Mit dem Fahrrad vom Bodensee zum Königssee: Eine Radtour durch die Oberbayerischen Alpen - Deutschland
Ein Traum: Radeln in Oberbayern

Mit dem Fahrrad vom Bodensee zum Königssee

Eine Radtour durch die Oberbayerischen Alpen

Schon immer zog Oberbayern Naturliebhaber und Romantiker an. Doch Radfahren war auf vollen Autostraßen kein Vergnügen. Heute gibt es einen zertifizierten Radweg – und gleich einer der schönsten in Deutschland.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

A

Lindau

Malerische Inselstadt im Bodensee

Die male­ri­sche Altstadt von Lindau liegt auf einer Insel im Bodensee und ist durch eine Seebrücke mit dem Fest­land verbunden.

Die Maximili­an­straße führt an Patri­zi­er­häusern aus der Gotik und der Renais­sance vorbei. Schließ­lich kommt man zum Hafen, der von einem Leucht­turm und einem sechs Meter hohen bayri­schen Löwen geprägt wird. Rings um die Altstadt führt ein schöner Uferweg mit Aussicht auf die Alpen.

Zu Gast in einem kleinen Landhotel bei Lindau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Landhotel liegt inmitten von Obstgärten auf einer Anhöhe nahe der Stadt Lindau mit Blick auf den Bodensee und die Alpen. Urkund­lich erstmals im Jahr 1260 als Wachturm erwähnt, wird es heute in der mittlerweile vierten Gene­ra­tion als Hotel geführt. Da es sich um ein denkmalge­schütztes Gebäude handelt, war man an beste­hende Strukturen gebunden, sodass die Zimmer sich in Größe und Auftei­lung vonein­ander unter­scheiden. Einge­richtet sind sie in einem hellen, wohn­li­chen Stil. Morgens kann man sich am Früh­s­tücksbuffet mit vielen Produkten aus der Region, haus­gemachten Marme­laden und Brot vom Biobä­cker für den Tag stärken – genießen kann man das Früh­stück im gepflegten Garten oder in der gemüt­li­chen Kamin­stube. Die zentrale Lage im Drei­länder-Eck ermög­licht Ausflüge und Aktivi­täten in der Region rund um den Bodensee.



Allgäu

Wälder, Wiesen und Barock­kir­chen im Alpen­vor­land
Das würt­tembergi­sche Allgäu zählt zu den schönsten Regionen Deutsch­lands und liegt zwischen dem Bodensee im Westen und dem Lech im Osten. Ausge­dehnte Wälder und Moore prägen den nörd­li­chen Teil, während im Süden satt­grüne Vieh­weiden und kleine Wälder auf fruchtbaren Morä­n­enhügeln domi­nieren. Im äußersten Süden schließen die Allgäuer Alpen mit bis zu 2.650 Meter hohen Gipfeln und tief einge­schnit­tenen Tälern an. Die Ober­schwä­bi­sche Barock­straße führt zu den kulturellen Höhe­punkten der beliebten Feri­en­region.

Bodensee-Region

Schwä­bi­sches Meer vor Hoch­ge­birgskulisse
Europas drittgrößter See ist auch einer seiner schönsten – dank der Lage am Rande der Alpen und seines milden Klimas. Das „schwä­bi­sche Meer“ besteht eigent­lich aus zwei Seen, dem Obersee und dem kleineren Untersee west­lich von Konstanz. Die drei großen Inseln sind Besu­cherma­gnete: Zur Insel­stadt Lindau im bayri­schen Osten gelangt man über eine Brücke, die Blumen­insel Mainau südlich von Über­lingen und die im Untersee liegende Gemüs­einsel Reichenau kann man nur per Boot errei­chen. Bei gutem Wetter sieht man im Süden die Hoch­ge­birgskulisse der Appen­zeller Alpen glitzern, die vom über 2.500 Meter hohen Säntis gekrönt wird. Rund um den Bodensee führt ein Radwanderweg, für den man allerdings mehrere Tage braucht.

Fried­richshafen

Zeppelin-Werke am Nord­ufer des Boden­sees
Die Stadt am Nord­ufer des Boden­sees entstand erst 1811 und wur­de nach dem ersten würt­tembergi­schen König benannt. Aufgrund von Freihandels­privilegien mit der Schweiz wuchs die Stadt schnell und lockte Indu­s­tri­elle und Touristen an, darunter auch den russi­schen Zaren Alexander II. Anfang des 20. Jahrhunderts siedelte der Konstanzer Graf von Zeppelin seine Luft­s­chifffa­brik in Fried­richshafen an, die im Natio­nalso­zialismus in Rüstungs­be­triebe umge­wandelt wur­de, die wiederum heute zu Airbus gehören.

Mit dem Fahrrad von Lindau nach Oberstdorf

88 km | 5:30 h

Von Lindau fahren wir an der Leiblach entlang und danach hinauf ins hüge­lige Allgäu. Danach geht es durch Wald und Weiden, dazwi­schen liegen einzelne Bauernhöfe und kleine Dörfer.

Während Röthenbach auf eine wech­sel­volle und lange Geschichte zurück­bli­cken kann, die in der Heimat­stube darge­stellt wird, kann man im Kräu­ter­dorf Stiefen­hofen die Welt der Heil- und Gewürzpflanzen kennenlernen.

Skywalk Allgäu

Der Baumwipfel­pfad in Schei­degg
Hoch in den Baumwipfeln lichtet sich der Wald und der Blick wird frei auf eine wundervolle Umge­bung. Eine Wackel­brücke und ein Erleb­nis­pfad machen den Spaziergang etwas abenteuer­lich, auch wenn er kinderwagen- und roll­stuhlge­recht gestaltet ist. Neben dem Baumwipfel­pfad gibt es zwei Natur­er­leb­nis­pfade.

Oberstaufen

Schrothkuren und ein uriges Heimatmuseum
Vom 9. Jahr­hun­dert bis 1805 gehörte der Ort rund 1.000 Jahre zum Kloster Sankt Gallen. Erst während der Säku­la­ri­sa­tion unter Napoleon kam er zu Bayern. Bekannt wur­de Oberstaufen wegen seiner Schrothkuren. Ab 1949 wur­de das Naturheil­ver­fahren mit bestimmten Trink- und Trock­en­tagen, das auf Johann Schroth (1798-1856) zurückgeht, im örtli­chen Kurhaus ange­boten. Heute ist Oberstaufen der größte Kurort im Allgäu. Sehens­wert ist das Heimatmuseum in einem Bauern­haus von 1788.

Alpsee

Segeln und Baden im Allgäuer Natursee
Der knapp 2,5 Quad­ratki­lometer große Natursee west­lich von Immen­stadt wird von der Konstanzer Ach durch­flossen. Weitere Zuflüsse sind die Hang­bäche im Süden. Rings um den See ist ein Landschafts­schutzgebiet errichtet worden. Weil das ostwärts laufende Tal Durchzug für die vorherr­schenden Westwinde bietet, ist der Große Alpsee ein gutes Segel- und Surfrevier. Dabei kommt es häufig zu starken Verwirbe­lungen; die Wind­rich­tung kann deshalb sehr schnell drehen. Badegelegen­heiten gibt es an drei Stellen: am südwest­li­chen, am südöst­li­chen und am östli­chen Ufer.

Hoch­grat

Mit der Seil­bahn auf den Hausberg von Oberstaufen
Der 1.834 Meter hohe Berg ist die höchste Erhe­bung des Allgäuer Voralpen­landes. Wegen seiner expo­nierten Lage ist er leicht zu errei­chen und bietet von oben eine tolle Aussicht auf die Allgäuer Alpen und das saftig grüne Vorland. Auf den Berg führt die Hoch­g­rat­bahn. So kann man beispiels­weise hoch­fahren und auf dem Rückweg einen weiten Bogen über die Nagelfl­uhkette zur Talsta­tion zurückgehen. (hin und zurück: 11,3 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 960 Meter)

Starz­lachklamm

Auf Holz­stegen und Felstreppen am Wildbach entlang
Nord­öst­lich von Sont­hofen hat die Starz­lach in vielen Jahr­tausenden eine wild­roman­ti­sche Schlucht gegr­aben. Der Wildbach entspringt auf 1.070 Metern Höhe und rauscht dann durch die male­ri­sche Klamm. Dabei stürzt er über mehrere Wasser­fälle, die im Sommer für Kühle sorgen und im Winter zu bizarren Eisvor­hängen verfrieren. Holz­stege, Felstreppen und sogar kürzere Tunnel haben die wilde Schlucht begehbar gemacht. (hin und zurück 2:30 Stunden, 3,6 Kilometer, auf und ab 250 Meter)
B

Oberstdorf

Großartige Hochgebirgskulisse in südlichsten Ort Deutschlands

Die südlichste Gemeinde Deutsch­lands liegt herr­lich vor einer großar­tigen Hoch­ge­birgskulisse in den Allgäuer Alpen.

Schon im 19. Jahr­hun­dert kamen Feri­en­gäste zur Knei­ppkur oder wegen der Höhenluft. Heute ist der Ort mit knapp 10.000 Einwoh­nern ein beliebtes Ziel für Berg­steiger und Wintersportler. Von hier aus gelangt man ins Kleinwalsertal, das zu den schönsten Alpen­tälern nörd­lich des Alpen­hauptkamms gehört. Mehr als zehn Berge sind höher als 2.000 Meter, manche von ihnen sind per Seil­bahn zu errei­chen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Oberstdorf

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das familiär geführte Boutique-Hotel liegt in ruhiger Lage am südwest­li­chen Ortsrand von Oberstdorf. Dank eines stil­vollen Inte­ri­eurs mit liebevoll ausge­wählten Accessoires und einem freund­li­chen Empfang fühlt man sich schon bei der Ankunft will­kommen und umsorgt.

Jedes der Zimmer ist einzig­artig und einla­dend gestaltet. Morgens können sich Gäste bei einem reichhal­tigen Früh­stück für den Tag stärken. Später sorgen gleich vier Restau­rants für kuli­na­ri­sche Abwechs­lung: Von Snacks im Tapas-Stil über gutbürger­liche Gerichte bis zu geho­bener Küche wird einiges ange­boten. Überall im Haus gibt es gemüt­liche Ecken, in denen man sich gerne aufhält – so beispiels­weise im „Dschungel“, dem Verbindungs­stück zwischen Stammhaus und Neubau mit vielen Pflanzen, einer großen Samm­lung von Kochbüc­hern und der Papa­geien-Couch. Die Umge­bung lädt zu Wande­rungen und vielen weiteren sport­li­chen Aktivi­täten ein. Danach kann man sich im hotel­ei­genen SPA rege­ne­rieren oder im Außenpool ein paar Bahnen schwimmen – er ist mit frischem Gebirgs­wasser befüllt und wird beheizt.

Joch­straße

Aussichts­punkt zwischen Allgäu und Tirol
Der 1.178 Meter hohe Oberjochpass liegt nur wenige Hundert Meter von der öster­rei­chi­schen Grenze entfernt. Er ist eine wich­tige Verbindung zwischen dem Allgäu und Tirol. Wer die kurvenreiche Joch­straße zwischen Hinde­lang und Oberjoch fährt, hat schon von dort eine herr­liche Aussicht auf die Allgäuer Alpen, während man unten Hinde­lang und Oberdorf liegen sieht.

Mit dem Fahrrad von Oberstdorf nach Füssen

67 km | 4:30 h
Die Strecke führt über den Rottachsee und die Stadt Nessel­wang. Danach hat man immer wieder Blick auf die Allgäuer Alpen und die Zugspitze. Über die Tann­heimer Berge kommt man nach Hopfen am See und nach Füssen.

Pfronten

Kurort mit Seil­bahn zum Brei­tenberg
Der Kurort am Nord­rand der Allgäuer Alpen wird von der Vils durch­flossen und besteht aus 13 einzelnen Ortschaften. Wahrzei­chen ist die spätba­rocke Kirche St. Niko­laus in Pfronten-Berg. Von Pfronten-Steinach aus führt eine Kabi­nen­bahn auf die Hoch­alpe (1.502 m) und ein Sessellift von dort aus weiter auf den Brei­tenberg (1.838 m). Dort hat man einen schönen Blick in alle Rich­tungen.

Hohen­schwangau

Von der mittel­alter­li­chen Burg zur könig­li­chen Sommer­residenz
Im 12. Jahr­hun­dert wur­de Schloss Hohen­schwangau, das damals auch Burg Schwan­stein genannt wur­de, das erste Mal urkund­lich erwähnt. Bis ins 16. Jahr­hun­dert war es im Besitz der Ritter von Schwangau, danach wech­selte es mehr­fach seinen Besitzer und wur­de in verschiedenen Kriegen schwer beschä­digt. 1832 erwarb es der spätere König Maximilian II, Vater König Ludwigs II, und ließ es nach Origi­nal­plänen im neugo­ti­schen Stil wieder­aufbauen. Die baye­ri­sche Königsfa­milie nutzte Hohen­schwangau als Sommer- und Jagd­residenz. König Ludwig II verbrachte hier seine Kindheit und nutzte es bis zu seinem Tod 1886 als Sommer­domizil.

Neuschwan­stein

Gralsburg des tragi­schen Märc­henkö­nigs
Bereits die Entste­hungs­ge­schichte ist Romantik in Reinst­form. Neuschwan­stein ist ein genialer Versuch, einen uralten Mythos in die Realität zu holen. Der junge König Ludwig II. von Bayern, der den Kompo­nisten Richard Wagner vergöt­tert, erlebt die Urauffüh­rung der Oper Parsifal in Bayreuth. Es geht um Entrü­ckung, Heiligkeit und Erlösung. Parsifal – ebenso jung und einsam wie der König selbst – tritt auf und tötet auf einer Wald­lich­tung vor der Gralsburg einen heiligen Schwan. Die Szene beein­druckt Ludwig dermaßen, dass er die Gralsburg in die Realität umsetzen will. Wegen des Schwans von Parsifal denkt er sofort an Hohen­schwangau, die Burg seiner Vorfahren. Dort gegenüber – an der wild­roman­ti­schen Pellat­schlucht vor der Kulisse der Allgäuer Alpen – wird er seine eigene Gralsburg erbauen. 1896 ist Neuschwan­stein trotz explodierender Kosten endlich fertig. Doch die bayri­sche Staats­regie­rung lässt den König entmün­digen und schickt ihn zum Starnberger See, wo er kurze Zeit später unter myste­riösen Umständen ertrinkt. So ist das Schloss niemals bewohnt worden, das Innere wirkt deshalb etwas steril. Dennoch stehen täglich Tausende von Besu­chern aus aller Welt stun­denlang Schlange, um einen Blick in die Räume des tragi­schen Märc­henkö­nigs zu erha­schen. Besser ist es, das Schloss von der Mari­enbrücke aus zu betrachten.
C

Füssen

Schloss und Altstadt am Fuß der Alpen

Die Stadt liegt im Ostallgäu am Lech, der hier spekta­kulär aus einer Schlucht zwischen Ammergauer und Allgäuer Alpen ins Alpen­vor­land austritt.

Daher hat sie auch ihren Namen. Die Römer nannten die Sied­lung an der Via Augusta „Fauces“, was soviel wie „Schlund“ oder „Schlucht“ bedeutet. Heute markiert Füssen das Südende der Roman­ti­schen Straße und ist ein guter Ausgangs­punkt, um die baye­ri­schen Königs­schlösser zu besu­chen. Sehens­wert ist die Altstadt mit ihren Giebelhäusern und das Hohe Schloss, das auf einem steilen Felsen hoch über der Stadt liegt.

Zu Gast in einem Altstadthotel in Füssen

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Mitten in der Fußgängerzone von Füssen gelegen, bietet das kleine Hotel seinen Gästen histo­ri­schen Flair. Die komfor­ta­blen Themen­zimmer sind geräumig, hoch­wertig ausge­stattet und verfügen teilweise über einen Balkon mit Blick auf die Alpen oder die Altstadt.

Service und Qualität sind das Motto der Gastgeber, und man bekommt weit mehr geboten als nur ein bequemes Hotel­bett. Durch die zentrale Lage ist man nach wenigen Schritten mitten im Geschehen und die Schlösser Neuschwan­stein und Hohen­schwangau sind nur drei Kilometer entfernt.

Oberbayern

„wahres Bayern“ zwischen Alpen und Donau
Oberbayern gilt als das eigent­liche Bayern, dessen Grenzen sich im Laufe der Jahrhunderte mehr­fach verändert haben und keine Rück­sicht auf Stammes- oder Sprachgrenzen genommen haben.  Insbe­sondere gibt es keinen spezi­fisch oberbaye­ri­schen Dialekt. Der Begriff „Oberbayern“ erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255. Heute ist Oberbayern nur einer von mehreren Regie­rungs­bezirken in Bayern, der im Osten an die Ober­pfalz, im Norden an Franken und im Westen an Schwaben grenzt. Wegen seiner Natur­schön­heiten und der kulturellen Sehens­wür­digkeiten zieht der Land­strich zwischen Donau und Alpen viele Besu­cher aus dem In- und Ausland an.

Ötztal

Para­dies für Bergwanderer und Kletterer
Das von der Ötz durch­flos­sene Tal ist das längste Seitental des Inns aus der Rich­tung vom Alpen­hauptkamm her. Der Talausgang ist breit und fruchtbar. Nach Süden hin steigt das Tal in mehreren Stufen an; die Ötz fließt über male­ri­sche Bergwiesen und durch­bricht wilde Schluchten. Wer die 65 Kilometer lange Ötztal­straße bis zum Talkopf bei Obergurgl fährt, kommt an impo­santen Wasser­fällen und Steilhängen vorbei. Vom Ende des Tals kommt man über das Timmelsjoch nach Südt­irol – allerdings nur wenige Monate im Jahr.

Ober­inntal

Geschütztes Tal im Inneren der Alpen
Nachdem er das Schweizer Engadin durch­flossen hat, durch­quert der Inn das rund 90 Kilometer lange Ober­inntal. Das Tal zwischen Pfunds und Imst ist enger und wilder als das am Unte­rinn östlich von Innsbruck. Zu beiden Seiten erheben sich die Berge in eine Hohe bis zu 3.000 Metern, weshalb es dort weniger Nieder­schläge gibt als am südli­chen oder nörd­li­chen Alpen­rand. Es gibt viel Sonne, wenig Nebel und wenig Wind. Das Ober­inntal war immer schon eine wich­tige Verkehr­sachse. Zu der Ost-West-Verbindung kommt eine Nord-Südachse hinzu, wenn man über den Fernpass und den Reschenpass fährt. Hier verlief schon in der Antike die Via Claudia.

Lechfall

Spekta­kulärer Austritt des Lechs aus den Alpen
Der Wasserfall bei Füssen ist ein im baye­ri­schen Alpen­raum einma­liges Natur­denkmal. Eindrucksvoll stürzen sich die aus den Alpen gespeisten Wasser­massen des Lechs über fünf Stufen zwölf Meter in die Tiefe. Unter­halb des Lechfalls verengt sich der Fluss­lauf und tritt in die Lechschlucht ein. Sie ist die einzige im gesamten baye­ri­schen Alpen­raum, durch die ein größerer Alpen­fluss noch frei und von Menschenhand unge­hindert fließen kann. Vom Wander­park­platz Lechfall aus kann man die Königs­schlösser-Runde machen, die durch eine großar­tige Land­schaft zu den Königs­schlös­sern Neuschwan­stein und Hohen­schwangau führt. (hin und zurück: 13 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab 522 Meter)

Aggen­stein

Aussichtsberg zwischen Deutsch­land und Öster­reich
Auf der Grenze zwischen Deutsch­land und Öster­reich liegt der 1.986 Meter hohe Aggen­stein. Von der Talsta­tion der Brei­tenberg­bahn aus kann man auf einem reizvollen Aussichts­pfad bis zur Bad Kissinger Hütte wandern. Das letzte Stück zum Gipfel ist ein gesi­cherter Steig. Auf der Bad Kissinger Hütte kann man Rast machen. Der Aufstieg zum Gipfel erfordert Tritt­si­cher­heit und Konzent­ra­tion. Oben ange­kommen hat man einen Pa­no­ra­ma­blick über die Tann­heimer Berge. Zurück kommt man noch an der Hoch­alp­hütte vorbei, wo man nochmals einkehren kann. (Hin und zurück: 10,7 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 1172 Meter)

Mit dem Fahrrad von Füssen nach Grainau

88 km | 5:00 h

Von Resle aus geht es zur bekannten Wall­fahrts­kirche und UNESCO-Welt­kultur­erbe, der Wies­kirche. Über Wild­steig (888 m NN) geht es weiter über kleine Dörfer bis nach Altenau.

Dort führt der Radweg am Natur­schutzgebiet „Alte­nauer Moor“ vorbei über Saulgrub nach Bad Kohlgrub. Zahlreiche Gastgeber des Kurortes bieten Anwendungen mit dem regio­nalen Bergkiefern-Hoch­moor an. Über Grafe­naschau, das am arten­rei­chen Murnauer Moos liegt, passieren wir idylli­sche Bauern­dörfer wie Ohlstadt mit der sehens­werten Kaul­bach-Villa sowie das Gestüt Schwaig­anger. In Großweil lohnt eine Besich­tigung des Frei­lichtmuseums Glentleiten bevor es Rich­tung Kochel am See geht. Ein Abste­cher in den Künst­lerort Murnau ist eben­falls zu empfehlen.

Wies­kirche

Ein Trän­enwunder und Rokoko in Voll­endung
Am 14. Juni 1738 sah die Bäuerin Maria Lory Tränen in den Augen einer Holzfigur, die den leidenden Jesus an der Geißel­säule darstellt. Dieses Trän­enwunder zog bald Tausende von Pilgern an. Für die „Wall­fahrt zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“ wur­de eine neue Kirche nötig: die Wies­kirche. Von 1745 bis 1754 schuf Domi­nikus Zimmermann das ovale Gottes­haus, das heute als Rokoko in höchster Voll­endung gilt. Heute ist die Wies­kirche Welterbe der UNESCO und zieht jähr­lich eine Million Besu­cher aus aller Welt an, vor allem am Fest der Tränen Christi am Sonntag nach dem 14. Juni. Im Sommer finden Konzerte statt.

Ettal

Prachtvolles Barockkloster
Das Benedikti­n­erkloster zwischen Garmisch-Parten­kir­chen und Ober­ammergau wur­de 1330 von Kaiser Ludwig dem Bayern gegründet. Zum Kloster gehören land­wirt­schaft­liche Betriebe, mehrere Gast­höfe, ein Hotel sowie ein Gymnasium mit ange­schlos­senem Internat. Darüber hinaus ein Kunst­verlag, eine Destil­lerie sowie eine Brauerei. Haupt­at­trak­tion aber ist die grandiose Kirche. Der Zentralbau stammt aus der Hoch­gotik, wur­de aber in der Barockzeit durch eine große Kuppel ergänzt.

Schöne­gger Käsealm

Moor­spa­ziergang und Brot­zeit auf der Alm
Von der Wies­kirche geht der Brettlesweg durchs Wiesfilz. Der Bohlenweg führt durch ein feuchtes Moor mit vielen Tümpeln. Nach wenigen Minuten ist man an der Schöne­gger Käsealm, wo man mehrere Dutzend Käsesorten, Wurst, frische Heumilch und Bauernbrot kaufen kann. Alles ist aus eigener Herstel­lung. Oder man lässt sich die Schöne­gger Brot­zeit an einem der sonnigen Tische schme­cken. (Hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab 52 Meter)
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Garmisch Partenkirchen

Malerische Bauernhäuser im Schatten der Zugspitze

Der Ort geht auf die römi­sche Reise­sta­tion „Partanum“ an der Via Claudia zurück. 1361 wur­de er zum Markt erhoben und Rastort an der Handel­straße von Augsburg nach Italien.

Besonders im Orts­teil Garmisch liegen idylli­sche Bauern­häuser. Südwest­lich liegt die Zugspitze, mit 2.964 m höchster Berg Deutsch­lands, auf die eine Berg­bahn von Garmisch aus fährt. 15 Kilometer nörd­lich liegt Ettal mit seiner berühmten Benedikti­ner­abtei von 1330.

Zu Gast in einem Berghotel an der Zugspitze

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das 4-Sterne-Hotel liegt male­risch am Fuß des Zugspitz­mas­sivs. Zur Seil­bahn auf den höchsten deut­schen Berg geht man 800 Meter.

Neben den 40 Zimmern, die im Landhaus­stil einge­richtet sind, gibt es einen Spa-Bereich mit Hallenbad, Sauna und Massa­ge­räumen. Das Restau­rant gilt als eines besten in der Region. Das Hotel ist ein idealer Standort für Hoch­ge­birgswande­rungen, aber auch für Tages­ausflüge in die kulturge­schicht­lich inter­essante Region um Garmisch Parten­kir­chen.

Zugspitze

Höchster Berg Deutsch­lands mit Pa­no­ra­ma­blick
Der mit 2.962 Metern höchste Berg Deutsch­lands liegt südwest­lich von Garmisch. Über seinem Westgipfel verläuft die Grenze zwischen Deutsch­land und Öster­reich. Südlich des Berges schließt sich das Zugspitz­platt an, eine Hoch­fläche mit zahlrei­chen Höhlen. An den Flanken der Zugspitze befinden sich drei Glet­scher, darunter die beiden größten Deutsch­lands.
Direkt an der Zugspitze befinden sich das Münchner Haus auf dem Westgipfel und die Wiener-Neustädter-Hütte in der Westflanke. Auf den Zugspitzgipfel führen drei Seil­bahnen, eine von Tirol aus, eine Zahnrad­bahn. Im Winter ist die Zugspitze Skigebiet. Im Sommer kommen die Besu­cher wegen der grandiosen Aussicht.

Mit dem Fahrrad von Grainau nach Arzbach

72 km | 4:00 h

Berge und Seen, Kirchen und Klöster, Städt­chen und Dörfer. Das Tölzer Land ist Oberbayern aus dem Bilder­buch.

Male­risch vor dem Herzog­stand (1.731 m), der auch mühelos mit der Seil­bahn zu errei­chen ist, liegt Kochel a. See. Hier kommen Kunst­in­ter­es­sierte im Franz Marc Museum auf ihre Kosten. Wenige Kilometer weiter sind wir schon in Benediktbeuern. Von hier eröffnet sich ein grandioser Blick auf die Benedik­tenwand (1.801 m). Am Kloster der Salesianer vorbei geht es durch das Kurfürst­lich Baye­ri­sche Hofbad Bad Heilbrunn mit Kräuter-Erlebnis-Park zum Stallauer Weiher Rich­tung Bad Tölz.

Kochelsee

Baden am Fuß des Herzog­stands
Der Kochelsee liegt 70 Kilometer von München entfernt am Fuß des Herzog­stand. Im Sommer kommen viele Badegäste an die Strände in Schlehdorf oder Kochel. Man kann ihn auch mit dem Fahrrad umrunden. Es gibt außerdem einen Tretboot- und Ruderboot­ver­leih und ein Boot, dass die Ufer mitein­ander verbindet.
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Isarwinkel

Bayerns Bilderbuchland

Das Land an der Isar wird auch „Bayerns Bilder­buch­land“ genannt. Vor der mäch­tigen Gebirgskulisse im Süden mit ihren tief einge­schnit­tenen Tälern breitet sich eine blüh­ende Land­schaft mit blauen Seen, male­ri­schen Orten, plät­schernden Bächen und sanften Hügeln aus .

Der Haup­tort Bad Tölz liegt an der Isar. Der Kurort hat sich an einer Jodquelle gebildet. Die Altstadt rund um die gekrümmte Markt­straße mit prachtvollen Giebelhäusern ist einen Besuch wert. Im Heimatroman „Der Jäger von Fall“ setzte Ludwig Ganghofer den Bewoh­nern des Isarwin­kels ein litera­ri­sches Denkmal für ihre Heimat­liebe und machte damit auch die Fluss­landschaft über­regional bekannt.

Zu Gast in einem Bio-Hotel im Isarwinkel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Bio-Hotel im tradi­tionellen Berghof­stil liegt im male­ri­schen Isarwinkel, mitten im baye­ri­schen Voralpen­land, und hat einen tollen Blick in die Berge.

Die meisten der im Landhaus­stil einge­rich­teten Zimmer haben einen eigenen Balkon mit Berg­blick. Der Garten ist rund um einen Natur­schwimmteich ange­legt und lädt mit seinen verschiedenen, unter­schied­lich gestal­teten Nischen zum Entspannen ein. Zudem gibt es eine kleine Sauna, die man für den exklusiven Gebrauch mieten kann, einen beheizten Whirlpool im Freien und einen Ruhe­raum. Tee und Kuchen stehen kostenlos bereit, gegen Abend (Montag-Freitag) auch kleine Snacks und Suppe. Das Bio-Früh­stück in der alten Stube von 1820, im Winter­garten mit Berg­blick oder auf der Terrasse sorgt für einen guten und gesunden Start in den Tag.

München

High­tech, Kunst und Folk­lore
Münchens Ausstrah­lung reicht weit über die bayri­schen Landesgrenzen hinaus. Dabei ist der Ort verhält­nismäßig jung. Um das 11. Jahr­hun­dert ließen sich ein paar Mönche an der Isar nieder – daher der Name (apud Muni­chen – bei den Mönchen). Wegen seiner verkehrsgüns­tigen Lage an einer Brücke und am Schnitt­punkt zweier Handels­straßen wur­de der Ort bald Residenz der Wittelsba­cher. Einen Aufschwung erlebte die Stadt im Barock und schließ­lich im 20. Jahr­hun­dert. München wur­de Haupt­stadt des Jugend­stils – aber auch der natio­nalso­zia­lis­ti­schen Bewe­gung. Im Hofbräu­keller erprobte Hitler bereits 1919 die dämo­ni­sche Wirkung seiner Reden. Obwohl München heute ein High­tech-Standort ist, wird die bayri­sche Folk­lore liebevoll gepflegt, besonders während des Oktober­fests.

Sylven­stein­spei­cher

Versun­kenes Dorf im Stausee
An der Straße vom Achensee nach Bad Tölz liegt der Stausee, der 1959 zum Hoch­was­ser­schutz im Isartal gebaut wur­de. Aus ökologi­schen Gründen wird auch in Trockenzeiten ein Rest­zu­f­luss gewährleistet. Mit zwei Wasserkraft­werken wird Strom erzeugt. Der Sylven­steinsee ist auch ein Ausflugs­ziel und Erho­lungs­gebiet. Im See versunken liegt das ehema­lige Dorf Fall, das vor der Flutung abge­rissen und einige Dutzend Meter höher an der Straße nach Vorderriß neu erbaut wur­de. Bei nied­rigem Wasser­spiegel sind die Mauern von Alt-Fall wieder sichtbar.

Mit dem Fahrrad von Arzbach nach Raubling

81 km | 5:30 h

Von Bad Tölz aus machen wir uns auf den Weg nach Gmund am Tegernsee inmitten einer oberbaye­ri­schen Bilder­buch­landschaft. Unser nächstes Ziel heißt Schliersee.

Das stil­volle Rathaus des am gleich­na­migen See gelegenen Ortes wur­de ursprüng­lich als Richt­er­haus errichtet und zählt zu den sehens­wer­testen Bauten im ganzen Voralpen­land. Nun führt uns der Radweg über Fischba­chau, bekannt für seine Wall­fahrts­kirche Birken­stein.

Tegernsee

Rudern, Wandern oder Segeln auf Oberbayerns sauberstem See
Der See, der während der letzten Eiszeit entstanden ist, gehört zu den saubersten Oberbayerns. Die Ufer sind im Gegen­satz zu vielen anderen baye­ri­schen Seen fast voll­ständig öffent­lich zugäng­lich, teilweise aber mit Schilf bewachsen. Im Süden gibt es zwei größere Buchten und eine kleine Insel, die Ring­se­e­insel. In mehreren umliegenden Orten kann man Segel-, Ruder-  oder Elekt­ro­boote leihen.

Schliersee

Badesee mit einer Insel
Der Schliersee gehört mit gut zwei Quad­ratki­lome­tern Wasser­ober­fläche zu den kleineren der Oberbaye­ri­schen Seen. Im Sommer kommen viele Badegäste als Tages­ur­lauber aus München. Im See liegt die Insel Wörth mit einem Gast­haus. Im Sommer fahren regelmäßig Boote dorthin. Einen schönen Blick auf den male­ri­schen See hat man von der Schliersbergalm.

Wendel­stein

Aussichtsberg mit Deutsch­lands höchstgelegener Kirche
Der 1.838 Meter hohe Berg gehört zum Mangfallgebirge, dem östli­chen Teil der Baye­ri­schen Voralpen. Er ist der höchste Gipfel des Wendel­stein­mas­sivs. Wegen seiner expo­nierten Lage bietet er eine sehr gute Aussicht ins Alpen­vor­land und ist umge­kehrt im weiten Umkreis zu erkennen. Die Wendel­stein-Seil­bahn und die Wendel­stein-Zahnrad­bahn erschließen den Berg, der aus hellgrauem Wetter­stein­kalk besteht. Rund 100 Meter unter­halb des Gipfels steht das Wendel­stein­kir­chel von 1889, Deutsch­lands höchstgelegene Kirche. Daneben gibt es eine Bergwarte und ein Observa­to­rium. Der Berggipfel ist auch zu Fuß leicht erreichbar. Von der Talsta­tion der Wendel­stein­bahn in Bayrisch­zell-Oster­hofen benö­tigt man rund drei Stunden bis zum Gipfel.
F

Rosenheim

Kaufmannsstadt am Inn: Rosenheim

An einer stra­tegisch güns­tigen Stelle, der Mündung der Mangfall in den Inn, hat sich schon früh ein bedeu­tender Handels­platz entwi­ckelt.

Eine Kaufmanns­straße von Italien in den Norden brachte dem Ort schon im 13. Jahr­hun­dert Wohl­stand, was man der Altstadt mit ihren Arkaden­gängen bis heute anmerkt. Im 19. Jahr­hun­dert erlebte Rosen­heim einen Aufschwung. Davon zeugen die prachtvollen Gebäude im Jugend­stil bzw. dem „Heimat­stil“, wie man es hier nannte.

Zu Gast in einer Pension in Raubling

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Seit 1970 wird das tradi­tionelle Haus in Raubling am Fuße der baye­ri­schen Alpen als Pension geführt – nur die Inhaber haben zwischen­zeit­lich gewech­selt.

Heute begrüßt Vanessa Seidl Gäste herz­lich und sorgt für einen unbe­schwerten Aufent­halt. Alle zehn Zimmer sind individuell in einem schlichten, modernen Stil einge­richtet. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­stück ange­boten.

Mit dem Fahrrad von Raubling nach Seebruck

54 km | 3:30 h

Über Bad Feilnbach, dem Moorbad- und Natur-Heildorf am Wendel­stein, geht es nach Neubeuern/Alten­markt am Inn, das schon mehr­fach zum schönsten Ort Deutsch­lands gekürt wur­de.

Von Alten­markt radeln wir nach Rohr­dorf mit seinen schönen Pfarr­kir­chen. Von dort ins roman­ti­sche Priental nach Aschau im Chiemgau und schließ­lich an den Chiemsee.

Herren­insel

Unvoll­en­detes, bayri­sches Versailles
Die größte der drei Inseln im Chiemsee wur­de 1873 von König Ludwig II. erworben, um dort sein Schloss Herrenchiemsee zu bauen. Die verkleinerte Kopie von Schloss Versailles blieb allerdings unvoll­endet. Bei gutem Wetter spiegeln sich die gezackten Berge der Chiemgauer Alpen im See. Eine Perso­nen­fähre fährt regelmäßig zur Insel. Dort kann man das Schloss besich­tigen oder durch den Park spazieren.
G

Chiemsee

Wassersportparadies am Rand der Alpen

Das südöst­liche Wassersport­pa­ra­dies wird auch „bayri­sches Meer“ genannt und ist der drittgrößte See Deutsch­lands.

Haupt­at­trak­tionen sind die beiden Inseln, die Frauen­insel mit einem Nonnen­kloster und die Herren­insel mit altem Schloss und Landschafts­park. Das Neue Schloss stammt vom „Märc­henkönig“ Ludwig II und ist eine Nach­empfindung von Versailles. Das Ufer des Chiem­sees wird von alten Ortschaften gesäumt und ist vor allem bei Seeon besonders reizvoll.

Zu Gast in einem Hotel am Chiemsee

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhotel liegt direkt am Ufer des Chiem­sees, wenige Minuten außer­halb von Seebruck. Von nahezu jedem Punkt des Grund­stücks und des Hauses eröffnen sich schöne Panoram­a­blicke auf den See, und der Garten erstreckt sich bis zum hotel­ei­genen Boots­anleger.

Die Zimmer des Hotels sind in einem gediegenen Landhaus­stil einge­richtet. Im Restau­rant kann man in gemüt­li­cher Atmo­sphäre innen oder außen die Küche genießen, die über die Region hinaus einen guten Ruf hat. Fahr­räder können aus­ge­liehen werden; die Fähren zu den Inseln des Chiem­sees legen im ca. fünf Kilometer entfernten Gstadt ab.

Mit dem Fahrrad von Seebruck nach Schönau am Königssee

84 km | 5:30 h

Über Teisen­dorf und den Höglwörther See geht es über Anger und Piding nach Bad Reichenhall. Entspan­nung garan­tiert das Gradier­werk, ein Frei­luf­tinha­l­a­to­rium im Kurgarten, dessen Luft mit feinster 2 – 3 %-iger Sole angerei­chert ist.

Danach­ führt der Bodensee-Königssee-Radweg über Baye­risch Gmain und Bischofs­wiesen nach Berch­tesgaden. Das histo­ri­sche Salzberg­werk und seine fast 500-jährige Geschichte beein­dru­cken ebenso wie das König­liche Schloss. Jetzt ist es nur noch ein „Katzen­sprung" bis ans Ziel des Fernrad­wegs, den Natio­nal­park Berch­tesgaden mit dem Königssee.

Berch­tesgaden

Vom Salzberg­werk zum Führ­er­sperrgebiet
Der Ort mit knapp 8.000 Einwoh­nern liegt male­risch in einem Kessel, umringt von hohen Bergen. Die Sied­lung ist im 11. Jahr­hun­dert aus einer Klos­ter­stif­tung hervor­gegangen. Das Stift hatte die Forst­ho­heit und die Schür­f­rechte auf Salz und Metall, was zu einem frühen Aufschwung geführt hat. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Feri­en­gäste. Während des Natio­nalso­zialismus wur­de Berch­tesgaden zum „Führ­er­sperrgebiet“ erklärt. Rund um den Markt reihen sich mittel­alter­liche Häuser anein­ander, die mit Fresken prächtig verziert sind. Das nahe gelegene Wittelsba­cher Schloss beherbergt heute ein Museum.

Salzberg­werk Berch­tesgaden

Mit der Schmal­spur­bahn in die Vergan­gen­heit des Bergbaus
Das älteste Salzberg­werk Deutsch­lands fördert seit 1517 unun­ter­bro­chen Salz im soge­nannten nassen Abbau. Heute arbeiten noch etwa 100 Mitarbeiter im Berg­werk, davon 50 unter Tage. Das Berg­werk ist für Besu­cher geöffnet. Nachdem man entspre­chend eingekleidet wur­de, beginnt eine Multimedia Show, die soge­nannte SalzZeit­Reise. Mit einer 56 Zentimeter schmalen Bahn fährt man in den Berg ein. Anschließend werden die Besu­cher wahlweise über Treppen oder Bergmannsrut­schen tiefer in die Grube bis zu einem Salzsee geführt. Nach der Fahrt mit einer Zugseil­fähre über den Salzsee geht es mit der Bahn wieder nach oben zum Ausgang. Die Führung dauert etwa eine Stunde.

Ober­salzberg

Hitlers Privatberg
Ab 1923 war der Ober­salzberg das Feri­en­domizil Adolf Hitlers und wur­de ab 1933 zum Führ­er­sperrgebiet ausge­baut, in dem fast alle Nazigrößen ihr eigenes Haus hatten; der überwiegende Teil davon ist heute gesprengt. Nahe dem ehema­ligen Berghof informiert ein Museum über die Bedeu­tung des Ober­salzbergs in der Nazizeit. Von dort geht es die abenteuer­liche Kehl­stein­straße bergauf. Vom Ende der Straße führt ein Fußgängertunnel tief in den Berg zu einer düsteren Halle. Dort fahren Aufzüge nach oben zum Gipfel, wo das Kehl­stein­haus steht, das auf Befehl und nach den Vorstel­lungen Hitlers gebaut wur­de und eine überwäl­tigende Aussicht genießt. Ein perfektes Beispiel für Einschüchte­rungs­ar­chitektur.

Untersberg

Mit der Berg­bahn auf den Hausberg
Wer dem Trubel in der Altstadt entfliehen will, kann auf einen der umliegenden Hausberge wandern. Besonders empfehlens­wert ist der sagen­umwobene Untersberg im Süden der Stadt. Das Massiv zwischen Berch­tesgaden und Salzburg ist voller geheim­nisvoller Höhlen, darunter die Schel­lenberger Eishöhle und die Riesending-Schacht­höhle. Beide kann man besich­tigen. Von St. Leon­hart führt die Untersberg­bahn in zehn Minuten auf den Grat und überwindet dabei 1.300 Höhenmeter. Von der Berg­sta­tion kann man zur Großen Mittags­scharte wandern. (hin und zurück: 2 Stunden, 4,5 Kilometer, auf und ab: 260 Meter)

Ramsauer Schatt­seitweg

Durch den Zauber­wald zum Hintersee
Die abwechs­lungs­reiche Wande­rung führt auf dem Schatt­seitweg vom Gasthof Ober­wirt in Ramsau zum Hintersee. Nach wenigen Minuten kommt man zu den Glet­scherquellen, die vom Schmelz­wasser des 1.500 Meter höher gelegenen Blaueis­glet­schers am Hoch­kalter gespeist werden. Nachdem man die Marxen­klamm durch­quert hat, durch die ein reißendes Wild­wasser rauscht, geht man auf einem Natur­lehrpfad durch den Zauber­wald. Über Brücken und Stege gelangt man zum Hintersee und geht auf halber Höhe zurück. (hin und zurück: 15,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 734 Meter)
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Berchtesgadener Land

Nationalpark um Königssee und Watzmann

Der traumhaft schöne Talkessel am Fuß des maje­s­tä­ti­schen Watzmanns liegt im äußersten Südosten Bayerns, wo er wie ein Keil ins öster­rei­chi­sche Gebiet hineinragt.

Der Süden des Berch­tesgadener Landes rund um den Königssee ist durch einen 200 Quad­ratki­lometer großen Natio­nal­park geschützt, wo die Natur seit seiner Gründung 1978 weitge­hend sich selbst über­lassen ist. Nur die tradi­tionelle Alm- und Forst­wirt­schaft wird gefördert. Ein dichtes Wander­wegenetz ermög­licht Berg­touren unter­schied­li­cher Länge und Schwie­rigkeit.

Zu Gast in einem Wellnesshotel in Berchtesgaden

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das famili­en­geführte Well­nesshotel thront 613 Meter über dem Meer­es­spiegel und bietet eine atembe­rau­bende Aussicht auf die umliegenden Berch­tesgadener Alpen.

In der entspannten und lockeren Atmo­sphäre fühlt man sich schnell wie zuhause. Die Zimmer überzeugen durch einen zur Umge­bung passenden Stil mit vielen Holz­ele­menten und warmen Farben. Nach einem langen Tag in den Bergen können Gäste im großzügigen Well­nessbe­reich mit Hallenbad, ganzjährig beheiztem Außenpool, Almsauna, Sole-Dampfbad und Infra­rotkabine ­ent­spannen. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten, nach­mit­tags ein Jausenbuffet. Das Restau­rant serviert regio­nale, saiso­nale Speziali­täten im Rahmen eines Menüs in gemüt­li­chem Ambi­ente.

Watzmann

Der Berg ruft!
Einst herrschte der grau­same König Waze­mann mit Frau und Kind über das Berch­tesgadener Land. Einmal zerstampfte er eine Bauernfa­milie mit seinem Ross. Da fluchte die Bäuerin, Gott möge ihn samt seiner Familie zu Stein verwandeln. Sogleich tat sich die Erde auf und spuckte Feuer: der König wur­de ein schau­riger Berg, umringt von Neben­gipfeln, die noch heute Watzmann­frau und Watzmannkinder heißen. Der Schrift­steller Ludwig Ganghofer verarbei­tete den Mythos in seinem Roman „Die Martinsklause“. Später faszi­nierte der 2.713 Meter hohe Koloss Alpi­nisten und Berg­steiger. Im Jahre 1800 wur­de die Mittel­spitze erstmals bestiegen, aber erst 1868 wurden die drei Hauptgipfel überquert. Insge­samt fanden schon über 100 Berg­steiger in den Wänden des bösen Königs ihren Tod.

Über den Grün­stein nach St. Bartho­lomä

Wande­rung und Bootsfahrt
Die großar­tige Wande­rung beginnt am großen Park­platz am Königssee. Erster Höhe­punkt ist der Grün­stein (1304 m) mit schönem Blick über den Berch­tesgadener Talkessel. Von dort ist ein Übergang zur Kphro­int­hütte möglich. Nach einer Jausen kann man zur Kirche St. Bartho­lomä absteigen und mit dem Boot zum Ausgangs­punkt zurückfahren. Die welt­be­kannte Wall­fahrts­kirche, deren erste Bauteile aus dem 12. Jhdt. stammen, liegt male­risch auf einer Halb­insel. Angrenzend steht nebenan das ehema­lige Jagdschlös­schen, das heute als Gast­haus dient. (Hin: 5:30 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 680 Meter, nur für geübte und tritt­si­chere Wanderer, enthält gesi­cherte Passagen)

Berch­tesgadener Almen­er­leb­nisweg

Lehr- und Aussichts­pfad über alpine Steige
Die Wande­rung führt durch die Geschichte der Almwirt­schaft. Drei Almen liegen auf dem Weg, an dem Informa­ti­on­s­tafeln über das Almwesen informieren. Herr­liche Ausblicke auf die Berch­tesgadener und Chiemgauer Alpen hat man nebenbei. Die Tour führt über befes­tigte Alm- und Forst­wege. Die alpinen Steige erfordern eine gewisse Tritt­si­cher­heit. (Hin und zurück 11,1 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 670 Meter)
16 Tage
ab 1.939,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
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