Dresden

Barockstadt an der Elbe: Dresden

Barockstadt an der Elbe: Dresden

Auferstanden aus Ruinen

Die politische und kulturelle Hauptstadt Sachsens hat eine wechselvolle Geschichte. Obwohl schon in 1206 erwähnt, blieb sie bis ins 15. Jahrhundert weitgehend unbedeutend. Nachdem die Stadt den 30-jährigen Krieg unbeschadet überstanden hatte, fiel sie 1685 einem Großbrand zum Opfer, der einen völligen Neubau erforderlich machte. So hat die Stadt der glanzvollen sächsischen Kurfürsten ein einheitliches barockes Stadtbild bekommen, was ihr auch den Namen „Florenz des Nordens“ eintrug. Im Februar 1945 wurde die bis dahin kaum beschädigte Stadt in einer Nacht durch einen verheerenden Bombenangriff dem Erdboden gleichgemacht. Die Ruinen der Frauenkirche waren jahrzehntelang ein Mahnmal für die Schrecken des Krieges. Ihre glorreiche Wiederherstellung im Jahr 2005 hat den Ehrgeiz der Stadt entfesselt, wieder an ihre Schönheit vor dem 2. Weltkrieg anzuknüpfen. Überall wird gebaut, und die Altstadt zwischen Zwinger und Kreuzkirche erstrahlt wieder in altem Glanz.



Sehenswürdigkeiten Dresden


Frauenkirche und Neumarkt

Von Pracht und Zerstörung

Herzstück und touristischer Magnet Dresdens ist die wiedererbaute Frauenkirche im Zentrum der Altstadt. Der monumentale protestantische Kirchenbau ist das alte und neue Wahrzeichen der Stadt. Zwischen 1726 und 1743 errichtet, am 13./14. Februar 1945 zerstört, wurde sie seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts mithilfe eines hohen Spendenaufkommens wieder aufgebaut. 2005 fand die neue Weihe statt.
Auch der Platz an der Kirche, der Neumarkt, wurde rekonstruiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der neben dem Altmarkt wichtigste innerstädtische Platz mit der symbolträchtigen Ruine der Frauenkirche für ein halbes Jahrhundert nahezu unberührt. Dann setzt eine rege Bautätigkeit ein, Quartier für Quartier wurden die typischen barocken Giebelhäuser wieder errichtet. 


Fürstenzug

Gigantisches Reiterbild aus Meißner Porzellan

Der Fürstenzug verbindet hinter dem Residenzschloss den Neumarkt mit dem Schlossplatz. Auf einem über 100 Meter langen Wandbild aus Meißner Porzellanfliesen sind die Herrscher des Hauses Wettin als Reiterzug dargestellt. Zwischen 1872 und 1876 wurde das gigantische Kunstwerk gemalt. Da die Farben an der Außenwand jedoch schnell verblassten, wurden die Bilder auf Porzellankacheln übertragen. Dafür benötigte man 24.000 einzelne Fliesen.


Molkerei Pfund

Schönster Milchladen der Welt

Ende des 19. Jahrhunderts kam der Bauer Paul Pfund mit seiner Frau und sechs Kühen nach Dresden, um die Stadt mit Milch zu versorgen. 1880 gründete er die Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund, die sich zu einem florierenden Unternehmen entwickelte. Herzstück ist der Milchladen im Erdgeschoss – ein Geschäft wie aus dem Bilderbuch – mit handgemalten Fliesen von Villeroy & Boch. Hier gibt es nicht nur Milch zu kaufen, sondern auch Käsespezialiäten aus Ziegen- und Schafsmilch. 1998 schaffte der Laden es ins Guinnessbuch der Rekorde. 

Nähere Informationen:
www.pfunds.de


Residenzschloss

Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten

Der Renaissancebau entstand erstmals im ausgehenden 15. Jahrhundert als neues Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige und wurde nach einem Brand im Jahr 1701 noch einmal unter August dem Starken erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte ab 1985 eine weitere Rekonstruktion als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Seitdem beherbergt das Schloss das Historische und das Neue Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer mit der Türckischen Cammer und das Münzkabinett.

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