Mit dem Fahrrad von Lübeck nach Usedom: Auf dem Ostseeradweg entlang einer Traumküste - Deutschland
Seeufer von Sellin auf Rügen

Mit dem Fahrrad von Lübeck nach Usedom

Auf dem Ostseeradweg entlang einer Traumküste

Die Radreise ist ein Sport-, Natur- und Kulturerlebnis ersten Ranges. Sie führt über Inseln, in Hansestädte, zu historischen Badeorten, über Deiche und Waldwege und mecklenburgische Alleen.

Übernachtet wird in persönlichen Unterkünften, die durch Radfahrerfreundlichkeit und Stil überzeugen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

A

Lübeck

Die „Königin der Hanse“

Die Hanse­stadt verdankt ihre Bedeu­tung der Trave, einem schiffbaren Fluss, der 17 Kilometer weiter nörd­lich in die Ostsee mündet.

Die Altstadt auf einem Hügel zwischen Trave und Wakenitz gehört zu den schönsten und meist­be­suchten in ganz Nord­deutsch­land und wur­de von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erhoben. Lübeck gilt als „Königin“ und „Mutter der Hanse“ und war im Hoch­mit­tel­alter das Macht- und Wirt­schafts­zentrum an der Ostsee. St. Marien zu Lübeck gilt als eines der Haupt­werke und als „Mutter­kirche der Backst­ein­gotik“. Nord­öst­lich der Kirche steht ein Patri­zi­er­haus aus dem 16. Jahr­hun­dert, das der Familie Mann gehörte. Thomas Mann setzte ihm mit dem Roman „Die Buddenbrocks“ ein litera­ri­sches Denkmal, das in die Welt­li­te­ratur eingegangen ist. Wahrzei­chen der Stadt ist das wuch­tige Hols­tentor von 1478.

Zu Gast in einer ehemaligen Glockengießerei

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Kaufmanns­haus aus dem Jahr 1304 liegt inmitten der kleinen Gassen der Altstadt und ist eines der ältesten Gebäude der Stadt.

Ursprüng­lich befand sich hier eine Glocken­gießerei und auch später wur­de es noch für viele andere Hand­werke genutzt. Heute ist es ein mit Liebe zum Detail moder­ni­siertes Hotel, in dem teilweise noch die alten Mauern sichtbar sind; dadurch wur­de eine gelun­gene Mischung aus Alt und Neu erzielt und der Charme der Jahrhunderte erhalten. Der gute Gesamt­ein­druck wird durch die Freund­lichkeit des Besitzers, Herrn Haase, und seines Perso­nals noch verstärkt. Die vier Suiten sind individuell einge­richtet und haben eine Küchen­zeile. Das nord­deut­sche Früh­stück wird im liebevoll einge­deckten Spei­se­saal serviert, im Sommer kann man es im Hofgarten einnehmen – ein Rosen­garten, der sonst auch zum Lesen oder Entspannen einlädt. Das Stadt­zentrum mit dem histo­ri­schen Markt­platz sowie der Dom und das Hols­tentor sind zu Fuß erreichbar.

Lauenburg

Seen­platte und Vogel­pa­ra­dies
Im Südosten Schleswig-Holsteins liegt das Herzogtum Lauenburg. In der eiszeit­lich geformten Hügel­landschaft konnten sich Flora und Fauna im Schatten der innerdeut­schen Grenze nahezu unge­stört entwi­ckeln. Die Land­schaft mit über 40 Seen, Feuchtgebieten und schönen Laubwäl­dern ist heute vor allem ein Vogel­pa­ra­dies, das vom Natur­park Lauenburgi­sche Seen geschützt wird. Durch den Natur­park verläuft an einigen Stellen, wie bei Frede­burg, die Alte Salz­straße von Lüne­burg nach Lübeck noch als mittel­alter­liche Trasse.

Mit dem Fahrrad von Lübeck nach Wismar

76 km | 4:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Der Radweg von Lübeck nach Trave­münde ist gut ausge­baut und verläuft nahe der Straßen. Wer den Weg auf der rechten Seite der Trave nimmt, muss durch den fast 900 Meter langen Herren­tunnel.

Er ist für Radfahrer gesperrt, dafür gibt es einen kosten­losen Bustransfer. Von Trave­münde folgt man der Küste auf einem früheren Kontrollweg der Grenz­wache bis Boltenhagen. Unter­wegs muss man oft anhalten, wegen der impo­santen Blicke auf die Steil­küste und die Ostsee. Nach Boltenhagen fährt man durch den Klützer Winkel immer am Strand entlang und erreicht schließ­lich Wismar.

Herren­tunnel

866 Meter unter der Trave
Zwischen Lübeck und Trave­münde muss die Trave unterquert werden. 2006 wur­de die alte Herrenbrücke abge­rissen und durch einen Tunnel ersetzt. Im Gegen­satz zur früheren Brücke ist der Tunnel für Radfahrer, Mofa­fahrer, Fußgänger und Reiter nicht frei­gegeben. Sie werden jedoch mit einem kosten­losen Shuttle-Bus transpor­tiert, was mit einer gewissen Wartezeit verbunden sein kann.

Klützer Winkel

Steil­küsten und Hünengräber
Wie eine Halb­insel ragt der Klützer Winkel zwischen Lübeck und Wismar in die Ostsee. Das hüge­lige Land ist in der Eiszeit geformt worden. Die höchsten Erhe­bungen liegen fast 90 Meter über dem Meer. Eine besondere Attrak­tion ist die Steil­küste vor Großklützhöved. Im Mittel­alter war der Klützer Winkel fast völlig bewaldet, doch dann brauchten die Lübe­cker Kauf­leute Holz für Schiffe. Übrig geblieben ist der moorige Leono­ren­wald mit seinen Hünengräbern und wendi­schen Burgwällen. Heute steht er unter Natur­schutz.

Trave­münde

Seebad an der Mündung der Trave
Wo die Trave in die Lübe­cker Bucht mündet, unter­hielten Kauf­leute schon im 12. Jahr­hun­dert einen Hafen. 1329 wur­de er Teil des Lübe­cker Stadt­staates. Als reiche Hafen­stadt weckte es Begehr­lichkeiten von Herr­schern und Königen, gegen die es sich mit wuch­tigen Festungs­mauern zur Wehr setzte. Anfang des 19. Jahrhunderts begann eine neue Zeit für Trave­münde. Der Ort wur­de als zweiter an der deut­schen Ostseeküste zum Seebad erkoren. Es wurden Prome­naden für die Sommer­frischler ange­legt, allen voran die Strand­pro­me­nade, die 1904 eingeweiht wur­de. Bis heute kann man hier ober­halb der Strandkörbe flanieren und den Fähren weit draußen im Meer zuschauen.
B

Wismar

Backsteingotik an der Ostsee

Die Stadt an der Ostseeküste ist wegen ihrer zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erklärten Altstadt eine der Haupt­at­trak­tionen von Meck­lenburg.

Kurz nach ihrer Gründung 1226 wur­de Wismar Hanse­stadt und erlebte eine Blütezeit. Nach einem katastro­phalen Brand wur­de die Stadt 1267 im Stil der Backst­ein­gotik wieder­aufge­baut, der noch heute die Stadt prägt. Sehens­wert ist vor allem der 100x100 Meter große Markt­platz mit Rathaus und Bürger­haus. Im alten Hafen liegt ein Nachbau der Poeler Kogge, eines Wracks, das 1999 bei Timmen­dorf geborgen wur­de. Das Fracht­schiff von 1354 ist das größte bekannte seiner Art aus dem Spät­mit­tel­alter.

Zu Gast in einem Designhotel in Wismar

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine, stil­volle Hotel liegt ruhig und dennoch zentral in der Nähe des Alten Hafens in Wismar. Jedes der Zimmer besticht mit einem Design, das auf einzig­ar­tige Weise Alt und Neu kombi­niert.

Morgens wird im histo­ri­schen Aufent­haltsraum mit alten, bemalten Wandpaneelen das Früh­stück serviert. Später kann man hier oder im Garten entspan­nende Stunden verbringen oder den Tag bei einem Glas Wein ausklingen lassen. Den Markt­platz und die Innen­stadt erreicht man in wenigen Gehmi­nuten.

Schwerin

Märc­henschloss auf einer Park­insel
Die Stadt am Rande der Meck­lenburgi­schen Seen­platte ist seit der Wiederver­ei­nigung wieder Haupt­stadt von Meck­lenburg-Vorpommern. Mit seiner restau­rierten Altstadt und dem attrak­tiven Umland mit über 70 Seen zieht Schwerin viele Besu­cher an. Wahrzei­chen und Besu­cherma­gnet ist das Schloss der meck­lenburgi­schen Herzöge. Es wur­de im 19. Jahr­hun­dert  nach dem Vorbild des Loire­schlosses von Chambord erbaut. Wegen seiner Lage auf einer Insel, die zu einem engli­schen Park umge­staltet ist, wirkt es wie ein Märc­henschloss.

Mit dem Fahrrad von Wismar nach Bad Doberan

60 km | 3:30 h

Der Radweg führt von Wismar aus auf neu erschlos­senen Radwegen um die Wismarer Bucht. Hinter ein paar kleinen Seen erreicht man Redentin und Groß Strömken­dorf. Eine gut erhal­tene Windmühle steht in Stove.

Danach geht es nach Boiensdorf – immer mit schönem Blick auf das Salzhaff.
In Rerik kann man eine Backst­ein­go­tik­kirche aus dem 12. Jahr­hun­dert und kurz danach Großst­ein­gräber bestaunen. Durch die roman­ti­sche Küsten­landschaft kommt man nach Kühlungs­born und Heiligendamm, zwei attrak­tivem Kurstädten. Durch einen Küsten­wald erreicht man über Nienhagen die Stadt Warne­münde.

Insel Poel

Sanfte Hügel, weiße Strände
Die sanft gewellte Insel in der Wismarer Bucht zieht mit ihren Sand­stränden vor allem Badegäste und Natur­liebhaber an. Erreichbar ist Poel mit der Fähre vom Hafen in Wismar oder über einen Damm im Osten. Zentrum ist Kirchdorf. Ober­halb des Jacht­hafens steht eine wuch­tige roma­ni­sche Back­stein­kirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Eine Gedenk­stätte in Schwarzer Busch erin­nert an die Toten der Cap Arcona, die 44 Stunden vor Ende des Zweiten Welt­krieges von briti­schen Fliegern versenkt wur­de. Mehr Informa­tionen dazu gibt es im Heimatmuseum von Kirchdorf.

Klein­bahn Molli

Mit der Schmal­spur­bahn an der Küste entlang
Die älteste Schmal­spur­bahn an der Ostseeküste wur­de 1886 vom dama­ligen Großherzog von Meck­lenburg feier­lich eingeweiht. Sie transpor­tierte Güter und Badegäste bis 1969. Dann wur­de der Betrieb einge­stellt. Seit 1995 fährt die kleine Dampflok wieder auf der alten 900-Millimeter-Spur zwischen Bad Doberan und Kühlungs­born hin und her. Für die 15 Kilometer lange Strecke braucht sie gut 40 Minuten. Inn­er­halb der Orte sind die Gleise auf Straßen verlegt, außer­halb verläuft die Strecke parallel zum Ostsee­strand an male­ri­schen Alleen entlang und durch Wiesen und Felder.

Kühlungs­born

Längste Seepro­me­nade Deutsch­lands
Die Stadt zwischen einem Höhenzug namens Kühlung und der Ostsee ist der größte Bade- und Erho­lungsort Meck­lenburgs. Die Strand­pro­me­nade ist mit über drei Kilome­tern Länge die größte in Deutsch­land. Ein breiter Sand­strand zieht sich über etwa sechs Kilometer hin. Etwas Besonderes ist auch der große Stadt­wald, den Kühlungs­born wie ein Ring umschließt. Attraktiv ist das Stadt­bild mit einer Mischung aus histo­ri­scher Bäder­ar­chitektur und Moderne.

Wande­rung auf Poel

Blüh­ende Feld­raine und weiße Strände
Der sanfte Wanderweg beginnt in Kirchdorf am Hafen und führt durch blüh­ende Feld­raine nach Nord­osten bis Gollwitz. Von dort geht es unmit­telbar hinter dem Strand an der Küste entlang bis Schwarzer Grund und über die Insel­mitte wieder zurück nach Kirchdorf, wo man am Hafen einkehren oder ein frisches Fischbröt­chen essen kann. (hin und zurück: 13.9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 40 Meter)
C

Rostock

Hanseatische Architektur, lebendige Kulturszene

Hansea­ti­sche Architektur, eine breite Kultur­szene und gute Restau­rants und Geschäfte ziehen im Sommer viele Städterei­sende an.

Rostock ist eine leben­dige Hafen­stadt, die jedes Jahr im August die Hanse Sail Rostock, eines der größten Windjammer­treffen an der Ostsee, beherbergt. Zugleich hat die 250.000-Einwohner-Stadt eine lange Tradi­tion als Hanse­stadt, die um 1200 mit der Ansied­lung deut­scher Kauf­leute in der ursprüng­lich slawi­schen Fischer­sied­lung begann. Um 1419 wur­de die Univer­sität gegründet, als älteste in Nord­eu­ropa. Trotz Zerstör­ungen im Zweiten Welt­krieg kann man in der wieder aufge­bauten Altstadt rund um den neuen Markt und die Mari­en­kirche den Glanz früherer Jahrhunderte erahnen.

Zu Gast im Prinzenpalais Bad Doberan

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nach umfas­sender Sanie­rung wur­de das im Stil des Klas­sizismus errich­tete Palais 2009 als First Class Hotel und Veran­stal­tungs­zentrum eröffnet.

Das Gebäude befindet sich im histo­ri­schen Zentrum von Bad Doberan und prägt mit seiner Fassade das Ortsbild. 1821 vom Architekten C. Th. Severin erbaut, diente das Prin­zen­pa­lais viele Jahrzehnte als private Sommer­residenz der Meck­lenburger Prinzen und Herzöge, vornehm­lich der Familie des späteren Großherzogs von Meck­lenburg Paul Fried­rich.

Kloster Doberan

Backst­ein­gotik in Voll­endung
Das ehema­lige Zister­zi­ens­erkloster in Bad Doberan wur­de gleich nach der Chris­tia­ni­sie­rung von Meck­lenburg gegründet und entwi­ckelte sich zu einem geist­li­chen, poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Zentrum. Die Kloster­kirche, das Dobe­raner Münster, zählt zu den bedeu­ten­dsten hoch­go­ti­schen Back­steinbauten in Europa. Im Inneren beein­dru­cken ein Hoch­altar von 1310 und die Grabmäler der meck­lenburgi­schen Herzöge. Der an eine franzö­si­sche Kathedrale erin­nernde Bau steht heute in einem engli­schen Landschafts­park.

Mit dem Fahrrad von Bad Doberan nach Wieck a. Darß

70 km | 4:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Über Warne­münde/Markgrafen­hei­de führt der Radweg zunächst durch die Rosto­cker Heide und erreicht Graal-Müritz. Nach Dier­hagen sieht man land­seitig den Saaler Bodden, einen großen Binnensee.

Fisch­land nennt sich das Land links des Boddens. Das nächste Seebad am Weg ist Wustrow, danach folgt Ahren­shoop. Hier zweigt der Radweg von der Ostseeküste ab und führt über die Landzunge nach Born am Bodden. Schilf säumt den See, soweit das Auge reicht. Was alt ist, ist restau­riert; Neues wur­de im Stil des Alten erbaut. In Wieck, ein paar Kilometer weiter, ist es genauso schön. Der Radweg führt nun am See entlang und erreicht Prerow, wo er auf dem Hoch­was­serdamm weiterführt.

Wustrow

Kirchturm mit Aussicht auf die Boddenwelt
Swante Wustrow: die „heilige Insel“ war vor der Chris­tia­ni­sie­rung der Ostsee ein Heiligtum der Slawen. Bis ins 19. Jahr­hun­dert war Wustrow abhängig von der Seefahrt, wie man noch an den liebevoll gepflegten Kapi­täns­häusern sehen kann. Es gab eine Navi­ga­ti­ons­schule und eine Hoch­schule für Seefahrt. Heute kommen viele Badegäste in den Ort. An der Seeseite gibt es weit­läufige und fein­san­dige Strände und eine Seebrücke. Bodden­seitig breiten sich Wiesen und Schilfgürtel aus. Das Wasser gewinnt nur langsam an Tiefe, was ideal fürs Segeln und Surfen ist. Wer den Kirchturm auf dem Burgwall besteigt, hat eine tolle Aussicht über die einzig­ar­tige Boddenwelt zwischen Land und Meer.

Natio­nal­park Vorpom­mer­sche Bodden­landschaft

Vogel­pa­ra­dies am salzigen Flach­wasser
Herz­stück des etwa 6.000 Hektar großen Natio­nalparks ist der Darßer Urwald, der an den Darßer West­strand angrenzt. Der Bodden macht ungefähr ein Viertel des Gebiets aus. Darunter versteht man das flache Küstenge­wässer, das nach der letzten Eiszeit entstand. Der Name „Bodden“ bezieht sich auf die geringe Tiefe. Unter dem Wasser kommt bald der Boden. Wegen des unter­schied­li­chen Salzge­haltes des Bodden-Wassers ist die Lebens­welt äußerst vielfältig. Für Zugvögel ist der Bodden einer der wich­tigsten Rast­plätze in Europa.

Ahren­shoop

Künst­ler­ko­lonie im Natur­schutzgebiet
Ende des 19. Jahrhunderts grün­deten mehrere Maler und Schrift­steller die Künst­ler­ko­lonie Aren­shoop. Die Künstler zogen Bürger und den Adel an. In der Folge entwi­ckelte sich der Ort zum Seebad. 1909 wur­de der Kunst­katen gebaut, in dem bis heute viele Ausstel­lungen stattfinden. Das Kunst­museum Ahren­shoop informiert über die Kolonie und stellt sie in einen größeren Zusam­menhang – von der Kaiserzeit über die DDR bis hin zur Wiederver­ei­nigung. Das kulturelle Leben des Ortes wird ergänzt durch eine herr­liche Natur zwischen Bade­strand und dem Ahren­sho­oper Holz mit seinen riesigen Stechpalmen.
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Fischland-Darß-Zingst

Halbinsel zwischen Bodden und Ostsee

45 Kilometer reicht die Halb­insel zwischen Rostock und Stralsund in die Ostsee hinein. Im Süden liegt die Darß-Zingster Bodden­kette, im Norden die offene Ostsee.

Der südwest­liche Abschnitt der Halb­insel heißt Fisch­land, es folgt der Darß, an den sich nach Osten die Halb­insel Zingst anschließt. Seit kürzerer Zeit ist der Große Werder durch Verlandung Teil der Halb­insel­kette. Der Darß gehört bereits zu Vorpommern, während Fisch­land histo­risch dem Landes­teil Meck­lenburg angehört. In histo­ri­scher Zeit waren sowohl der Kern Fisch­lands als auch der Darß und der Zingst Inseln. Erst die Schließung von Flut­rinnen durch den Menschen im 14. Jahr­hun­dert (Fisch­land und Darß) und im 19. Jahr­hun­dert (Zingst) verband sie dauer­haft mit dem Fest­land. Der östliche Teil der Halb­insel Zingst und der Mittel­teil des Darß sind Teile des Natio­nalparks Vorpom­mer­sche Bodden­landschaft.

Zu Gast in einem Hotel in Wieck

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das reetge­deckte Hotel liegt inmitten einer naturnah gestal­teten Garten­landschaft in Wieck, am Südo­st­ufer der Halb­insel Darß am Bodstedter Bodden.

Auf drei mitein­ander verbun­dene Häuser verteilen sich 32 Doppelzimmer und 14 Apart­ments mit länd­lich-gediegener Einrich­tung. In der Gesundheits­scheune mit Sauna und Schwimmbad kann man dem Alltag entfliehen und in Ruhe abschalten. Vom Schwimmbad aus bietet sich ein freier Blick in Garten und Natur. Für das reichhal­tige Früh­s­tücksbuffet werden ausschließ­lich Produkte aus dem biologi­schen Anbau verwendet. Der male­ri­sche Segelhafen von Wieck ist ca. 300 Meter entfernt. Die Umge­bung lädt zu ausge­dehnten Spaziergängen und Radtouren ein; der Leucht­turm Darßer Ort ist zwölf Kilometer, das Natur­schutzgebiet Kirr 17 Kilometer entfernt.

Mit dem Fahrrad von Wieck a. Darß nach Stralsund

65 km | 4:00 h
Die Etappe führt auf einem Damm zwischen den Bodden­seen in die Stadt Barth. Hier gibt es viel Histo­ri­sches zu sehen. Danach folgt eine sehr schöne, lange Landschafts­e­tappe entlang des Bodden­sees Grabow. Vorbei am ehema­ligen Schloss Hohen­dorf geht es weiter in Rich­tung Stralsund.

Barth

Histo­ri­sches Städt­chen am Bodden
Barth liegt am südli­chen Ufer des Barther Boddens, der im Norden durch die Halb­insel Fisch­land-Darß-Zingst von der Ostsee getrennt ist. Mittel­alter und frühe Neuzeit haben ihre Spuren hinter­lassen. Seinen Wohl­stand verdankte Barth dem Schiffsbau. Zeitweilig gab es bis zu sieben Werften. Sehens­wert sind die goti­sche St. Marien Kirche und die histo­ri­schen Bürger­häuser der Altstadt. Heute lebt Barth vom Tourismus, die küsten­nahen Gewässer laden zum Baden und verschiedensten Wassersportak­tivi­täten ein.
E

Stralsund

Backsteingotik in der Hansestadt

Die Hanse­stadt liegt am Stre­lasund, einer Meer­enge der Ostsee. Sie wird auch „Tor zur Insel Rügen“ genannt; über zwei Brücken ist sie mit der Insel verbunden.

Mit knapp 60.000 Einwoh­nern ist Stralsund die viertgrößte Stadt Meck­lenburgs. 1234 erhielt sie das Stadt­recht und war bald darauf Gründungs­mit­glied der Hanse, was ihr Reichtum und Wohl­stand einbrachte. Davon zeugt die präch­tige Altstadt im Stil der Backst­ein­gotik, die heute zum Welterbe der UNESCO gehört. Die charak­te­ris­ti­schen Giebelhäuser stehen heute vor allem in der Mönch-, der Ossenreyer und der Mühl­en­straße.

Zu Gast in einem Hotel in Stralsund

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt im Zentrum der Altstadt von Stralsund und stellt eine gelun­gene Symbiose von modernem Komfort und histo­ri­scher Architektur dar.

Auf fünf histo­ri­sche Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten verteilt gibt es 92 individuell geschnit­tene und einge­rich­tete Zimmer. Morgens wird den Gästen ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten. Auch sonst wird kuli­na­risch von der urigen Keller­kn­eipe über ein hansea­ti­sches Restau­rant bis zur biozer­ti­fi­zierten Kaffee­r­österei einiges geboten. Im Well­nessbe­reich des Hotels kann man sich in einer der drei Saunen entspannen oder mit Massagen und anderen Anwendungen verwöhnen lassen. Das Zentrum mit seinen zahlrei­chen Sehens­wür­digkeiten und der Hafen sind fußläufig erreichbar.

Mit dem Fahrrad von Stralsund nach Ostseebad Binz auf Rügen

83 km | 4:30 h

Über den Rügendamm gelangt man auf Deutsch­lands größte Insel. Seit 2007 gibt es parallel eine impo­sante Brücke, die aber Auto­fah­rern vorbe­halten ist.

Auf der Insel folgt man dem Radweg am west­li­chen Ufer. Wer sich fit fühlt, kann einen Abste­cher zur Insel Ummanz machen. Von Rügen aus führt eine 250 Meter lange Brücke dorthin. Auf schmalen Wegen geht es nun ins Inselin­nere über Bergen und weiter an die Ostküste nach Binz.

Ummanz

Idylli­sche Insel im Westen von Rügen
Die Insel im Westen von Rügen ist immerhin 20 Quad­ratki­lometer groß und Teil des Natio­nalparks Vorpom­mer­sche Bodden­landschaft. Ummanz mit nur 240 Einwoh­nern ist eine reine Natu­r­idylle. Weite Felder, Kuhwiesen und hüge­lige Wälder wech­seln einander ab. Alleen mit alten Kasta­nien führen zu reetge­deckten Bauernhöfen und Landgast­stätten. Seit 1901 verbindet eine Brücke Rügen und Ummanz. Wer hierher kommt, sucht nicht den Touris­tenrummel und lange Sand­strände, sondern Natur und Ruhe.

Bergen auf Rügen

Haup­tort mit schöner Altstadt
Die Haupt­stadt von Rügen liegt im Zentrum der Insel. Zu den 14.000 stän­digen Bewoh­nern gesellen sich im Sommer mindes­tens ebenso viele Gäste. Bis ins Mittel­alter war Bergen von einem slawi­schen Volk besiedelt. Erst im 30-jährigen Krieg erhielt es deut­sches Stadt­recht. Sehens­wert sind die Bürger­häuser im Fach­werk­stil aus dem 17. und 18 Jahr­hun­dert und die backst­ein­go­ti­sche Mari­en­kirche. Mittel­alter­liche Kultur spiegelt sich außerdem im Klosterhof wieder. Das Kloster der Stadt war haupt­säch­lich von Zister­zi­en­sern bewohnt.

Prora

Gigan­tomanie einer Nazi-Feri­en­anlage
Nörd­lich von Binz am Sand­strand von Prora liegt eine kolos­sale Bauruine von insge­samt 4,5 Kilome­tern (!) Länge. Der gigan­ti­sche Komplex wur­de zwischen 1936 und 1939 erbaut und sollte eine natio­nalso­zia­lis­ti­sche Feri­en­anlage im Rahmen des KDF (Kraft durch Freude) Programms werden. Der Gesamt­entwurf des Architekten mit dem sinnigen Namen Klotz wur­de auch außer­halb Deutsch­lands bewundert. Er wur­de auf der Welt­fach­aus­stel­lung Paris 1937 mit einem Grand Prix ausgezeichnet. Während des Krieges blieb der Bau unvoll­endet und wur­de erst in der DDR-Zeit provi­so­risch fertig gestellt. Zu den Nutzern gehörten die Rote Armee, die NVA und die Volks­poliezi. Nach mehreren vergeb­li­chen Sprengungs­ver­su­chen steht „Prora“ nun unter Denkmal­schutz. Am Südende des Baus gibt es ein Doku­menta­ti­ons­zentrum.
F

Rügen

Deutschlands schönste Insel

Die mit fast 1.000 Quad­ratki­lome­tern größte deut­sche Insel ist zugleich auch die schönste und viel­sei­tigste.

Sanfte bewal­dete Hügel gehen in flachere Wiesen und Moore über. Steil­küsten wech­seln mit Bade­stränden ab. Vom flachen land­wirt­schaft­lich genutzten Süden steigt die Insel nach Norden sachte an, wo sie dann an der bekannten Krei­deküste abrupt abbricht. Der schönste Badeort ist Binz mit seinem feinen Sand­strand und den ehrwür­digen Villen.

Zu Gast in einer Villa in Binz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Garagenstellplatz pro Zimmer

In dem geschicht­s­träch­tigen Hotel in Binz, das direkt am weißen Sand­strand und der Strand­pro­me­nade liegt, wird viel Wert auf Tradi­tion und Stil gelegt. Die Jugend­stil­villa wur­de mit viel Sorgfalt nach histo­ri­schen Vorlagen restau­riert und spiegelt das Ambi­ente des ausge­henden 19.

Jahrhunderts wider. Alle Zimmer und Suiten des Hauses sind mit zahlrei­chen ausge­wählten Einzel­stü­cken und in individu­ellen Farben einge­richtet. Wo man sich auch befindet – in der Bras­serie, der Cock­tailbar oder auf der schönen Freiter­rasse – die Ostsee ist stets präsent. Die Küche zaubert lokale Speziali­täten aus regio­nalen und saiso­nalen Produkten, die von ausge­suchten Weinen und Spirituosen begleitet werden.

Binz

Lange Strände, histo­ri­sche Bäder­ar­chitktur
Das größte und schönste Seebad auf Rügen hat nicht nur einen langen, fein­san­digen Strand, sondern auch viele schöne Villen im Stil der Bäder­ar­chitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die reich verzierten Holz­fas­saden, Veranden und kunst­vollen Erker haben die DDR über­dauert und wurden anschließend aufwendig restau­riert. Sehens­wert sind auch das Jagdschloss Granitz, das Kurhaus und die 370 Meter lange Seebrücke von 1902.

Mit dem Fahrrad von Ostseebad Binz auf Rügen nach Greifs­wald

79 km | 5:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Die Strecke führt in den äußersten Süden von Rügen bis Glewitz, wo eine Fähre der Weißen Flotte alle 20 bis 30 Minuten zum Fest­land nach Stahlbrode pendelt.

Eine Vier­tel­stunde ist man unter­wegs und kommt bei Reinberg wieder auf den Ostsee­r­adweg, der für ein paar Kilometer neben der Bunde­straße verläuft. Bei Mesekenhagen biegt man links ab und kommt am Natur­schutzgebiet Koos wieder zur Ostsee.

Koos

Vögel, Wölfe, Wasserbüffel auf Natur­schutz­insel
Die zweitgrößte Insel im Greifs­walder Bodden hat nur acht Einwohner und ist für die Öffent­lichkeit gesperrt. Grund dafür ist der Natur­schutz. Koos ist Euro­päi­sches Vogel­schutzgebiet und ein Eldo­rado für Orni­tho­logen. Nur ein Teil wird saisonal beweidet – mit Uckermärker Rindern, Wasserbüffeln und Gotlandschafen. Mehr­fach wurden auf der Insel Schafe gerissen. Unter­su­chungen deuten darauf hin, dass ein Wolf der Verur­sa­cher war.
G

Greifswald

Eine Zeitreise in die Hanse- und Schwedenzeit

Die altehrwür­dige Hanse- und Univer­si­täts­stadt zählt zu den schönsten Städten an der Ostseeküste.

Sie liegt an der Mündung des Flusses Ryck in den Greifs­walder Bodden. Die Hansezeit und die Schwe­den­herr­schaft haben überall kunst­his­to­ri­sche und architek­to­ni­sche Spuren hinter­lassen. Während des Zweiten Welt­kriegs blieb die Stadt von Bomben und Zerstörung verschont. Während der DDR-Zeit wuchsen Plat­tenbauen an der Peripherie, aber die Altstadt verfiel in einen Dornrö­sc­henschlaf. Heute ist sie schöner denn je. Die Kloster­ruine Eldena, der Dom St. Nicolai oder die Wiecker Holzbrücke stehen noch so da, wie Caspar David Fried­rich, der berühm­teste Sohn der Stadt, sie gemalt hat.

In einem Gasthaus am Ryck

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das gemüt­liche Gast­haus liegt im Stadt­teil Wieck, direkt an der histo­ri­schen Holzklappbrücke über den Ryck.

Jedes der individuell gestal­teten Zimmer ist klar und harmo­nisch einge­richtet. Ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet sorgt für einen guten Start in den Tag. Das Restau­rant serviert saiso­nale, regio­nale Küche – frischen Fisch, gutes Fleisch und knackiges Gemüse. Vom Haus sind es wenige Schritte bis zur Mole und zum Strand des Greifs­walder Boddens sowie zur Altstadt und zum Muse­umshafen.

Meck­lenburgi­sche Seen­platte

Land Schlösser und Seen
Die meck­lenburgi­sche Seen­platte gehört mit den masu­ri­schen Seen zu den größten Seengebieten südlich der Ostsee. Die Müritz ist der größte von etwa 1000 Einzel­seen und nach dem Bodensee der zweitgrößte Binnensee Deutsch­lands. Verbunden werden die Seen durch eine Viel­zahl von Flüssen, Kanälen und Altarmen, über die man von Berlin bis nach Hamburg schippern kann. Die Havel fließt durch die Seen­platte und entwäs­sert sie über die Elbe in die Nordsee. Nach dem Ende der DDR wur­de die nach der letzten Eiszeit entstan­dene Land­schaft zu einem Feri­en­pa­ra­dies für Wassersportler, Wanderer und Vogelbe­ob­achter.

Kloster Eldena

Geheim­nis­umwit­tertes Caspar-David-Friedrisch-Motiv
1199 wur­de das Kloster von däni­schen Zister­zi­en­sermön­chen gegründet, nachdem ihre erste Kloster­gründung in einem dänisch-bran­denburgi­schen Schar­mützel in Flammen aufge­gangen war. Aus der Ansied­lung rund um das Kloster Eldena ging im 13. Jahr­hun­dert die Stadt Greifs­wald hervor. Die Errich­tung der Gebäude zog sich über Jahrhunderte hin. Kurz nach Fertig­stel­lung der West­fas­sade kam die Reforma­tion, in der das Kloster säku­la­ri­siert wur­de und die Kirche funk­ti­onslos wur­de. Nach Beschä­d­igungen im 30-jährigen Krieg ließen die Schweden die Kirche voll­ends verfallen. Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte der roman­ti­sche Maler Caspar David Fried­rich die Ruine und war sofort faszi­niert. Seine Bilder rückten die Kirche wieder ins öffent­liche Bewusst­sein. Heute führt die Route der Nord­deut­schen Romantik an der Kirche vorbei.

Mit dem Fahrrad von Greifs­wald nach Mellenthin

84 km | 5:00 h

Entlang der Küste kommt man erst nach Ludwigsburg und radelt dann in weitem Bogen durch kleine Orte weiter nach Lubmin. Am stillgelegten Kernkraft­werk geht es vorbei bis zur Peene­mündung.

Die Stadt Wolgast mit ihrer histo­ri­schen Innen­stadt bietet sich für eine Pause an. Über Brücken erreicht man erst die Schloss­insel und kommt schließ­lich nach Usedom.

Wolgast

Tor zur Insel Usedom mit slawisch-schwe­di­scher Geschichte
Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern ist das Tor zur Insel Usedom. Das gut erhal­tene histo­ri­sche Zentrum zeugt von einer tausendjäh­rigen Geschichte, in der es von einem slawi­schen Fischerdorf zu einer kleinen herzog­li­chen Residenz und Hanse­stadt aufge­stiegen ist. Mit der Herzog­linie Pommern-Wolgast hatte es jedoch im 30-jährigen Krieg ein Ende. Von 1630 bis 1815 gehört die Stadt – wie ganz Vorpommern – zum König­reich Schweden. Von den Bauten auf der herzog­li­chen Schloss­insel sind heute nur Reste erhalten. Dafür beherrscht die wuch­tige Petri­kirche von 1280 im backst­ein­go­ti­schen Stil bis heute das Stadt­bild. Auch das histo­ri­sche Rathaus ist aus Back­steinen gebaut.
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Usedom

Historische Seebäder und Landungsbrücken

Die zweitgrößte deut­sche Ostse­e­insel nach Rügen liegt in der Pommer­schen Bucht. Durch den Peene­strom und das Stet­tiner Haff wird sie vom Fest­land getrennt, durch die Swine von der polni­schen Nach­bar­insel Wollin.

Die gute Luft und die feinen Sand­strände, die über viele Kilometer die Insel säumen, haben schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Urlauber angezogen, was der Insel auch den Spitz­namen „Bade­wanne Berlins“ einge­bracht. Aus dieser Zeit stammen die großen Seebäder Ahlbeck und Heringsdorf mit ihren hübschen Villen, Landungs­brü­cken und Feri­en­häusern.

Zu Gast in einem Wasserschloss auf Usedom

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das roman­ti­sche Schloss ist eine Über­ra­schung in der Mitte von Usedom. Der Renais­san­cebau von 1575 wird von einem breiten Wasser­gr­aben umgeben.

Nach dem 30-jährigen Krieg kam es in den Besitz des schwe­di­schen Königs; später gehörte es preußi­schen Mili­tärs. Zu DDR-Zeiten wur­de das Schloss enteignet und diente als Wohn­gebäude und Kindergarten. Nach der Wende wur­de das Wasser­schloss zu einem Hotel mit Gastro­nomie ausge­baut. Im Garten kann man in Strandkörben Eis essen. In den urigen Gasträumen wird rustikale Küche serviert. Empfehlens­wert ist die „Usedomer Fisch­suppe“.

Wollin

Bade­strände und Wisente im Natio­nal­park
Die 265 Quad­ratki­lometer große Insel zwischen Ostsee und Stet­tiner Haff wird nur durch die Meer­enge Swina von der west­lich gelegenen Insel Usedom getrennt. Die in der Eiszeit geformte Land­schaft ist abwechs­lungs­reich: Moore, Dünen und Seen wech­seln einander ab. Dazwi­schen wachsen Fichten und Kiefern. Vor der Ostsee gibt es Bade­strände und Klippen­ufer. Der Wolliner Natio­nal­park umfasst heute fast die ganze Insel. Dort gibt es unter anderem eine Herde der beinahe ausge­s­torbenen Wisente zu sehen.

Swine­münde

Ostseebad mit glamou­röser Geschichte
Bekannt wur­de das ehemals drittgrößte deut­sche Seebad vor allem durch die regelmäßigen Besuche von Kaiser Wilhelm II, weshalb Świnoujście mitunter auch als das „Kaiserbad“ bezeichnet wird. Von der Stadt zum Strand führt die längste Strand­pro­me­nade Europas. Der zwölf Kilometer lange feine Sand­strand zwischen Świnoujście und Bansin setzt sich bis ins 42 Kilometer entfernte Peene­münde fort. Sehens­wert sind die Prome­nade mit Geschäften, Freizei­t­ange­boten, Restau­rants und Bars, der Kurpark zwischen Kurviertel und Altstadt sowie die Mühl­enbake von 1871, ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer mit Windmühlrädern erzeugt wur­de.

Wapnica

Wandern und Baden am Türkissee
Das Dorf war einst Heimat von Fischern und Kleinbauern, dann von Gruben- und Fabrik­arbeitern, die in der örtli­chen Kreide- und Kalk­indu­s­trie arbei­teten. Heute hat Wapnica (deutsch: Kalkofen) etwa 350 Einwohner und lebt vom Fremdenver­kehr. In der Dorfaue steht eine auf das Alter von etwa 450 Jahren geschätzte Eiche, die „Dab Pras­tary” (die Uralte), mit einem Umfang von 6,5 Metern und einer Höhe von 21 Metern. Am Südo­st­rand von Wapnica ist der von Buchen­wald umge­bene Türkissee ein beliebtes Ausflugs­ziel. Der See entstand durch das Voll­laufen einer aufge­gebenen Krei­degrube und ist Teil des Natio­nalparks Wolin. Die türkis­grüne Färbung entsteht durch die Kombi­na­tion von klarem Wasser und dem weißen, kalkhal­tigen Grubenboden. Rund um den See führt ein Wanderweg zu schönen Aussichts­punkten, etwa zum Pias­kowa Góra (Sandberg) am Südufer des Sees.
14 Tage
ab 1.359,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

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Petra Rappenhöner

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