordhessens wird mit der Documenta in Verbindung gebracht, einer Kunstausstellung, die seit 1995 alle fünf Jahre stattfindet und Besucher aus aller Welt anzieht. Eng verbunden ist die Stadt auch mit den Gebrüdern Grimm, die in Kassel das Gymnasium besuchten. In der Innenstadt erinnert allerdings wenig an mittelalterliche Märchenromantik. Nach dem Krieg wurden Zweckbauten errichtet, die bis heute das Stadtbild prägen. Dafür gibt es viele Grünzonen und vor allen Dingen die Wilhelmshöhe, einen Park mit repräsentativen Gebäuden und Kunstsammlungen.


Marburg

Altehrwürdige Universitätsstadt mit studentischem Flair

Die jahrhundertealte Universitätsstadt liegt malerisch am Ufer der Lahn. Durch die Altstadt zwischen Fluss und Schlossberg führen verwinkelte Gassen und Treppen an prächtigen Fachwerkhäusern vorbei zum Markt mit seinem gotischen Rathaus. Das schönste Bauwerk ist die Elisabethkirche mit den Reliquien der Heiligen Elisabeth von Thüringen. Das Schloss hoch über der Stadt war bis ins 17. Jahrhundert der Sitz der Landgrafen von Hessen. Heute wird das Leben von der Universität geprägt. Fast 30.000 Studierende sorgen für eine fröhliche und weltoffene Atmosphäre.


Point Alpha

US-Beobachtungsstand an der deutsch-deutschen Grenze

Der US-Beobachtungsstützpunkt an der deutsch-deutschen Grenze steht auf einer Anhöhe und hat einen weiten Blick nach Osten. Was heute wie ein Aussichtspunkt über ein mitteldeutsches Idyll wirkt, spielte während des Kalten Krieges ein bedeutende Rolle. Die NATO ging davon aus, dass, im Falle eines Angriffs durch den Warschauer Pakt, dieser in der sogenannten Fulda Gap beginnen würde. Heute ist Point Alpha eine Gedenk- und Begegnungsstätte, die an die Konfrontation der Machtblöcke und die innerdeutsche Teilung erinnert.

Näheres unter:
www.pointalpha.com

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Deutschland Rundreisen anzeigen
Nach Oben