Mit dem Fahrrad von Trier nach Koblenz: Auf dem Moselradweg durch eine uralte Kulturlandschaft - Deutschland
Romantische Radtour: Mosel bei Cochem

Mit dem Fahrrad von Trier nach Koblenz

Auf dem Moselradweg durch eine uralte Kulturlandschaft

Der längste Nebenfluss des Rheins ist ein Paradies für Radfahrer. Ein ganzes Netz von Wegen führt am Fluss entlang oder durch die Weinberge. Unterwegs kommt man durch Orte, in denen die Zeit stehen geblieben ist.

Die An- und Abreise samt Fahrradtransport erfolgt am besten per Bahn. Auf Wunsch kann man auch das Gepäck von Hotel zu Hotel transportieren lassen.

Bei Buchung erhalten Sie eine App mit allen Reiseunterlagen. So können Sie problemlos mit Ihrem Mobiltelefon navigieren.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Trier

Trier

3 km | 6 Minuten
A

Trier

älteste Stadt Deutschlands zwischen Weinbergen

Augusta Trever­orum wur­de vor mehr als 2.000 Jahren gegründet und ist damit die älteste Stadt Deutsch­lands.

Römi­sche Baudenkmäler zeugen von der frühen Bedeu­tung der Stadt: Herausra­gend und zum Teil noch voll­ständig erhalten sind das Amphi­theater, die Barba­rathermen, die Kaiserthermen, die Konstan­t­in­basilika, die Porta Nigra und die Römer­brücke. Darüber hinaus hat die Stadt an der Mosel ein schönes Umland: Die Berge und Wälder von Eifel und Hunsrück grenzen an die Weinberge, die die Flüsse Mosel, Saar und Ruwer säumen.

Zu Gast in einer Jugendstilvilla in Trier

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Jugend­stil­villa auf einer Anhöhe über Trier wur­de 1914 für eine Wein­händ­lerfa­milie gebaut.

Heute ist sie ein ange­sagtes Privat­hotel in klas­si­scher Eleganz, mit hohem Komfort und ge­pflegtem Inte­rieur - zentrumsnah und zugleich abseits des ­Stadt­ge­tümmels. Durch große Fenster, die einen wunderbaren Blick auf die Altstadt eröffnen, sind die in hellen, aber kräf­tigen Farben gehal­tenen Räume lichtdurch­flutet. Stil­si­cher wurden im gesamten Haus moderne Accessoires mit ursprüng­l­i­chen Stücken des Jugend­stils kombi­niert. Bei schönem Wetter ­laden die Dachter­rassen mit Blick auf den Dom und die Kaiserthermen bis zum anderen Mosel­ufer zum Verweilen ein. Im Well­nessbe­reich befinden sich eine Sauna­landschaft und ein Schwimmbad.

Mosel

Romantik und Wein in einer uralten Kultur­landschaft
Der längste Nebenfluss des Rheins entspringt in den Vogesen, bildet eine Weile die Grenze zwischen Luxemburg und Deutsch­land, und mäandriert dann gemäch­lich in einem tief einge­schnit­tenen Tal durch die wald­rei­chen Mittelgebirge Eifel und Hunsrück. Der Abschnitt zwischen Bernkastel und Cochem gilt als der schönste, weil man dort das findet, was man im indu­s­triali­sierten Rheintal nur noch erahnt: die Romantik einer uralten Kultur­landschaft. Dörfer und Städte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, liegen im Schatten geheim­nisvoller Burg­ruinen und sind umgeben von Wein­gärten, die Gene­ra­tionen von Winzern den Steilhängen des Tals abge­rungen haben. Entlang der Mosel führen herr­liche Wander­wege (bezeichnet durch ein „M“) mal auf der Höhe durch Wälder oder mittel­alter­liche Ortschaften, mal durch Weinberge oder stille Seitentäler. An einigen Stellen folgt der Wanderweg der Via Ausonia, einer römi­schen Handels­straße.

Kaiserthermen

Monu­men­tale Bade­anlage aus der spätr­ömi­schen Zeit
Die monu­men­talen Über­reste lassen darauf schließen, dass hier einst eine der größten Bade­anlagen des gesamten Römi­schen Reiches gestanden haben muss. Die 19 Meter hohen Mauer­reste sind heute Welterbe der UNESCO. Vermut­lich hat jedoch niemals jemand in den Thermen gebadet, denn bereits in der Antike wur­de das Bauwerk zur Kaserne umge­baut. Stattdessen wur­de weiter in den wesent­lich älteren Barba­rathermen in der Nach­bar­schaft gebadet. Heute ist das ganze Gelände ein archäo­logi­scher Park.

Karl-Marx-Haus

Geburtshaus des Trierer Philosophen
Das Haus in der Brücken­straße 10 wur­de um das Jahr 1550 erbaut. Karl Marx kam hier am 5. Mai 1818 als drittes Kind des jüdi­schen Advokaten Heinrich Marx und seiner Ehefrau zur Welt. Die Familie lebte dort seit dem 1. April 1818 für gut ein Jahr zur Miete. Das Geburtshaus von Karl Marx geriet in Verges­sen­heit und wur­de erst 1904 durch eine gefun­dene Umzugs­anzeige des Vaters in der Trie­ri­schen Zeitung vom 5. April 1818 iden­ti­fi­ziert. Die SPD konnte nach langem Bemühen erst 1928 das im 19. und frühen 20. Jahr­hun­dert mehr­fach stark veränderte Haus erwerben. Heute ist es der Öffent­lichkeit zugäng­lich. Eine Ausstel­lung berichtet über das Leben und Werk von Karl Marx und seine Wirkungs­ge­schichte im 20. Jahr­hun­dert.

Mit dem Fahrrad von Trier nach Bernkastel-Kues

70 km | 4:00 h

Fahrradstrecke

Trier – Bernkastel | 1x Gepäcktransport (max. 20 kg/Koffer) pro Person

Der Radweg bleibt auf der rechten Mosel­seite und folgt erst den Gleisen nach Ruwer. Dort zweigt der Ruwer­radweg nach rechts ab. Über Kenn errei­chen wir auf Asphalt­wegen das Mosel­ufer bei Schweich.

Direkt an der Mosel geht es ohne Verkehrsbe­las­tung weiter über Longuich, Riol nach Mehring. Entlang der Doppelschleife radeln wir nach Detzem und passieren die Schleuse. In Thör­nich müssen wir leicht bergauf auf den Hügel und radeln bei Köwe­rich wieder hinunter zur Mosel. In Neumagen können wir das Römi­sche Wein­schiff bewundern, dessen Original den Grab­stein eines römi­schen Wein­händ­lers schmückte. Vor der nächsten Moselschleife liegt Piesport. Wieder beschreibt die Mosel eine 180 Grad Schleife und wir passieren den Weinort Wintrich. Über Brau­n­eberg und Mühlheim errei­chen wir schließ­lich Bernkastel-Kues mit seinen Fach­werkhäusern.

Neumagener Wein­schiff

Nachbau einer römi­schen Galeere
Das Neumagener Wein­schiff ist das Grabmal eines römi­schen Wein­händ­lers aus der Zeit um 220 n. Chr. Ein Abguss steht vor der alten Peter­ska­pelle im Auso­niusgarten. Der knapp drei Meter lange Rumpf läuft in einem schna­belför­migen Rammsporn aus und ist mit Augen versehen, was dem Schiffsbug das Aussehen eines Kopfes verleiht. Die Schau­seite zeigt 22 Ruder und jeweils acht Männer, deren Oberkörper und Köpfe über Deck sichtbar sind, und dahinter auf jedem Schiff vier große Wein­fässer. 2007 wur­de das Römer­schiff nach­ge­baut. Die „Stalla Noviomagi“ liegt im Hafen von Neumagen.

Spoarka­pelle

Pest-Geden­kort an wunderbarer Aussichts­stelle
Nachdem die Pest zwei Jahre in Piesport gewütet hatte, waren 1508 nur noch 16 von insge­samt 98 Piespor­tern am Leben. Ihr Über­leben verdankten sie auch den Dörf­lern aus der Nach­bar­schaft, die sie mit Essen versorgten, das an einer vereinbarten Stelle abge­stellt wur­de. Heute steht dort die Spoarka­pelle, zu der ein Kreuzweg durch die Weinlage „Piesporter Gold­t­röpfchen“ führt. Ein Abste­cher dorthin lohnt sich, auch wegen der grandiosen Aussicht auf eine Moselschleife. Unter­halb der Kapelle befinden sich am Mosel­ufer bei Piesport die Über­reste einer römi­schen Kelter­anlage.
B

Bernkastel-Kues

Zwillingsstadt am Fuß von Weinbergen

Der idylli­sche Ort an der Mittelmosel ist bereits seit über 5.000 Jahren besiedelt, was archäo­logi­sche Funde belegen.

Grund dafür ist die geschützte Lage am Fuß der Eifel, die die kalten Nordwest­winde abhält. Bereits die Römer nutzten das güns­tige Klima, um an den Steilhängen Wein anzubauen. Heute wächst dort ein begehrter Ries­ling. Mittel­punkt des Ortes ist der Markt mit dem Mich­a­elsbrunnen und seinen Jahrhunderte alten Fach­werkbauten, Probierstübchen und Restau­rants. Auf der anderen Mosel­seite, in Kues, steht das Geburtshaus von Nico­laus Cusanus, einem der größten Geister des ausge­henden Mittel­alters.

Zu Gast in einem Märchenhotel in Bernkastel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Fach­werkhaus von 1640 ist eines der präch­tigsten in der male­ri­schen Altstadt von Bernkastel-Kues.

Seit vielen Gene­ra­tionen dient es als Gasthof. Die Innen­einrich­tung wählt einen ange­nehmen Weg zwischen altfränkisch und modern. Dass hier nichts alt wirkt, liegt an den frischen und mutigen Farben. Jedes Zimmer hat ein eigenes Thema: ein Märchen der Gebrüder Grimm. Auch die Küche unter dem Meister Stefan Krebs gehört zum besten, was die Mittelmosel zu bieten hat. Serviert wird in der „ältesten Wein­stube Deutsch­lands“.

Eifel

Feuer, Wasser, Luft und Erde
Die deut­sche Mittelgebirgs­landschaft der Eifel erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5.300 Quad­ratki­lome­tern zwischen Aachen, Koblenz und Trier. Im Nord­osten läuft sie in die Niederrhei­ni­sche Bucht aus, wird weiter südlich durch Rhein- und Moseltal begrenzt und erstreckt sich im Westen bis in die Ardennen. Über Jahrmil­lionen haben die verschiedenen Elemente hier eine einzig­ar­tige Land­schaft geschaffen: flussdurch­zogene Täler und weite Grün­flächen, Heide und Hoch­mo­orgebiete, erlo­schene Vulkan­kegel und lang­gezogene Berg­rü­cken prägen die Szenerie. 
An die bewegte Geschichte der Region erin­nern zahlreiche Baudenkmäler, darunter Schlösser und Burgen sowie Kirchen und Klöster.

Mosel­steig

Wälder, Weiler, Weinberge
Mit 365 Kilome­tern Gesamtlänge ist der Mosel­steig einer der längsten Fernwander­wege in Deutsch­land. Er be­gleitet die Mosel in 24 Tages­e­tappen von der deutsch-franzö­sisch-luxemburgi­schen Grenze bis zur Mündung in den Rhein am Deut­schen Eck in Koblenz. Der Mosel­steig ist extrem abwechs­lungs­reich: Mal führt er durch Wald, mal durch Weinberge, mal am Mosel­ufer entlang, aber auch durch stille Seitentäler oder über aussicht­reiche Hangkanten. Zwischendurch kommt man an verfal­lenen Burgen vorbei und durch uralte Ortschaften, in denen die Zeit stehenge­blieben ist. Wer nur eine Tages­e­tappe gehen möchte, kann sich nach der Wande­rung mit Bahn und Bus zum Ausgangs­punkt zurückfahren lassen.

Mit dem Fahrrad von Bernkastel-Kues nach Zell

46 km | 3:00 h

Fahrradstrecke

Bernkastel – Zell | 1x Gepäcktransport (max. 20 kg/Koffer) pro Person

Der Moselradweg verläuft durch das enge Tal der Mosel. Leider gibt es dabei Stre­cken, bei denen der Radweg – zwar markiert – auf der Bundes­straße verläuft. Wir bevor­zugen daher die andere Fluss­seite.

Sie ist zwar teilweise etwas anstren­gender zu fahren, bietet aber letzt­lich das größere Natur­er­lebnis. Gegenüber von Pünde­rich kann man durch die Weinberge bis zum Aussichts­punkt Prin­zen­kopf fahren. Dort hat man zu beiden Seiten einen Ausblick auf die Mosel.

Traben-Trarbach

Wein­städt­chen an der Mittelmosel
Auf halbem Weg zwischen Koblenz und Trier liegt Traben-Trarbach zu beiden Seiten der Mosel. Das 5000-Einwohner-Städt­chen hat es mit dem Weinhandel zu Wohl­stand gebracht. Davon zeugen die präch­tigen Fach­werkhäuser, die großen Wein­keller und einige Jugend­stil­villen, wie die Villa Böcking. Die Ruine Grevenburg und das Brück­entor sind die Wahrzei­chen der Stadt. Sehens­wert ist das Mittelmosel-Museum.

Prin­zen­kopfturm

Aussicht auf eine Moselschleife
Bereits 1818 hat Kron­prinz Fried­rich-Wilhelm die einzig­ar­tige Aussicht über die Moselschleife bei Pünde­rich genossen. Später wuchsen dort Bäume und die Aussicht geriet in Verges­sen­heit. Erst seitdem auf dem Prin­zen­kopf ein 27 Meter hoher Turm steht, kann man wieder den Blick auf die Moselschleife genießen. Anfang und Ende der Schleife sind nur wenige Hundert Meter Luft­linie vonein­ander entfernt, liegen aber 14 Flusski­lometer ausein­ander.
C

Zell (Mosel)

Schwarze Katzen und erstklassige Rieslinge

Der Ort liegt ziem­lich genau zwischen Trier und Koblenz und ist das zweitgrößte Weinbau­gebiet an der Mosel. Überall in der Winzer­stadt gibt es Probierstübchen und Weinhandel.

Tradi­tionell wird überwiegend Ries­ling ange­baut. Über­regional bekannt ist die Zeller Schwarze Katz. Der Name der Wein-Großlage um Zell geht auf eine Legende zurück, nach der eine schwarze Katze einem Wein­händler verraten hat, in welchem Fass der beste Wein lagert. Solche und ähnliche Geschichten und noch viel mehr erfährt man im Wein- und Heimatmuseum, das mit Grabungs­funden der Römer beginnt.

Zu Gast in einem Café-Hotel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nur ein Radweg verläuft zwischen dem Café-Hotel bei Zell und der Mosel. Schönster Ort ist daher die Terrasse unter schat­tigen Bäumen – besonders abends, wenn die unter­ge­hende Sonne den Fluss in ein roman­ti­sches Licht taucht.

Auch die Zimmer haben Mosel­blick und teilweise einen Balkon. Die Gastgeber sind freund­lich und großzügig. Auf Wunsch arrangieren sie Wein­proben in einem benach­barten Gut.

Mit dem Fahrrad von Zell nach Treis-Karden

49 km | 3:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Fahrradstrecke

Zell – Treis | 1x Gepäcktransport (max. 20 kg/Koffer) pro Person

Zwischen Zell und Cochem verläuft die Bundes­straße auf der linken Mosel­seite. Der schönere Radweg ist daher rechts, allerdings muss man zwischen Neef und Nehren für ein kurzes Stück auf die linke Seite.

Danach kommt man durch Beil­stein, für das man sich Zeit nehmen sollte. In der Hoch­saison kann es dort allerdings recht voll sein. Um Cochem zu besich­tigen, muss man wieder die Mosel­seite wech­seln.

Beil­stein

Das „Dornrö­schen der Mosel“
Das winzige Dorf mit 140 Einwoh­nern war im Hoch­mit­tel­alter einmal eine Stadt, bevor es in der Franzo­senzeit Ende des 17. Jahrhunderts in der Bedeu­tungs­lo­sigkeit versank und die Zeit stehen blieb. Bautä­tigkeiten kamen zum Erliegen, weshalb Beil­stein heute eines der am besten erhal­tenen histo­ri­schen Ortsbilder an der Mosel hat. Über­ragt wird der Ort, der auch Miniatur-Rothenburg oder ‚Dornrö­schen der Mosel‘ genannt wird, von der Ruine Metter­nich, die einst dem gleich­na­migen Fürs­ten­ge­schlecht gehörte. Im Juli und August jeden Jahres wird der Beil­steiner Märc­hensommer ausge­richtet, bei dem das Marionet­ten­theater aus Cochem im Weinbaumuseum Märchen aufführt.

Reichsburg Cochem

Ritter­mahle
Hoch über Cochem erhebt sich die größte Höhenburg an der Mosel. Auf einem mäch­tigem Fels gelegen, ist die Reichsburg mit ihren Erkern und Zinnen ein maje­s­tä­ti­scher Anblick. Die mittel­alter­liche Burg gehörte den Kurfürsten von Trier, als sie im pfälzi­schen Erbfolgekrieg von den Truppen von König Ludwig XIV.  zerstört wur­de. Im 19. Jahr­hun­dert ließ der ebenso reiche wie verrückte Berliner Kommer­zi­enrat, Louis Ravené, die Ruine im neugo­ti­schen Stil restau­rieren. Führungen durch die eindrucksvollen Innenräume werden ange­boten. Daneben werden frei­tags und sams­tags rustikale Ritter­mahle ange­boten. Die soge­nannte „Gasterey nach Art der alten Ritters­leut“ ist ein gesel­liger Abend mit einem vier­stün­digen Programm.

Cochem

Mittel­alter­li­ches Fach­werk, roman­ti­sche Plätze
Der Ort liegt am Ende des Cochemer Krampens, einem 20 Kilometer langen Moselbogen, der als der schönste Abschnitt der Mosel gilt. Wie viele andere Plätze dort wur­de auch Cochem schon von den Römern und Kelten besiedelt. Im Zweiten Welt­krieg wurden große Teile der Altstadt zerstört, heute präsen­tiert sich Cochem aber als leben­dige Klein­stadt mit reicher histo­ri­scher Bausub­stanz und roman­ti­schen Plätzen und Gassen. Von der mittel­alter­li­chen Stadt­be­fes­tigung sind noch wich­tige Bauten erhalten. Histo­ri­sche Fach­werkhäuser stehen vor allem am Markt mit seinem Brunnen und dem baro­cken Rathaus sowie in den Neben­gassen. Im Kapu­zi­n­erkloster von 1623 residiert heute das Cochemer Kultur­zentrum.

Calmont

Klettern im steilsten Weinberg Europas
Der Calmont ist der steilste Weinberg Europas. Bereits die Römer pflegten an den sonnigen Steillagen ihre Wein­stöcke im warmen Schiefer. Der Name Calmont entstammt wahr­schein­lich dem latei­ni­schen „calidus mons“ („heißer Berg“). Diese anspruchsvolle Tour führt von Bremm durch die Weinberge hoch hinauf zum Bremmer Höhenkreuz. Ein Stück geht es auf dem Moselhöh­enweg zum Aussichts­punkt Vier­se­en­blick und wieder hinab zur Eller Galgenlay, wonach der Calmont über den Kletter­steig zurück zum Ausgangs­punkt durch­quert wird. Hinter jeder Wegebie­gung bieten sich fantas­ti­sche Panoram­a­blicke in das Moseltal sowie auf den gegenüber­liegenden Petersberg und die Kloster­ruine Stuben. Diese Tour ist kein Sonn­tags­spa­ziergang! Sie sollte nur von geübten Wanderern durch­ge­führt werden, die über festes Schuh­werk, Tritt­si­cher­heit und Schwindelfreiheit verfügen. (hin und zurück: 5,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 451 Meter)
D

Karden-Treis

Weindorf im Schatten zweier Burgen

Der Doppelort in einer der zahl­losen Moselschleifen wur­de im 4. Jahr­hun­dert von einem Heiligen gegründet.

Sankt Castor aus Aqui­ta­nien im heutigen Südfrank­reich lebte hier als Einsiedler und sammelte eine christ­liche Gemeinschaft um sich. Bis heute wacht seine Statue vor der drei­tür­migen Stifts­kirche St-Castor. Ein Wein- und Natur­lehrpfad führt über die terras­sierten Hänge bis zur Burg Treis und zur Wildburg. Mehrere Wein­güter bieten Verkos­tungen an. In Karden beginnt auch ein wunder­schöner Wanderweg zur Burg Eltz.

Zu Gast auf einem Weingut in Treis

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Bereits seit drei Gene­ra­tionen betreibt die Familie Castor ein Weingut an den Hängen von Treis. In Hand­arbeit werden Spitzenweine geerntet und gekel­tert – vor allem von dem König der Mose­laner Rebs­orten, dem Ries­ling, aber auch vom Grauburgunder oder Dornfelder.

Seit ein paar Jahren haben die Winzer ihr Haus auch für Gäste geöffnet, die nicht nur wegen einer Wein­probe kommen. Wie auf den meisten Wein­gütern wird ein deftiges Früh­stück serviert. Die Zimmer wirken modern und fröh­lich.

Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fach­werk­städt­chen
1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungs­armen in den Nieder­landen. Seit Jahr­tausenden ist er eine der wich­tigsten Handels­straßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief einge­schnit­tenes Tal, das zu den schönsten Kultur­landschaften Deutsch­lands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wech­seln mit Weinbergen und male­ri­schen Fach­werk­städten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekann­testen ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieb­li­chem Gesang und goldenem Haar die Schiffer verzau­berte, sodass sie in den gefähr­li­chen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampf­erfahrt von St. Goar nach Kaub.

Hängebrücke Geierlay

Ein Spaziergang in 100 Metern Höhe
Mit einer Länge von rund 360 Metern verbindet die Hänge­seil­brücke die Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg. Bei einem Spaziergang in etwa 100 Metern Höhe bietet sich ein grandioser Ausblick auf die bewal­deten Hänge des Mörsdorfer Bach­tals. Über neun Jahre und mit viel ehren­amt­li­chem Engage­ment der Anwohner wur­de ein Konzept für das impo­sante Bauprojekt entwi­ckelt, welches schließ­lich im Jahr 2015 reali­siert wur­de. 
Ein gut befes­tigter Weg führt von einem etwa vier Kilometer entfernten Wander­park­platz zur Brücke, die aus­schließ­lich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu errei­chen ist.

Mit dem Fahrrad von Treis-Karden nach Koblenz

47 km | 3:30 h

Fahrradstrecke

Treis – Koblenz | 1x Gepäcktransport (max. 20 kg/Koffer) pro Person

Die kurze Strecke nach Koblenz gibt Gelegen­heit, mit dem Fahrrad zur Burg Eltz zu fahren. Bereits in Karden entfernt man sich von der Mosel und radelt durch Weinberge, bis man in den dichten Wald kommt, der die Burg Eltz umhüllt.

Zurück kann man am Bach Eltz entlangfahren und kommt bei Mosel­kern wieder an die Mosel, der man bis Trier auf der linken Seite folgt. Wer die unge­teerten Waldweg scheut, nimmt den Weg über Müden nach Mosel­kern.

Burg Eltz

Roman­ti­sche Burg im dichten Wald
Versteckt im dichten Wald des Eltzbach­tals ragen die Mauern einer roman­ti­schen Märc­henburg auf. Burg Eltz gilt als die deut­sche Muster­burg. Sie wur­de nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM-Schein. Im Jahre 1268 wur­de sie unter drei Nach­kommen aufge­teilt, die von nun an gemeinsam die enge Burg bewohnten. Jede Linie baute im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen Trakt aus und fügte zahl­lose Türmchen, Erker und andere Elemente an. Füh­rungen werden ange­boten. Man erreicht die Burg zu Fuß von Mosel­kern aus oder vom Park­platz ober­halb Müden, bzw. mit dem Auto über Müns­termaifeld und Wier­schem.
E

Koblenz

Römerstadt zwischen Rhein und Mosel

Im Jahre 9 nach Christus errich­teten die Römer am Zusam­menfluss von Rhein und Mosel ein Lager, um den Übergang über die Mosel zu sichern.

Sie nannten es „Castrum ad Confluentes“ (Lager am Zusam­menfluss), woraus sich der Name „Koblenz“ ableitet. Dass der Ort stra­tegisch wichtig geblieben ist, zeigen die vielen Burgen und Kastelle, die seit dem 10. Jahr­hun­dert dort gebaut wurden. Heute thront über dem rechten Rhein­ufer die preußi­sche Festung Ehrenbreit­stein. Markan­tester Punkt von Koblenz ist das Deut­sche Eck an der Land­spitze zwischen Rhein und Mosel mit grandiosem Blick auf Stadt und Festung. An diesem einst natio­na­lis­tisch aufge­la­denen Ort steht seit 1897 das überdi­men­sio­nale Reiter­standbild von Kaiser Wilhelm.

Zu Gast in einem Hotel an der Rheinpromenade

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte Hotel liegt zentral und doch ruhig an der Ufer­pro­me­nade, wo man den Schiffen und Fahr­radfah­rern zusehen kann.

Von der Terrasse blickt man auf das „Rhei­ni­sche Nizza“ Pfaf­fen­dorf. Dort werden auch Kuchen, Flammku­chen oder Rhei­ni­sche Ries­linge serviert. Die Zimmer sind etwas einfach, aber hell und das Personal ist freund­lich. Das reich­liche Früh­stück wird in einem Salon mit Rhein­blick serviert.

Marksburg

Inbe­griff deut­scher Burgenromantik
Die Höhenburg aus dem 12. Jahr­hun­dert thront hoch über dem Rhein auf einem 160 Meter hohen Schieferberg. Sie ist die einzige mittel­alter­liche Rheinburg, die nie zerstört wur­de und daher eine lange, wech­sel­volle Geschichte hat. Wahr­schein­lich hat schon um 1117 eine Burg exis­tiert. Hundert Jahre später war sie jeden­falls im Besitz der mäch­tigen Familie von Eppstein, die die Marksburg als Zoll­sta­tion nutzte. Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt die Burg ihr heutiges, hoch­go­ti­sches Aussehen. Damals wur­de die Markuska­pelle gebaut, nach der die Burg fortan benannt wur­de. Unter Napoleon war die Burg erst Laza­rett und später Gefängnis. Krit­ze­leien von Insassen sind noch heute in der Kapelle zu sehen. Im Jahr 1900 wur­de die vernach­läs­sigte Anlage schließ­lich restau­riert. Heute ist die Marksburg ein Inbe­griff mittel­alter­li­cher Burgenromantik und Vorbild für zahl­lose Fanta­sie­burgen.

Boppard

Winzer­stadt mit großer Geschichte
Die ehema­lige Reichs­stadt liegt an einer Rhein­schleife, dem Bopparder Hamm. Weinbau auf den umliegenden Bergen prägt den Ort ebenso wie der Tourismus. Die Geschichte geht zurück bis in die Altstein­zeit, wie die 13.000 Jahre alten Steinwerkzeuge belegen, die man 2001 in einer Baugrube gefunden hat. Ursprung der Stadt Boppard ist jedoch ein römi­sches Kastell namens Bodob­riga, das die römisch-germa­ni­sche Grenze sichern sollte und heute als die am besten erhal­tene römi­sche Burg in Deutsch­land gilt. Die Reste sind im archäo­logi­schen Park zu besich­tigen. Von der Blüte im Hoch­mit­tel­alter zeugt die doppeltür­mige Seve­r­us­kirche mit roma­ni­schen Wandma­le­reien. Im Turm der Kurfürst­li­chen Burg residiert heute das Heimatmuseum.

Gede­onseck

Kletter­steig mit toller Aussicht
Den besten Blick über die große Rhein­schleife und die Weinberge des Bopparder Hamm hat man vom Gede­onseck, zu dem von Boppard ein Sessellift fährt. Oben gibt es ein nettes Aussichts­lokal. Im Hinter­land beginnt einer der größten Wälder von Rhein­land-Pfalz, durch den viele Wander­wege führen. Direkt im Steilhang unter­halb des Gede­onsecks wur­de ein Kletter­steig einge­richtet, der schwindelfreien und gut gerüs­teten Wanderern ein Kletter­er­lebnis mit grandiosem Ausblick bietet. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)
11 Tage
ab 939,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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