Mit dem Fahrrad von Aachen nach Trier: Auf Bahntrassen und dem Kyllradweg durch die Eifel - Deutschland
Auf der Vennbahn

Mit dem Fahrrad von Aachen nach Trier

Auf Bahntrassen und dem Kyllradweg durch die Eifel

Die Eifel ist eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands. Für Radfahrer war die bucklige Welt eher mühsam. Doch seit einiger Zeit gibt es eine grandiose Fernradstrecke. Die alte Bahntrasse zwischen Aachen und Luxemburg ist zu einem Radweg umgebaut. Im zweiten Teil der Tour folgt die Tour dem Flüsschen Kyll von seiner Quelle bis zur Mündung bei Trier. Abseits der Straßen erlebt man die wundervolle Stille einer archaischen Vulkanlandschaft.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Aachen

Aachen

3 km | 11 Minuten
A

Aachen

Kaiserdom und heiße Quellen

Bereits die Römer schätzten die heißen Quellen vor Ort. Wirk­lich bedeu­tend wur­de der Ort aber erst 800 Jahre später unter Karl dem Großen.

Im Mittel­punkt der Kaiser­stadt erhebt sich der Dom, der als erstes deut­sches Bauwerk zum Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Am ältesten ist der acht­e­ckige Mittelbau, der unter Karl dem Großen um 800 errichtet wur­de. In der Pfalz­ka­pelle wurden mehr als 30 deut­sche Könige gekrönt. Unter der mosa­ikge­schmückten Kuppel befinden sich der Marmor­thron Karls des Großen und ein Radleuchter, der von Fried­rich Barba­rossa gestiftet wur­de. Wegen dieser Historie und seiner Grenz­nähe gilt Aachen als Euro­pa­stadt, in der viele grenzübergrei­fende Initia­tiven begonnen wurden.

Zu Gast in einem Hotel in Aachen

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel mit Klink­er­fas­sade steht im Herzen von Aachen an einer Stelle, an der schon – mögli­cherweise seit dem 9.

Jahr­hun­dert – eine ehema­lige Pilger­herberge gestanden hat. Zehn individu­elle, in harmo­ni­schen Farben einge­rich­tete Zimmer stehen zur Verfügung, die größ­ten­teils eine beein­dru­ckende Aussicht auf die Altstadt haben. Im Früh­s­tücks­saal im Erdge­schoss wird jeden Morgen ein frisches Buffet ange­richtet. Wenige Schritte entfernt liegt der Aachener Rathaus­platz mit seinen zahlrei­chen Cafés, Restau­rants und Einkaufsmög­lichkeiten.

Eifel

Feuer, Wasser, Luft und Erde
Die deut­sche Mittelgebirgs­landschaft der Eifel erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5.300 Quad­ratki­lome­tern zwischen Aachen, Koblenz und Trier. Im Nord­osten läuft sie in die Niederrhei­ni­sche Bucht aus, wird weiter südlich durch Rhein- und Moseltal begrenzt und erstreckt sich im Westen bis in die Ardennen. Über Jahrmil­lionen haben die verschiedenen Elemente hier eine einzig­ar­tige Land­schaft geschaffen: flussdurch­zogene Täler und weite Grün­flächen, Heide und Hoch­mo­orgebiete, erlo­schene Vulkan­kegel und lang­gezogene Berg­rü­cken prägen die Szenerie. 
An die bewegte Geschichte der Region erin­nern zahlreiche Baudenkmäler, darunter Schlösser und Burgen sowie Kirchen und Klöster.

Lüttich

Wallo­ni­sche Wiege der Stahl­indu­s­trie
Die zweitgrößte Stadt Wallo­niens ist durch die Indu­s­triali­sie­rung im frühen 19. Jahr­hun­dert geprägt. Bereits im 18. Jahr­hun­dert entwi­ckelte sich Lüttich zu einer Wiege der euro­päi­schen Kohle- und Stahl­indu­s­trie. Die Stadt ist jedoch viel älter. Die Römer nannten die kelti­sche Sied­lung Leodicum. Ab dem 8. Jahr­hun­dert regierte ein Bischof die Stadt. Die Herr­schaft der Fürst­bi­schöfe wur­de erst 1789 beendet, als es in Verbindung mit dem Sturm auf die Bastille zur Lütti­cher Revo­lu­tion kam. Eines der ältesten Viertel ist das Carré. Mit seinen zahlrei­chen Restau­rants, Shops und Bars ist es heute das pulsierende Herz von Lüttich. Tags­über kann man in den belebten Straßen des Vier­tels flanieren und shoppen. Nachts über­nehmen die Partybe­geis­terten und Barhopper.

Limbourg

Kultur­erbe am Fuß der Ardennen
Das 5000-Einwohner-Städt­chen in der Provinz Lüttich gehört zu den schönsten in Wallo­nien. Es liegt an der belgi­schen Weser am Fuß der Ardennen. Aus seiner Zeit als Haupt­stadt des Fürst­bistums Limbourg hat es eine mäch­tige Festung und eine schöne Altstadt. Wer einen Spaziergang durch die Gassen rund um den mit Weserkie­seln gepflas­terten Platz Saint-Georges macht, fühlt sich leicht in eine andere Zeit versetzt.

Mit dem Fahrrad von Aachen nach Mons­chau

53 km | 3:30 h

Über ein Jahr­hun­dert lang war die Venn­bahn die eiserne Verbindung zwischen Aachen und dem Norden Luxemburgs, nun gehört sie zu den längsten grenzüber­schrei­tenden Bahntras­senrad­wegen Europas.

Die erste Etappe der Venn­bahn führt Sie von der Kaiser­stadt Aachen steigungs­frei durch eine idylli­sche Eifel­landschaft bis in das ehema­lige Tuchma­cher­städt­chen Mons­chau. Städ­ti­sches Treiben und Verkehr werden ab Bahnhof Rothe Erde schnell von einer ruhigen Vorstad­t­idylle abge­löst. Die ehema­lige Abtei­stadt Korneli­münster wartet mit einer mittel­alter­li­chen Kulisse auf, und in Walheim lassen sich am Bahnhof noch alte Diesel­loks bestaunen. Durch eine Wald- und Wiesen­landschaft führt die Etappe weiter bis zum alten Bahnhof in Raeren. Auf dem teilweise noch beste­henden Schie­nen­netz trifft man am alten Raerener Bahnhof auf stumme Zeugen vergan­gener glor­rei­cher Eisen­bahn­tage, und das in der Wasser­burg beheima­tete Töpferei­museum zeugt noch heute von der Blütezeit Raerener Brennmeister, deren Waren weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervor­ra­genden Ruf genossen. Durch den Wald im deutsch-belgi­schen Grenzgebiet geht es weiter in Rich­tung Roetgen, dem „Tor zur Eifel“. Es beginnt ein Wech­sel­spiel der Grenzver­läufe sonder­glei­chen. Mehrere Male durch­quert die Venn­bahn auf dieser Etappe deut­sches und belgi­sches Terri­to­rium. Die Waldkulisse nimmt ein wenig ab und in Rich­tung Lammersdorf und Konzen wird sich manch einer an die Schweiz erin­nert fühlen. Mit diesen Eindrü­cken erreicht man schließ­lich die ehema­lige Tuchma­cher­stadt Mons­chau mit ihren prachtvoll erhal­tenen Fach­werkhäusern.

Ardennen

Raues Gebirgs­pla­teau im Süden Belgiens
Der Name stammt vom Kelti­schen 'Wort für „Hoch­land“ ab: Ardu­enna. Tatsäch­lich sind die Ardennen ein raues und wald­rei­ches Gebirgs­pla­teau im Süden Belgiens. Nach Osten gehen sie ohne eine natür­liche Grenze in die Eifel über. Nach Norden flachen sie gen Lüttich ab. Der höchste Punkt liegt im Hohen Venn, einem Hoch­moor nahe der deut­schen Grenze, bei knapp 700 Metern über dem Meer. Dass die Ardennen nur dünn besiedelt sind, liegt nur teilweise am rauen Klima. Zur Entvöl­ke­rung haben auch die Kriege zwischen Frank­reich und den Habsburgi­schen Nieder­landen beige­tragen. Im 20. Jahr­hun­dert rückte die deut­sche Armee zweimal gegen Frank­reich vor. Beidemale waren die Ardennen das Aufmarschge­biet. Zeug­nisse der Kämpfe sind bis heute zu finden.

Korneli­münster

Von der Reichs­abtei zu Aachens schönstem Stadt­teil
Korneli­münster liegt im Tal der Inde und ist Aachens male­rischster Stadt­teil. Im Zentrum des Orts liegt St. Korne­lius, eine fünf­schiffige Kirche im goti­schen Baustil. Sie war ursprüng­lich die Kloster­kirche der Reichs­abtei Korneli­münster und wur­de durch die in ihr aufbe­wahrten Christusreliquien zum Ziel zahlrei­cher Wall­fahrten, besonders während der alle sieben Jahre stattfin­denden Heiligtumsfahrt Korneli­münster. Der histo­ri­sche Orts­kern ist bis heute fast voll­ständig erhalten geblieben und lädt zum Bummeln und Verweilen ein.
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Monschau

Bilderbuchstädtchen am Fuß des Nationalparks

Das histo­ri­sche Städt­chen im engen Rurtal hieß bis 1918 Montjoie und ist das Tor zum Natio­nal­park Hohes Venn-Eifel.

Viele Besu­cher kommen allerdings auch wegen des Stadt­bildes: Die schmalen Gassen sind gesäumt von  krummen Schiefer- und Fach­werkhäusern wie aus dem Bilder­buch. Hoch oben über dem Städt­chen liegt die Burg Mons­chau, die einen Besuch schon wegen der schönen Aussicht wert ist. Sehens­wert ist vor allem das Rote Haus, der ehema­lige Stamm­sitz der Textil­indu­s­tri­el­len­fa­milie Schei­bler.

Zu Gast im ältesten Hotel von Monschau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das älteste Hotel Mons­chaus liegt in einem histo­ri­schen Gebäude der Altstadt direkt neben der Rur. Das Restau­rant mit offenem Kamin bietet gutbürger­liche Küche.

Im urigen Brau­keller gibt es verschiedene Sorten Fassbier, darunter ein paar inter­essante belgi­sche Marken. Auf der Sonnen­ter­rasse mit „Venedig-Blick“ an der Rur kann man entspannen oder Apfel­strudel essen.

Fahr­rad­tour ins Hohe Venn

Kombi­nierte Rad- und Wander­tour durch Moor und Heide
Von Mons­chau aus kann man verschiedene Radtouren ins Hohe Venn unter­nehmen. Unser Vorschlag führt zunächst ins Brackvenn, eine stille Moor- Heide- und Wald­landschaft. Dort kann man auf dem Wander­park­platz Naht­sief das Fahrrad stehen lassen und über Holz­stege tiefer ins Moor gehen.

Mit dem Fahrrad von Mons­chau nach Kronenburg

55 km | 4:00 h

Vom alten Bahnhof von Mons­chau geht es vorbei an Mützenich, einer ehema­ligen Schmugg­ler­hoch­burg, und über das Viadukt von Reichen­stein, welches einen wunderbaren Ausblick auf die Umge­bung bietet und für einen Hauch von Abenteuer sorgt.

In Kalter­herberg führt die Etappe wieder auf belgi­sches Gebiet und vorbei an der deut­schen Exklave „Ruitzhof“. Die einzig­ar­tige Heide­landschaft kündigt den Natur­park Hohes Venn-Eifel an, den man auf diesem Abschnitt passiert. Dieses faszi­nierende Hoch­mo­orgebiet sorgt als gigan­ti­scher Wasser­spei­cher dafür, dass es zahlreiche Bach­läufe und Flüsse zu über­brü­cken gibt. Vorbei am hervor­ra­gend erhal­tenen Bahn­hofsgebäude von Sourbrodt bahnt sich die Venn­bahn-Trasse ihren Weg zwischen den beiden Seen von Robertville nach Bütgenbach. Bei Bütgenbach verlässt man die Bahntrasse und fährt auf Nebentras­sen in den Grenzort Losheimergr­aben, wo genau auf der deutsch-belgi­schen Grenze die Kyll entspringt. Der Kyll folgt man ein kurzes Stück und ist bald in Kronenburg.

Birgel

Histo­ri­sche Wassermühle
Das Dorf im Natur­park Vulkan­eifel an der oberen Kyll ist vor allem wegen seiner histo­ri­sche Wassermühle aus dem 13. Jahr­hun­dert inter­essant. Ange­schlossen ist ein Mühl­enmuseum mit Schneide-, Öl- und Senfmühle und Schnapsbren­nerei. Das Restau­rant eignet sich für eine Pause.

Hohes Venn

Hoch­moor im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutsch­land
Südlich von Aachen erhebt sich eine schildför­mige Hoch­fläche im Grenzgebiet von Belgien und Deutsch­land. Große Flächen sind als Hoch­moor ausgebildet, wovon sich auch der Name ableitet: Venn oder Fenn ist ein nieder­ländi­sches Wort für Moor. Die höchste Stelle liegt mit 694 Metern über dem Mee bei Botrange. Ungefähr ein Zehntel des 600 Quad­ratki­lometer großen Areals ist heute unter Natur­schutz gestellt.

Malmedy

Hübsche Klein­stadt am Fuß des Hohen Venns
Das franzö­sisch­spra­chige Städt­chen mit 10.000 Einwoh­nern duckt sich im Schatten seiner Kathedrale und Kloster­gebäude. Rund um den zentralen Platz gibt es nette Cafés und Geschäfte zum Bummeln. Wegen seiner Lage am Fuß des Hohen Venns ist es auch Ausgangs­punkt für Wande­rungen und Moun­tai­nbike-Touren. Das Museum Baugnez ’44 gilt als eines der besten und inter­essan­testen zur Arden­nen­offensive 1944, die ein letztes Aufbäumen der Nazi-Diktatur gegen die bevor­ste­hende Nieder­lage war.
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Kronenburg

Eifeldorf auf der Grenze

Das 400-Seelen-Dorf liegt weitab der Ballungs­gebiete zwischen Schnee-Eifel und Zitter­wald im deutsch-belgi­schen Grenzgebiet.

Es wur­de vor über 700 Jahren von einem Eifler Ritter­ge­schlecht begründet. Seither wech­selten die Herr­schaften. Mal gehörte es zu Luxemburg, bis 1715 stand es unter spani­scher Herr­schaft, weshalb die Region bis heute „Spani­sches Ländchen“ genannt wird. Unter Napoleon wur­de es franzö­sisch, nach 1815 meck­lenburgisch und schließ­lich preußisch. Im nahe gelegenen Kornenburger See kann man baden.

Zu Gast im Burghaus zu Kronenburg

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das roman­ti­sche Hotel ist auf zwei Gebäude verteilt: das Burghaus an der histo­ri­schen Ruine und die Villa, die an die alte Stadt­mauer geklebt ist.

Von der Terrasse hat man einen tollen Blick über das obere Kylltal. Mit einem Bummel durch den Ort ist man schnell fertig. Aber dafür sind im Deutsch-Belgi­schen Natur­park Hohes Venn viele Outdoor-Sport­arten möglich. Im Kronenburger See kann man Angeln und Baden, in der zauber­haften Umge­bung kann man wandern und radeln.

Mit dem Fahrrad von Kronenburg nach Kyll­burg

56 km | 3:30 h

Stän­dige Begleiter sind die Kyll, der längste Fluss der Eifel, und die Bahnlinie Köln-Trier. Die insge­samt nur leicht hüge­lige Strecke führt vorbei an zahlrei­chen Burgen und beschau­li­chen Eifel­dörfern.

Vorherr­schende Land­schaft ist die Wald­eifel, die viele Wanderer und Radfahrer anlockt. Sehens­wert ist Gerol­stein, das sich für eine Pause eignet.

Hille­s­heim

Spaziergang auf der Stadt­mauer
Der histo­ri­sche Orts­kern von Hille­s­heim ist von einer gut erhal­tenen und restau­rierten Stadt­mauer aus dem 13. Jahr­hun­dert umgeben. Sie ist über einen Wehrgang begehbar. Im Jahr 943 erstmals urkund­lich erwähnt, wur­de in den Jahren 1250 bis 1280 von Johann I. von Reiffer­scheid, einem Nach­kommen Karls des Großen, ein Kloster gebaut. Das Stadt­gebiet von Hille­s­heim ist nahezu kreisrund, vom histo­ri­schen Stadt­kern aus brei­tete es sich in alle Rich­tungen aus.

Kasselburg

Zentrum eines Adler- und Wolfsparks
Die Burg aus dem 12. Jahr­hun­dert thront auf einem fast 500 Meter hohen Basalt­stock am Rand der Vulkan­eifel. Charak­te­ris­tisch ist der 37 Meter hohe Doppelturm, der Besu­chern offen steht und eine gute Aussicht auf die Umge­bung bietet. Die Burg ist Teil des Adler- und Wolfsparks Kasselburg. Verschiedenen Greifvögel werden in Käfigen gehalten, die dem alten Gemäuer der Kernburg einge­passt wurden. Täglich findet eine Fütte­rung der Timberwölfe und an manchen Tagen auch eine Greifvogel-Flug­schau statt.

Gerol­stein

Mine­r­alquelle am Fuß der Gerol­steiner Dolo­miten
Die Klein­stadt an der Kyll ist bekannt für ihre Mine­r­alquelle, die bereits von den Kelten genutzt wur­de. Die Sied­lung geht wohl zurück auf die Burg Gerhards­stein aus dem 11. Jahr­hun­dert, die heute Löwenburg heißt und in Ruinen liegt. Inter­essant ist die Umge­bung: Gerol­stein liegt am Fuß der Gerol­steiner Dolo­miten, die ein Teil der Vulkan­eifel sind. Dort gibt es einen Felsenweg, der zu einem schönen Aussichts­punkt führt.
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Kyllburg

Sommerfrische in der Waldeifel

In der Hoff­nung, das Himmelreich zu erwerben, schenkten fromme Adelige im Jahr 800 ihre Lände­reien rund um Kyll­burg dem Abt von Prüm.

400 Jahre war die Herr­schaft auf den Trierer Erzbischof übergegangen, der zum Schutz seines Bistums die Kyll­burg anlegen ließ. Sie bestand aus einer Ringmauer und einem wuch­tigen Bergfried, der noch heute steht und die beste Aussicht über die Stadt und das Umland bietet. Mit der Fertig­stel­lung der Eifel­bahn von Köln nach Trier begann im 19. Jahr­hun­dert der Tourismus. Kölner und Düsseldorfer pflegten in der Wald­eifel ihre Sommer­fri­sche. Die meisten Besu­cher kamen jedoch aus den Nieder­landen. Eine Zeit­lang wur­de sogar der Geburtstag der holländi­schen Königin mit einem Fackelzug durch die Altstadt­gassen begangen. Nach einem jahrzehn­te­langen Dornrö­sc­henschlaf erlebt der lokale Tourismus durch den Kyllradweg eine neue, beschei­dene Blüte.

Zu Gast im Eifeler Hof

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Luxus­hotel ist eng verbunden mit dem Aufstieg Kyll­burgs zur rhei­nisch-nieder­ländi­schen Sommer­fri­sche.

Bereits 1880 – drei Jahre nach Fertig­stel­lung des Bahn­hofes – eröffnete das Gast­haus Schulte. Vor Beginn des ersten Welt­kriegs hatte es über 130 Zimmer, verteilt auf mehrere Gebäude. 1919 beherbergte es einen US-Mili­tär­stab und nach dem 2. Welt­krieg das franzö­si­sche Militär. Versuche, das Hotel für den Tourismus mit Hallenschwimmbad und Kegel­bahn wieder zu beleben, schei­terten und endeten in der Insolvenz. Erst 2019 wur­de das Hotel wieder eröffnet und beherbergt seitdem viele Radfahrer.

Mosel

Romantik und Wein in einer uralten Kultur­landschaft
Der längste Nebenfluss des Rheins entspringt in den Vogesen, bildet eine Weile die Grenze zwischen Luxemburg und Deutsch­land, und mäandriert dann gemäch­lich in einem tief einge­schnit­tenen Tal durch die wald­rei­chen Mittelgebirge Eifel und Hunsrück. Der Abschnitt zwischen Bernkastel und Cochem gilt als der schönste, weil man dort das findet, was man im indu­s­triali­sierten Rheintal nur noch erahnt: die Romantik einer uralten Kultur­landschaft. Dörfer und Städte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, liegen im Schatten geheim­nisvoller Burg­ruinen und sind umgeben von Wein­gärten, die Gene­ra­tionen von Winzern den Steilhängen des Tals abge­rungen haben. Entlang der Mosel führen herr­liche Wander­wege (bezeichnet durch ein „M“) mal auf der Höhe durch Wälder oder mittel­alter­liche Ortschaften, mal durch Weinberge oder stille Seitentäler. An einigen Stellen folgt der Wanderweg der Via Ausonia, einer römi­schen Handels­straße.

Luxemburg

Großherzogtum in der Mitte Europas
Das Großherzogtum ist das letzte seiner Art von einst zwölf in Europa. Heute ist Luxemburg (von „Lützelburg“ = „kleine Burg“) ein selbst­stän­diger Staat, wenn auch mit nur 2.500 Quad­ratki­lome­tern und knapp über 500.000 Einwoh­nern einer der kleinsten der Erde. Dafür spielte er im euro­päi­schen Einigungs­pro­zess eine bedeu­tende Rolle. Luxemburg ist Verwal­tungs­sitz der Euro­päi­schen Union, Sitz des Euro­päi­schen Gerichtshofes (EuGH) und anderer Einrich­tungen. Mutter­sprache der Luxemburger ist Luxemburgisch („Lëtze­buer­gesch“), ein moselfränki­sches Idiom, das bis in das 20. Jahr­hun­dert als rein hoch­deut­sche Mundart galt. Sie wur­de erst 1984 zur eigen­stän­digen Natio­nal­sprache und Co-Amts­sprache des Landes (neben Franzö­sisch und Deutsch) erhoben.

Mit dem Fahrrad von Kyll­burg nach Trier

57 km | 4:00 h

Der Radweg verläuft parallel zur Kyll bis zu ihrer Mündung in die Mosel bei Trier. Unterweg wird die Vulkan­eifel durch­quert, die ihre charak­te­ris­ti­sche Ober­fläc­hen­ge­stalt während ein sehr jungen vulka­ni­schen Epoche erhalten hat.

Unter­wegs kommt man durch Gerol­stein, das sich für eine Pause mitsamt Besich­tigung eignet.

Heimatmuseum Spei­cher

Zeit­reise durch die Eifel
Das Museum lädt ein zu einer Zeit­reise durch die Eifel. Neben Töpf­er­waren sind histo­ri­sche Webstühle und Spinnräder zu besich­tigen. Alte Haushaltsge­räte, Werkzeuge und Werk­räume verschiedener Handwerksbe­rufe, ein Tante-Emma-Laden, eine alte Dorf­schule und vieles mehr geben einen Einblick in den Alltag vergan­gener Jahrhunderte. Im Kellerge­schoss finden sich eine alte Schnapsbren­nerei, eine alte Schmiede und das alte Amts­gefängnis, welches im Krieg als Luft­schutzraum genutzt wur­de. Zu den High­lights des Museums gehört die Ausstel­lung „Not macht erfin­de­risch“, die zeigt, wie die Eifeler Bevöl­ke­rung Kriegsma­te­rial zu Alltagsge­gen­ständen umfunk­tio­nierte.

St. Mariae Himmel­fahrt

Wall­fahrts­kirche mit dem Grab eines Kräu­termi­schers
Die Pfarr­kirche Mariä Himmel­fahrt in Auw an der Kyll in der Nähe von Bitburg ist eine der ältesten und schönsten Kirchen in der Südeifel­region. Seit jeher prägte sie das Bild des kleinen Ortes in der Eifel mit ihrer zentralen, hoch­ge­legenen Posi­tion inmitten des Dorfes im Kylltal. Ein Grab­stein zeigt an, das hier der Pfarrer Anton Clemens Ende des 18 Jahrhunderts beer­digt liegt. Der „Auwer Her“ galt als wunder­tä­tiger Kräu­termi­scher und Teufels­au­s­treiber. Seine Heil­mittel wurden noch im 20. Jahr­hun­dert ange­wandt.
E

Trier

älteste Stadt Deutschlands zwischen Weinbergen

Augusta Trever­orum wur­de vor mehr als 2.000 Jahren gegründet und ist damit die älteste Stadt Deutsch­lands.

Römi­sche Baudenkmäler zeugen von der frühen Bedeu­tung der Stadt: Herausra­gend und zum Teil noch voll­ständig erhalten sind das Amphi­theater, die Barba­rathermen, die Kaiserthermen, die Konstan­t­in­basilika, die Porta Nigra und die Römer­brücke. Darüber hinaus hat die Stadt an der Mosel ein schönes Umland: Die Berge und Wälder von Eifel und Hunsrück grenzen an die Weinberge, die die Flüsse Mosel, Saar und Ruwer säumen.

Zu Gast in einer Jugendstilvilla in Trier

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Jugend­stil­villa auf einer Anhöhe über Trier wur­de 1914 für eine Wein­händ­lerfa­milie gebaut.

Heute ist sie ein ange­sagtes Privat­hotel in klas­si­scher Eleganz, mit hohem Komfort und ge­pflegtem Inte­rieur - zentrumsnah und zugleich abseits des ­Stadt­ge­tümmels. Durch große Fenster, die einen wunderbaren Blick auf die Altstadt eröffnen, sind die in hellen, aber kräf­tigen Farben gehal­tenen Räume lichtdurch­flutet. Stil­si­cher wurden im gesamten Haus moderne Accessoires mit ursprüng­l­i­chen Stücken des Jugend­stils kombi­niert. Bei schönem Wetter ­laden die Dachter­rassen mit Blick auf den Dom und die Kaiserthermen bis zum anderen Mosel­ufer zum Verweilen ein. Im Well­nessbe­reich befinden sich eine Sauna­landschaft und ein Schwimmbad.

Kaiserthermen

Monu­men­tale Bade­anlage aus der spätr­ömi­schen Zeit
Die monu­men­talen Über­reste lassen darauf schließen, dass hier einst eine der größten Bade­anlagen des gesamten Römi­schen Reiches gestanden haben muss. Die 19 Meter hohen Mauer­reste sind heute Welterbe der UNESCO. Vermut­lich hat jedoch niemals jemand in den Thermen gebadet, denn bereits in der Antike wur­de das Bauwerk zur Kaserne umge­baut. Stattdessen wur­de weiter in den wesent­lich älteren Barba­rathermen in der Nach­bar­schaft gebadet. Heute ist das ganze Gelände ein archäo­logi­scher Park.

Karl-Marx-Haus

Geburtshaus des Trierer Philosophen
Das Haus in der Brücken­straße 10 wur­de um das Jahr 1550 erbaut. Karl Marx kam hier am 5. Mai 1818 als drittes Kind des jüdi­schen Advokaten Heinrich Marx und seiner Ehefrau zur Welt. Die Familie lebte dort seit dem 1. April 1818 für gut ein Jahr zur Miete. Das Geburtshaus von Karl Marx geriet in Verges­sen­heit und wur­de erst 1904 durch eine gefun­dene Umzugs­anzeige des Vaters in der Trie­ri­schen Zeitung vom 5. April 1818 iden­ti­fi­ziert. Die SPD konnte nach langem Bemühen erst 1928 das im 19. und frühen 20. Jahr­hun­dert mehr­fach stark veränderte Haus erwerben. Heute ist es der Öffent­lichkeit zugäng­lich. Eine Ausstel­lung berichtet über das Leben und Werk von Karl Marx und seine Wirkungs­ge­schichte im 20. Jahr­hun­dert.

Haupt­markt

Mittel­alter­li­cher Kern der Altstadt
Der zentrale Platz von Trier liegt im histo­ri­schen Stadt­kern un­mit­telbar vor der Domstadt. Hier wur­de im Mittel­alter Markt abge­halten. Die Häuser stammen aus der Renais­sance und dem Barock, aber auch aus dem Klas­sizismus. Herausra­gend sind die Hauptwache und die Steiße, ein Bürger­haus, das nach der völligen Zerstörung im Zweiten Welt­krieg wieder­aufge­baut wur­de. Vom Haupt­markt geht es durch die Juden­pforte in die Juden­gasse, dem ehema­ligen jüdi­schen Viertel der Stadt.
10 Tage
ab 729,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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