Faszination Ostsee: Hansestädte und historische Seebäder - Deutschland
Jasmunder Bodden auf Rügen

Faszination Ostsee

Hansestädte und historische Seebäder

Die Reise führt zu gleichen Teilen durch die alte Bundesrepublik und die ehemalige DDR. Wegen der kurzen Entfernungen bleibt viel Zeit zum Wandern, Baden und Staunen über die Welt zwischen Wasser und Land.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Glücksburg

A

Flensburger Förde

Badebuchten, Steilküsten und Blicke nach Dänemark

Wo vor 12.000 Jahren eine riesige Glet­scherzunge das Land ausho­belte und an den Seiten Schutt und Geröll hinter­ließ, breitet sich heute ein besonders hübscher Land­strich an der Ostsee aus.

Aus den Moränen sind grüne Steil­küsten geworden, dazwi­schen haben sich Sand­strände und Bade­buchten gebildet. Von allen Förden an der Ostsee ist die von Flensburg die größte. Im Norden liegt die Halb­insel Holnis, der nörd­lichste Land­ab­schnitt Deutsch­lands. Im Westen lockt die Innenförde mit ruhigem Wasser und windge­schützten Stränden. Die Außenförde im Osten mündet ins offene Meer und ist rauer. Spazier­wege führen durch das maritime Idyll, auf denen man den Blick bis nach Däne­mark schweifen lassen kann.

Zu Gast in einer Backsteinvilla an der Förde

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die nord­deut­sche Back­stein­villa liegt in einem gepflegten Garten mit alten Bäumen und kleinen Ruheoasen.

Innen ist alles dezent, fein und hoch­wertig – und trotzdem urge­müt­lich. Sanfte Farben, klare Formen und liebevolle Accessoires geben den rund 15 Zimmern ein wohn­li­ches, entspanntes Ambi­ente. Die unkompli­zierten Gastgeber servieren morgens ein abwechs­lungs­rei­ches Früh­stück – bei schönem Wetter auf der Terrasse mit Blick auf die Förde. Im Garten warten Sonnenliegen unter Schatten spen­denden Bäumen, eine gemüt­liche Sitz­ecke und eine finni­sche Garten­sauna mit Well­nessbe­reich zur exklusiven Nutzung.

Kieler Bucht

Bade­strände und grünes Hinter­land
Bade­strände, maritime Städte und Häfen, sowie ein flaches und grünes Hinter­land machen die Bucht rings um die Kieler Förde zu einem nordi­schen Urlaubs­pa­ra­dies. In der Region befinden sich besonders gut ausge­baute Fahr­rad­wege, zum Beispiel der Ostseeküsten-Radweg, auf dem man den großen Pötten und Kreuzfahrt­schiffen draußen auf dem Meer zuschauen kann. Bei Kiel, wo sie in die Förde einfahren, kommen sie besonders nah an die Küste. Die Luft- und Wasser­tempe­raturen sind gemäßigt. Nur im Sommer steigen die Tempe­raturen auf über 20 Grad.

Schloss Glücksburg

Wasser­schloss aus der Renais­sance
Das Wasser­schloss an der Flensburger Förde gehört zu den bedeu­ten­dsten Renais­san­ce­schlös­sern Nord­eu­ropas. Es diente den herzog­li­chen Linien des Hauses Glücksburg als Stamm­sitz und war zeitwei­lige Residenz der däni­schen Könige. Die Famili­en­mit­glieder des nach dem Schloss benannten Hauses Glücksburg sind mit nahezu allen euro­päi­schen Dynas­tien verwandt. Das Schloss ist eine der bekann­testen Sehens­wür­digkeiten Schleswig-Holsteins. Es beherbergt ein Museum und ist für Besu­cher zugäng­lich. Direkt neben dem Schlossgarten wur­de 1990/91 das Glücksburger Rosa­rium einge­richtet. Den Mittel­punkt bildet darin das frühere Gärtn­er­haus. Im Rosa­rium werden auf einer Grund­fläche von knapp einem Hektar über 500 histo­ri­sche, engli­sche Kletter- und Wild­rosen kultiviert.

Flensburg

Stad­t­idyll an der Förde
Die nörd­lichste Hafen­stadt Deutsch­lands liegt idyllisch zwischen bewal­deten Hügeln am Ende der Flensburger Förde, hinter der bereits Däne­mark beginnt. Bis heute ist Flensburg das Zentrum der däni­schen Minder­heit in Südschleswig. Bundes­weite Bekannt­heit erlangte die Stadt durch die vom Kraftfahrt-Bunde­samt gespei­cherten „Punkte in Flensburg“, den Erotikver­sandhandel von Beate Uhse und den Rumhandel. Mittel­punkt der Altstadt ist der Söder­markt mit schönen Giebelhäusern und der Stadt­kirche St. Nicolai aus dem 15. Jahr­hun­dert. Auf der anderen Seite begrenzt das wuch­tige Nordertor von 1595 die Altstadt.

Von Glücksburg nach Lübeck

211 km | 3:30 h

Kiel

Fähren und Segel­schiffe vor der Landes­haupt­stadt
Die Landes­haupt­stadt von Schleswig-Holstein liegt an einem 17 Kilometer ins Land reichenden Meeresarm, der Kieler Förde. Wichtig ist die Stadt vor allem für den Fährver­kehr ins Baltikum und nach Schweden. Gegründet wur­de sie im 13. Jahr­hun­dert, stand aber lange im Schatten der Hanse­städte Lübeck und Hamburg. Erst als die preußi­sche Flosse 1865 nach Kiel verlegt wur­de, begann ein rapides Wachstum. Sehens­wert ist der Alte Markt in der Altstadt, von dem die Holstein­straße abführt, eine der längsten Einkaufszonen Deutsch­lands.

Schlei

Wassersportler auf einem 40 Kilometer langen Meeresarm
Wie eine lange Fluss­mündung schlängelt sich der 40 Kilometer lange Meeresarm von Ost nach West durch Schleswig-Holstein. Je weiter man nach Osten kommt, desto salziger wird das Wasser. Im Norden wohnte der Stamm der Angeln, während im Süden die Holsteiner und Sachsen siedelten. Die Schlei, die während der letzten Eiszeit entstanden ist, war nie tief genug, um als Wasser­straße eine Rolle zu spielen. Heute tummeln sich auf dem ruhigen Gewässer vor allem Segelboote, Kanuten, kleine Motor­schiffe, Tretboote und Windsurfer.

Geltinger Birk

Vogel­schutzgebiet an der Flensburger Förde
Das Natur­schutzgebiet nord­öst­lich von Gelting ist geprägt durch Wasser­flächen, Strand­seen, Sümpfe und Salz­wiesen. Zur Erhal­tung der Weide­landschaften werden Pferde (Koniks), Rinder (Schot­ti­sche Hoch­landrinder, Galloways) und Schafe einge­setzt. Die Birk ist ein wich­tiges Gebiet beim Vogelzug und für die Brut von rund 200 Arten. Besu­chern ist das Gebiet über mehrere Rund­wege zugäng­lich. Das Radfahren im Natur­schutzgebiet ist entlang ausgewie­sener Wege erlaubt.
B

Lübeck

Die „Königin der Hanse“

Die Hanse­stadt verdankt ihre Bedeu­tung der Trave, einem schiffbaren Fluss, der 17 Kilometer weiter nörd­lich in die Ostsee mündet.

Die Altstadt auf einem Hügel zwischen Trave und Wakenitz gehört zu den schönsten und meist­be­suchten in ganz Nord­deutsch­land und wur­de von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erhoben. Lübeck gilt als „Königin“ und „Mutter der Hanse“ und war im Hoch­mit­tel­alter das Macht- und Wirt­schafts­zentrum an der Ostsee. St. Marien zu Lübeck gilt als eines der Haupt­werke und als „Mutter­kirche der Backst­ein­gotik“. Nord­öst­lich der Kirche steht ein Patri­zi­er­haus aus dem 16. Jahr­hun­dert, das der Familie Mann gehörte. Thomas Mann setzte ihm mit dem Roman „Die Buddenbrocks“ ein litera­ri­sches Denkmal, das in die Welt­li­te­ratur eingegangen ist. Wahrzei­chen der Stadt ist das wuch­tige Hols­tentor von 1478.

Zu Gast in einer ehemaligen Glockengießerei

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Kaufmanns­haus aus dem Jahr 1304 liegt inmitten der kleinen Gassen der Altstadt und ist eines der ältesten Gebäude der Stadt.

Ursprüng­lich befand sich hier eine Glocken­gießerei und auch später wur­de es noch für viele andere Hand­werke genutzt. Heute ist es ein mit Liebe zum Detail moder­ni­siertes Hotel, in dem teilweise noch die alten Mauern sichtbar sind; dadurch wur­de eine gelun­gene Mischung aus Alt und Neu erzielt und der Charme der Jahrhunderte erhalten. Der gute Gesamt­ein­druck wird durch die Freund­lichkeit des Besitzers, Herrn Haase, und seines Perso­nals noch verstärkt. Die vier Suiten sind individuell einge­richtet und haben eine Küchen­zeile. Das nord­deut­sche Früh­stück wird im liebevoll einge­deckten Spei­se­saal serviert, im Sommer kann man es im Hofgarten einnehmen – ein Rosen­garten, der sonst auch zum Lesen oder Entspannen einlädt. Das Stadt­zentrum mit dem histo­ri­schen Markt­platz sowie der Dom und das Hols­tentor sind zu Fuß erreichbar.

Herren­tunnel

866 Meter unter der Trave
Zwischen Lübeck und Trave­münde muss die Trave unterquert werden. 2006 wur­de die alte Herrenbrücke abge­rissen und durch einen Tunnel ersetzt. Im Gegen­satz zur früheren Brücke ist der Tunnel für Radfahrer, Mofa­fahrer, Fußgänger und Reiter nicht frei­gegeben. Sie werden jedoch mit einem kosten­losen Shuttle-Bus transpor­tiert, was mit einer gewissen Wartezeit verbunden sein kann.

Trave­münde

Seebad an der Mündung der Trave
Wo die Trave in die Lübe­cker Bucht mündet, unter­hielten Kauf­leute schon im 12. Jahr­hun­dert einen Hafen. 1329 wur­de er Teil des Lübe­cker Stadt­staates. Als reiche Hafen­stadt weckte es Begehr­lichkeiten von Herr­schern und Königen, gegen die es sich mit wuch­tigen Festungs­mauern zur Wehr setzte. Anfang des 19. Jahrhunderts begann eine neue Zeit für Trave­münde. Der Ort wur­de als zweiter an der deut­schen Ostseeküste zum Seebad erkoren. Es wurden Prome­naden für die Sommer­frischler ange­legt, allen voran die Strand­pro­me­nade, die 1904 eingeweiht wur­de. Bis heute kann man hier ober­halb der Strandkörbe flanieren und den Fähren weit draußen im Meer zuschauen.

Timmen­dorfer Strand

Mondänes Ostseebad mit großer Tradi­tion
Ursprüng­lich hieß das osthol­stei­ni­sche Dorf 15 Kilometer nörd­lich von Lübeck Groß-Timmen­dorf. Heute ist es ein mondänes Ostseebad, das sein wich­tigstes Gut im Namen führt: den Strand. Strand­ur­laub hat hier eine besonders lange Tradi­tion. Bereits im vorletzten Jahr­hun­dert haben sich Kurgäste hier wohlgefühlt. Es entstanden zwei Seebrü­cken, Kurparks, Jachtclubs und vornehme Hotels. Am Nord­rand gibt es die beliebte Ostsee-Therme, ein Spaßbad mit Sauna­landschaft. Sehr beliebt ist auch das begehbare Aqua­rium „Sea Life“.

Von Lübeck nach Gamehl bei Wismar

120 km | 2:30 h

Gade­busch

älteste Hallen­kirche der Backst­ein­gotik in Meck­lenburg
Die Stadt­kirche von Gade­busch ist eine der ältesten Hallen­kir­chen der Backst­ein­gotik im Nordwesten Meck­lenburgs und gehört zu den bedeu­ten­dsten Kirchenbauten Nord­deutsch­lands. Sie wur­de 1210 im roma­ni­schen Stil begonnen und als drei­schiffige Hallen­kirche ange­legt. Der Turm wur­de am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Bei der Restau­ra­tion 1955 wur­de die ursprüng­l­iche Bema­lung aus der Mitte des 13. Jahrhunderts frei­gelegt. Mittel­alter­liche Orna­mente, Tierbilder und eine Chri­s­topho­rusdar­stel­lung kamen zum Vorschein. Wertvollstes Kunst­werk im Innern ist der bronzene Taufkessel von 1450 mit Engeln und Passi­ons­szenen.

Schwe­riner See

Schwimmen, Segeln, Surfen, Wandern
Der zweitgrößte See von Meck­lenburg ist knapp 25 Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Seit 1842 wird er auf der Hälfte durch einen Damm getrennt, über den in Ost-West-Rich­tung die B104 führt. Den Schwe­riner See teilen sich Segler, Schwimmer, Surfer und die weißen Perso­nen­schiffe, die Schwerin mit dem Süden des Sees verbinden. Die kleinen Inseln – etwa Kanin­chenwerder – stehen alle unter Natur­schutz. An den bewal­deten Ufern führen Wander­wege entlang. Besonders schön ist der Franzo­senweg, der im Schloss­park von Schwerin beginnt und nach Süden führt.
C

Wismar

Backsteingotik an der Ostsee

Die Stadt an der Ostseeküste ist wegen ihrer zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erklärten Altstadt eine der Haupt­at­trak­tionen von Meck­lenburg.

Kurz nach ihrer Gründung 1226 wur­de Wismar Hanse­stadt und erlebte eine Blütezeit. Nach einem katastro­phalen Brand wur­de die Stadt 1267 im Stil der Backst­ein­gotik wieder­aufge­baut, der noch heute die Stadt prägt. Sehens­wert ist vor allem der 100x100 Meter große Markt­platz mit Rathaus und Bürger­haus. Im alten Hafen liegt ein Nachbau der Poeler Kogge, eines Wracks, das 1999 bei Timmen­dorf geborgen wur­de. Das Fracht­schiff von 1354 ist das größte bekannte seiner Art aus dem Spät­mit­tel­alter.

Zu Gast in einem Schloss bei Wismar

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das im neogo­ti­schen Stil mit Türmen und Bogenfenstern verse­hene Schloss wur­de 1860 im Auftrag von Franz von Stralen­dorff errichtet.

Es hat damals den bishe­rigen Stamm­sitz der Familie ersetzt und war das Zentrum einer großen Guts­anlage mit Stal­lungen und mehreren Nebengebäuden. Über 600 Jahre hatten die von Stralen­dorffs ihren Lebens­mit­tel­punkt in Gamehl – einzige Ausnahme war die DDR-Zeit. Im Jahr 2000 gelangte das Schloss erneut in den Besitz der Familie und wur­de über mehrere Jahre hinweg aufwändig restau­riert: Sowohl die Fassade als auch die mit Stuck und Holzböden ausge­stat­teten Innenräume wurden in ihren ursprüng­l­i­chen Zustand zurückver­setzt. Heute stehen den Gästen 19 komfor­table Zimmer und Suiten zur Verfügung. In der gut bestückten Bibliothek, im Well­nessbe­reich oder auf der Sonnen­ter­rasse mit Blick auf den Park lässt es sich herr­lich entspannen.

Schwerin

Märc­henschloss auf einer Park­insel
Die Stadt am Rande der Meck­lenburgi­schen Seen­platte ist seit der Wiederver­ei­nigung wieder Haupt­stadt von Meck­lenburg-Vorpommern. Mit seiner restau­rierten Altstadt und dem attrak­tiven Umland mit über 70 Seen zieht Schwerin viele Besu­cher an. Wahrzei­chen und Besu­cherma­gnet ist das Schloss der meck­lenburgi­schen Herzöge. Es wur­de im 19. Jahr­hun­dert  nach dem Vorbild des Loire­schlosses von Chambord erbaut. Wegen seiner Lage auf einer Insel, die zu einem engli­schen Park umge­staltet ist, wirkt es wie ein Märc­henschloss.

Dorf Meck­lenburg

Span­nendes Museum in der Keim­zelle Meck­lenburgs
Die Meck­lenburg südlich von Wismar war Namensgeber für das heutige Bundes­land. Bei Ausgra­bungen wur­de festge­stellt, dass die „Mikelenburg“ schon in der slawi­schen Epoche im 7. Jahr­hun­dert entstanden sein muss. 1256 wur­de sie abge­rissen und Steine und anderes Bauma­te­rial nach Wismar gebracht, das damals gerade aufblühte. Aus der ehema­ligen Vorburg ist das Dorf entstanden. Der alte Ringwall ist heute ein Friedhof. Span­nend ist das Krei­s­agr­armuseum im Dorf, das über die länd­liche Entwick­lung Meck­lenburgs in den letzten 100 Jahren informiert und ganz nebenbei eine Zeit­reise in die DDR ermög­licht.

Insel Poel

Sanfte Hügel, weiße Strände
Die sanft gewellte Insel in der Wismarer Bucht zieht mit ihren Sand­stränden vor allem Badegäste und Natur­liebhaber an. Erreichbar ist Poel mit der Fähre vom Hafen in Wismar oder über einen Damm im Osten. Zentrum ist Kirchdorf. Ober­halb des Jacht­hafens steht eine wuch­tige roma­ni­sche Back­stein­kirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Eine Gedenk­stätte in Schwarzer Busch erin­nert an die Toten der Cap Arcona, die 44 Stunden vor Ende des Zweiten Welt­krieges von briti­schen Fliegern versenkt wur­de. Mehr Informa­tionen dazu gibt es im Heimatmuseum von Kirchdorf.

Wande­rung auf Poel

Blüh­ende Feld­raine und weiße Strände
Der sanfte Wanderweg beginnt in Kirchdorf am Hafen und führt durch blüh­ende Feld­raine nach Nord­osten bis Gollwitz. Von dort geht es unmit­telbar hinter dem Strand an der Küste entlang bis Schwarzer Grund und über die Insel­mitte wieder zurück nach Kirchdorf, wo man am Hafen einkehren oder ein frisches Fischbröt­chen essen kann. (hin und zurück: 13.9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 40 Meter)

Von Gamehl bei Wismar nach Wieck a. Darß

104 km | 2:30 h

Klein­bahn Molli

Mit der Schmal­spur­bahn an der Küste entlang
Die älteste Schmal­spur­bahn an der Ostseeküste wur­de 1886 vom dama­ligen Großherzog von Meck­lenburg feier­lich eingeweiht. Sie transpor­tierte Güter und Badegäste bis 1969. Dann wur­de der Betrieb einge­stellt. Seit 1995 fährt die kleine Dampflok wieder auf der alten 900-Millimeter-Spur zwischen Bad Doberan und Kühlungs­born hin und her. Für die 15 Kilometer lange Strecke braucht sie gut 40 Minuten. Inn­er­halb der Orte sind die Gleise auf Straßen verlegt, außer­halb verläuft die Strecke parallel zum Ostsee­strand an male­ri­schen Alleen entlang und durch Wiesen und Felder.

Kühlungs­born

Längste Seepro­me­nade Deutsch­lands
Die Stadt zwischen einem Höhenzug namens Kühlung und der Ostsee ist der größte Bade- und Erho­lungsort Meck­lenburgs. Die Strand­pro­me­nade ist mit über drei Kilome­tern Länge die größte in Deutsch­land. Ein breiter Sand­strand zieht sich über etwa sechs Kilometer hin. Etwas Besonderes ist auch der große Stadt­wald, den Kühlungs­born wie ein Ring umschließt. Attraktiv ist das Stadt­bild mit einer Mischung aus histo­ri­scher Bäder­ar­chitektur und Moderne.

Kloster Doberan

Backst­ein­gotik in Voll­endung
Das ehema­lige Zister­zi­ens­erkloster in Bad Doberan wur­de gleich nach der Chris­tia­ni­sie­rung von Meck­lenburg gegründet und entwi­ckelte sich zu einem geist­li­chen, poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Zentrum. Die Kloster­kirche, das Dobe­raner Münster, zählt zu den bedeu­ten­dsten hoch­go­ti­schen Back­steinbauten in Europa. Im Inneren beein­dru­cken ein Hoch­altar von 1310 und die Grabmäler der meck­lenburgi­schen Herzöge. Der an eine franzö­si­sche Kathedrale erin­nernde Bau steht heute in einem engli­schen Landschafts­park.
D

Fischland-Darß-Zingst

Halbinsel zwischen Bodden und Ostsee

45 Kilometer reicht die Halb­insel zwischen Rostock und Stralsund in die Ostsee hinein. Im Süden liegt die Darß-Zingster Bodden­kette, im Norden die offene Ostsee.

Der südwest­liche Abschnitt der Halb­insel heißt Fisch­land, es folgt der Darß, an den sich nach Osten die Halb­insel Zingst anschließt. Seit kürzerer Zeit ist der Große Werder durch Verlandung Teil der Halb­insel­kette. Der Darß gehört bereits zu Vorpommern, während Fisch­land histo­risch dem Landes­teil Meck­lenburg angehört. In histo­ri­scher Zeit waren sowohl der Kern Fisch­lands als auch der Darß und der Zingst Inseln. Erst die Schließung von Flut­rinnen durch den Menschen im 14. Jahr­hun­dert (Fisch­land und Darß) und im 19. Jahr­hun­dert (Zingst) verband sie dauer­haft mit dem Fest­land. Der östliche Teil der Halb­insel Zingst und der Mittel­teil des Darß sind Teile des Natio­nalparks Vorpom­mer­sche Bodden­landschaft.

Zu Gast in einem Hotel in Wieck

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das reetge­deckte Hotel liegt inmitten einer naturnah gestal­teten Garten­landschaft in Wieck, am Südo­st­ufer der Halb­insel Darß am Bodstedter Bodden.

Auf drei mitein­ander verbun­dene Häuser verteilen sich 32 Doppelzimmer und 14 Apart­ments mit länd­lich-gediegener Einrich­tung. In der Gesundheits­scheune mit Sauna und Schwimmbad kann man dem Alltag entfliehen und in Ruhe abschalten. Vom Schwimmbad aus bietet sich ein freier Blick in Garten und Natur. Für das reichhal­tige Früh­s­tücksbuffet werden ausschließ­lich Produkte aus dem biologi­schen Anbau verwendet. Der male­ri­sche Segelhafen von Wieckist wenige Hundert Meter entfernt. Die Umge­bung lädt zu ausge­dehnten Spaziergängen und Radtouren ein; der Leucht­turm Darßer Ort ist zwölf Kilometer, das Natur­schutzgebiet Kirr 17 Kilometer entfernt.

Rügen

Deutsch­lands schönste Insel
Die mit fast 1.000 Quad­ratki­lome­tern größte deut­sche Insel ist zugleich auch die schönste und viel­sei­tigste. Sanfte bewal­dete Hügel gehen in flachere Wiesen und Moore über. Steil­küsten wech­seln mit Bade­stränden ab. Vom flachen land­wirt­schaft­lich genutzten Süden steigt die Insel nach Norden sachte an, wo sie dann an der bekannten Krei­deküste abrupt abbricht. Der schönste Badeort ist Binz mit seinem feinen Sand­strand und den ehrwür­digen Villen.

Barth

Histo­ri­sches Städt­chen am Bodden
Barth liegt am südli­chen Ufer des Barther Boddens, der im Norden durch die Halb­insel Fisch­land-Darß-Zingst von der Ostsee getrennt ist. Mittel­alter und frühe Neuzeit haben ihre Spuren hinter­lassen. Seinen Wohl­stand verdankte Barth dem Schiffsbau. Zeitweilig gab es bis zu sieben Werften. Sehens­wert sind die goti­sche St. Marien Kirche und die histo­ri­schen Bürger­häuser der Altstadt. Heute lebt Barth vom Tourismus, die küsten­nahen Gewässer laden zum Baden und verschiedensten Wassersportak­tivi­täten ein.

Ahren­shoop

Künst­ler­ko­lonie im Natur­schutzgebiet
Ende des 19. Jahrhunderts grün­deten mehrere Maler und Schrift­steller die Künst­ler­ko­lonie Aren­shoop. Die Künstler zogen Bürger und den Adel an. In der Folge entwi­ckelte sich der Ort zum Seebad. 1909 wur­de der Kunst­katen gebaut, in dem bis heute viele Ausstel­lungen stattfinden. Das Kunst­museum Ahren­shoop informiert über die Kolonie und stellt sie in einen größeren Zusam­menhang – von der Kaiserzeit über die DDR bis hin zur Wiederver­ei­nigung. Das kulturelle Leben des Ortes wird ergänzt durch eine herr­liche Natur zwischen Bade­strand und dem Ahren­sho­oper Holz mit seinen riesigen Stechpalmen.

Von Wieck a. Darß nach Stralsund

59 km | 1:30 h
E

Stralsund

Backsteingotik in der Hansestadt

Die Hanse­stadt liegt am Stre­lasund, einer Meer­enge der Ostsee. Sie wird auch „Tor zur Insel Rügen“ genannt; über zwei Brücken ist sie mit der Insel verbunden.

Mit knapp 60.000 Einwoh­nern ist Stralsund die viertgrößte Stadt Meck­lenburgs. 1234 erhielt sie das Stadt­recht und war bald darauf Gründungs­mit­glied der Hanse, was ihr Reichtum und Wohl­stand einbrachte. Davon zeugt die präch­tige Altstadt im Stil der Backst­ein­gotik, die heute zum Welterbe der UNESCO gehört. Die charak­te­ris­ti­schen Giebelhäuser stehen heute vor allem in der Mönch-, der Ossenreyer und der Mühl­en­straße.

Zu Gast in einem Hotel in Stralsund

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt im Zentrum der Altstadt von Stralsund und stellt eine gelun­gene Symbiose von modernem Komfort und histo­ri­scher Architektur dar.

Auf fünf histo­ri­sche Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten verteilt gibt es 92 individuell geschnit­tene und einge­rich­tete Zimmer. Morgens wird den Gästen ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten. Auch sonst wird kuli­na­risch von der urigen Keller­kn­eipe über ein hansea­ti­sches Restau­rant bis zur biozer­ti­fi­zierten Kaffee­r­österei einiges geboten. Im Well­nessbe­reich des Hotels kann man sich in einer der drei Saunen entspannen oder mit Massagen und anderen Anwendungen verwöhnen lassen. Das Zentrum mit seinen zahlrei­chen Sehens­wür­digkeiten und der Hafen sind fußläufig erreichbar.

Ummanz

Idylli­sche Insel im Westen von Rügen
Die Insel im Westen von Rügen ist immerhin 20 Quad­ratki­lometer groß und Teil des Natio­nalparks Vorpom­mer­sche Bodden­landschaft. Ummanz mit nur 240 Einwoh­nern ist eine reine Natu­r­idylle. Weite Felder, Kuhwiesen und hüge­lige Wälder wech­seln einander ab. Alleen mit alten Kasta­nien führen zu reetge­deckten Bauernhöfen und Landgast­stätten. Seit 1901 verbindet eine Brücke Rügen und Ummanz. Wer hierher kommt, sucht nicht den Touris­tenrummel und lange Sand­strände, sondern Natur und Ruhe.

Bergen auf Rügen

Haup­tort mit schöner Altstadt
Die Haupt­stadt von Rügen liegt im Zentrum der Insel. Zu den 14.000 stän­digen Bewoh­nern gesellen sich im Sommer mindes­tens ebenso viele Gäste. Bis ins Mittel­alter war Bergen von einem slawi­schen Volk besiedelt. Erst im 30-jährigen Krieg erhielt es deut­sches Stadt­recht. Sehens­wert sind die Bürger­häuser im Fach­werk­stil aus dem 17. und 18 Jahr­hun­dert und die backst­ein­go­ti­sche Mari­en­kirche. Mittel­alter­liche Kultur spiegelt sich außerdem im Klosterhof wieder. Das Kloster der Stadt war haupt­säch­lich von Zister­zi­en­sern bewohnt.

Hiddensee

Ursprüng­l­iche Dünen­heide auf auto­freier Insel
Die auto­freie Insel des legendären Norwegerkö­nigs „Hedin“ liegt unmit­telbar west­lich von Rügen und ist ein beliebter Urlaubsort. Rund 1.300 Einwohner wohnen auf dem 16 Kilometer langen und maximal drei Kilometer breiten Streifen. Die einzig­ar­tige Land­schaft ist erst nach der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren entstanden. In der ursprüng­l­i­chen Dünen­heide leben viele wirbel­lose Tiere, darunter Muscheln und Würmer, die den Zugvögeln als Nahrung dienen. Haup­tort der Insel ist Kloster, nach einem Kloster von 1297 benannt. Dort hatte Gerhard Hauptmann seine Sommer­residenz, die heute ein kleines Museum beherbergt. Wer die Insel erkunden will, sollte sich ein Fahrrad an der Fähr­anlege­stelle leihen.

Von Stralsund nach Hause

13 Tage
ab 1.249,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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