Speyer: Romanischer Kaiserdom am Oberrhein

Speyer

Romanischer Kaiserdom: Speyer

Romanischer Kaiserdom: Speyer

Romanischer Kaiserdom am Oberrhein

Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kaiser- und Mariendom ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlands zu errichten. Acht deutsche Kaiser und Könige liegen in der Krypta begraben. Nur wenige Minuten vom Dom entfernt liegt der Judenhof, das ehemalige Judenviertel von Speyer. Von ihm sind noch die Mikwe (das Badehaus) und Teile der Synagoge enthalten.



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Sehenswürdigkeiten Speyer

Alte Brücke

Barocke Fußgängerbrücke

Die barocke Karl-Theodor-Brücke gehört zu Deutschlands ältesten Brückenbauten und wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Es gab viele Vorgängerbauten aus Holz, die jedoch wiederholt durch treibende Eisschollen zerstört wurden. In ihrer heutigen Form wurde sie 1788 erbaut, jedoch wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Pfeiler von der Wehrmacht gesprengt, um die vorrückenden alliierten Truppen aufzuhalten. Bereits 1947 war die Brücke vollständig rekonstruiert. Am Südende der Alten Brücke steht das mittelalterliche Brückentor mit seinen 28 Meter hohen Doppeltürmen. Ursprünglich war es Teil der Stadtbefestigung. Am Tor wurde Brückenzoll entrichtet, bei Gefahr konnte es durch ein Falltor verschlossen werden.

Bergbahn Heidelberg

Panoramafahrt zum Königstuhl

Mit einer Bergbahn kann man bis auf den Königstuhl fahren und dort die fantastische Aussicht über die Stadt und die Rheinebene bis hin zum Pfälzer Wald genießen. Die untere Bahn, eine der modernsten Bergbahnen Deutschlands, startet am Kornmarkt in der Altstadt und fährt über die Station Schloss bis zur Molkenkur. Von dort aus geht es mit einer der ältesten elektrisch betriebenen Bergbahnen weiter zum Königstuhl.

Bergbahn Heidelberg:
www.bergbahn-heidelberg.de

Germersheim

Im Spannungsfeld deutsch-französischer Kriege

Der Ort am Oberrhein südlich von Speyer wurde im 11. Jahrhundert von Kaiser Konrad gegründet. Germersheim erhielt eine Burg und wurde später zur Stadt erhoben mit den gleichen Rechten wie Speyer. Die Serviten erbauten in Germersheim ein Kloster und weitere Kirchen. Im 30-jährigen Krieg und in dem folgenden Französisch-Niederländischen Krieg wurde Germersheim praktisch dem Erdboden gleich gemacht. 1816 fiel die Stadt nach den Napoleonischen Kriegen von Frankreich an Bayern. Gleich darauf begann man mit dem Festungsbau, der 1855 fertiggestellt wurde.
Schon zu diesem Zeitpunkt war die Festung durch die Weiterentwicklung der Waffensysteme veraltet. Schließlich führten die Ergebnisse des Versailler Vertrages zur Schleifung der Festung. Heute sind nur noch wenige Elemente erhalten.

Heidelberger Schloss

Vom prachtvollen Renaissancebau zum Sinnbild der Vergänglichkeit

Die Schlossruine hoch über der Altstadt von Heidelberg ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Die wehrhafte Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde in der Renaissance zur prachtvollen Residenz der Pfälzer Kurfürsten ausgebaut. Nach den Zerstörungen 1689 und 1693 durch die Franzosen wurde das Schloss nur zögernd restauriert. 1764 besiegelte ein verheerender Brand nach einem Blitzschlag alle Bemühungen. Der Bau wurde aufgegeben und die Ruine als Steinbruch für das neue Schwetzinger Sommerschloss und später für die Heidelberger Bürger verwendet. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die malerische Ruine von Literaten als Sinnbild für Vergänglichkeit entdeckt. Während der napoleonischen Kriege wurde sie zum patriotischen Monument umgedeutet.

Jüdisches Viertel von Worms

Mittelalterliches Zentrum des deutschen Judentums

Die jüdische Gemeinde von Worms war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine der bedeutendsten im Heiligen Römischen Reich. Jüdische Kaufleute genossen seit dem 11. Jahrhundert kaiserliche Zollfreiheiten In Worms erblühte eine berühmte Talmudschule. Die Synagoge wurde 1034 eingeweiht. Der jüdische Friedhof ist der älteste in Europa und besteht mindestens seit 1058. 1096 endete die glorreiche Epoche, als das Kreuzfahrerheer Worms erreichte. Die Juden wurden ermordet, sofern sie sich nicht der Zwangstaufe unterzogen oder Selbstmord begingen. Das ehemalige jüdische Viertel im Norden der Altstadt ist heute restauriert. Sehenswert ist die Synagoge, die in der Pogromnacht 1938 verwüstet wurde und 1961 wiederaufgebaut wurde. Das Raschi-Haus ist heute Museum und informiert über das jüdische Leben am Oberrhein.

Kloster Lorsch

Weltkulturerbe aus der Zeit Karls des Großen

Als die Abtei 774 geweiht wurde, war Kaiser Karl der Große mit Familie und Hofstaat persönlich anwesend. Später erhob er die Abtei zu einem seiner wichtigsten Reichsklöster. Drei Bauten der ehemals großen Anlage sind verblieben: ein Fragment der Nazarius-Basilika, ein Abschnitt der Klostermauer und die berühmte Königshalle. Als das Kloster Lorsch 2014 zum Weltkulturerbe erhoben wurde, wurden die Klosterareale landschaftsarchitektonisch miteinander verbunden. Auch ein Kräutergarten wurde angelegt – gemäß den Vorgaben aus 1.200 Jahre alten Lorscher Arzneibuch.

Zur Website:
www.kloster-lorsch.de

Lutherdenkmal am ehemaligen Reichstag

Wo das Mittelalter beendet wurde

Wo heute das Kunsthaus Heylshof steht, befand sich im Mittelalter die Pfalz, der Palast der deutschen Kaiser in Worms. Hier fanden fanden ab dem 15. Jahrhundert Reichstage statt, auf denen sich die Reichsstände versammelten und gemeinsame Gesetze und Ordnungen beschlossen. Eingang in die Weltgeschichte fand vor allem der Reichstag von 1521. Damals sollte der junge Mönch Martin Luther vor dem Kaiser und den Gesandten des Papstes seine ketzerischen Thesen widerrufen. Stattdessen hat er mit seiner tollkühnen Weigerung „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, die Kirchenspaltung und damit das Ende des Mittelalters eingeläutet. Daran erinnert das Lutherdenkmal von 1868 im damals üblichen Stil nationaler Heldenverehrung. Es zeigt neben einem titanischen Luther die europäischen Reformatoren Waldes (Frankreich), Wyclif (England), Hus (Tschechien) und Savonarola (Italien).

Mannheimer Schloss

Vom Fischerdorf zur Kurfürstenresidenz

Fast 1.000 Jahre war „das Heim von Manno“ ein unbedeutendes Fischer- und Schifferdorf, doch nach der Zerstörung des Heidelberger Schlosses im französischen Erbfolgekrieg beschloss der Kurfürst, sein Residenz nach Mannheim zu verlegen. 1720 wurde am Rheinufer mit dem Bau des Mannheimer Schlosses begonnen. Es entstand eine der größten spätbarocken Schlossanlagen Deutschlands mit großer kultureller Ausstrahlung. Erst als der Kurfürst 1778 wegen einer Erbschaft nach München ziehen musste, verblasste der höfische Glanz. Die Schlosskirche und die Hofbibliothek sind heute wieder restauriert. Die 400 Räume werden von der Universität benutzt.

Philosophenweg

Geschichtsträchtiger Aussichtsspaziergang

Der Name stammt aus einer Zeit, als alle Studenten vor Beginn ihres Fachstudiums die sieben freien Künste studieren mussten, die unter dem Fach Philosophie zusammengefasst waren. So waren es vermutlich weniger die Gelehrten als die Studenten, die den Weg als idealen Ort für romantische Spaziergänge und ungestörte Zweisamkeiten entdeckten. Die untere Hälfte führt steil und gewunden auf den ersten 700 Metern durch eine der teuersten Wohngegenden Heidelbergs. Dann geht es fast eben weiter. Am Philosophengärtchen hat man den besten Blick über den Neckar auf die Heidelberger Altstadt, den Königstuhl und das Schloss, aber auch hinaus in die Rheinebene.

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