Augsburg

Stadt der Mozarts und Brechts: Augsburg

Stadt der Mozarts und Brechts: Augsburg

Stadt der Mozarts und Brechts

Die nach Trier zweitälteste deutsche Stadt ist nach dem Kaiser Augustus benannt. Wegen ihrer strategisch günstigen Lage auf dem Weg nach Italien stieg sie im Mittelalter zu einer freien Reichsstadt und einem wichtigen Handelszentrum auf. Aus dieser Zeit stammt der romanische Dom, dessen „Prophetenfenster“ auf der Südseite noch aus romanischer Zeit stammen – die einzigen weltweit. Sehenswert sind auch die Fuggerei, die als älteste Sozialwohnsiedlung der Welt gilt und seit 1523 bewohnt ist, sowie das Haus der Familie Mozart und das Geburtshaus von Bert Brecht.



Sehenswürdigkeiten Augsburg


Augsburger Puppenkiste

Berühmtestes Marionettentheater Deutschlands

1943 gründete die Familie Oehmichen ein kleines Marionettentheater, das nur wenige Monate später dem großen Bombenangriff auf Augsburg zum Opfer fiel. 1948 wurde das Puppentheater neugegründet.  Als Puppenspieler und Sprecher wurden junge Schauspieler engagiert. Das erste Stück war das Märchen „Der gestiefelte Kater“. Ab den 1950iger Jahren wurden die Stücke sogar im Fernsehen gezeigt und entwickelten sich zu Publikumsmagneten. Jim Knopf und der kleine dicke Ritter, Oblong Fitz Oblong, wurden zu Kultfiguren. Bis heute ist die Bühne im Heilig-Geist-Spital. Direkt über dem Theatersaal zeigt das Augsburger Puppentheatermuseum in einer Daueraustellung die bekannten „Stars an Fäden“.


Fuggerei

Älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt

Die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt wurde 1521 von Jakob Fugger, dem reichen Kaufmann von Augsburg, gestiftet. Im Stiftungsbrief, der bis heute Gültigkeit hat, wurde festgelegt, dass in der Reihenhaussiedlung schuldlos verarmte Augsburger wohnen dürfen.  Heute wohnen in den 140 Wohnungen mit 67 Häusern 150 bedürftige katholische Augsburger für eine Jahreskaltmiete von 0,88 EUR. Sie sprechen dafür täglich einmal ein Vaterunser, ein Glaubensbekenntnis und ein Ave Maria für den Stifter und die Stifterfamilie Fugger. Eines der Häuser ist als Fuggereimuseum zu besichtigen.


Kurhaus Göggingen

Gründerzeit-Theater aus Glas und Gusseisen

Das Kurhaus ist das einzige erhaltene Theater in Glas- und Gusseisenkonstruktion, das während der Gründerzeit erbaut wurde. 1886 wurde es von Jean Keller als Theater der damals weltberühmten Hessingschen „Orthopädischen Heilanstalt“ geplant. Verschiedenste Veranstaltungen finden fast täglich im historischen Theater statt. Besichtigungen sind von 9-18 Uhr möglich, soweit es die Veranstaltungen zulassen. 

Nähere Informationen:
www.parktheater.de


Maximilianstraße

Kunsthistorisch bedeutsame Römerstraße

15 vor Christus gründeten die Römer das Militärlager Augusta Vindelicorum, aus dem Augsburg werden sollte. Gleichzeitig wurde eine Militärstraße über die Alpen angelegt, deren letztes Stück mit der heutigen Maximilianstraße identisch ist. Bis ins späte Mittelalter blieb die Via Augusta die wichtigste Verbindung zwischen Süddeutschland und Oberitalien. Ihr heutiges Straßenbild stammt aber aus der Renaissance und der Barockzeit, als prächtige Zunfthäuser links und rechts gebaut wurden. Die Straße endet am Rathaus vor dem Augustusbrunnen, der nach dem römischen Kaiser benannt ist, unter dem Augsburg gegründet wurde.


Riegele Wirtshaus

Zahllose Biersorten und bayerische Spezialitäten

Das Brauhaus Riegele ist 1884 entstanden, als Sebastian Riegele senior die Brauerei „Zum Goldenen Roß“, deren Ursprung im Jahr 1386 liegt, erwarb. Im Brauhaus Riegele befindet sich heute ein Wirtshaus, wo man neben den zahllosen Biersorten und Biercocktails von Riegele auch bayerische Spezialitäten bekommt.  Im Sommer kann man auch im großen Biergarten im Schatten alter Bäume sitzen. Das Brauhaus Riegele ist heute mit über 200.000 hl die größte Privatbrauerei Augsburgs. Wer an einem der achtstündigen Braukurse teilnehmen will, muss sich zuvor anmelden.

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