Stein und Wein: Zwischen Rhein und Mosel, Saar und Ahr - Deutschland
Beilstein an der Mosel

Stein und Wein

Zwischen Rhein und Mosel, Saar und Ahr

Römische Offiziere und deutsche Kaiser, Winzer und Schiffer, romanische Baumeister und Revolutionäre, Dichter und Denker: Sie alle haben am Rhein und seinen Nebenflüssen eine einzigartige Kulturlandschaft geformt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Hornbach

A

Saar

Wander- und Weinparadies

Der Nebenfluss der Mosel wird oft unter­schätzt. Die Saar ist immerhin 235 Kilometer lang, von denen gut die Hälfte durch Frank­reich fließt, und hat immerhin einem Bundes­land seinen Namen gegeben.

Kurz bevor sie ober­halb von Trier in die Mosel fließt, wird sie schon seit 2.000 Jahren von Weinbergen gesäumt, die zu den steilsten der Welt gehören und daher oft nicht mehr bearbeitet werden. Leider – denn der blassfarbene Ries­ling gehört zu den quali­tativ bedeut­s­amsten Weißweinen Deutsch­lands. Önologen führen das auf das trockene Klima und den blauen Schiefer zurück, auf dem die Reben wachsen. Das lieb­liche Mittelgebirge rechts und links der Saar ist durch ein dichtes Wander­wegenetz erschlossen. Besonders schön ist die Runde um die Saar­schleife, wo der Fluss eine 180-Grad-Schleife mäandriert.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster bei Zweibrücken

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Benedikti­n­erkloster von Hornbach war einst reich und mächtig, weil es im Besitz der wunder­tä­tigen Reli­quien des Heiligen Pirmi­nius war.

Doch während der Reforma­tion verloren die Reli­quien ihre Funk­tion als Einnah­mequelle und wurden nach Innsbruck gebracht. Der Pilger­strom versiegte und das Kloster wur­de aufge­geben. Nach wech­selnden Nutzungen wur­de es schließ­lich um die Jahr­tausendwende zu einem Hotel umge­staltet. Kreuzgang, Kapelle, Schulhaus und Remise wurden restau­riert und zu zeitge­nös­si­schen Akzenten in Kontrast gebracht. Hinzuge­kommen ist ein Spabereich mit Bädern und verschiedenen Thera­pie­ange­boten. Von der Klos­ter­schänke bis zum Gour­me­t­re­stau­rant gibt es ein viel­sei­tiges kuli­na­ri­sches Angebot, das auch von der Nähe zu Frank­reich profi­tiert.

Ausflug (OPTIONAL)

Rundfahrt mit "Ente" oder "Bulli" (ganztägig)

Mit einem gut gefüllten Pick­nickkorb im Gepäck begeben Sie sich für einen Tag auf eine nost­algi­sche Spazierfahrt im Citroën 2 CV, jenem ikoni­schen Oldtimer, besser bekannt als „Ente“.

Minima­lis­ti­sche Armaturenbretter, Klapp­fenster und die kleinen Eigen­heiten des liebevoll gepflegten Wagens versprühen einen zauber­haften Retro­ch­arme und sorgen mit einer nach heutigen Maßstäben eher beschei­denen Motorleis­tung für eine bewusste Entschleu­nigung. So geht es nicht darum, schnell von A nach B zu kommen, sondern die Strecke zu genießen und die vorbei­zie­hende Land­schaft zu bewundern, während man in der ein oder anderen Erin­ne­rung schwelgt.

Saar­land

Kleines Land, kompli­zierte Geschichte
Das Bundes­land in Deutsch­lands Südwesten ist das kleinste unter den Fläc­hen­ländern und das mit der kompli­zer­testen poli­ti­schen Geschichte. Teile seines Gebietes gehörten im 19. Jahr­hun­dert zu Preußen, andere zu Bayern. Zuvor schon war es unter franzö­si­schen Einfluss gekommen. Nach dem Ersten Welt­krieg wur­de das „Saargebiet“ vom Völker­bund verwaltet und kam erst 1955 zur Bundesre­publik Deutsch­land. Wegen dieser Zersplitte­rung hat sich kein präch­tiges Zentrum herausbilden können. Dafür steht es unange­fochten an der Spitze, wenn es um Größenver­gleiche geht. Das gut 2500 Quad­ratki­lometer kleine Bundes­land wird gern benutzt, um Katastro­phen und Miss­stände zu illu­s­trieren: ein Funkloch so groß wie das Saar­land, ein Waldbrand- oder Hoch­was­ser­gebiet, das doppelt so groß ist, usw.

Zweibrü­cken

Vom Königs­asyl zur Rosen­stadt
Vor der franzö­si­schen Besatzung 1794 war die Klein­stadt in der Westpfalz fast vier Jahrhunderte lang die Residenz eines Mini-Herzogtums. Zeitweilig gehörte Pfalz-Zweibrü­cken allerdings zu Schweden, da der schwe­di­sche König Karl XII. zugleich Landes­herr war. Von seinem bauli­chen Ehrgeiz zeugen das Barockschloss von 1725, in dem heute das Ober­landesge­richt tagt, und die Fasa­nerie, ein Lustschloss, wo er seinem Freund, dem polni­schen König Stanislaus, „Asyl“ gewährte. Leider hat der Zweite Welt­krieg außer diesen Bauwerken nur wenig von der Stadt übrig gelassen. Dafür gibt es mehrere große Parks, darunter „Europas Rosen­garten“, mit über 50.000 Quad­r­at­me­tern einer der größten Parks in Europa. Über 60.000 Rosen in 2.000 verschiedenen Sorten sind zu sehen.

Fort Sims­erhof

Unter­irdi­sche Kaserne der Maginot-Linie
Die Festung vier Kilometer west­lich von Bitche war Teil der Maginot-Linie, die unter dem franzö­si­schen Vertei­digungs­mi­nister Maginot zwischen 1930 und 1940 gebaut wur­de. Sie bestand aus einer Linie von Bunkern entlang der franzö­si­schen Grenze zu Belgien, Luxemburg und Deutsch­land. Der Sims­erhof bestand aus einer unter­irdi­schen Kaserne für 900 Mann samt Sani­täts­ab­tei­lung mit Opera­ti­ons­raum, einem Lebens­mit­tellager und einem eigenem Kraft­werk. 1965 hat die franzö­si­sche Armee ein Museum einge­richtet. Deutsch­spra­chige Führungen werden von März bis November ange­boten.

Dahner Burgen­gruppe

Seltenes Kuriosum zwischen Vogesen und Pfalz
Zwischen den Nordvogesen und der Südpfalz gibt es ein seltenes Kuriosum: Bei Dahn stehen auf engstem Raum drei verschiedene Burgen. Sie wurden auf neben­ein­ander stehenden Felsen errichtet.  Mehrere Gene­ra­tionen des Dahner Ritter­ge­schlechts waren damit befasst, die Bauzeit betrug fast zwei Jahrhunderte. Tanstein stammt vom Anfang des 12. Jahrhunderts, Altdahn vom Anfang und Grafendahn vom Ende des 13. Jahrhunderts. Von Dahn aus kann man einen Rundweg zu den Burgen machen. (hin und zurück: 7,6 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 178 Meter)

Von Hornbach nach Trier

138 km | 2:30 h

Mosel

Romantik und Wein in einer uralten Kultur­landschaft
Der längste Nebenfluss des Rheins entspringt in den Vogesen, bildet eine Weile die Grenze zwischen Luxemburg und Deutsch­land, und mäandriert dann gemäch­lich in einem tief einge­schnit­tenen Tal durch die wald­rei­chen Mittelgebirge Eifel und Hunsrück. Der Abschnitt zwischen Bernkastel und Cochem gilt als der schönste, weil man dort das findet, was man im indu­s­triali­sierten Rheintal nur noch erahnt: die Romantik einer uralten Kultur­landschaft. Dörfer und Städte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, liegen im Schatten geheim­nisvoller Burg­ruinen und sind umgeben von Wein­gärten, die Gene­ra­tionen von Winzern den Steilhängen des Tals abge­rungen haben. Entlang der Mosel führen herr­liche Wander­wege (bezeichnet durch ein „M“) mal auf der Höhe durch Wälder oder mittel­alter­liche Ortschaften, mal durch Weinberge oder stille Seitentäler. An einigen Stellen folgt der Wanderweg der Via Ausonia, einer römi­schen Handels­straße.

Alte Völklinger Hütte

Einzig­ar­tiges Zeugnis der Tech­nikge­schichte
Als das Eisen­werk bei Völklingen 1873 gegründet wur­de, begann für das Saar­land eine neue Epoche. Auf dem Höhe­punkt des Werkes 1965 waren über 17.000 Arbeiter beschäf­tigt. Gut 20 Jahre später wur­de das Werk stillgelegt und als einzig­ar­tiges Zeugnis der Tech­nikge­schichte zum Welterbe der UNESCO erhoben. Kern­stück des Indu­s­triedenkmals sind die sechs riesenhaften Hoch­öfen, die zwischen 1882 und 1916 erbaut wurden. Führungen durch das Werk werden ange­boten, bei denen man den kompletten Vorgang der Eisen­erzeugung nach­voll­ziehen kann. Dabei geht es tief hinein in die dunklen Gänge der Möller­halle und hoch hinauf bis zur Aussichts­platt­form in luftiger Höhe.

Saar­schleife

Baumwipfel­pfad an spekta­kulärer Flussbie­gung
Die große Saar­schleife bei Mett­lach gehört zu den bekann­testen Sehens­wür­digkeiten des Saar­landes. Die schönste Aussicht hat man vom Cloef, einem 180 Meter hohen Aussichts­punkt im Mett­la­cher Orts­teil Orsc­holz. Das Ufer wird von Felswänden, Schutt­halden und kleinen Schluchten gesäumt. Auf dem bewal­deten Berg­rü­cken inner­halb der Saar­schleife befinden sich die Kirche St. Gangolf mit einem e­he­ma­ligen Kloster und die Burg­ruine Montc­lair. Der einzige unmit­telbar an der Saar­schleife gelegene Ort ist das Dorf Dreisbach, zu dem man mit einer Fähre über­setzen kann. Ober­halb des Aussichts­punktes führt ein Baumwipfel­pfad zu noch weiterer Aussicht. Unser Wandervor­schlag führt vom Cloef bis zum Ufer hinab und über einen Serpen­ti­nenweg wieder zurück. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 272 Meter)
B

Trier

älteste Stadt Deutschlands zwischen Weinbergen

Augusta Trever­orum wur­de vor mehr als 2.000 Jahren gegründet und ist damit die älteste Stadt Deutsch­lands.

Römi­sche Baudenkmäler zeugen von der frühen Bedeu­tung der Stadt: Herausra­gend und zum Teil noch voll­ständig erhalten sind das Amphi­theater, die Barba­rathermen, die Kaiserthermen, die Konstan­t­in­basilika, die Porta Nigra und die Römer­brücke. Darüber hinaus hat die Stadt an der Mosel ein schönes Umland: Die Berge und Wälder von Eifel und Hunsrück grenzen an die Weinberge, die die Flüsse Mosel, Saar und Ruwer säumen.

Zu Gast in einer Jugendstilvilla in Trier

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Jugend­stil­villa auf einer Anhöhe über Trier wur­de 1914 für eine Wein­händ­lerfa­milie gebaut.

Heute ist sie ein ange­sagtes Privat­hotel in klas­si­scher Eleganz, mit hohem Komfort und ge­pflegtem Inte­rieur - zentrumsnah und zugleich abseits des ­Stadt­ge­tümmels. Durch große Fenster, die einen wunderbaren Blick auf die Altstadt eröffnen, sind die in hellen, aber kräf­tigen Farben gehal­tenen Räume lichtdurch­flutet. Stil­si­cher wurden im gesamten Haus moderne Accessoires mit ursprüng­l­i­chen Stücken des Jugend­stils kombi­niert. Bei schönem Wetter ­laden die Dachter­rassen mit Blick auf den Dom und die Kaiserthermen bis zum anderen Mosel­ufer zum Verweilen ein. Im Well­nessbe­reich befinden sich eine Sauna­landschaft und ein Schwimmbad.

Kaiserthermen

Monu­men­tale Bade­anlage aus der spätr­ömi­schen Zeit
Die monu­men­talen Über­reste lassen darauf schließen, dass hier einst eine der größten Bade­anlagen des gesamten Römi­schen Reiches gestanden haben muss. Die 19 Meter hohen Mauer­reste sind heute Welterbe der UNESCO. Vermut­lich hat jedoch niemals jemand in den Thermen gebadet, denn bereits in der Antike wur­de das Bauwerk zur Kaserne umge­baut. Stattdessen wur­de weiter in den wesent­lich älteren Barba­rathermen in der Nach­bar­schaft gebadet. Heute ist das ganze Gelände ein archäo­logi­scher Park.

Karl-Marx-Haus

Geburtshaus des Trierer Philosophen
Das Haus in der Brücken­straße 10 wur­de um das Jahr 1550 erbaut. Karl Marx kam hier am 5. Mai 1818 als drittes Kind des jüdi­schen Advokaten Heinrich Marx und seiner Ehefrau zur Welt. Die Familie lebte dort seit dem 1. April 1818 für gut ein Jahr zur Miete. Das Geburtshaus von Karl Marx geriet in Verges­sen­heit und wur­de erst 1904 durch eine gefun­dene Umzugs­anzeige des Vaters in der Trie­ri­schen Zeitung vom 5. April 1818 iden­ti­fi­ziert. Die SPD konnte nach langem Bemühen erst 1928 das im 19. und frühen 20. Jahr­hun­dert mehr­fach stark veränderte Haus erwerben. Heute ist es der Öffent­lichkeit zugäng­lich. Eine Ausstel­lung berichtet über das Leben und Werk von Karl Marx und seine Wirkungs­ge­schichte im 20. Jahr­hun­dert.

Haupt­markt

Mittel­alter­li­cher Kern der Altstadt
Der zentrale Platz von Trier liegt im histo­ri­schen Stadt­kern un­mit­telbar vor der Domstadt. Hier wur­de im Mittel­alter Markt abge­halten. Die Häuser stammen aus der Renais­sance und dem Barock, aber auch aus dem Klas­sizismus. Herausra­gend sind die Hauptwache und die Steiße, ein Bürger­haus, das nach der völligen Zerstörung im Zweiten Welt­krieg wieder­aufge­baut wur­de. Vom Haupt­markt geht es durch die Juden­pforte in die Juden­gasse, dem ehema­ligen jüdi­schen Viertel der Stadt.

Von Trier nach Beil­stein

101 km | 2:00 h

St. Mariae Himmel­fahrt

Wall­fahrts­kirche mit dem Grab eines Kräu­termi­schers
Die Pfarr­kirche Mariä Himmel­fahrt in Auw an der Kyll in der Nähe von Bitburg ist eine der ältesten und schönsten Kirchen in der Südeifel­region. Seit jeher prägte sie das Bild des kleinen Ortes in der Eifel mit ihrer zentralen, hoch­ge­legenen Posi­tion inmitten des Dorfes im Kylltal. Ein Grab­stein zeigt an, das hier der Pfarrer Anton Clemens Ende des 18 Jahrhunderts beer­digt liegt. Der „Auwer Her“ galt als wunder­tä­tiger Kräu­termi­scher und Teufels­au­s­treiber. Seine Heil­mittel wurden noch im 20. Jahr­hun­dert ange­wandt.

Heimatmuseum Spei­cher

Zeit­reise durch die Eifel
Das Museum lädt ein zu einer Zeit­reise durch die Eifel. Neben Töpf­er­waren sind histo­ri­sche Webstühle und Spinnräder zu besich­tigen. Alte Haushaltsge­räte, Werkzeuge und Werk­räume verschiedener Handwerksbe­rufe, ein Tante-Emma-Laden, eine alte Dorf­schule und vieles mehr geben einen Einblick in den Alltag vergan­gener Jahrhunderte. Im Kellerge­schoss finden sich eine alte Schnapsbren­nerei, eine alte Schmiede und das alte Amts­gefängnis, welches im Krieg als Luft­schutzraum genutzt wur­de. Zu den High­lights des Museums gehört die Ausstel­lung „Not macht erfin­de­risch“, die zeigt, wie die Eifeler Bevöl­ke­rung Kriegsma­te­rial zu Alltagsge­gen­ständen umfunk­tio­nierte.

Gerol­stein

Mine­r­alquelle am Fuß der Gerol­steiner Dolo­miten
Die Klein­stadt an der Kyll ist bekannt für ihre Mine­r­alquelle, die bereits von den Kelten genutzt wur­de. Die Sied­lung geht wohl zurück auf die Burg Gerhards­stein aus dem 11. Jahr­hun­dert, die heute Löwenburg heißt und in Ruinen liegt. Inter­essant ist die Umge­bung: Gerol­stein liegt am Fuß der Gerol­steiner Dolo­miten, die ein Teil der Vulkan­eifel sind. Dort gibt es einen Felsenweg, der zu einem schönen Aussichts­punkt führt.
C

Beil­stein

In einem Gasthof in Beilstein

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Gasthof liegt in Beil­stein, einem der schönsten Mosel­dörfer über­haupt, und ist seit 1795 in Famili­en­be­sitz.

Der kleinere Spei­se­saal mit offenem Kamin ähnelt einer Bauern­stube. Der größere, in dem u.a. Ritter­rüs­tungen und Helle­barden ausge­stellt sind, ist holzge­täfelt und gemüt­lich. Bei schönem Wetter wird man in der Weinlaube den Blick auf die Mosel genießen. Die fünf Zimmer im ersten Stock sind alle liebevoll einge­richtet und passen sich dem Stil des alten Fach­werkbaus an. Wein­proben finden im Keller des gegenüber­liegenden Hauses statt. Beil­stein ist ein idealer Standort zur Erkundung des Moseltals.

Burg Eltz

Roman­ti­sche Burg im dichten Wald
Versteckt im dichten Wald des Eltzbach­tals ragen die Mauern einer roman­ti­schen Märc­henburg auf. Burg Eltz gilt als die deut­sche Muster­burg. Sie wur­de nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM-Schein. Im Jahre 1268 wur­de sie unter drei Nach­kommen aufge­teilt, die von nun an gemeinsam die enge Burg bewohnten. Jede Linie baute im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen Trakt aus und fügte zahl­lose Türmchen, Erker und andere Elemente an. Füh­rungen werden ange­boten. Man erreicht die Burg zu Fuß von Mosel­kern aus oder vom Park­platz ober­halb Müden, bzw. mit dem Auto über Müns­termaifeld und Wier­schem.

Beil­stein

Das „Dornrö­schen der Mosel“
Das winzige Dorf mit 140 Einwoh­nern war im Hoch­mit­tel­alter einmal eine Stadt, bevor es in der Franzo­senzeit Ende des 17. Jahrhunderts in der Bedeu­tungs­lo­sigkeit versank und die Zeit stehen blieb. Bautä­tigkeiten kamen zum Erliegen, weshalb Beil­stein heute eines der am besten erhal­tenen histo­ri­schen Ortsbilder an der Mosel hat. Über­ragt wird der Ort, der auch Miniatur-Rothenburg oder ‚Dornrö­schen der Mosel‘ genannt wird, von der Ruine Metter­nich, die einst dem gleich­na­migen Fürs­ten­ge­schlecht gehörte. Im Juli und August jeden Jahres wird der Beil­steiner Märc­hensommer ausge­richtet, bei dem das Marionet­ten­theater aus Cochem im Weinbaumuseum Märchen aufführt.

Reichsburg Cochem

Ritter­mahle
Hoch über Cochem erhebt sich die größte Höhenburg an der Mosel. Auf einem mäch­tigem Fels gelegen, ist die Reichsburg mit ihren Erkern und Zinnen ein maje­s­tä­ti­scher Anblick. Die mittel­alter­liche Burg gehörte den Kurfürsten von Trier, als sie im pfälzi­schen Erbfolgekrieg von den Truppen von König Ludwig XIV.  zerstört wur­de. Im 19. Jahr­hun­dert ließ der ebenso reiche wie verrückte Berliner Kommer­zi­enrat, Louis Ravené, die Ruine im neugo­ti­schen Stil restau­rieren. Führungen durch die eindrucksvollen Innenräume werden ange­boten. Daneben werden frei­tags und sams­tags rustikale Ritter­mahle ange­boten. Die soge­nannte „Gasterey nach Art der alten Ritters­leut“ ist ein gesel­liger Abend mit einem vier­stün­digen Programm.

Calmont

Klettern im steilsten Weinberg Europas
Der Calmont ist der steilste Weinberg Europas. Bereits die Römer pflegten an den sonnigen Steillagen ihre Wein­stöcke im warmen Schiefer. Der Name Calmont entstammt wahr­schein­lich dem latei­ni­schen „calidus mons“ („heißer Berg“). Diese anspruchsvolle Tour führt von Bremm durch die Weinberge hoch hinauf zum Bremmer Höhenkreuz. Ein Stück geht es auf dem Moselhöh­enweg zum Aussichts­punkt Vier­se­en­blick und wieder hinab zur Eller Galgenlay, wonach der Calmont über den Kletter­steig zurück zum Ausgangs­punkt durch­quert wird. Hinter jeder Wegebie­gung bieten sich fantas­ti­sche Panoram­a­blicke in das Moseltal sowie auf den gegenüber­liegenden Petersberg und die Kloster­ruine Stuben. Diese Tour ist kein Sonn­tags­spa­ziergang! Sie sollte nur von geübten Wanderern durch­ge­führt werden, die über festes Schuh­werk, Tritt­si­cher­heit und Schwindelfreiheit verfügen. (hin und zurück: 5,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 451 Meter)

Von Beil­stein nach Bad Neue­nahr-Ahrweiler

74 km | 1:30 h
D

Ahrtal

Liebliches Tal mit begehrten Rotweinen

Das Tal im Norden der Eifel wird von der Ahr gebildet, die bei Blan­ken­heim entspringt und nach 89 Kilome­tern in den Rhein mündet.

Es gehört zu den schönsten Nebentälern des Rheins. Uralte Winzer­orte wie Mayschoss, Alte­nahr oder Dernau ducken sich in das enge, gewun­dene Tal. An den Südhängen wächst zwischen schroffen Schieferfelsen einer der begehr­testen Rotweine Deutsch­lands. Durch die Wein­gärten, die teilweise schon von den Römern ange­legt wurden, führt der 30 Kilometer lange Rotweinwanderweg, von dem man auch Teil­stücke gehen kann. Der schönste Fluss­ab­schnitt liegt zwischen Alte­nahr und Bad Neue­nahr.

Zu Gast in einem Hotel in Ahrweiler

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die ehema­lige Kloster­gut­anlage aus dem Jahr 1248 liegt im Zentrum der mittel­alter­li­chen Altstadt von Ahrweiler.

Nach einem Großbrand wur­de sie 1714 in neuer Struktur wieder aufge­baut – ein zweige­schos­siges Wohn­haus, Wirt­schafts­gebäude, eine Ringmauer und eine Tordurch­fahrt wurden errichtet. Seit 1993 wird das denkmalge­schützte Wohn­haus als Hotel genutzt. Insge­samt 60 geschmackvoll einge­rich­tete Zimmer und Suiten stehen zur Verfügung; der Service ist aufmerksam. Mor­gens kann man sich am reichhal­tigen Früh­s­tücksbuffet für einen erleb­nis­rei­chen Tag stärken, abends kann man im hotel­ei­genen Restau­rant mit Biergarten und Wein­keller lokale Speziali­täten genießen. Den Sauna- und Fitnessbe­reich können Gäste kostenfrei nutzen; die Umge­bung lädt zu Wande­rungen und Radtouren durch die Weinberge und die Natur ein.

Köln

Rhei­ni­sche Lebens­freude im Schatten des Doms
Mit über 2.000 Jahren ist die Metro­pole des Rhein­lands die zweit­äl­teste Stadt in Deutsch­land. Sie wur­de von den Römern als Front- und Solda­ten­stadt gegründet, da der Rhein die Grenze zwischen dem Impe­rium Romanum und dem unabhängigen Germa­nien bildete. Dem Rhein verdankte sie über Jahrhunderte auch ihre Bedeu­tung als Handels­zentrum und Verkehrs­kno­ten­punkt. Im Mittel­alter wur­de die Erzbistums­stadt einer der wich­tigsten Brenn­punkte abend­ländi­scher Kultur, als unter Fried­rich II die aus Mailand geraubten Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln gebracht wurden. Ihnen zur Ehre wur­de die mäch­tigste Kirche nörd­lich der Alpen gebaut, die erst 600 Jahre später fertig gestellt wur­de. Der Kölner Dom ist bis heute das Wahrzei­chen der Stadt und Welterbe der UNESCO. Zusammen mit der dem Rhein zuge­wandten Altstadt und den zwölf roma­ni­schen Kirchen bildet er ein einzig­ar­tiges Ensemble, das einmal im Jahr vor Beginn der Fastenzeit Schau­platz von Fastelovend wird, wie die Kölner ihre typisch rhei­ni­sche Ausprägung des Karnevals nennen.

Bonn

Kurköl­ni­sche Residenz in Beet­hovens Geburts­stadt
Die Stadt am Rhein kann wie das 30 Kilometer nörd­lich gelegene Köln auf eine 2.000-jährige Geschichte zurück­bli­cken. Ihre Blüte erlebte das römi­sche Castra Bonnensia als Residenz des Kurfürs­ten­tums Köln zwischen 1597 und 1794. Gegen Ende dieser Zeit (1770) kam Ludwig van Beet­hoven hier zur Welt. Nach dem Zweiten Welt­krieg tagte der Parla­men­ta­ri­sche Rat und arbei­tete das Grundge­setz aus – eine der wesent­li­chen Voraus­setzungen dafür, dass sich Deutsch­land in der Nach­kriegs­zeit vom Natio­nalso­zialismus lossagen konnte. Von 1949 bis 1991 war Bonn die Haupt­stadt der Bundesre­publik Deutsch­land. Am Markt­platz liegt das 1737 erbaute Alte Rokoko-Rathaus, eines der Wahrzei­chen der Stadt. Das Kurköl­ni­sche Schloss unmit­telbar daneben ist heute das Hauptgebäude der Bonner Univer­sität.

Regie­rungsbunker

Zuflucht bei Atomschlag
Mit seinem 17 Kilometer langen Tunnel­system unter Mari­en­thal und Ahrweiler sollte der Bunker während des Kalten Krieges im Falle eines Atomschlages rund 3.000 ausge­wählten Vertre­tern der Bonner Regie­rung als Ausweich­sitz dienen. Obwohl die Anlage streng geheim war, rankten sich bald Gerüchte um sie. So war von einem unter­irdi­schen Luxus­kaufhaus und einem Bordell die Rede. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Verle­gung der Haupt­stadt nach Berlin wur­de das enorm teure Projekt gänz­lich über­flüssig. Ein Teil der riesigen Anlage ist heute eine Doku­menta­ti­ons­stätte. Am Ostportal des Silberbergtun­nels wur­de ein Frei­lichtmuseum mit Gedenk­stätte einge­richtet, die an die „Stadt im Berg“ erin­nert, in der die Einwohner der Stadt während der Bombennächte des Zweiten Welt­krieges Zuflucht fanden.

Ahrschleife

Schroffe Felsen und tolle Aussicht
Bei Alte­nahr hat die Ahr einen schlei­fenför­migen Canyon in das Schiefergebirge der Eifel gegr­aben. Hier kürzt die Ahrstraße durch einen Tunnel ab, sodass nur noch ein Wanderweg dem Fluss folgt. Das Tal, das auch Langfigtal genannt wird, steht wegen seiner bizarren Felsen, seltenen Vögel und wildwach­senden Pflanzen unter Natur­schutz. Der geologi­sche Wander­weg zeigt die Viel­falt und Schön­heit des Ahrtals und führt zu den phan­tas­ti­schen Aussichts­punkten „Schwarzes Kreuz“ und „Teufelsloch“. (Hin und zurück: 4,7 Kilometer, 1:30 Minuten, auf und ab: 241 Meter)

Von Bad Neue­nahr-Ahrweiler nach Ober­wesel

93 km | 2:00 h

Koblenz

Römer­stadt zwischen Rhein und Mosel
Im Jahre 9 nach Christus errich­teten die Römer am Zusam­menfluss von Rhein und Mosel ein Lager, um den Übergang über die Mosel zu sichern. Sie nannten es „Castrum ad Confluentes“ (Lager am Zusam­menfluss), woraus sich der Name „Koblenz“ ableitet. Dass der Ort stra­tegisch wichtig geblieben ist, zeigen die vielen Burgen und Kastelle, die seit dem 10. Jahr­hun­dert dort gebaut wurden. Heute thront über dem rechten Rhein­ufer die preußi­sche Festung Ehrenbreit­stein. Markan­tester Punkt von Koblenz ist das Deut­sche Eck an der Land­spitze zwischen Rhein und Mosel mit grandiosem Blick auf Stadt und Festung. An diesem einst natio­na­lis­tisch aufge­la­denen Ort steht seit 1897 das überdi­men­sio­nale Reiter­standbild von Kaiser Wilhelm.

Boppard

Winzer­stadt mit großer Geschichte
Die ehema­lige Reichs­stadt liegt an einer Rhein­schleife, dem Bopparder Hamm. Weinbau auf den umliegenden Bergen prägt den Ort ebenso wie der Tourismus. Die Geschichte geht zurück bis in die Altstein­zeit, wie die 13.000 Jahre alten Steinwerkzeuge belegen, die man 2001 in einer Baugrube gefunden hat. Ursprung der Stadt Boppard ist jedoch ein römi­sches Kastell namens Bodob­riga, das die römisch-germa­ni­sche Grenze sichern sollte und heute als die am besten erhal­tene römi­sche Burg in Deutsch­land gilt. Die Reste sind im archäo­logi­schen Park zu besich­tigen. Von der Blüte im Hoch­mit­tel­alter zeugt die doppeltür­mige Seve­r­us­kirche mit roma­ni­schen Wandma­le­reien. Im Turm der Kurfürst­li­chen Burg residiert heute das Heimatmuseum.

Marksburg

Inbe­griff deut­scher Burgenromantik
Die Höhenburg aus dem 12. Jahr­hun­dert thront hoch über dem Rhein auf einem 160 Meter hohen Schieferberg. Sie ist die einzige mittel­alter­liche Rheinburg, die nie zerstört wur­de und daher eine lange, wech­sel­volle Geschichte hat. Wahr­schein­lich hat schon um 1117 eine Burg exis­tiert. Hundert Jahre später war sie jeden­falls im Besitz der mäch­tigen Familie von Eppstein, die die Marksburg als Zoll­sta­tion nutzte. Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt die Burg ihr heutiges, hoch­go­ti­sches Aussehen. Damals wur­de die Markuska­pelle gebaut, nach der die Burg fortan benannt wur­de. Unter Napoleon war die Burg erst Laza­rett und später Gefängnis. Krit­ze­leien von Insassen sind noch heute in der Kapelle zu sehen. Im Jahr 1900 wur­de die vernach­läs­sigte Anlage schließ­lich restau­riert. Heute ist die Marksburg ein Inbe­griff mittel­alter­li­cher Burgenromantik und Vorbild für zahl­lose Fanta­sie­burgen.

Gede­onseck

Kletter­steig mit toller Aussicht
Den besten Blick über die große Rhein­schleife und die Weinberge des Bopparder Hamm hat man vom Gede­onseck, zu dem von Boppard ein Sessellift fährt. Oben gibt es ein nettes Aussichts­lokal. Im Hinter­land beginnt einer der größten Wälder von Rhein­land-Pfalz, durch den viele Wander­wege führen. Direkt im Steilhang unter­halb des Gede­onsecks wur­de ein Kletter­steig einge­richtet, der schwindelfreien und gut gerüs­teten Wanderern ein Kletter­er­lebnis mit grandiosem Ausblick bietet. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)
E

Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fachwerkstädtchen

1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungs­armen in den Nieder­landen.

Seit Jahr­tausenden ist er eine der wich­tigsten Handels­straßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief einge­schnit­tenes Tal, das zu den schönsten Kultur­landschaften Deutsch­lands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wech­seln mit Weinbergen und male­ri­schen Fach­werk­städten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekann­testen ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieb­li­chem Gesang und goldenem Haar die Schiffer verzau­berte, sodass sie in den gefähr­li­chen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampf­erfahrt von St. Goar nach Kaub.

Zu Gast in einer Burg bei Oberwesel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Burg mit 1.000-jähriger Geschichte thront über Ober­wesel, einer altersgrauen Ortschaft im Rheintal. Bereits Kaiser Barba­rossa näch­tigte hier. Zahl­lose Familien und Sippen hat die Festung beherbergt und geschützt, bevor sie im 19. Jahr­hun­dert dem lang­samen Verfall preisgegeben wur­de. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb ein deutsch­stäm­miger Amerikaner, Mr. Rhein­lander, die Ruine und renovierte sie im damals vorherr­schenden neuroman­ti­schen Stil.

Seit Mitte der 1950er Jahre dient die Burg als Hotel. Vom Park­platz aus führt eine hölzerne Brücke über einen Abgrund zum Burg­berg. Geduckt findet man Einlass zum Hotel, das trotz zeitge­nös­si­schem Komfort eine mittel­alter­liche Atmo­sphäre bewahrt hat. Die Zimmer liegen zum Teil im Turm und variieren in Größe und Gestal­tung. Im Restau­rant kann man sich in stil­vollem Ambi­ente kuli­na­risch verwöhnen lassen.

Rüdes­heim

Wein­stuben, Guts­höfe
Die Stadt am südli­chen Beginn des Mittelrheins ist zugleich die Haupt­stadt des Rhein­gaus, einem der bedeu­ten­dsten Weinbau­gebiete Deutsch­lands. Gleichzeit hat sich der Ort zu einem Magnet für Betriebs­ausflüge und Busreisen entwi­ckelt. Die zahl­losen Wein­stuben in der Dros­selgasse sind bevöl­kert von fröh­li­chen Trin­kern. In den Geschäften von Käthe Wohl­fahrt kann man ganzjährig Weih­nach­ts­u­ten­silien und Kuckucks­uhren kaufen. Hoch über der Stadt erhebt sich das Nieder­wald-Denkmal, zu dem man wandern oder mit einer Seil­bahn fahren kann. Die über zehn Meter hohe Germania-Statue wur­de 1871 nach dem Krieg gegen Frank­reich errichtet und blickt bis heute drohend nach Westen.

Pfalz bei Kaub

Zoll­burg im Rhein
Die Wasser­burg im Rhein gehört neben der Marksburg und der Burg Boppard zu den wenigen unzer­störten und kaum veränderten Burgen im Oberen Mittelrheintal. Sie stammt von Ludwig dem Bayern, der Anfang des 13. Jahrhunderts auch Pfalz­graf und Deut­scher Kaiser war. Da er für dieses Amt viel Geld benö­tigte, ließ er im Rhein ein Zoll­burg errichten, um vom regen Handelsver­kehr auf dem Fluss zu profi­tieren. Der barocke Turmhelm, der heute das Aussehen prägt, stammt jedoch erst von 1714. Hundert Jahre später, in der Silvester­nacht 1813/14, stand die Burg plötz­lich im Fokus der Welt­ge­schichte, als der preußi­sche Feldmar­schall Blücher in einer streng geheimen Aktion mit 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und ebenso vielen Kanonen den Rhein bei Kaub überquerte, um die Truppen von Napo­léon Bona­parte zu jagen.

Loreley

Von Nymphen, Berg­geistern und schönen Jungfrauen
Bereits im Mittel­alter wurden Zwerge, Nymphen und Berg­geister für die gefähr­li­chen Strö­mungen und die Echos am 130 Meter hohen Lore­leyfelsen verantwort­lich gemacht. Die schöne Jungfrau ist jedoch eine Erfindung des Dichters Cle­mens Brentano. Er schildert Lore Lay als ein Mädchen aus Bacha­rach, das aufgrund ihrer Schön­heit für eine Hexe gehalten wird. Sie soll ins Kloster abge­schoben werden, doch auf dem Weg dorthin stürzt sie sich schließ­lich aus Liebe­s­kummer von dem nach ihr benannten Felsen in den Rhein. Brentanos Ballade rührte das roman­ti­sche Gefühl seiner Zeit und war Auslöser weiterer Loreley-Erzäh­lungen. Welt­be­rühmt wur­de das Gedicht von Heinrich Heine, in dem Loreley wie eine antike Sirene die Rhein­schiffer mit ihrem Gesang und ihrer Schön­heit in ihren Bann zieht, sodass diese in der gefähr­li­chen Strö­mung am Felsenriffe umkommen.

Rhein­steig

Sagenhafte Burgen, sonnige Weinberge
Der 320 Kilometer lange Fernwanderweg folgt dem Mittelrheintal auf der rechten Seite. In 17 Tages­e­tappen geht es von Bonn bis Rüdes­heim. Als Wegmarkie­rung dient ein blaues Rechteck mit einem als Fluss­lauf stili­sierten weißen „R“. Von fast jedem Ort am Rhein gibt es Verbindungs­wege zum Rhein­steig. Am längsten und schönsten ist die 17. Etappe von St. Goar­shausen bis nach Kaub. Hier erlebt man das Mittelrheintal in seiner ganzen Pracht. Weinberge, stille Seitentäler und grandiose Aussichts­punkte – allen voran die Loreley – machen die Wander­tour einzig­artig. (Hin: 21 Kilometer, 6:30 Stunden, auf: 753 Meter, ab: 750 Meter)

Von Ober­wesel nach Hause

11 Tage
ab 1.344,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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