Von Dresden nach Hamburg: Eine Reise entlang der Elbe - Deutschland
Dresden am Elbufer

Von Dresden nach Hamburg

Eine Reise entlang der Elbe

Vor der Wende war die Elbe über Hunderte von Kilometern Grenzfluss. Heute ist sie der letzte noch frei fließende Strom in Deutschland. Eine Reise an der Elbe führt mitten hinein in die Geschichte Deutschlands.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Dresden

A

Dresden

Auferstanden aus Ruinen

Die poli­ti­sche und kulturelle Haupt­stadt Sach­sens hat eine wech­sel­volle Geschichte. Obwohl schon in 1206 erwähnt, blieb sie bis ins 15.

Jahr­hun­dert weitge­hend unbedeu­tend. Nachdem die Stadt den 30-jährigen Krieg unbe­schadet über­standen hatte, fiel sie 1685 einem Großbrand zum Opfer, der einen völligen Neubau erforder­lich machte. So hat die Stadt der glanzvollen säch­si­schen Kurfürsten ein einheit­li­ches baro­ckes Stadt­bild bekommen, was ihr auch den Namen „Florenz des Nordens“ eintrug. Im Februar 1945 wur­de die bis dahin kaum beschä­d­igte Stadt in einer Nacht durch einen verhee­renden Bomben­angriff dem Erdboden gleich­ge­macht. Die Ruinen der Frau­en­kirche waren jahrzehn­te­lang ein Mahnmal für die Schre­cken des Krieges. Ihre glor­reiche Wieder­her­stel­lung im Jahr 2005 hat den Ehrgeiz der Stadt entfes­selt, wieder an ihre Schön­heit vor dem 2. Welt­krieg anzu­knüpfen. Überall wird gebaut, und die Altstadt zwischen Zwinger und Kreuz­kirche erstrahlt wieder in altem Glanz.

Zu Gast in einem Hotel in Dresden

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Mitten in Dresdens Barockviertel liegt das Hotel, das mit einer histo­ri­schen Fassade aufwartet, innen jedoch mit zeit­ge­mäßem Komfort überzeugt. Rund 60 individuell und stil­voll einge­rich­tete Zimmer und Suiten stehen zur Verfügung – helle, freund­liche Farben und Holz­töne sind harmo­nisch aufein­ander abge­stimmt und erzeugen ein warmes Ambi­ente.

Morgens können Gäste sich am reichhal­tigen Früh­s­tücksbuffet bedienen, das mit frisch gepressten Säften, haus­gemachten Käse­spe­ziali­täten, Marme­laden und Müslis, Eier­speisen sowie frischen Bröt­chen und diversen Käse- und Aufschnitt­platten für jeden etwas bereit­hält. Im lichtdurch­flu­teten Winter­garten kann man am Nach­mittag zum Kaffee oder Tee ein Stück Kuchen aus der haus­ei­ge­nen Pa­tis­serie genießen. Das Bistro bietet Snacks für zwischendurch und leichte Gerichte in gemüt­li­chem Ambi­ente an; das Restau­rants – unter der Leitung eines Ster­ne­kochs – serviert geho­bene Küche. Im Spa- und Fitnessbe­reich gibt es neben modernen Geräten auch zwei Tages­licht-Saunen und ein Dampfbad; zudem können diverse Anwendungen, Massagen und Thera­pien gebucht werden.

Fürs­tenzug

Gigan­ti­sches Reiterbild aus Meißner Porzellan

Der Fürs­tenzug verbindet hinter dem Residenzschloss den Neumarkt mit dem Schloss­platz. Auf einem über 100 Meter langen Wandbild aus Meißner Porzell­anfliesen sind die Herr­scher des Hauses Wettin als Reiterzug darge­stellt. Zwischen 1872 und 1876 wur­de das gigan­ti­sche Kunst­werk gemalt. Da die Farben an der Außenwand jedoch schnell verblassten, wurden die Bilder auf insge­samt 24.000 einzelne Porzel­lanka­cheln über­tragen.

Frau­en­kirche und Neumarkt

Von Pracht und Zerstörung

Herz­stück und touris­ti­scher Magnet Dresdens ist die wieder­erbaute Frau­en­kirche im Zentrum der Altstadt. Der monu­men­tale prote­s­tan­ti­sche Kirchenbau ist das alte und neue Wahrzei­chen der Stadt. Zwischen 1726 und 1743 errichtet, am 13./14. Februar 1945 zerstört, wur­de sie seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts mithilfe eines hohen Spen­den­auf­kom­mens wieder aufge­baut. 2005 fand die neue Weihe statt.
Auch der Platz an der Kirche, der Neumarkt, wur­de rekon­stru­iert. Nach dem Zweiten Welt­krieg blieb der neben dem Altmarkt wich­tigste inner­städ­ti­sche Platz mit der symbol­träch­tigen Ruine der Frau­en­kirche für ein halbes Jahr­hun­dert nahezu unbe­rührt. Dann setzte eine rege Bautä­tigkeit ein, Quar­tier für Quar­tier wurden die typi­schen baro­cken Giebelhäuser wieder errichtet.

Residenzschloss

Macht­zentrum der säch­si­schen Kurfürsten

Der Renais­san­cebau entstand erstmals im ausge­henden 15. Jahr­hun­dert als neues Macht­zentrum der säch­si­schen Kurfürsten und Könige und wur­de nach einem Brand im Jahr 1701 noch einmal unter August dem Starken erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Welt­krieg erfolgte ab 1985 eine weitere Rekon­struk­tion als Muse­ums­komplex der Staat­li­chen Kunst­samm­lungen Dresden. Seitdem beherbergt das Schloss das Histo­ri­sche und das Neue Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer mit der Türc­ki­schen Cammer und das Münzkabinett.

Schramm­stein­aus­sicht und Hohe Liebe

Phäno­me­nale Blicke, wild­roman­ti­sche Schluchten, märc­henhafte Häuser

Die mittelschwere Wande­rung führt von Bad Schandau zu den Schramm­steinen und weiter auf die Hohe Liebe. Nachdem man die Treppe durch das Schrammtor erklommen hat, wech­seln traumhafte Aussichten, wild­roman­ti­sche Schluchten, Natur­denkmäler und märc­henhafte Häuser einander ab. Ein Gast­haus gibt es unter­wegs in der Schramm­steinbaude. (hin und zurück: 14,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 440 Meter)

Von Dresden nach Wittenberg

140 km | 3:00 h

Die Strecke an der Elbe fluss­abwärts führt durch eine idylli­sche Kultur­landschaft mit Weinbergen und alten Dörfern.

Unter­wegs liegt Meißen, wo 1710 das erste euro­päi­sche Porzellan herge­stellt wur­de. In der staat­li­chen Porzel­lanmanu­f­aktur kann man den Formern, Drehern und Malern bei der Arbeit zusehen. Später kommt man durch Torgau, der Residenz des Kurfürsten von Sachsen, der schützend seine Hand über Martin Luther hielt.

Meißen

Porzel­lanmanu­f­aktur im Schatten der Albrechtsburg

Meißen wird auch als „Wiege Sach­sens“ bezeichnet, da die deut­schen Kaiser hier ihre erste Burg im Land der Slawen errich­teten. Bekannt wur­de die Stadt aber wegen des Porzellans, das hier 1710 zum ersten Mal außer­halb Chinas herge­stellt wur­de. Das Meißner Porzellan verschaffte dem Ort Ruhm und Reichtum. Im Museum of Meißen Art der Staat­li­chen Porzel­lanmanu­f­aktur werden über 3.000 Modelle von den Anfängen bis heute ausge­stellt. Sehens­wert ist auch die Innen­stadt im Schatten der mäch­tigen Albrechtsburg, die als Meister­werk der Spätgotik gilt.

Torgau

Geschicht­s­träch­tiges Städt­chen an der Elbe

Der Altstadt rund um den histo­ri­schen Markt­platz merkt man an, dass Torgau einmal über den Kreis hinaus von Bedeu­tung war. Während der Reforma­tion bildete sich hier unter dem Schutz von Fried­rich dem Weisen der Torgauer Bund, ein Bündnis der prote­s­tan­ti­schen Reichsfürsten. 1945 rückte Torgau noch einmal in den Fokus der Welt­ge­schichte, als sich am 25. April amerika­ni­sche und sowje­ti­sche Soldaten zum ersten Mal an der Elbe trafen. Wer die Stadt besucht, kann sich auf dem Muse­ums­pfad zu geschicht­s­träch­tigen Stätten führen lassen, unter anderem zur Katha­rina-Luther-Stube, dem Ster­bezimmer der Ehefrau von Martin Luther, oder dem ältesten Spielzeug­ge­schäft Deutsch­lands.

B

Wittenberg

Geburtsort einer Weltrevolution

Als Luther 1508 an die frisch gegründete Universität von Wittenberg kam, war die kursächsi­sche Residenz­stadt noch ein elendes Dreck­nest.

Wenige Jahre später wur­de hier Welt­ge­schichte geschrieben. Mit seinem Thesen­anschlag an der Wittenberger Schloss­kirche am 31.10.1517 hat der ehema­lige Augusti­nermönch die Reforma­tion ein- und das Mittel­alter ausgeläutet. Zahl­lose Studenten wollten den genialen Theo­logen hören. Die führenden Köpfe Deutsch­lands versammelten sich in Wittenberg, darunter Melanchthon, Bugenhaben, Jonas und der Maler Lucas Cranach. Das Luther­haus, in dem er Jahrzehnte gewohnt hat, ist heute ein Museum, in dem seine Wohn- und Arbeitsstätte origi­nalge­treu erhalten ist.

Zu Gast im Schwarzen Bären

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Bereits Luther soll in der Herberge zum Schwarzen Bären eingekehrt sein. Das ehrwür­dige Haus zwischen der Schloss­kirche und dem Cranach­platz wur­de 1520 erbaut und nach der Wende gene­ral­sa­niert, und bietet seitdem komfor­table Zimmer auf 4-Sterne-Niveau.

Das Restau­rant Schwarzer Bär ist das älteste in Wittenberg und serviert leckere Gericht rund um die Kartoffel.

St. Marien

Luthers Predigt­kirche

Die Bürger­kirche von Wittenberg war zunächst eine Holz­kirche; der Neubau aus Stein wur­de erst 1439 fertig. Welt­be­rühmt wur­de die Kirche aber erst in der Reforma­tion, als Martin Luther in ihr zum ersten Mal die Heilige Messe in deut­scher Sprache abhielt und das Abend­mahl in Brot und Wein an die Gemeinde austeilte. St. Marien wur­de damit zur Mutter­kirche der Reforma­tion. Im Inneren befindet sich der drei­flüge­lige Altar von Lucas Cranach dem Äleteren und seinem Sohn. Auf ihm sind die Haupt­akteure der Reforma­tion verewigt. Die beiden charak­te­risten acht­e­ckigen Türme wurden erst 1558, also nach Luthers Tod, fertig­ge­stellt.

Schloss­kirche Wittenberg

Wo Luthers Thesen das Mittel­alter been­deten

Kurfürst Fried­rich der Weise von Sachsen unter­hielt in seiner Schloss­kirche zu Wittenberg eine umfang­reiche Reli­qu­i­en­samm­lung, die Jahr für Jahr zu Aller­hei­ligen  für das Volk zugäng­lich gemacht wur­de. Im Ange­sicht der Splitter vom Kreuz, der Heiligen Gebeine und wunder­tä­tigen Skulpturen war Gelegen­heit, um Ablass und Verge­bung der Sünden zu beten. Anläss­lich der vulgären Ablass­pre­digten des Benek­ti­nermönchs Tetzel schlug Luther am Vora­bend des Reli­qu­i­en­schau 95 Thesen zu Buße und Verge­bung der Sünden an die Schlosstür. Obwohl sie auf Latein geschrieben und für Gelehrte gedacht waren, verbrei­teten sie sich wie ein Lauf­feuer. Heute gilt Luthers Thesen­anschlag von 1517 nicht nur als Geburts­stunde der evangeli­schen Kirche, sondern als ein epochales Ereignis, das die Wende vom Mittel­alter zur Neuzeit markiert. Die origi­nale Tür wur­de 1760 durch einen Brand zerstört; auf den heutigen Türen aus Bronze kann man die Thesen nach­lesen.

Melancht­hon­haus Wittenberg

Gelehr­ten­haus des Prae­ceptor Germa­niae

Philipp Schwart­zerdt aus Heidelberg war ein genialer Geist der deut­schen Renais­sance. Der Begründer der modernen Altphilo­loge und Huma­nist schrieb latei­ni­sche Gedichte und gräzi­sierte seinen Namen (Melanchthon = schwarze Erde), bevor er in den Bann Martin Luthers geriet, nach Wittenberg zog und zu einer treibenden Kraft der euro­päi­schen Reforma­tion wur­de. Langezeit bot der Wittenberger Rat dem Professor nur ein verfal­lenes Lehmhaus als Dienst­woh­nung an. Erst als er drohte fort­zu­ziehen, erbaute man dem „Prae­ceptor Germa­niae“ ein hoch­moderndes Gelehr­ten­haus mit fließendem Wasser, in dem er 1560 verstarb. Heute ist das Haus Museum und eines der schönsten Bürger­häuser in Wittenberg.

Von Wittenberg nach Magde­burg

87 km | 2:00 h

Garten­reich Dessau Wörlitz

Landschafts­park an der Elbe im engli­schen Stil

Das Garten­reich umfasst heute eine Fläche von 142 Quad­ratki­lome­tern entlang der Elbe im Biosphären­re­servat Mittel­elbe. Seit November 2000 gehört es zum UNESCO-Welterbe. Es wur­de in das im Jahre 2001 erschie­nene Blaubuch aufge­nommen, eine Liste national bedeut­s­amer Kultur­einrich­tungen in Ostdeutsch­land. Geschaffen wur­de der Park im 18. Jahr­hun­dert vom Herzog von Anhalt. Als Anhänger der Aufklärung lehnte er Barockgärten ab und wollte seine Garten­schöpfung an der Natur ausrichten. Als Vorbilder dienten ihm engli­sche Landschafts­parks.

Bauhaus Dessau

Radtour zu den Ikonen moderner Architektur

Das Bauhausgebäude Dessau entstand von 1925 bis 1926 nach Plänen von Walter Gropius. Der Bau selbst und die in unmit­telbarer Nähe errich­teten Meister­häuser gelten heute als „Ikone der Moderne“. Seit 1996 zählen die Dessauer Häuser der Bauhaus­schule zum UNESCO-Welterbe. Darunter sind das Haus am Horn, die Kunst­schule, die Meister­häuser in Dessau und die Lauben­ganghäuser. Wer die Baudenkmäler besich­tigen will, mietet sich am besten ein Fahrrad. Die Bauhaus­tour ist ein 17 km langer Radwanderweg.

C

Magdeburg

Kaiserstadt an der Elbe

805 nach Christus war die Furt an der Elbe nur ein unbedeu­tender Handels­platz. Doch nach dem Ende der Sach­sen­kriege begann ein rasanter Aufstieg.

150 Jahre später stand hier die Kaiser­pfalz Ottos I. Magde­burg, die „mäch­tige Burg“, war unter den Ottonen zum Macht­zentrum des Deut­schen Reiches geworden. Neben dem Adel und dem Klerus entwi­ckelte das Bürgertum ein neues Selbst­bewusst­sein. Davon zeugt das Magde­burger Recht, das Vorbild für viele deut­sche Städte wur­de. Zweimal wur­de die Stadt voll­ständig zerstört. Das erste Mal im 30-jährigen Krieg und das zweite Mal am 16. Januar 1945. Heute ist der geschicht­s­träch­tige Stadt­kern an der Elbe wieder­aufge­baut. Der impo­sante Dom, der erste gotisch konzi­pierte auf deut­schem Boden, beherbergt das Grab von Otto dem Großen. Die Altstadt wird umgeben von Plat­tenbauten aus der DDR-Zeit, die teilweise aber inter­essant saniert sind.

Zu Gast in einem Hundertwasser-Gebäude in Magdeburg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das artHOTEL in der Grünen Zitadelle von Magde­burg ist das einzige Hotel in ganz Deutsch­land, das in einem von Friedensreich Hundert­wasser geplanten Gebäude liegt. Es verfügt über 40 Zimmer und Studios, die über ein von Hundert­wasser geplantes Badezimmer mit bunten Fliesen, ganz im Stil des Künst­lers, verfügen.

Das reichhal­tige Früh­stück wird auf Wunsch auf dem Zimmer serviert.

Grüne Zitadelle

Hundert­was­sers Magde­burger Oase

Eines der letzten architek­to­ni­schen Werke des Künst­lers Friedens­­reich Hundert­­wasser steht in Magde­burg. Die grüne Zitadelle, wie der Künstler sein Bauwerk bei der Einweihung im Oktober 2005 selbst nannte, sollte eine „Oase für Mensch­lichkeit und für die Natur in einem Meer von rationellen Häusern“ inmitten der „Betonwüste“ Magde­burg werden, ein Beitrag zu Kunst und Kultur, der die Magde­burger pola­ri­sierte. Heute beherbergt der Bau 55 Miet­woh­nungen, Geschäfte, Restau­rants und Cafés rund um die öffent­lich begehbaren Innenhöfe sowie ein kleines Hotel.

Kunst­museum Kloster Unser Lieben Frauen

Moderne Kunst in mittel­alter­li­cher Architektur

Das Kunst­museum am Elbufer enthält eine viel­be­ach­tete Samm­lung inter­na­tio­naler zeitge­nös­si­scher Kunst und Skulpturen. Eine produk­tive Span­nung wird durch das mittel­alter­liche Ambi­ente der ehema­ligen Klos­ter­anlage erzeugt. Seit dem Jahr 2006 ist das Museum durch einen Rundweg von allen Seiten für Besu­cher zugäng­lich. Im Inneren laden der Kreuzgang, die einma­lige Tonsur, die elegant gewölbte roma­ni­sche Basilika und weitere Räume zum Betrachten und Verweilen ein.

Dom St. Mauri­tius und Katha­rina

Monu­men­tale Gotik und Kaiser­grab

Der Magde­burger Dom ist der erste gotisch konzi­pierte Bau einer Kathedrale auf deut­schem Boden und einer der größten Kirchenbauten Deutsch­lands. Seine Ursprünge gehen zurück in das Jahr 937, als Otto I. ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauri­tius grün­dete, das bald Sitz eines Erzbischofs und nach seinem Tod die Grab­kirche des Kaisers selbst wur­de. Als die Kirche nach einem Stadt­brand beschä­digt wur­de, errich­tete man eine viel größere im Stile der damals neuen Gotik, dessen monu­men­taler Raum bis heute die Besu­cher beein­druckt.

Mit dem E-Bike an der Elbe

Auf Radwegen links und rechts des Flusses

Die FAHRRAD MAGDE­BURG Büchner GmbH direkt am Bahnhof verleiht Fahr­räder und E-Bikes. Von dort aus kann man zu mehreren Tages­touren aufbre­chen. Besonders schön ist eine Tour an der Elbe, die immer einsamer wird, je weiter die Domtürme in die Ferne rücken. Je nach Länge der Tour kann man eine Fähre zum nord­öst­li­chen Ufer oder die alte Eisen­bahnbrücke nehmen und dort auf ebenso schönen Wegen wieder zurück in die Stadt radeln.

Von Magde­burg nach Clenz

196 km | 3:30 h

Kloster Jeri­chow

Spätr­omanik in Voll­endung

Wegen ihrer künst­le­ri­schen Voll­endung hat die Stifts­kirche des Klos­ters Jeri­chow eine Schlüs­sel­stel­lung für die nord­deut­sche Back­stein­ar­chitektur. Der Bau wur­de 1149 im Stil der Spätr­omanik begonnen. In der Reforma­tion wur­de das Kloster verlassen und im 30-jährigen Krieg stark beschä­digt. Im 19. Jahr­hun­dert wur­de umfang­reich restau­riert, im 20. Jahr­hun­dert wur­de sie durch amerika­ni­schen Artil­le­rie­be­schuss erneut stark beschä­digt. Während der DDR-Zeit zwischen 1955 und 1960 wur­de die Kloster­kirche stilrein instand gesetzt. Die feier­liche Strenge des Kirchenraums beein­druckt bis heute. Während der Sommermo­nate werden Konzerte gegeben.

D

Wendland

Slawische Rund-Dörfer im Natur-Idyll

Bis in die frühe Neuzeit wur­de das relativ unfruchtbare Land zwischen der Lüne­burger Heide und der Elbe von Slawen bewohnt, die von ihren deut­schen Nach­barn als Wenden bezeichnet wurden.

Erst im 18. Jahr­hun­dert ist deren Sprache, das Pola­bi­sche, ausge­s­torben. Geblieben sind die slawi­schen Orts­namen und die eigen­tüm­li­chen Dörfer, die man Rundlinge nennt. Die Höfe sind um einen runden Platz grup­piert, der das Ende einer Sackgasse bildet. Hinter den Häusern schließen sich keil­förmig die Gärten und Felder an. Da das Wend­land bis 1989 Zonenrandgebiet war, ist viel von der alten Idylle erhalten geblieben.

Zu Gast in einem Landhotel in der Clenzer Schweiz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhotel ist aus einem Bauernhof hervor­gegangen, der sich im Rundlingsdorf am Fuße der Clenzer Schweiz befindet.

Der tradi­tionelle Ort ist ganz von Wald umgeben. Gäste werden in liebevoll einge­rich­teten Themen­zimmern unter­ge­bracht und mit einem reichhal­tigen Früh­s­tücksbuffet versorgt. Die meisten Produkten stammen vom eigenen Hof oder aus der Region. Am Nach­mittag gibt es Kaffee, Kuchen und Eis aus der eigenen Kondi­torei, abends öffnet das Restau­rant mit Biergarten. Ein Fitnessraum mit Sauna und der Garten mit Swimmingpool, Ruhein­seln und Sonnenliegen laden zur Entspan­nung ein. Fahr­räder werden aus­ge­liehen.

Grenz­landmuseum Göhr bei Schnega

Doku­mente der deut­schen Teilung

Der Ort Schnega befindet sich etwa fünf Kilometer von der eins­tigen innerdeut­schen Grenze entfernt. Das Grenz­landmuseum präsen­tiert in seiner Ausstel­lung Teile der DDR-Sperr­anlagen, darunter den Grenz­zaun I, den Sperr­zaun II, die Grenz­säule mit DDR-Emblem, einen „deutsch-deut­schen“ Grenz­stein und eine Grenzboje aus der Ostsee. Ältestes Exponat ist ein soge­nannter „Russenpfahl“, eine der ersten Grenz­markie­rungen. Daneben sind verschiedene Fahrzeuge der Grenz­truppen ausge­stellt, der Mannschafts-Transport­wagen LO 2002, ein Kübel­wagen-Trabant P 601 und ein Motorrad MZ im Strei­fen­ein­satz auf dem Kolon­nenweg vor dem Metallgitter­zaun.

Dannenberg

Klein­stad­t­idyll in der Elbmarsch

Die Stadt Dannenberg hat rund 14.000 Einwohner, und schon von Weitem sind die beiden Wahrzei­chen zu erkennen: Der runde Waldemarturm und die spitze St. Johan­nis­kirche weisen den Weg in die Fach­werk­stadt. Cafés, Restau­rants und Boutiquen laden zum Genießen und Bummeln ein. Die Region in und um Dannenberg bietet ein vielfäl­tiges kulturelles Angebot zum Mitma­chen und Mitfeiern das ganze Jahr hindurch. Natur­liebhaber sind von der reichhal­tigen Tier- und Pflanzenwelt beein­druckt, die sich in der Elbmarsch rund um Dannenberg ange­siedelt hat.

Rundling-Dörfer im Wend­land

Eine Fahr­rad­tour

Die Radtour führt vorbei an runden Dörfern mit wendi­schen Namen wie Waddeweitz, Satemin oder Kukate. Sie erin­nern an die slawi­schen Ursprünge der Rundlings­dörfer. Im Rundlings­museum in Lübeln wird die Geschichte der Rundlinge und der Alltag der Menschen in den letzten Jahrhunderten wieder lebendig und erlebbar. Auf halber Strecke kommt man durch die kleine Fach­werk­stadt Lüchow, wo man in einem Café eine Rast machen kann. Unter­wegs kommt man an offenen Ateliers von Hand­werkern und Künst­lern vorbei. Ein Besuch lohnt sich. (hin und zurück: 50 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 140 Meter)

Von Clenz nach Hamburg

122 km | 2:30 h

Elbbrücke Dömitz

Längste Strom­brücke Deutsch­lands

Fast einen Kilometer lang war die Eisen­bahnbrücke bei Dömitz über die Elbe, die 1873 in Betrieb genommen wur­de. Das Fluss­bett wur­de mit einer Drehbrücke über­spannt. Im west­li­chen und östli­chen Flutgebiet wurden Vorlandbrü­cken errichtet. 1945 wur­de das impo­sante Bauwerk durch einen Bomben­angriff teilweise zerstört und danach nicht wieder aufge­baut, weil die Elbe die Grenze zwischen Ost- und Westdeutsch­land bildete. 2009 wur­de das Bauwerk für 19.000 Euro verstei­gert. Nachdem die Brückenköpfe saniert sind, soll nun ein Fußgänger­steg installiert werden.

Lauenburg

Hübsche Altstadt an der Elbe

Vor fast 1.000 Jahren grün­dete ein Fürst der Polaben eine Burg am Ufer der Elbe. Aus der Pola­benburg wur­de die Stadt Lauenburg, die 1260 das Stadt­recht erhielt. weil sie günstig an der Abzweigung des Stecknitzka­nals von der Elbe lag. Aus dem Mittel­alter ist eine sehens­werte Altstadt erhalten, die im Schatten des Lauenburger Schlosses florierte. Nörd­lich der Elbe führt ein Wanderweg zur ehema­ligen Mündung der Möllner Schmelz­was­ser­rinne in das Urstromtal der Elbe. Die Eiszeit­glet­scher haben hier ein fast 70 Meter hohes Steil­ufer ausgebildet.

E

Hamburg

Deutschlands Tor zur Welt

Die Freie und Hanse­stadt Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutsch­lands. Ihre Bedeu­tung verdankt sie dem Hafen an der Elbmündung, der sich seit Beginn der Dampf­schifffahrt zu einem der größten Handels­plätze Europas entwi­ckelt hat.

Doch schon vorher stieg die im 9. Jahr­hun­dert gegrün­dete Hamma­burg zu einer Kaufmanns­me­tro­pole auf. In dem freien geis­tigen und reli­giösen Klima konnte Hamburg im 18. Jahr­hun­dert einen großen Beitrage zur deut­schen Aufklärung leisten. Die Alster, ein Nebenfluss der Elbe, prägt das Stadt­bild. Die Binne­n­alster ist ein Becken, das im 17. Jahr­hun­dert zu einem Schmuck­stück ausge­baut wur­de.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel im Zentrum

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das zu einem modernen Boutique-Hotel umge­baute Kontor­haus aus hansety­pi­schem Back­stein liegt in einer Seiten­straße nahe des Haupt­bahn­hofs, wenige Gehmi­nuten von Binne­n­alster und Spei­cher­stadt entfernt.

Das Inte­rieur ist ein wohn­li­cher Mix aus styli­schen Desi­gnermöbeln und nost­algi­schen Einrich­tungs­ele­menten. Insge­samt 65 individuell gestal­tete Zimmer mit Kitchenette verteilen sich auf sieben Etagen. In der gemüt­li­chen Lounge mit Kontorküche kann man in entspannter Atmo­sphäre einen Drink oder Snack genießen – hier wird auch morgens das Früh­stück serviert. Vom hotel­ei­genen Spa mit Dampfbad, Finni­scher Sauna, Knei­ppbad und Ruhe­raum hat man einen Blick über die Dächer der Altstadt bis zur Elbphilharmonie.

Reeper­bahn

Mehr als ein Rotlichtviertel

Einst machten hier die Reepschläger Schiff­staue und Seile, wozu sie eine lange, gerade Bahn benö­tigten. Heute ist die knapp einen Kilometer lange Meile Deutsch­lands bekann­testes Rotlichtviertel, wo Nach­tclubs, Bars und Diskotheken einander abwech­seln. Dazu zählen das Café Keese , die fenster­lose Kneipe „Zur Ritze“ mit eigenem Boxkeller, Fastfood und Freitzeitklubs mit Billard und Tischfuß­ball. Für die Beatles begann nahe der Reeper­bahn ihre Welt­karriere, wo sie unter anderem im „Star-Club“, „Kaiserkeller“, „Top Ten Club“ und im „Indra“ auft­raten.

Spei­cher­stadt

Größter Lager­haus­komplex der Welt

Der histo­ri­sche Lager­haus­komplex im Hamburger Hafen ist welt­weit der größte seiner Art. Die Spei­cher­stadt wur­de zwischen 1883 und 1927 südlich der Altstadt auf den ehema­ligen Elbin­seln erbaut und gehört heute zum Welt­kultur­erbe der UNESCO. Die Spei­cher in neugo­ti­scher Back­stein­ar­chitektur sind auf Tausenden von Eichenpfählen gegründet und haben jeweils auf der einen Seite Anbindung ans Wasser und auf der anderen Seite an die Straße. Gela­gert wurden vor allem Kaffee, Tee und Gewürze auf fünf „Böden“ (Stock­werke) über­ein­ander. Heute gibt es hier Teppichhändler, Agen­turen und Museen, darunter das Spei­cher­stadt­museum, das Zoll­museum und das Gewürzmuseum. Auch die größte Modell­ei­sen­bahn­anlage der Welt, das Miniatur Wunder­land, ist hier unter­ge­bracht.

Haupt­kirche Sankt Mich­aelis

Konzert­programm in lichtdurch­flu­teter Barock­kirche

Der Michel, wie die Kirche von den Hamburgern genannt wird, gilt als die bedeu­ten­dste Barock­kirche in Nord­deutsch­land. Sie ist dem Erzengel Michael geweiht, der als große Bronze­statue über dem Hauptportal sieg­reich den Satan niederringt. Der 52 Meter lange und fast ebenso breite Kirchenraum fasst 2.500 Besu­cher und ist lichtdurch­flutet, weil die klaren Fenster das Außen­licht passieren lassen. Die vorderen Bank­reihen sind besonders repräsentativ und für den Senat bei Fest­akten oder Trauerfeiern vorge­sehen. Die Kirche hat nicht weniger als fünf Orgeln. Fast täglich finden Konzerte statt.

Von Hamburg nach Hause

11 Tage
ab 679,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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