Von der Donauquelle nach Passau: Donauradweg mit besonderen Übernachtungen - Deutschland
Vor romantischer Kulisse: Donau bei Ulm

Von der Donauquelle nach Passau

Donauradweg mit besonderen Übernachtungen

Fast 700 Kilometer lang ist der Donauradweg von der Quelle bis zur österreichischen Grenze. Er verläuft weitgehend auf eigenen Wegen am Flussufer. Unterwegs passiert man großartige Landschaften und mittelalterliche Städte. Und staunt über Burgen, Kloster und Naturwunder.

Die Anreise erfolgt am besten per Bahn. Bei Buchung erhalten Sie eine App zu den Reiseunterlagen. So können Sie alle wichtigen Infos leicht abrufen und einfach mit Ihrem Handy navigieren.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Donaue­schingen

Donaue­schingen

7 km | 9 Minuten
A

Donaueschingen

Wo die Donau entsteht

Die Stadt liegt auf dem Hoch­pla­teau der Baar zwischen dem Scharz­wald und der Schwä­bi­schen Alb. Bekannt ist Donaue­schingen als Ort der Donauquelle.

Dabei entspringt der Fluss nicht aus einer Quelle, sondern aus zwei Bächen, der Brigach und der Breg. Heute liegt der Zusam­menfluss in einem Schloss­park und wird von einem Becken einge­fasst. Die Figuren stellen die Baar und die junge Donau dar. Die Donau ist jedoch nur eine kurze Strecke sichtbar, bis zu ihrer ersten Versi­cke­rung bei Immendingen. Ein Teil des Donau­was­sers strömt dann unter­irdisch durch das lockere Kalkge­stein und tritt erst zwölf Kilometer weiter im Achtopf wieder aus.

Zu Gast in einem Hotel bei Donaueschingen

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die ehema­lige Gast­stube liegt umgeben von Wiesen und Wäldern in Aasen, zwischen Schwarz­wald und Schwä­bi­scher Alb, zwischen Neckar und Donau.

Im Laufe der Zeit wur­de sie erwei­tert und schließ­lich zu einem Hotel ­umge­baut, das familiär geführt wird. Alle zwölf Zimmer sind individuell mit natür­li­chen, hoch­wer­tigen Möbeln und Accessoires aus der Region einge­richtet, Holz sorgt für ein warmes Ambi­ente zum Wohlfühlen. Für das kuli­na­ri­sche Wohl­ergehen sind die Söhne des Hauses, Jason und Niklas, zuständig. Im Restau­rant bieten sie eine boden­stän­dige und zugleich raffi­nierte Küche, für die viele regio­nale Erzeug­nisse verwendet werden. In der Bar kann man in stil­voller Atmo­sphäre einen guten Wein und kleinere Gerichte wie beispiels­weise Salate, Burger sowie feine Snacks genießen.

Gailingen

Erho­lungsort zwischen Rhein und Rauhenberg
Auf der Nord­seite des Hoch­rheins liegt der zu Deutsch­land gehörende Erho­lungsort Gailingen am Fuß des bewal­deten Rauhenbergs. Die histo­ri­sche Holzbrücke über den Rhein, die auch das Wahrzei­chen des Ortes ist, führt auf die Schweizer Seite. Für ein Pick­nick eignet sich der Rhein­ufer­park. Empfehlens­wert ist auch ein Besuch im Jüdi­schen Museum, das über jüdi­sche Kultur und Geschichte am Bodensee und am Hoch­rhein informiert.

Schwarz­wald

Duftende Wiesen, dunkle Wälder
Der südwest­liche Eckpfeiler Deutsch­lands ist etwa 160 Kilometer lang und zwischen 20 und 60 Kilometer breit. Zur Rhein­ebene fällt er steil ab, während er im Osten sanft in das Neckar- und Donautal übergeht. Mit seinen duftenden Wiesen, dunklen Wäldern und kris­tallklaren Gewäs­sern ist er immer noch ein Inbe­griff der heilen Welt. Der Schwarz­wald ist ideal für Freizei­t­ak­tivisten: Wanderer, Moun­tai­nbiker, Kletterer und Wild­was­serfahrer kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Kurur­lauber in einem der vielen Thermalbäder zwischen Baden Baden und Bad Griesbach.

Bodensee-Region

Schwä­bi­sches Meer vor Hoch­ge­birgskulisse
Europas drittgrößter See ist auch einer seiner schönsten – dank der Lage am Rande der Alpen und seines milden Klimas. Das „schwä­bi­sche Meer“ besteht eigent­lich aus zwei Seen, dem Obersee und dem kleineren Untersee west­lich von Konstanz. Die drei großen Inseln sind Besu­cherma­gnete: Zur Insel­stadt Lindau im bayri­schen Osten gelangt man über eine Brücke, die Blumen­insel Mainau südlich von Über­lingen und die im Untersee liegende Gemüs­einsel Reichenau kann man nur per Boot errei­chen. Bei gutem Wetter sieht man im Süden die Hoch­ge­birgskulisse der Appen­zeller Alpen glitzern, die vom über 2.500 Meter hohen Säntis gekrönt wird. Rund um den Bodensee führt ein Radwanderweg, für den man allerdings mehrere Tage braucht.

Windberghochtal

Auf den Spuren von Köhlern und Glas­trägern
Seit dem 12. Jahr­hun­dert gibt es im abge­legenen Windberghochtal Glashütten, deren zerbrech­liche Produkte mit großer Vorsicht quer durch den Schwarz­wald transpor­tiert wurden. Darauf waren die Glas­träger mit ihren besonderen „Ruck­sackschränken“ speziali­siert. Die Wande­rung kommt an mehreren Hütten vorbei und führt zugleich durch eine grandiose Begwildnis mit Wasser­fällen und Urwald. Bei gutem Wetter hat man einen herr­li­chen Ausblick bis zu den Alpen. (hin und zurück: 14,1 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 372 Meter)

Wald­lehrpfad Häusern

Von den Lebens­gemeinschaften im Hoch­schwarz­wald
Über 50 Schau­tafeln informieren über die Lebens­gemeinschaften im Misch­wald, darunter die Fledermäuse, die  Wald­pilze und die Vogelwelt im Hoch­schwarz­wald. Wer will, kann an einem Waldquiz teil­nehmen. Der Weg beginnt am Felsenweg. Von dort geht es über den Scheiben­felsen bis zum Sport­platz von Häusern. Am Sport­platz vorbei, folgen wir weiter der Beschilde­rung. Optional ist ein kurzer Abste­cher zum Fuchsfelsen. Von dort hat man einen herr­li­chen Ausblick. Durch die Goldegasse geht es wieder zurück zum Ausgangs­punkt. (hin und zurück: 2 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab: 30 Meter)

Mit dem Fahrrad von Donaue­schingen-Aasen nach Tutt­lingen

37 km | 2:30 h
Die kurze Strecke ist ideal, um sich ans Radfahren zu gewöhnen. Die Höhen­un­ter­schiede sind gering. Die Wege sind fast auto­frei. Unter­wegs kommt man an der Donauver­si­cke­rung vorbei.

Mauen­heim

Bioen­ergie­dorf an ehema­ligem Vulkan
Gut fünf Kilometer südlich der Donau liegt Mauen­heim, das sich stolz Bioen­ergie­dorf nennt, da es sich voll­ständig aus erneuerbarer Energie versorgen kann. Den Anfang machten zwei Bauern mit einer Biogas­anlage. Heute gibt es ein ausge­tüf­teltes System, das auch im Winter genug Wärme liefert. Man kann den Besuch mit einem Spaziergang über den Höwenegg verbinden. Der nörd­lichste der Hegau-Vulkane war vor sieben Millionen Jahren aktiv und ist reich an Fossilien.

Donauver­si­cke­rung

Wo die Donau im Erdboden verschwindet
Zwischen Immendingen und Möhringen versi­ckert ein Teil des Donau­was­sers im Boden. Unter­halb der Versi­cke­rungs­stellen führt die Donau merk­lich weniger Wasser, an manchen Tagen ist das Fluss­bett sogar völlig leer. Unter­irdisch fließt das Wasser weiter durch löch­riges Karstge­stein und tritt erst 12 Kilometer südlich im Aachtopf wieder ans Tages­licht. Wie sich die Versi­cke­rung zukünftig entwi­ckelt, ist unter Geologen umstritten. Jähr­lich werden 7000 Tonnen Kalk ausge­spült, so dass die Kanäle immer weiter werden.. Einige Geologen rechnen damit, dass die Obere Donau völlig austrocknet. Andrere rechnen mit unter­irdi­schen Zusam­men­stürzen, die das Versi­ckern eher behindern könnten.
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Tuttlingen

Stadt im Quadrat

Tutt­lingen gehört nicht zu den roman­ti­schen Fach­werk­städt­chen, von denen es viele im Dreieck zwischen Schwarz­wald, Schwä­bi­scher Alb und Bodensee gibt.

Grund dafür ist der verhee­rende Stadt­brand von 1803, nach dem die Stadt voll­kommen neu geplant und im Schachbrettmuster wieder­aufge­baut wur­de. Quad­ra­tisch sind auch auch der Markt­platz im Zentrum und die Quar­tiere, die sich um ihn anordnen. Schön ist ein Spaziergang am Donauufer und zur Ruine auf dem Honberg.

Zu Gast in einem Design-Hotel in Tuttlingen

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Design-Hotel befindet sich im Stadt­zentrum von Tutt­lingen, wenige Gehmi­nuten von der Fußgängerzone und der Donau entfernt.

Geprägt wird das Inte­rieur von dem Konzept eines eleganten Life­style, der durch klar akzen­tu­ierte Formen und moderne Farbge­bung vermit­telt wird. Hoch­wer­tige Mate­rialien und viel natür­li­ches Licht sorgen auch in den individuell einge­rich­teten Zimmern für ein stim­miges Ambi­ente. Morgens kann man sich bei einem reichhal­tigen Früh­stück in der Lounge stärken, die abends dann als styli­sche Szenebar mit einer Viel­zahl an modernen Cock­tails sowie Bar-Food den Rahmen für diverse Events bietet.

Konstanz

2.000 Jahre Geschichte am Bodensee
Trotz ihrer zwei­tausendjäh­rigen Geschichte wirkt die Stadt am Südufer des Boden­sees quick­lebendig. Das liegt an der Univer­sität, die viele junge Leute anzieht, an den Thea­tern und Konzerten. Seit 1993 wird der Hafen von einer mäch­tigen Statue über­ragt, die sich in vier Minuten einmal um sich selbst dreht. Eine neun Meter hohe weib­liche Figur mit tiefem Decolleté hält in ihren Händen zwei Gnome. Es handelt sich um die legendäre Prosti­tu­ierte Imperia. Die beiden Gnome sind Kaiser und Papst. Während des Konzils zu Konstanz von 1414 bis 1418 schlief – und spielte – sie mit beiden. Jan Hus, der die Mätr­es­sen­herr­schaft der römi­schen Kirche am heftigsten kriti­sierte, wur­de am Ende des Konzils in Konstanz auf dem Scheiter­haufen verbrannt. 
Besonders schön ist die Altstadt rund um das Münster und das Rathaus.

Halb­insel Höri

Künst­ler­landschaft am west­li­chen Bodensee
Zwischen Radolf­zell und Stein am Rhein ragt die Halb­insel Höri in den west­li­chen Teil des Boden­sees. Auf einer Fläche von 63 Quad­ratki­lome­tern leben nur rund 10.000 Einwohner. Ein Groß­teil der Land­fläche besteht aus Natur- und Landschafts­schutzgebieten, die mit einer vielfäl­tigen Tier- und Pflanzenwelt sowie einem gut ausge­bauten Wegenetz zum Erkunden einladen. Zahlreiche Museen künden von der Anzie­hungs­kraft, welche die einzig­ar­tige Land­schaft seit jeher ausübt. So kamen auf der Suche nach Inspi­ra­tion im Laufe der Zeit zahlreiche Schrift­steller und Maler auf die Insel. Ab 1933 wur­de sie zudem für verschiedene Künstler, unter ihnen beispiels­weise Otto Dix, ein Zufluchtsort vor dem natio­nalso­zia­lis­ti­schen Regime.

Mit dem Fahrrad von Tutt­lingen nach Scheer an der Donau

63 km | 4:00 h

Die Etappe gehört zu den schönsten Abschnitten des Donau-Radwegs. Sie führt durch den Natur­park Obere Donau, wo die junge Donau einen wilden Canyon gegr­aben hat.

Am Eingang zur Schlucht liegt das 1.000 Jahre alte Kloster Beuron. Viel­fach windet sich die Donau im engen Tal, und den Radlern wird neben herr­li­chen Ausbli­cken so manch kleine Steigung beschert.

Natur­park Obere Donau

Schwä­bisch Grand Canyon
Die Donau hat sich vor hundert­tausenden Jahren ihren Weg durch das Tal gegr­aben und auf fast 1500 Quad­ratki­lome­tern zwischen Beuron und Sigma­ringen eine unver­wech­selbare Land­schaft hinter­lassen, die zum Staunen und Entde­cken einlädt. Zahlreiche Höhlen, Burgen und Ruinen zeugen von einer Sied­lungs­ge­schichte, die bis ins fünfte Jahr­hun­dert zurück­reicht. Angler finden am lauschigen Fluss schöne Plätze zum Verweilen; Kirchen, Kapellen und das bekannte Kloster Beuron laden zum Besich­tigen ein.

Beuron

Baro­c­kirche in phan­tas­ti­schem Ambi­ente
Der Wall­fahrtsort Beuron liegt mitten in einer roman­ti­schen Burgen- und Fluss­landschaft. Das Kloster wur­de im 11. Jahr­hun­dert gegründet und hat als Erzabtei den Orden maßgeb­lich geprägt – insbe­sondere die liturgi­schen Gesänge. Prachtvoll ist die Barock­kirche St. Martin und St. Maria. Vom Knopfmach­erfelsen hat man den besten Blick auf das Kloster und die Donau.
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Sigmaringen

Hohenzollernschloss über der Donau

Die eins­tige Residenz­stadt liegt am Südrand der Schwä­bi­schen Alb, die hier von der Donau durch­bro­chen wird.

Wich­tigste Sehens­wür­digkeit ist das Schloss aus dem 11. Jahr­hun­dert, das entspre­chend der dama­ligen Mode hoch auf einem Felsen errichtet ist. Ab 1535 ging es in den Besitz der Hohen­zol­lern über, die später auch die preußi­schen Könige stellten. Mitte des 19. Jahrhunderts verkaufte Fürst Karl Anton die Souve­ränität an die preußi­schen Vettern; ein kluger Schachzug, denn kurze Zeit später wur­de er preußi­scher Minister­präsident, was seinen Kindern alle Türen im euro­päi­schen Adel öffnete. Das heutige Schloss stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Bei einer Besich­tigung fallen die reichen Kunst­schätze auf. Im Marstall kann man Kutschen, Galawagen, Schlitten und Sänften bewundern.

Zu Gast im alten Bahnhofsgebäude

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Bahn­hofsgebäude in Scheer an der Donau stammt aus dem 19. Jahr­hun­dert. Im Zuge einer sorg­samen Renovie­rung wur­de es durch einen Neubau ergänzt.

Der Eingangsbe­reich wartet mit dem sprich­wört­li­chen roten Teppich auf. Auch die Innen­einrich­tung überzeugt durch ein stil­volles Design, die Gäste­zimmer sind unter­schied­lich nach Feng Shui Richt­li­nien gestaltet und mit moderner Technik ausge­stattet. Mor­gens kann man sich am reichhal­tigen Früh­s­tücksbuffet mit vielen regio­nalen Produkten für den Tag stärken. Das modern-rustikale Restau­rant bietet seine gute Auswahl an saiso­nalen Gerichten auch im Winter­garten oder auf der Terrasse an. In der Wein­stube kann man den Tag in einer gesel­ligen Runde ausklingen lassen.

Mit dem Fahrrad von Scheer an der Donau nach Ulm

93 km | 5:30 h

Hinter Sigma­ringen verlässt man den Canyon, und das Donautal wird breiter. In diesem Abschnitt fließt der Strom durch ein flaches, weites Becken.Auf der Etappe sind die Höhe­punkte eher kultureller Art: Es gibt viele barocke Städte wie Mengen, Riedlingen, Zwiefalten, Ehingen sowie Klöster und Schlösser. Ständig nimmt die Donau durch Zuflüsse an Volumen zu. Bis Ulm geht es ohne nennens­werte Steigungen meist direkt am Fluss entlang. Alter­nativ kann ab Ehingen durch das Urdo­n­autal entlang der Blau fahren.

Diese Strecke führt über Blau­beuren nach Ulm.

Mengen

Alle­man­nen­dorf mit römi­schen Wurzeln
Kurz nach Christi Geburt bauten die Römer ein Kastell auf dem Enne­ta­cher Berg zum Schutz eines Handels­weges, der vom Mittelmeer an die Donau führte. Aus dieser Zeit stammt auch die Villa Rustica, auf deren Gelände heute das Römermuseum steht. Ab Mitte des 3. Jahrhunderts wurden sie von Alle­mannen verjagt, die nun viele Orte mit den Endungen „-ingen“ grün­deten, unter anderem auch „Me-ingen“. Am Römermuseum beginnt ein kurzer archäo­logi­scher Rundweg.

Munderkingen

Donau­schwä­bi­sches Idyll
Munderkingen wur­de 792 erstmals urkund­lich erwähnt und soll um 1230 die Stadt­rechte erhalten haben. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Stadt in den Besitz der Habsburger über, die leider in stän­digen Geldnöten waren. So verpfän­deten sie Munderkingen an die Truchsessen von Waldburg, die sie fast 300 Jahre ausplünderten. Saulgau, Riedlingen, Mengen und Waldsee ging es ähnlich; man schloss sich zum Bündnis der „Donau­städte“ zusammen. Dennoch dauerte es noch bis zum Jahre 1680, bevor man wieder unter die direkte Herr­schaft Öster­reichs zurückkehren konnte. Bei einem Rundgang verdient vor allem das Rathaus (s.o.) einen Blick; es wur­de 1563 erbaut und diente zunächst nicht nur dem Rat, sondern auch dem Brot-, Fleisch- und Tuchhandel.
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Ulm

Studentenstadt an der romantischen Straße

Die leben­dige Univer­si­täts­stadt liegt an der roman­ti­schen Straße zwischen Bayern und Baden-Würt­temberg.

Sie wird beherrscht von dem höchsten Kirchturm der Welt. Das Ulmer Münster wur­de 1377 begonnen, der 161 Meter hohe Turm aber erst 1890 fertig gestellt. Zwischen Ostern und Oktober findet von montags bis sams­tags ab 11:30 Uhr die „Orgelmusik am Mittag“ im Münster statt. Südlich davon liegt der Markt mit dem goti­schen Rathaus und einem plät­schernden Brunnen. Weiter west­lich kommt man ins Gerberviertel, wo an der Donau noch ein Teil der Stadt­mauer erhalten ist. Viele Fahr­räder deuten darauf hin, dass es etwa 10.000 Studenten in der Stadt gibt.

Zu Gast in einem Fachwerkhaus in Ulm

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Garagenreservierung (zahlbar vor Ort ca.12 Euro)

Das Fach­werkhaus aus dem 14. Jahr­hun­dert hat nach mehr­fa­chen An- und Umbauten im Jahr 1443 sein heutiges Aussehen erlangt.

Genutzt wur­de es wegen seiner Lage am Blau kurz vor dessen Mündung in die Donau von den Schiffs­meistern. Dank schräger Verstre­bungen ragt das Haus ab dem ersten Stock­werk über den Fluss. So konnten unter dem Haus Boote geschützt anlegen. Im Laufe der Zeit senkte sich das Haus auf der Fluss­seite aber so stark ab, dass es bereits Anfang des 17. Jahrhunderts gestützt werden musste. Nach mehreren Besitzerwech­seln wird das Schiefe Haus von Ulm als Hotel genutzt. Sanie­rungs­arbeiten sicherten die Statik, ohne allerdings die Schief­lage zu besei­tigen. So weisen die inzwi­schen moder­ni­sierten Zimmer ein Bodengefälle von bis zu 40 Zenti­men­tern auf!

Mit dem Fahrrad von Ulm nach Leit­heim

95 km | 5:30 h

Die Strecke führt zunächst auf einem Radweg an der Straße nach Elchingen entlang, dessen Panorama von der Kirche St. Peter und Paul beherrscht wird.

Einst war sie die Kirche eines Benedikti­n­erklos­ters, das aber in den Napoleo­ni­schen Kriegen aufge­löst wur­de. Nach Weißi­ngen geht es auf einem Schot­terweg durch den Auwald. In Leip­heim kann man die Zehnt­scheune besich­tigen, in denen die Vögte den Zehnten lagerten, der der Obrigkeit in Ulm zustand. Weiter auf einem Schot­terweg durch den Auwald kommt man nach Günzburg, das ideal für eine Pause ist. Danach führt der Radweg über einen Hoch­was­serdamm der zuse­hends breiter werdenden Donau.

Altmühltal

Mittel­alter­liche Dörfer im zauber­haften Tal
Die Altmühl, ein Nebenfluss der Donau, entspringt in Franken und fließt durch die fränki­sche Alb in die Donau. Besonders im unteren Abschnitt bildet sie ein zauber­haftes Tal, dessen Natur und mittel­alter­liche Dörfer durch einen Natur­park geschützt werden. Heraus­zu­heben ist Eich­stätt, das mit seinem roma­ni­schen Dom und dem Residenz­platz eine der schönsten Altstädte Deutsch­lands aufweist.

Günzburg

Schwä­bi­sche Provinz­stadt mit bewegter Geschichte
Wo die Günz von Süden her in die Donau mündet, liegt die ehema­lige Residenz­stadt Günzburg mit einem Schloss im Renais­san­ce­stil. Auf einer male­ri­schen Anhöhe steht die Frau­en­kirche von 1740 mit Zwiebelturm und baro­cken Fresken. 1301 kam die Stadt unter die Herr­schaft der Habsburger, die sie wegen chro­ni­schen Geld­mangels an die Bayern verkaufen wollten. Mit Unter­stützung der Fugger wehrten sich die Günzburger erfolg­reich gegen das macht­hung­rige Bayern. Ende des 15. Jahrhunderts siedelte sich eine jüdi­sche Gemeinde an, die aus Ulm vertrieben wur­de. Dort, wo heute die Münzgasse und die Eisen­hausgasse zum Schwein­chenbrunnen führen, ließen sie sich nieder und grün­deten eines der bedeu­ten­dsten Zentren des süddeut­schen Juden­tums. Ihre Blütezeit hatte die Günzburger jüdi­sche Gemeinde im 16. Jahr­hun­dert. Anfang des 17. Jahrhunderts ließ ein streng katholi­scher Markgraf die Juden wieder ausweisen. Die Nach­kommen der Gemeinde wurden in alle Welt verstreut, weshalb die Nach­namen Ginsburg, Gainsbourg oder Ginzburg unter Juden besonders häufig sind.

Gundelfinger Moos

Lebens­raum für Wiesenbrüter
Ursprüng­lich waren die Ufer der Donau zwischen Ulm und Donauwörth das größte Feuchtgebiet Süddeutsch­lands. Nach der Urbarma­chung und Besied­lung ist nur ein kleiner Teil zwischen Günzburg und Gundelfingen geblieben. Das Gundelfinger Moos steht unter Natur­schutz; die offene Feuchtwie­sen­landschaft ist Lebens­raum für Wiesenbrüter und Brachvögel.
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Donauwörth

Mittelalterliche Altstadt rund um die Reichsstraße

Donauwörth liegt auf einer Erhe­bung an der Einmündung der Wörnitz in die Donau. Es ist ganz von einer Stadt­mauer umschlossen.

Wo einst die Reichs­straße mitten durch die Stadt ging, ist heute das Zentrum der Stadt mit statt­li­chen Giebelhäusern zu beiden Seiten. Am Westende der Straße liegt das Fugger­haus von 1539. Einst machte hier die mäch­tigste Kaufmannsfa­milie Süddeutsch­lands ihre Geschäfte, heute residiert das Land­rat­samt an dem histo­ri­schen Ort. Wer sich für Puppen inter­es­siert, kann das Käthe-Kruse-Puppen-Museum mit über 150 Spiel- und Schaufenster­puppen besich­tigen.

Zu Gast in einem Barockschloss

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Barockschloss der Kaisheimer Äbte wur­de in den Jahren 1680 – 1696 erbaut und beherbergt heute ein Hotel, das mit seinem stil­vollen Ambi­ente der langen Historie gerecht wird. Alle rund 50 Zimmer sind in harmo­ni­schen Farben und mit hoch­wer­tigen Mate­rialien in einem gediegenen, eleganten Stil individuell einge­richtet. Sie haben hoch­wer­tige Bäder und einen Sitzbereich und bieten einen Blick weit über die Ebene der Donauauen bis zu den Alpen. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­stück mit vielen regio­nalen Produkten ange­boten; das Restau­rant im Wein­gärtn­er­haus von 1542 serviert hoch­wer­tige Küche in eleganter, aber gemüt­li­cher Atmo­sphäre. Der Innenhof und die Schlosster­rasse sind ideale Plätze, um abzu­schalten und die Seele baumeln zu lassen. Ent­span­nung bieten auch der Well­nessbe­reich mit Finni­scher Sauna, Dampfbad, Sana­rium, Kneipp-Fußbe­cken und einem großzügigen Ruhe­bereich sowie der beheizte Außenpool im weit­läufigen Garten. Eine Well­nes­s­ta­sche mit Bademantel, Bade­tüc­hern und Hotel­slippern steht für jeden Gast bereit.



Oberbayern

„wahres Bayern“ zwischen Alpen und Donau
Oberbayern gilt als das eigent­liche Bayern, dessen Grenzen sich im Laufe der Jahrhunderte mehr­fach verändert haben und keine Rück­sicht auf Stammes- oder Sprachgrenzen genommen haben.  Insbe­sondere gibt es keinen spezi­fisch oberbaye­ri­schen Dialekt. Der Begriff „Oberbayern“ erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255. Heute ist Oberbayern nur einer von mehreren Regie­rungs­bezirken in Bayern, der im Osten an die Ober­pfalz, im Norden an Franken und im Westen an Schwaben grenzt. Wegen seiner Natur­schön­heiten und der kulturellen Sehens­wür­digkeiten zieht der Land­strich zwischen Donau und Alpen viele Besu­cher aus dem In- und Ausland an.

Augsburg

Stadt der Mozarts und Brechts
Die nach Trier zweit­äl­teste deut­sche Stadt ist nach Kaiser Augustus benannt. Wegen ihrer stra­tegisch güns­tigen Lage auf dem Weg nach Italien stieg sie im Mittel­alter zu einer freien Reichs­stadt und einem wich­tigen Handels­zentrum auf. Der roma­ni­sche Dom stammt aus dieser Zeit, ebenso seine alten „Prophe­tenfenster“ auf der Südseite – die einzigen welt­weit. Sehens­wert sind auch die Fuggerei, die als älteste Sozi­al­wohn­sied­lung der Welt gilt und seit 1523 bewohnt ist, sowie das Haus der Familie Mozart und das Geburtshaus von Bertold Brecht.

Mit dem Fahrrad von Leit­heim nach Ingol­stadt

53 km | 3:00 h

Von Marxheim geht es über Bertoldsheim ein paar Höhenmeter hinaus und weiter nach Hatzen­hofen. Danach kann man einen Abste­cher nach Rennershofen machen, das zwar nicht auf dem Donau­radweg liegt, aber mit seiner Barock­kirche und dem Renais­sance-Rathaus sehens­wert ist.

Die Stadt ist noch von einer Befes­tigungs­anlage samt Tortürmen umgeben. Für eine Mittags­pause eignet sich Neuburg an der Donau mit seiner schönen Ufer­pro­me­nade. Auf schnurge­r­adem Weg geht es zum Schloss Grünau mit einem Info­zentrum zur Renatu­rie­rung der Donauaue. Nach einer Unterque­rung der Bahn­gleise kommt man nach Ingol­stadt.

Neuburg an der Donau

Vom römi­schen Grenzposten zur kurfürst­li­chen Residenz
Neuburg wird beherrscht vom Schloss am Ostrand des Stadt­bergs. Bereits die Römer hatten hier ein einfa­ches Castrum aus Holz und Lehm. Es gehörte zu einer Kette von Mili­tär­la­gern, das die Donaugrenze gegen Germa­nien sichern sollte. Mit dem Wegfall der Grenze verfiel die primi­tive Burg. Erst im 16. Jahr­hun­dert kam eine deut­liche Bele­bung, als Neuburg Residenz einer Wittelsba­cher Adels­linie wur­de. Ein Jahr lang war Neuburg sogar die Residenz der Kurpfalz, bevor der Sitz nach Heidelberg verlegt wur­de.

Jagdschloss Grünau

Vom Jagdschloss zum Natur­schutz­zentrum
Das Jagdschloss Grünau liegt etwa sieben Kilometer östlich von Neuburg an der Donau im größten zusam­men­hän­genden Auwaldgebiet Mittel­eu­ropas. Es wur­de um 1530 begonnen und war ursprüng­lich nur ein Wohn­turm für die Ehefrau des Wittelsba­cher Pfalz­grafen. Später wur­de die Anlage zu einem Wasser­schloss erwei­tert. Die Gräben sind aber wieder zuge­schüttet. Seit 2008 ist das Auen­zentrum Neuburg hier unter­ge­bracht. Eine Ausstel­lung informiert über die Pläne des Natur­schutz-Groß­projektes.
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Ingolstadt

Von Herzögen und Autos

Die Stadt am Südrand der Fränki­schen Alb hat eine glanzvolle Geschichte als Residenz und Festung der Herzoge von Bayern, was sich in der präch­tigen Architektur wider­spiegelt.

Die Altstadt ist weitge­hend erhalten, ebenso die Stadt­mauer. Sehens­wert sind dort vor allem das Alte Rathaus und die Spital­kirche aus dem 15. Jahr­hun­dert. Heute ist Ingol­stadt die fünftgrößte Stadt Bayerns und Sitz der Audi-Werke. Das Audi-Museum präsen­tiert Oldtimer – Motor­räder und Autos glei­cher­maßen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Ingolstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt zentral in Ingol­stadt, wenige Kilometer von der histo­ri­schen Altstadt entfernt. Jedes der Zimmer ist individuell nach einem eigenen Thema gestaltet und mit Liebe zum Detail einge­richtet.

Morgens können sich die Gäste bei einem reichhal­tigen Früh­stück für den Tag stärken. Zu jeder Tages­zeit ist die weit­läufige Lobby mit Bar, Lounge und gemüt­li­chem Wohnzimmer ein zentraler Treff­punkt. Die Bar bietet bayri­sche Bier­spe­ziali­täten und klas­si­sche Cock­tails sowie kleinere Gerichte an. In der oberen Etage – über den Dächern von Ingol­stadt – kann man sich im hotel­ei­genen Spa entspannen, das mit rohen Hölzern, alten Stämmen und unbe­handeltem Stein ein besonderes Ambi­ente besitzt. Auch der schön ange­legte Garten mit drei kolos­salen Stein­statuen von den Oster­in­seln ist ein idealer Ort, um den Tag bei einem Drink ausklingen zu lassen.

Mit dem Fahrrad von Ingol­stadt nach Regensburg

84 km | 5:00 h

Die Tour beginnt auf einem Schot­terweg Rich­tung Groß­meh­ring, der nur an der Auto­bahnbrücke kurz unter­bro­chen ist.

Weiter geht es von dort auf dem Damm nach Vohburg. Der Ort, der immer noch von einer Burg­ruine beherrscht wird, bietet sich für einen ersten Stopp an. Weiter geht es über Dünzing und Wacker­stein nach Pförring. Unweit hiervon liegen die Reste des römi­schen Kastells Celeusum, das vor 2.000 Jahren den Limes sichern sollte. Bis zur nächsten Donaubrücke geht es über Schotter, bis man nach Bad Gögging mit seinen Schwefelquellen kommt. Bei Weltenburg kommt man zum Donaudurch­bruch mit seinen senk­rechten Felsen.

Bad Gögging

Erho­lung in den Limes-Thermen
Bereits die Kelten sollen die Schwefelquellen bei Bad Gögging genutzt haben – zu kulti­schen Zwecken. Sicher ist, dass die Römer den Ort zum Bad ausge­baut haben, an dem sich die geplagten Limes-Soldaten erholen konnten. Es dauerte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, ehe der Bade­be­trieb wieder aufge­nommen wur­de. Im heutigen Gast­haus Alter Wirt konnten zu Zeiten des Wildbads Gögging Badekuren genommen werden. Heute stehen dort die Limes-Thermen mit 1.000 Quad­r­at­me­tern Wasser­fläche und vielen Anwendungen rund um Schwefel­wasser und Natur­moor. Auch Radfahrer sind will­kommen.

Donaudurch­bruch

Senk­rechte Felsen, drama­ti­sche Land­schaft
Bei Weltenburg hat sich die Donau über eine Länge von fünf Kilome­tern einen Weg durch das Kalkge­birge des Fränki­schen Jura gebro­chen. Der Abschnitt gehört zu den eindrucksvollsten Fluss­landschaften Deutsch­lands. Die Felsen sind senk­recht und fast 100 Meter hoch. In den Klippen wachsen wärm­eliebende Pflanzen, die sonst nörd­lich der Alpen selten sind. Die Schön­heit des Flus­stals war schon früh bekannt. 1720 wur­de bei Weltenburg eine barocke Kloster­kirche gebaut. Von dort kann man den Donaudurch­bruch am besten bewundern und anschließend in der Gast­stätte einkehren.
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Regensburg

Mittelalterliche Stadt mit studentischem Flair

Die freie Reich­stadt an der Donau gehört zu den schönsten Städten Deutsch­lands. Kirchen, Geschlech­tertürme und mittel­alter­liche Patri­zi­er­häuser prägen das Stadt­bild.

Die Stadt wirkt dennoch nicht museal – dafür sorgen das reiche Kulturleben und eine Univer­sität. Als römi­scher Armee­platz gegründet, erlebte die Bischofs­stadt im 12. und 13. Jahr­hun­dert eine Blüte und wur­de zur bevöl­ke­rungs­reichsten Stadt Süddeutsch­lands. Von den über 1.500 denkmalge­schützten Gebäuden sind fast 1.000 im histo­ri­schen Kern, der von der UNESCO als Welt­kultur­erbe ausgezeichnet wur­de. Damit ist Regensburg die größte mittel­alter­liche Stadt­anlage nörd­lich der Alpen.

Zu Gast in einem Barockhaus in der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Mitten in der Regensburger Altstadt, wenige Gehmi­nuten vom Dom und der Steinernen Brücke entfernt, liegt ein Tradi­ti­ons­re­stau­rant, dessen Innenraum seit 1896 fast unve­r­ändert geblieben ist. Dar­über erstreckt sich ein weit­läufiges Barockhaus, das im Zuge einer aufwän­digen Restau­rie­rung in ein Hotel umge­wandelt wur­de.

Die Stuck­de­cken und antiken Dielenböden sind original, ebenso die baro­cken Türstöcke über drei Etagen. Jedes der Zimmer im alten und neuen Teil des Hauses ist unter­schied­lich und origi­nell einge­richtet. So findet man hier antikes Mobiliar, Kronleuchter, alte Schrankkoffer und Himmel­betten. Die Dachzimmer des 4. und 5. Stockwerks ermög­li­chen vielerlei Ausblicke über die Türme Regenburgs. Ein Lift ist bis zum 4. Stock ist vorhanden.

Baye­ri­scher Wald

Größter Urwald Mittel­eu­ropas
Das dünn besiedelte Waldgebirge im Osten Bayerns bildet zusammen mit dem Böhmer­wald das größte zusam­menhängende Waldgebiet in Mittel­eu­ropa. Zahlreiche Wander- und Skirouten führen durch urwald­ar­tige Hochwälder zu einsamen Berg­seen, entlegenen Kirchdörfern und verlas­senen Burgen. Höchster Berg ist mit 1.457 Metern der Arber, einer der schönsten Aussichts­punkte von ganz Bayern. Vom Arbersee an seinem Fuß führt eine Seil­bahn durch wilden Urwald bis zum Gipfel. Wer mehr Lust auf Städte hat, kann das eine Stunde entfernte Regensburg besu­chen, das mit seinen mittel­alter­li­chen Türmen, Kirchen und Häusern zu den schönsten Städten Deutsch­lands gehört.

Mit dem Fahrrad von Regensburg nach Straubing

57 km | 3:30 h

Durch die Vororte von Regensburg geht es nach Schwa­belweis und weiter an Tümpeln und einem Auwald vorbei nach Terger­heim.

Nach einem kurzen Schot­ter­stück kommt man nach Donaustauf. Hoch über dem Ort liegt eine Burg, die im 30-jährigen Krieg zerstört wur­de. Das bekann­teste Bauwerk aber ist schon von weitem sichtbar: die Wallhalla, ein präch­tiger Marmor­tempel, der auf einem Hügel thront. Der Radweg verläuft weiter zwischen Fluss und Land­straße, mal auf dem Hoch­was­serdamm, mal auf einem eigenen Weg. Nach Unterque­rung einer Brücke geht es weiter zur Wallhalla. Über Wörth an der Donau gelangt man schließ­lich nach Straubing.

Wallhalla

Der „Ruhmes­tempel der Deut­schen“
Nach den Napoleo­ni­schen Kriegen wur­de Deutsch­land von einer Welle des Natio­nalismus erfasst. Dass zuvor der baye­ri­sche Kurfürst und der Rheinbund mit den Franzosen paktiert hatten, wur­de jetzt als tiefe Schmach empfunden. Überall in Deutsch­land wur­de nach natio­naler Iden­tität gesucht – in Märchen, in der Sprache und der gemein­samen Vergan­gen­heit. Auch Ludwig I. von Bayern ließ eine Serie von Marmorbüsten „rühm­lich ausgezeichneter Teut­scher“ erschaffen. In der Wallhalla, dem „Ruhmes­tempel der Deut­schen“, fand seine Samm­lung schließ­lich Platz. Der knapp 50 Meter lange Bau auf einem Hügel über der Donau ist dem Athener Part­henon nach­empfunden. Im nörd­li­chen Giebelfeld ist die Schlacht im Teuto­burger Wald darge­stellt; auf der Südseite „Teutsch­lands Befreyung im Jahr 1814“. In der Mitte Germania, der sich huldigend die Teil­staaten nähern.

Wörth an der Donau

Wo das Heilige Römi­sche Reich beer­digt wur­de
Hoch über den Dächern der Altstadt von Wörth thront auf einem Hügel das Wahrzei­chen der Stadt. Das Wörther Schloss ist voll­ständig erhalten und gehört zu den großen histo­ri­schen Gebäuden der Ober­pfalz. Ursprüng­lich war es eine Fliehburg; die Regensburger Fürst­bi­schöfe, denen es 900 Jahre lang gehörte, bauten es zu einem Residenzschloss um. 1806 stand das Schloss einmal im Fokus der Welt­ge­schichte, als im Rondell­zimmer die Unterwer­fungs­urkunde 16 deut­scher Fürsten unter Napoleon unterzeichnet wur­de. Damit war das Ende des Heiligen Römi­schen Reichs Deut­scher Nation besiegelt.
H

Straubing

Reiche Ackerbürger am Fuß des Bayerischen Waldes

Straubing liegt am Fuß des Baye­ri­schen Waldes, umgeben von einer fruchtbaren Ebene, dem Gäuboden, der auch die Kornkammer Bayerns genannt wird.

Der Altstadt merkt man an, dass ihre Bewohner reich und selbst­bewusst waren. Die breite Markt­straße wird gesäumt von Prachtbauten aus der Spätgotik bis hin zum Barock. Vor allem der acht­stö­ckige Stadt­turm aus dem 14. Jahr­hun­dert war ein nicht zu über­se­hendes Macht­symbol. Wer ihn besteigt, hat eine schöne Aussicht über die Stadt und die Befes­tigungs­anlage. Hinter den Äckern des Gäubo­dens sieht man die Höhen­züge des Baye­ri­schen Waldes.

Zu Gast in einem Hotel in Straubing

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das zentral gelegene, famili­en­geführte Hotel in Straubing verkörpert Tradi­tion, Gastfreundschaft und Wohlfühl­atmo­sphäre.

Jedes der Zimmer ist in einem individu­ellen, eleganten und dennoch wohn­li­chen Stil gestaltet. Am Morgen sorgt ein reichhal­tiges Früh­stück mit Wurst­waren aus eigener Herstel­lung für einen guten Start in den Tag. Abends werden im Restau­rant haus­gemachte Speziali­täten serviert. Bei schönem Wetter lockt der Biergarten, in dem man unter Schatten spen­denden Kasta­ni­enbäumen ein frisch gezapftes Bier und eine herzhafte Brot­zeit genießen kann. Für Entspan­nung sorgt auch das haus­ei­gene SPA, das – ganz in Holz gehalten – mit einer Finni­schen Sauna und einer Infrarot-Sauna aufwartet.

Mit dem Fahrrad von Straubing nach Deggen­dorf

43 km | 3:00 h
Der Stre­cken­ab­schnitt führt durch eine fruchtbare Ebene am Fuß des Baye­ri­schen Waldes. Zwischen den Äckern und Feldern sorgen vor allem die Städte für Abwechs­lung, darunter Bogen und Metten. Teilweise geht der Radweg über Schotter. Nach Pfel­ling bleibt er bis Deggen­dorf am linken Donauufer.

Bogen

Klein­stadt am Bogenberg
Das Städt­chen mit weniger als 10.000 Einwoh­nern liegt hoch­was­ser­si­cher am Bogenberg, weshalb die Gegend schon mindes­tens seit 4.000 Jahren besiedelt ist. Wer sich die Mühe macht, auf den Bogenberg zu gehen, wird mit einer schönen Aussicht über die Fluss­landschaft belohnt. Oben steht eine Wall­fahrts­kirche aus dem 15. Jahr­hun­dert, die im 18. und 19. Jahr­hun­dert über­formt wur­de. Zu Pfingsten findet dort die tradi­tionelle Wall­fahrt statt, die von einer 15 Meter langen Kerze angeführt wird. Etwas nordwest­lich liegt die ehema­lige Kloster­kirche St. Peter und Paul, die eben­falls einen Besuch lohnt.

Metten

Baye­ri­sches Urkloster
Der kleine Ort verdankt seine Bekannt­heit der Benedikti­ner­abtei, die im 8. Jahr­hun­dert gegründet wur­de und damit zu den baye­ri­schen Urklöstern gehört. Man erkennt sie von weitem an ihrem markanten Doppelturm. Prunk­stück des Benedikti­n­erklos­ters ist die Barockbibliothek mit rund 200.000 Bänden. Sie ist für Besu­cher geöffnet. Führungen durch die Mettener Abtei werden ange­boten. Zum Kloster gehören ein Gymnasium mit Internat und verschiedene Handwerks­be­triebe.
I

Deggendorf

Tor zum Bayerischen Wald

Die Stadt liegt stra­tegisch günstig: an einem natür­li­chen Donauübergang in der Nähe der Einmündung der Isar und am Fuß des Baye­ri­schen Waldes.

So entwi­ckelte sich nach der Gründung der Sied­lung um 1.000 nach Christus schnell eine Stadt mit einem vitalen Markt und wohlha­benden Bürgern, die mit einem doppelten Mauerring gesi­chert wur­de. Bereits 1535 konnte man sich ein repräsenta­tives Rathaus leisten. Anfang 2013 wur­de Deggen­dorf von einem verhee­renden Hoch­wasser heimge­sucht. Über 6.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, tiefliegende Orts­teile wie Fischerdorf wurden völlig über­schwemmt. Danach wur­de der Hoch­was­ser­schutz für die Stadt komplett über­arbeitet.

Zu Gast in einem Hotel in Deggendorf

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Stadt­hotel liegt zentral in Deggen­dorf wenige Hundert Meter von der Donau entfernt. Jedes der Zimmer ist in einem gediegenen Stil individuell einge­richtet. Mor­gens wird ein niederbaye­ri­sches Früh­stück ange­boten, das tradi­tionelle Restau­rant serviert moderne baye­ri­sche Küche in der Gast­stube oder im Biergarten.

Für die Entspan­nung nach einem erleb­nis­rei­chen Tag stehen der Skypool und eine Sauna­landschaft mit finni­scher Sauna und Dampfsauna zur Verfügung.

Mit dem Fahrrad von Deggen­dorf nach Passau

58 km | 3:30 h

Zum Schluss zeigt sich die Donau noch einmal von ihrer schönsten Seite. Bei Hofkir­chen wird das Tal eng und der Radweg verläuft bis Passau unmit­telbar am Fluss entlang.

Erster schöner Ort auf der Strecke ist Winzer, dessen Name von dem latei­ni­schen Wort „vinitor“ für „Winzer“ abge­leitet ist. Tatsäch­lich gab es hier bis ins 19. Jahr­hun­dert Weinbau. Danach kommt man durch Flintsbach mit seinem Ziegel- und Kalkmuseum. Über Hofkir­chen und Hilgartsberg erreicht man Vilshofen, die „kleine Drei­flüs­se­stadt“ und schließ­lich über Windorf und Schalding in die große Drei­flüs­se­stadt Passau.

Vilshofen

Stadt des poli­ti­schen Ascher­mit­t­wochs
Die Donau­stadt an den Zuflüssen Vils, Pfud­rach und Wolfach heißt auch „Kleine Drei­flüsse-Stadt“ in Anleh­nung an das gut 20 Kilometer östlich gelegene Passau. Bekannter ist Vilshofen als Ort des poli­ti­schen Ascher­mit­t­wochs. Das Spektakel hat eine lange Tradi­tion. Bereits um 1580 kamen am Rand des Vilshofener Vieh­marktes am Ascher­mit­t­woch Bauern zusammen, um die könig­lich baye­ri­sche Politik zu diskutieren. Diese Tradi­tion wur­de vom Bauernbund 1918 wieder­aufge­nommen und nach dem Zweiten Welt­krieg von der CSU fortge­setzt. Sehens­wert ist der Wolfer­s­tetter Keller, wo früher die CSU ihren Ascher­mit­t­woch abhielt und heute die SPD tagt. Daneben gibt es  noch die Katholi­sche Kirche St. Johannes Baptist. Die meisten anderen histo­ri­schen Gebäude sind einem Stadt­brand 1794 zum Opfer gefallen.
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Passau

Bischofsresidenz an Donau und Inn

Die Bischofsresidenz liegt male­risch auf einer Halb­insel vor dem Zusam­menfluss von Donau und Inn. Enge Gassen und Treppen durch­ziehen die Altstadt, deren Häuser mit ihren flachen Dächern beinah italie­nisch wirken.

Sehens­wert in der 200 n.Chr. gegründeten Stadt sind vor allem der Dom mit seiner eigentümlichen Kombi­na­tion aus Spätgotik und Barock und der Residenz­platz mit seinen alten Patri­zierhäusern.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Passau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das denkmalge­schützte Haus von 1902 liegt ruhig und zentral in der Altstadt von Passau mit Blick über die Donau. Heute beherbergt es ein familiär geführtes Boutique-Hotel, das eine gelun­gene Mischung aus alten und neuen Stil­ele­menten präsen­tiert.

Im Zuge einer grund­legenden Renovie­rung wurden die insge­samt 16 Zimmer individuell in vorwiegend hellen Natur­tönen und mit Holzböden gestaltet; jedes verfügt über eine Kaffee- und Teesta­tion. Zum Früh­stück à la carte werden frische Zutaten von ausge­wählten Partnern aus der Region gereicht.

Drei­flüs­seeck

Dreifarbiger Zusam­menfluss von Donau, Inn und Ilz
Zu Füßen der Burg Nieder­haus fließt zunächst, fluss­abwärts betrachtet, die Ilz von links in die Donau und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Das Wasser des Inns, das von den Alpen kommt, ist grün, das der Donau blau und das der aus einem Moorgebiet kommenden Ilz schwarz, sodass die Donau ein längeres Stück nach dem Zusam­menfluss alle drei Wasserfarben aufweist. Wer genau hinsieht, bemerkt, dass der Inn deut­lich mehr Wasser führt als die Donau. Der vereinte Fluss müsste also im weiteren Verlauf streng genommen Inn heißen.

Veste Ober­haus

Trutzburg der Passauer Bischöfe
Mit 65.000 Quad­r­at­me­tern umbauter Fläche gehört die ehema­lige Trutzburg der Passauer Fürst­bi­schöfe zu den größten und mäch­tigsten Burg­anlagen Europas. Gegründet 1219 und über Jahrhunderte erwei­tert, ist die Veste Ober­haus ein impo­santes euro­päi­sches Kultur­denkmal. Oben hat man den besten Blick auf die Stadt. Innen befinden sich heute das Passauer Stadt­museum und die Neue Galerie. Ein Wehrgang verbindet die Veste Ober­haus mit der Veste Nieder­haus auf der Landzunge zwischen Donau und Ilz.

Dom St. Stephan

Barocke Kirche der Super­la­tive
Schon seit dem Früh­m­it­tel­alter wurden an der Stelle des heutigen Doms mehrmals Bischofs­kir­chen errichtet. Die heutige Gestalt von St. Stephan stammt aus den Jahren 1668 bis 1693, als nach dem Stadt­brand von 1662 nur noch der spätgo­ti­sche Ostteil des Bauwerks erhalten war. Mit dem Wie­der­auf­bau wur­de der ita­lie­ni­­sche Meis­ter Car­lo Lura­go beauf­­tragt, der einen baro­cken Neubau an den noch erhal­tenen Teil anbaute. Entstanden ist dadurch der größ­te baro­cke Kir­chen­in­­nen­raum nörd­­lich der Alpen und die bedeu­­tends­te Baro­ck­kir­che ita­lie­ni­­scher Prä­gung auf deut­­schem Boden. Einen weiteren Super­lativ bildet die Orgel von 1928: Sie besteht aus 17.974 Pfeifen, die sich auf fünf Teil­or­geln mit 233 Registern verteilen, die einzeln oder zusammen gespielt werden können.

Passau

Passau

4 km | 8 Minuten
16 Tage
ab 1.499,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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