Mit dem Fahrrad an Neiße und Oder: Deiche und Auen, Schlösser und ein genialer Park - Deutschland
Bad Muskau an der Oder

Mit dem Fahrrad an Neiße und Oder

Deiche und Auen, Schlösser und ein genialer Park

Die Reise beschränkt sich auf den südlichen Teil des Oderradwegs. So bleibt viel Zeit für die Perlen am Fluss: Görlitz, den Fürst Pückler Park und eine der bemerkenswertesten Landschaften Deutschlands, den Oder-Bruch.

Die Reise beginnt bereits in Dresden, was sich für die Anreise anbietet. In Görlitz ist ein längerer Aufenthalt vorgesehen, damit man Zeit für eine Stadtführung und eine Radtour vom Dreiländereck entlang der Oder hat.

Den Schluss bildet Potsdam. Die alte Preußenresidenz ist untrennbar mit der Geschichte der Oder verbunden. Und außerdem eignen sich die Havelseen für ein paar schöne Radtouren.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

A

Dresden

Auferstanden aus Ruinen

Die poli­ti­sche und kulturelle Haupt­stadt Sach­sens hat eine wech­sel­volle Geschichte. Obwohl schon in 1206 erwähnt, blieb sie bis ins 15.

Jahr­hun­dert weitge­hend unbedeu­tend. Nachdem die Stadt den 30-jährigen Krieg unbe­schadet über­standen hatte, fiel sie 1685 einem Großbrand zum Opfer, der einen völligen Neubau erforder­lich machte. So hat die Stadt der glanzvollen säch­si­schen Kurfürsten ein einheit­li­ches baro­ckes Stadt­bild bekommen, was ihr auch den Namen „Florenz des Nordens“ eintrug. Im Februar 1945 wur­de die bis dahin kaum beschä­d­igte Stadt in einer Nacht durch einen verhee­renden Bomben­angriff dem Erdboden gleich­ge­macht. Die Ruinen der Frau­en­kirche waren jahrzehn­te­lang ein Mahnmal für die Schre­cken des Krieges. Ihre glor­reiche Wieder­her­stel­lung im Jahr 2005 hat den Ehrgeiz der Stadt entfes­selt, wieder an ihre Schön­heit vor dem 2. Welt­krieg anzu­knüpfen. Überall wird gebaut, und die Altstadt zwischen Zwinger und Kreuz­kirche erstrahlt wieder in altem Glanz.

Zu Gast auf einem ehemaligen Weingut

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Schon bei der Anreise über die wunder­schöne und von alten Buchen gesäumte Allee, fühlt man die Besonder­heit dieses Ortes.

Das histo­ri­sche Weingut bietet mit seiner 7.000 Quad­r­at­meter großen Park­anlage viel Platz für einen entspannten Aufent­halt. Jedes der rund 15 Zimmer ist in Größe und Gestal­tung einzig­artig: Seien es histo­ri­sche Wandma­le­reien, Gauben, freiliegende Holz­balken – jedes Detail erzählt seine eigene Geschichte aus vergan­gener Zeit, wobei zeit­ge­mäßer Komfort nicht vernach­läs­sigt wird. Im dem Hotel ange­schlos­senen Restau­rant wird anspruchsvolle franzö­si­sche Küche serviert. Die Säch­si­sche Wein­straße, der Elbe­r­adweg und andere High­lights der Region lassen sich von hier aus gut erkunden.

Erzgebirge

Hoch­moore und Spuren mittel­alter­li­chen Bergbaus
Das Mittelgebirge liegt zwischen Sachsen und Böhmen. Knapp nörd­lich der Kammlinie verläuft die Grenze zwischen Deutsch­land und Tsche­chien. Die höchsten Erhe­bungen sind der Keilberg (1.244 m) und der Fich­telberg (1.215 m). Das Erzgebirge wur­de im Mittel­alter besiedelt und ist seitdem durch Bergbau geprägt. Halden, Stau­anlagen und Gräben prägen das Landschafts­bild und die Lebens­räume. Das Erzgebirge ist heute ein beliebtes Wandergebiet, und in den Hochlagen sind Wintersportgebiete vorhanden. Die höheren Lagen auf deut­scher Seite gehören dem Natur­park Erzgebirge/Vogt­land an. Mit 120 Kilometer Länge­n­ausdeh­nung ist er der größte Natur­park in Deutsch­land. Das östliche Erzgebirge steht als Landschafts­schutzgebiet Osterzgebirge unter Landschafts­schutz. In den Kamm­lagen haben sich außerdem mehrere größere, nur von Regen­wasser gespeiste Hoch­moore gebildet.

Residenzschloss

Macht­zentrum der säch­si­schen Kurfürsten
Der Renais­san­cebau entstand erstmals im ausge­henden 15. Jahr­hun­dert als neues Macht­zentrum der säch­si­schen Kurfürsten und Könige und wur­de nach einem Brand im Jahr 1701 noch einmal unter August dem Starken erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Welt­krieg erfolgte ab 1985 eine weitere Rekon­struk­tion als Muse­ums­komplex der Staat­li­chen Kunst­samm­lungen Dresden. Seitdem beherbergt das Schloss das Histo­ri­sche und das Neue Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer mit der Türc­ki­schen Cammer und das Münzkabinett.

Fürs­tenzug

Gigan­ti­sches Reiterbild aus Meißner Porzellan
Der Fürs­tenzug verbindet hinter dem Residenzschloss den Neumarkt mit dem Schloss­platz. Auf einem über 100 Meter langen Wandbild aus Meißner Porzell­anfliesen sind die Herr­scher des Hauses Wettin als Reiterzug darge­stellt. Zwischen 1872 und 1876 wur­de das gigan­ti­sche Kunst­werk gemalt. Da die Farben an der Außenwand jedoch schnell verblassten, wurden die Bilder auf insge­samt 24.000 einzelne Porzel­lanka­cheln über­tragen.

Zugfahrt von Rade­beul nach Görlitz

Die Zugti­ckets sind nicht im Reise­preis enthalten. Sie können auf folgender Webseite gebucht werden: https://www.bahn.de
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Görlitz

Zeitreise durch ein halbes Jahrtausend

Wer die Stadt an der Neiße besucht, begibt sich auf eine Zeit­reise durch ein halbes Jahr­tausend euro­päi­scher Architektur. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renais­sance, des Barocks und des Jugend­stils gilt Görlitz heute als städtebau­li­ches Gesamtkunst­werk.

Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im Zweiten Welt­krieg komplett erhalten und somit von den Bausünden der Nach­kriegs­zeit verschont blieb. Die Altstadt beein­druckt mit reich verzierten Fassaden, kunst­vollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedenen Epochen. Nirgendwo sonst in Deutsch­land gibt es eine solche Dichte aufwendig restau­rierter Baudenkmäler. Zu den markan­testen Gebäuden zählt das Rathaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Zu Gast in einem Bürgerhaus in Görlitz

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Renais­sance-Bürger­haus von 1528 wur­de durch den Bürgermeister von Görlitz als Tuchma­cher­haus in Auftrag gegeben und steht in der Nähe des histo­ri­schen Rathauses. Nach dem Ende des Sozialismus wur­de es sorgfältig restau­riert und von Familie Vits in ein gemüt­li­ches 4-Sterne-Hotel umge­wandelt. Die rund 60 Zimmer verfügen teilweise über origi­nale, architek­to­ni­sche Stil­ele­mente wie Holz­bal­ken­de­cken. Das Früh­stück ist üppig und der Service freund­lich und profes­sionell. Regio­nale und inter­na­tio­nale Gerichte werden in der Schneider Stube zusammen mit hoch­wer­tigen, säch­si­schen Weinen serviert. Moderne Annehm­lichkeiten wie Sauna und Fitnessraum stehen zur Verfügung.



Führung (OPTIONAL)

Durch die historische Altstadt von Görlitz (1,5 Stunden, deutsch)

90 Minuten dauert die Führung durch die histo­ri­sche Altstadt von Görlitz. Sie gibt einen Eindruck von der architek­to­ni­schen Viel­falt der Stadt und ihrer besonderen Geschichte auf der Grenze zwischen Sachsen, Böhmen, Schle­sien und Preußen.

Der Spaziergang wird auch in Kellergewölbe und Treppen­häuser führen, die Besu­cher norma­lerweise nicht zu sehen bekommen.

Ober­lau­sitz

Land der Sorben
Die Lausitz ist ein Land­strich zwischen Mittel­elbe und Mitteloder. Die Nieder­lau­sitz gehört zu Bran­denburg, die Ober­lau­sitz zu Sachsen. Der Name leitet sich von dem slawi­schen Volks­stamm der Lusici her, was soviel heißt wie: Sumpf­be­wohner. Bis heute leben in der Lausitz etwa 50.000 Menschen slawi­scher Abstam­mung. Die Sorben in der Ober­lau­sitz haben eine eigene Sprache, die mit dem Tsche­chi­schen verwandt ist. Über Jahrhunderte wurden die Sorben diskrimi­niert. Heute sind sie als ethni­sche Minder­heit in Deutsch­land anerkannt. Landschaft­lich ist die Ober­lau­sitz von inten­siver Land­wirt­schaft geprägt. Die Berg­rü­cken in höheren Lagen sind meist bewaldet.

Zittauer Gebirge

Dichte Wälder, Vulkan­kegel und faszi­nierende Fels­sze­ne­rien
Das kleinste Mittelgebirge Deutsch­lands im Drei­ländereck von Deutsch­land, Polen und Tsche­chien ist außer­halb von Sachsen kaum bekannt. Zu Unrecht: Denn es wartet mit einer roman­ti­schen Land­schaft auf, die schon im 19. Jahr­hun­dert den Maler Caspar David Fried­rich faszi­niert hat. Besonders rund um den Kurort Oybin haben sich über Jahrmil­lionen fantas­ti­sche Fels­sze­ne­rien gebildet, die denen im Elbsandst­ein­gebirge ähneln und Wanderer und Kletterer ebenso herausfordern wie Fotografen. Daneben kann man in dichten Wäldern eintau­chen, wilde Klammen durch­queren und Vulk­angipfel besteigen.

Zittauer Schmal­spur­bahn

Mit der Dampflok in eine märc­henhafte Felsenwelt
Ursprüng­lich sollte die Schmal­spur­bahn Kurgäste von Zittau nach Olbyn befördern. Die feier­liche Stre­ckener­öff­nung fand im Sommer 1890 durch die König­lich Säch­si­schen Staats­ei­sen­bahnen statt. Bis zum Ersten Welt­krieg wuchsen die Passagier­zahlen sprunghaft an. Danach wurden erst die Ausbau­pläne nach Böhmen aufs Eis gelegt. Während der DDR-Zeit wur­de die Ober­lau­sitz zum Brau­n­kohlegebiet ohne touris­ti­sche Bedeu­tung. Die Bahnlinie entging nur knapp einer Still­le­gung. Heute fährt auf der Zittauer Schmal­spur­bahn wieder eine Damplok.

vom Löbauer Berg zum Rotstein

Aussichtsreiche Wande­rung durch ein anmu­tiges Mittelgebirge
Die Wande­rung gehört zu den schönsten in der Ober­lau­sitz. Sie führt zu zwei markanten Aussichtsbergen mit sehr unter­schied­li­chen Türmen, die einen weiten Blick über die anmu­tige Mittelgebirgs­landschaft bieten. Start­punkt ist der Bahnhof Löbau; Ziel ist der Halte­punkt Zoblitz, wo man mit der Regio­nal­bahn zurückfahren kann. Auf halber Strecke kommt man in Wendisch Paulsdorf an einem Rast­haus vorbei. (hin: 16,4 Kilometer, 4:45 Stunden, auf und ab: 420 Meter)

Scharfen­stein und Töpfer

Die Wande­rung ist nicht die anstren­gendste, aber vermut­lich die schönste im Zittauer Gebirge. Sie beginnt in Oybin zu Füßen des Klos­ters und der Burg­ruine und führt zu den drama­ti­schen Fels­forma­tionen, für die das kleine Mittelgebirge bekannt ist. Höhe­punkte sind der Scharfen­stein und die Aussichts­punkte am Töpfer.  Nach der Wande­rung kann man in einem der vielen Cafés und Restau­rants des Kurorts einkehren oder die einzig­ar­tige Kirche besich­tigen, die aus dem Berghang eine Thea­ter­tribüne macht.

Mit dem Fahrrad von Görlitz nach Bad Muskau

68 km | 4:00 h

Der Radweg führt über gut asphal­tierte Wege und Straßen nah an der Neiße und der Grenze zu Polen entlang. Vorbei an Deutsch­lands östlichster Kirche in Zodel, vorbei an der Kultur­insel Einsiedel bei Zenten­dorf – einer Park­anlage mit Baumhausho­tels sowie skurrilen Holzfiguren und abwech­lungs­rei­chen Veran­stal­tungen übers Jahr.

Weiter geht es nach Rothenburg mit seinem bei Blumenliebha­bern beliebten Stadt­park. Von hier aus führt der Radweg nun vom Tal der Lausitzer Neiße in die Muskauer Heide weiter nach Bad Muskau. Beschildert ist die Strecke mit der D12 sowie dem drei­e­ckigen Radweg­symbol Oder-Neiße-Radweg.

Geheime Welt von Turisede

Abenteuer­freizeit­park an der Neiße
Der mehr­fach ausgezeichnete Freizeit­park liegt mitten in der Natur nahe der Neiße. Auf sieben Hektar Land stehen die rätselhaften Bauten der Turiseder, eines geheim­nisvollen Volkes. Man kann skurrile Bauten oder Geheimgänge entde­cken, einem Dach­wander­rundweg folgen oder einer Geld­wasch­anlage zusehen. Es gibt ein Veran­stal­tungs­programm mit Konzerten und Theater – die Turi­sedi­schen Fest­spiele – und auch das erste deut­sche Baumhaushotel.
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Bad Muskau

Landschaftspark und Eisspezialität

Die Park- und Kurstadt an der Neiße ist welt­weit durch den Muskauer Park bekannt, den Fürst und Landschafts­künstler Hermann von Pückler-Muskau erschaffen ließ und der heute zum UNESCO-Welterbe zählt.

In ihrer langen Geschichte gehörte die Stadt, die im Jahr 1253 erstmals urkund­lich erwähnt wur­de u. a. zum Kurfürs­tentum bzw. König­reich Sachsen sowie zum König­reich Preußen. Bereits im Jahr 1822 wur­de die eisenhal­tige Quelle südlich der Stadt für Mine­r­al­bäder und Trinkkuren genutzt, im Jahr 1881 erhielt die Stadt den Titel „Bad“. Der Landschafts­park mit Schloss und Orangerie lädt zu Spaziergängen ein – nicht fehlen sollte als Abschluss eine Verkos­tung des beliebten Fürst-Pückler-Eis.

Zu Gast in einem Wellnes-Hotel in Muskau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das schlos­s­ähn­liche Herren­haus liegt am alten Markt­platz zwischen dem Muskauer Park und der histo­ri­schen Klein­stadt Bad Muskau.

Jedes der Zimmer ist in einem unauf­dring­li­chen Stil gemüt­lich einge­richtet. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­stück ange­boten. Zwei Restau­rants sorgen für kuli­na­ri­sche Viel­falt; auf der Terrasse, in der Lounge mit Kamin und im Winter­garten kann man es sich bequem machen. Ein Well­ness­center mit Dampfbad und Sauna sowie diverse Massagen und Anwendungen sorgen für Entspan­nung und Regene­ra­tion.

Fürst-Pückler-Park

Engli­sche Garten­kultur in Voll­endung
Der Park an der polni­schen Grenze ist der größte Landschafts­park im engli­schen Stil in Zentral­eu­ropa. Er wur­de zwischen 1815 und 1845 von Hermann von Pückler-Muskau ange­legt, der seine Stadt Muskau durch einen „herr­li­chen und großen Garten“ verschönern wollte. Bis zum Zweiten Welt­krieg wur­de der Park ständig erwei­tert, 1945 wur­de er mitsamt dem Schloss schwer beschä­digt und nach 1945 zwischen Deutsch­land und Polen geteilt. 200 Hektar östlich der Neiße gehörten zu Polen, wurden zum Natio­nal­park erklärt und verwilderten. Der 370 Hektar große Teil auf dem Gebiet der DDR wur­de nach der Wende restau­riert. 1992 erhielt er offi­ziell den Namen „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ und steht seit 2004 als UNESCO-Welt­kultur­erbe unter dem Schutz.

Lausitzer Findlings­park Nochten

Eiszeitfelsen in Moor- und Heide­landschaft
Der 20 Hektar große Landschafts­garten südwest­lich von Weiß­wasser entstand zwischen 2000 bis 2003 auf der Rekul­tivie­rungs­fläche des Brau­n­kohle­tage­baues Nochten. Die künst­lich aufge­schüt­tete Hügel­landschaft erhebt sich markant über ihre Umge­bung. Nur wenige Bäume sind dort gepflanzt, dafür werden Moor- und Heide­landschaften nach­ge­bildet. Charak­te­ris­tisch sind die 6000 aus dem Abraum des Bergbaues gewon­nene Findlinge, die vor 20.000 Jahren von den Glet­schern der Eiszeit aus Nord­eu­ropa in die Lausitz verfrachtet worden sind. Ein Lehrpfad führt zu den wich­tigsten Steinen. Etiketten und Informa­ti­on­s­tafeln geben Auskunft über Gesteinsart und Herkunft.

Rund um Bad Muskau

Spaziergang durch eine Kultur­landschaft
Auch abseits des Fürst-Pückler-Parks lohnt ein Besuch von Bad Muskau. Der Rundgang um die Stadt zeigt, wie sehr der Fürst vor 200 Jahren das Umland geprägt hat. Unter­wegs kommt man immer wieder an Aussichts­punkten und Rast­plätzen vorbei. Die Wande­rung beginnt in Bad Muskau und führt durch den Park an der Neiße nach Norden. Gegen Ende kommt man durch den Berg­park, der zu den Park­anlagen gehört. (hin und zurück: 14,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 90 Meter)

Mit dem Fahrrad von Bad Muskau nach Neuzelle

90 km | 5:00 h

Etwa sechs Kilometer hinter Bad Muskau verlässt man Sachsen und fährt nun durch Bran­denburg. Male­ri­sche Landschaften bestimmen die Strecke bis Forst, über­regional bekannt durch seinen zauber­haften Rosen­garten und dem Tuchma­cher­hand­werk.

Vorbei geht es an Griessen, mit Blick auf den Brau­n­kohle­tagebau Jänsc­h­walde. Nach etwa 20 Kilome­tern ereicht man Guben, welches mit seiner polni­schen Schwester Gubin langsam zusam­menwächst. Der gut asphal­tierte Weg, gekennzeichnet mit D12 sowie dem drei­e­ckigen Radweg­symbol Oder-Neiße-Radweg, führt zu großen Teilen nah an der Neiße und der Grenze zu Polen entlang.

Archiv verschwun­dener Orte

Doku­menta­tion des Brau­n­kohle­ab­baus
Über 100 Orte in der Lausitz mussten der Brau­n­kohle weichen, nicht überall lief es ohne Wider­stand ab. Die Bewohner von Horno setzten sich 15 Jahre lang zur Wehr. Heute steht dort ein Doku­menta­ti­ons­zentrum, das über die Geschichte der Abbag­ge­rung informiert. Multimedial aufberei­tete Informa­tionen zu den einzelnen Ortschaften ermög­li­chen es dem Besu­cher, über jeden ehema­ligen Ort Erkun­digungen einzuholen. Zugleich wird ein Eindruck vom Leben und Arbeiten bis zum Orts­abbruch vermit­telt.

Guben

Sehens­werte Altstadt auf der polni­schen Seite
Die Zwil­lings­stadt Guben – Gubin liegt auf beiden Seiten der Neiße. Der polni­sche Teil beheimatet eine sehens­werte Altstadt. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Wilhelm Pieck, der von 1946 bis 1949 der einzige Präsident der DDR war. Nach ihm benannt hieß Guben bis 1990 Wilhelm-Pieck-Stadt. Auch wenn der Name inzwi­schen wieder geändert ist, sein Denkmal steht noch in der Klaus-Herrmann-Straße.
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Kloster Neuzelle

Bedeutendstes Barockkloster Brandenburgs

Im 13. Jahr­hun­dert wur­de das Zister­zi­ens­erkloster gegründet, um das Land in der Nieder­lau­sitz zu kultivieren.

Zistier­zi­en­sermönche waren zu der Zeit vor allem eins: Holzfäller. Nachdem die Anhöhe in der Oder­niede­rung gerodet und die Grundherr­schaft über 30 Dörfer gesi­chert war, wur­de die drei­schiffige Hallen­kirche im Stil der Backst­ein­gotik errichtet. Als einziges Kloster in der Nieder­lau­sitz blieb Neuzelle während der Reforma­tion erhalten und entwi­ckelte sich zu einer Insel im prote­s­tan­ti­schen Raum. Nach dem 30-jährigen Krieg wur­de es im Barock­stil prachtvoll restau­riert. 2018 wur­de das Kloster wiederbelebt. Heute gibt es wieder sechs Mönche, die täglich acht Gebets­zeiten zwischen 5 und 20 Uhr abhalten.

Zu Gast im Klosterhotel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ein Hotel mit einem so hohen Niveau würde man in Neuzelle und Umge­bung sicher nicht erwarten, und es findet sich hier im Umkreis auch kein Zweites.

Alles ist mit viel Liebe zum Detail einge­richtet und durch­dacht. Die Zimmer sind geräumig und sehr sauber. Das Früh­s­tücksbuffet ist reichhaltig. Eine abso­lute Empfeh­lung ist auch die Restau­rantküche. Abge­rundet wird der Aufent­halt durch das durchweg freund­liche und aufge­schlos­sene Personal.

Durch das Tal der Schlaube

Roman­ti­sche Wande­rung durch eine Eiszei­t­rinne
Als vor 21.000 Jahren die Glet­scher Mittel­eu­ropas schmolzen, bildete sich west­lich des Urstromtals der Oder eine Schmelz­was­ser­rinne. Die gewal­tigen Eisblöcke hinter­ließen eine Seen­kette, durch die heute die Schlaube fließt. Das arten­reiche Tal ist Natur­schutzgebiet. Am Fluss­lauf gibt es mehrere Mühlen. Die roman­ti­sche Wande­rung beginnt an der Bremsdorfer Mühle, wo man am Schluss gut einkehren kann. (hin und zurück: 8,8 Kilometer, 2:15 Stunden, auf und ab: 80 Meter)

Mit dem Fahrrad von Neuzelle nach Neuhar­denberg

87 km | 5:00 h

Diese Etappe ist mit kleinen und großen High­lights geradezu gespickt. Über gut ausge­baute Wege nahe der Neiße und später der Oder kommt man inmitten einer herr­li­chern Land­schaft an baro­cken Klos­ter­anlagen – inklusive Weinberg und Brauerei – und inter­essanten Dörfern und Städten, wie der Plan­stadt Eisenhüt­ten­stadt, vorbei.

Einen kleinen Abste­cher zum Baden und Tauchen gibt es auch. Beschildert ist die Strecke mit der D12 und dem drei­e­ckigen Oder-Neiße-Radweg-Symbol. Hinter Lebus verlässt man die Oder und fährt an den male­ri­schen Seelower Höhen entlang zum Schloss Neuhar­denberg.

Oder­bruch

Sumpfiges Binnen­delta zwischen Polen und Deutsch­land
Das Oder­bruch ist ein 60 Kilometer langes Binnen­delta zwischen Lebus im Süden und Bad Frei­en­walde im Nordwesten. Bis ins 18. Jahr­hun­dert schlängelte sich die Oder in mehreren Armen durch diese Niede­rung, die mehrmals im Jahr zu großen Teilen von Hoch­wasser überflutet wur­de, wobei sich auch Verlauf und Bedeu­tung von Oder­armen änderten. 1747 veranlasste Fried­rich II. die Trockenle­gung der Sümpfe und die Begra­digung des Flusses. Nur auf der Ostseite im heutigen Polen ist das ursprüng­l­iche Feuchtgebiet erhalten.

Frankfurt/Oder

Grüne Stadt an der polni­schen Grenze
Die Stadt an der Grenze zu Polen hat im Laufe ihrer Geschichte viele Rückschläge erlitten. Auf eine Blüte in der Hansezeit, aus der noch das Rathaus stammt, folgte der Dreißigjäh­rige Krieg. Mehrmals wur­de die Stadt zerstört; die Einwohn­er­zahl sank von 12.000 auf 2.000. Berühm­tester Sohn der Stadt ist der Dichter Heinrich von Kleist. Der Kleist­park ist eine der schönsten Grün­a­nlagen in Bran­denburg. Heute ist das Klima in der Stadt geprägt vom Zusam­menleben von Deut­schen und Polen.

Seelow

Letzte Schlacht zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht
Kurz vor Ende des Zweiten Welt­kriegs rückte die kleine Stadt Seelow im west­li­chen Oder­bruch einmal ins Zentrum der Welt­ge­schichte. Auf den Seelower Höhen fand eine der größten Schlachten zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht statt. Nach hohen Verlusten auf beiden Seiten konnten sich endlich die sowje­ti­schen Streitkräfte den Weg nach Berlin freikämpfen, das sie wenige Tage später einnahmen. Eine Gedenk­stätte mit einer sowje­ti­scher Monu­men­tal­plastik verherr­licht den finalen Siegeszug. Weniger martialisch wirkt der Friedens­wald von 1991, in dem der vielen russi­schen und deut­schen Toten gedacht wird.
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Neuhardenberg

Schinkel-Schloss mit aufregender Geschichte

Der Aufstieg Neuhar­denbergs begann nach dem 30-jährigen Krieg, als Doro­thea von Bran­denburg, zweite Ehefrau des Großen Kurfürsten, drei herun­ter­ge­kom­mene Ritter­güter west­lich der Oder aufkaufte.

Einer ihrer Erben, König Fried­rich II., verschenkte das Gut an seinen Ritt­meister, der ihm im Siebenjäh­rigen Krieg das Leben gerettet hatte. 1786 wur­de mit dem Bau eines Schlosses begonnen, das knapp 50 Jahre später schon wieder im klas­sizis­ti­schen Stil von keinem geringeren als K.F. Schinkel umge­baut wur­de. Den Landschafts­garten legte Hermann von Pückler an. 1944 war es im Besitz von Carl-Hans Graf von Hardenberg, der am Attentat auf Hitler teilgenommen hatte. Nach seiner Enteig­nung durch die Behörden der DDR wur­de es in „Marx­walde“ umbe­nannt und diente als LPG und Schule. Heute erstrahlt das Schloss im alten Glanz. In den Sommermo­naten finden dort Ausstel­lungen und Konzerte statt.

Zu Gast im Schlosshotel Neuhardenberg

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Schloss Neuhar­denberg besticht nicht nur mit einer einzig­ar­tigen Geschichte, sondern auch mit einem ambi­tio­nierten Hotel­be­trieb ohne gravi­tä­ti­sche Manieren und Hochnä­sigkeit, die man zuweilen sonst in Schlossho­tels antrifft.

Der Umgangs­stil ist freund­lich und sehr persön­lich. Die Zimmer kommen ohne Schnörkel aus. Im rustikalen Brenn­er­re­stau­rant werden regio­nale Bran­denburger Küche und Getränke serviert. Der gesamte großar­tige Park und der Well­nessbe­reich stehen den Gästen zur Verfügung.

Natio­nal­park Unteres Odertal

Letzte natür­liche Auen­landschaft Europas
Am östli­chen Rand der Ucker­mark liegt der einzige Auen­na­tio­nal­park Deutsch­lands, in direkter Verbindung zur Oder und ins polni­sche Nach­bar­land. Er schützt die Flus­saue der Unteren Oder – die letzte noch in großen Teilen intakte Fluss­mündung Mittel­eu­ropas mit ihren angrenzenden Hängen, Laubmischwäl­dern und blütenrei­chen Trockenrasen. Sie ist eine der arten­reichsten Lebens­räume Deutsch­lands. Mit seinen Fluss­al­t­armen und den regelmäßig überflu­teten Auen ist das untere Odertal ein Para­dies für Wasservögel als Brut-, Rast und Überwin­te­rungs­platz. Mehr als 161 Vogel­arten brüten im Natio­nal­park, darunter See-, Fisch- und Schrei­adler.

Schar­müt­zelsee

Tauchen, Baden und Segeln im „Märki­schen Meer“
Aus der Vogel­per­spek­tive  bilden der Große Stor­kower See und der Schar­müt­zelsee ein überdi­men­sio­nales, kilome­ter­langes V, mit Storkow und Bad Saarow an den beiden oberen Enden und Wendisch Rietz an der unteren Spitze. Er ist der zweitgrößte See Bran­denburgs, weshalb ihn Theodor Fontane auch das „Märki­sche Meer“ nannte. Größte Stadt am See ist Bad Saarow mit 5.000 Einwoh­nern. Seit 1998 gibt es dort ein Thermalbad mit Thermalsole und Moorbad. Auf den sanften Hügeln wachsen dichte Wälder, die zu langen Wande­rungen einladen. Am See kann man baden, tauchen und segeln.

Mit dem Fahrrad von Neuhar­denberg nach Neulewin

71 km | 4:00 h

Der Weg führt zurück an die Oder und weiter durch die schöne Land­schaft des Oder­bruchs mit seinen idylli­schen Dörfern.

Nach circa 28 Kilome­tern erreicht man die Ortschaft Groß Neuen­dorf, welche besonders durch ihren Hafen mit dem histo­ri­schen Verla­deturm und der Möglichkeit der Über­nach­tung in einem Eisen­bahnwaggon über­rascht. Weiter führt der schön ausge­baute Weg durch die Oder­landschaft mit seinen Auen.

F

Neulitzegöricke

Kolonistendorf im Oderbruch

Das Dorf liegt im Oder­bruch an der polni­schen Grenze. Es wur­de 1753 als lang gestrecktes Straßen­dorf errichtet, nachdem das Ober­bruch trockenge­legt worden war.

Im Zentrum steht eine spätklas­sizis­ti­sche Kirche, in deren Turm noch eine Panzer­gra­nate aus dem Zweiten Welt­krieg steckt. Die ursprüng­l­i­chen Kolo­nis­ten­häuser sind Fach­werkkon­struk­tionen, von denen viele noch erhalten sind. Eines davon ist das Kolo­nis­tenkaffee von Frau Herr­lich. Ein anderes die Gast­stätte zum Feuchten Willi, wo es Bier oder Bock­wurst gibt und zu DDR-Zeiten Filme gedreht wurden.

Zu Gast in einer Pension im Oderbruch

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das um 1832 erbaute Fach­werkhaus befindet sich mitten in dem histo­ri­schen Kleinod Neulietzegör­icke, dem 1.

Kolo­nis­ten­dorf im Oder­bruch. Bei seiner aufwen­digen Restau­rie­rung verwen­deten die Besitzer Naturma­te­rialien wie Lehm und Hanf, um den alten Charakter zu bewahren. Alle Zimmer sind individuell in einem Mix aus antiken Möbeln und moder­neren Elementen einge­richtet und bieten Ausblicke in das Oder­bruch. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit regio­nalen Produkten wie Honig und Wurst, selbst­gemachter Marme­lade und saiso­nalem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ange­boten. Im Garten mit Pool kann man ein paar ruhige Stunden verbringen. Abends kann man den Tag in gemüt­li­cher Runde oder mit einem Buch am Kamin ausklingen lassen.

Ucker­mark

über 250 Seen in sanfter Hügel­landschaft
Die Land­schaft im äußersten Nord­osten Deutsch­lands war ursprüng­lich slawisch besiedelt. 1250 wur­de das Land an der Ucker vom Pommern­herzog auf den Markgrafen von Bran­denburg über­tragen. Seit dem 30-jährigen Krieg wur­de der Land­strich immer wieder von Feldzügen, Hungersnöten und Seuchen heimge­sucht und ist bis heute eine der am wenigsten besiedelten Regionen in Mittel­eu­ropa. Dabei ist die sanft hüge­lige Land­schaft, die während der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren ihre Gestalt erhielt, eigent­lich fruchtbar. Seen, Buchenwälder und offene Felder wech­seln einander ab. Allein im Biosphären­re­servat Schorfheide-Chorin gibt es mehr als 250 Seen. Tradi­tioneller Haup­tort ist die Stadt Prenzlau.

Theater am Rand

Schrägstes Theater Deutsch­lands
1992 kauften ein Akkordeo­nist und ein Schau­spieler ein altes Fach­werkhaus in der Oderaue. Sie hatten einen verrückten Plan: am Rand Deutsch­lands fernab der Städte ein Theater zu gründen. Es begann in der 100 Jahre alten Guten Stube mit Platz für 32 Zuschauer. Inzwi­schen gibt es ein abenteuer­li­ches Theater mit 200 Plätzen, das durch seine Schrägheit, Offen­heit und die Abwe­sen­heit rechter Winkel überzeugt. Es gibt mehrere Reper­toire­stücke. Im Theater am Rand gibt es keine Eintrittskarten – man bezahlt nach der Vorstel­lung, was einem das kulturelle Erlebnis wert ist. Empfoh­lener Austritts­preis: ca. 20 Euro.

Frei­lichtmuseum Altr­anft

Das Frei­lichtmuseum befasst sich mit der Geschichte des Oder­bruchs, seinem kompli­zierten Wasser­system, der Land­wirt­schaft und der Baukultur. Neben einem Schloss gehören eine Schmiede, Bauern- und Land­arbeiter­häuser zum Ausstel­lungs­ge­lände. In den Sommermo­naten gibt es Akti­ons­tage zum Kennenlernen alter handwerk­li­cher Tätigkeiten, darunter Schmieden, Brotba­cken oder Töpfern.

Altlewin

Frischer Fisch und Anek­doten
Der Gasthof und Pension Zum Alten Fritz liegt in Altlewin. Er gilt vielen Berlinern inzwi­schen als Geheim­tipp, weil man dort in länd­li­cher Umge­bung „einfa­ches Essen und ehrli­ches Bier“ bekommt. Der Inhaber ist knor­riger Ostdeut­scher der viele Geschichten erzählen kann. Sehr empfehlens­wert ist der frisch gefan­gene Oderfisch.

Über die Neuenhagener Insel

Ausschtsreiche Wande­rung auf einer großen Insel in der Oder
Bis 1753 machte die Oder einen großen Bogen west­lich um Neuenhagen herum. Dann wur­de im Osten ein Kanal gegr­aben, durch den die Oder bis heute fließt. Doch auch durch den Altarm fließt noch etwas Wasser, sodass eine große Insel entstanden ist. Die Wande­rung führt von Schloss Neuenhagen nach Schiffmühle, wo Theodor Fontanes Vater seine letzten Jahre verbrachte. Dort gibt es ein kleines Museum. Weiter geht es zur heutigen Oder nach Hohen­wutzen. Auf dem Rückweg kommt man an einem kleinen Badesee vorbei. (hin und zurück: 17 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 110 Meter)

Von Neulewin nach Potsdam

Mit dem Fahrrad von Neulewin nach Potsdam

50 km | 3:00 h

Etwa zehn Kilometer folgt man der Oder bis Hohen­wutzen, wo man einen abge­fah­renen Polen­markt besu­chen kann.

Danach geht es am Oder-Havel-Kanal entlang nach Westen. Hinter dem ältesten Schiffs­he­be­werk Deutsch­lands, wo Schiffe mit einem Lift emporge­hoben werden, kann man noch einen Abste­cher zum Kloster Chorin machen. Die Zister­zi­en­ser­abtei in der Einöde gehört zu den faszi­nierendsten Bauten der frühen Backst­ein­gotik.

Zugfahrt von Ebers­walde nach Potsdam

Die Zugti­ckets sind nicht im Reise­preis enthalten. Sie können auf folgender Webseite gebucht werden: https://www.bahn.de
S-Bahn via Berlin nach Potsdam

Von Ebers­walde nach Potsdam

5 km | 10 Minuten
G

Potsdam

Preußenresidenz am Ufer der Havel

Die ehema­lige Residenz­stadt der preußi­schen Könige liegt südwest­lich von Berlin, einge­bettet zwischen der Havel, verschiedenen Seen und  Kanälen.

Wegen seiner Schlösser und Park­anlagen, aber auch wegen der bedeu­tenden Bürger­stadt ist Potsdam Welterbe der UNESCO. Bereits vor dem Ersten Welt­krieg wur­de hier das erste große Filma­telier der Welt gegründet, das Film­studio Babelsberg. Noch heute zählt es zu den modernsten Zentren der Film- und Fern­seh­pro­duk­tion in Europa. Eben­falls seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwi­ckelte sich Potsdam zu einem euro­päi­schen Wissenschafts­zentrum. Heute gibt es drei öffent­liche Hoch­schulen und mehr als 30 Forschungs­in­sti­tute in der Stadt.

In einem Gästehaus in Potsdam

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte Boutique-Hotel im Herzen von Potsdam hat sich ein kleines Stück Preußen­herr­lichkeit bewahrt.

Die Villa stammt noch aus der Kaiserzeit. Innen ist noch vieles erhalten unter anderem eine Wendeltreppe. Das Stadt­zentrum und das Holländi­sche Viertel sind zu Fuß zu errei­chen, ebenso Restau­rants, Cafés und Geschäfte. Die Straßen­bahnhal­te­stelle ist vor der Tür, die Halte­stelle des Potsdamer Wasser­taxis ein paar Schritte entfernt.

Berlin

Deutsch­lands hippe Haupt­stadt
Im Gegen­satz zu anderen euro­päi­schen Haupt­städten ist Berlin eine junge Stadt. Bedeu­tung bekam sie erst 1815, als Preußen zur euro­päi­schen Großmacht aufstieg. Im 20. Jahr­hun­dert hat sie jedoch wie kaum eine andere Stadt Welt­ge­schichte geprägt und erlitten. Nach seiner fried­li­chen Wiederver­ei­nigung gilt Berlin als Welt­stadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften. Im 21. Jahr­hun­dert hat sich die Stadt zu einem An­zie­hungs­punkt für Unter­neh­mens­gründer, Krea­tive und Einwanderer entwi­ckelt. Berlins Architektur, Festivals, Nach­tleben und eine krea­tive alter­na­tive Szene locken Millionen Besu­cher in die Stadt.

Sans­souci

Schloss- und Garten­landschaft Fried­richs des Großen
Schloss „Ohne Sorgen“ ist eigent­lich ein ganzes Ensemble von Schlös­sern und Gärten, das auf Fried­rich II. zurückgeht. Sein Vater hatte dort bereits einen Küchen­garten anlegen lassen: der Sohn verwandelte ihn in einen terras­sierten Weinberg. 1745 kam ein Sommer­schloss hinzu, zwei Jahre später die Orangerie, dann eine Neptung­rotte. Der Master­plan für die einzig­ar­tige Anlage kam vom Architekten Knobelsdorf, der sich auch um die Gärten kümmerte. Nach Fried­richs Tod wur­de weiter geplant und umge­staltet. Peter Josef Lenné erschloss unter Fried­rich Wilhelm IV. durch eine 2,3 Kilometer lange Ost-West-Achse den gesamten Park mit Lustgarten, Mühle, Rehgarten und Charlot­tenhof. Heute gibt es in Sans­souci ein Wegenetz von über 60 Kilome­tern.

Haus der Wannsee-Konferenz

Wo die Ermordung der Juden beschlossen wur­de
Am 20. Januar 1942 trafen sich höhere Beamte der NS-Reichs­mi­niste­rien und der SS in der Villa Minoux am Wann­see­ufer. Unter der Leitung des SS-Ober­gruppen­füh­rers Rein­hard Heyd­rich wur­de dort die Deporta­tion und Ermordung („Endlösung“) der Juden Europas in den besetzten Gebieten Polen und Osteu­ropa verhandelt. Heute ist die prachtvolle Villa am Wannsee eine Mahn - und Gedenk­stätte. Zu sehen ist die stän­dige Ausstel­lung „Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den euro­päi­schen Juden“. Zudem gibt es wech­selnde Ausstel­lungen zum Thema Holo­caust sowie eine Bibliothek.

Potsdamer Havel­seen

Radtour durch eine reizvolle Kultur­landschaft
Die Tour um den Templiner- und Schwie­lowsee gehört zu den schönsten Radwegen in Bran­denburg. Der besondere Reiz der Route liegt in dem beein­dru­ckenden Wech­sel­spiel von Natur und Kultur. Die urwüch­sige Wald- und Seen­landschaft, aber auch die vielen Sehens­wür­digkeiten machen die Radtour in dieser Region zu einem ganz besonderen Erlebnis. Große Teile von Potsdam gehören zum UNESCO-Welt­kultur­erbe. In Caputh kann man das Barockschloss und das Einstein-Haus besich­tigen, in dem Albert Einstein in den Sommermo­naten von 1928 bis 1932 wohnte. In Ferch empfiehlt sich ein Besuch im Museum der Havel­l­ändi­schen Maler­ko­lonie. Ein Kleinod besonderer Art ist der Japa­ni­sche Bonsai­g­arten und auch die Fercher Obstkis­tenbühne ist hier zu Hause. In Petzow lädt der Schloss­park mit dem alten Waschhaus zum Verweilen ein. (Hin und zurück: 43 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 230 Meter)

Potsdam

Potsdam

4 km | 5 Minuten
15 Tage
ab 1.169,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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