Mit dem Fahrrad von Basel nach Mainz: Auenwälder und Kaiserdome am Oberrhein - Deutschland
Ehrwürdige Geschichte: Dom von Worms

Mit dem Fahrrad von Basel nach Mainz

Auenwälder und Kaiserdome am Oberrhein

Vor 36 Millionen Jahren riss die Erdkruste und ein Graben entstand. Seit 2 Millionen Jahren fließt der Rhein hindurch. Über Jahrtausende prägen Menschen die Landschaft. Die Radtour ist ein Natur- und Kulturgenuss.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Basel

Basel

2 km | 5 Minuten
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Basel

Moderne Industriestadt mit 2000 Jahren Geschichte

Die Groß­stadt im Drei­ländereck blickt auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurück, die spürbar und im span­nenden Kontrast zur Moderne in allen Ecken und Winkeln der Stadt weiter­lebt.

In der gut erhal­tenen roman­ti­schen Basler Altstadt schlägt das Herz der Stadt: Enge Gassen führen zu lauschigen Plätze mit über 180 Brunnen und werden gesäumte von prachtvollen Patri­zi­er­häusern aus vergan­genen Jahrhunderten. Kunst­ge­schicht­lich herausra­gend sind das Rathaus und das Basler Münster hoch über dem Rhein.

Zu Gast in einem Kunsthotel in der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Hotel in der Basler Altstadt ist in zwei histo­ri­schen Gebäuden unter­ge­bracht. Eines davon ist das Kunst­hotel mit acht Zimmern, welche alle als bewohnbare Kunst­werke kreiert sind.

Das andere ist das Gale­rie­hotel. Es besitzt 20 Zimmer und wird auch als Ausstel­lungs­raum genutzt. Neun Kunst­zimmer wurden von unter­schied­li­chen Kunst­schaf­fenden als erleb­bare Raumkunst gestaltet. Dabei ist es den Künst­lern frei­ge­stellt, direkt auf die Wände zu malen oder mit Mate­rialien in den Raum zu arbeiten. Weiter unter­stützt das Hotel immer wieder Künstler mit Ausstel­lungen oder Projekten in unter­schied­lichster Ausprägung.

Aussichtswande­rung rund um den Hertener Berg

Am höchsten Punkt von Rheinfelden
Start­punkt ist der Wander­park­platz Kal­kofen. Erstes Ziel ist die Ruine Herten­berg. Die Burg wur­de einst von den Grafen von Habsburg erbaut, 1268 beschä­digt und 1356 durch ein Erdbeben endgültig zerstört. Von der ehema­ligen Burg­anlage sind noch mehrere Mauer­reste erhalten. 
Über die Leuengr­aben-Schlucht führt ein Forstweg nach rechts auf den Rührbergweg. Über die „Hexekuchi“ gelangt man zum Ausgangs­punkt zurück. (hin und zurück: 3 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 440 Meter)

Mit dem Fahrrad von Basel nach Freiburg

74 km | 4:30 h

Nach Weil am Rhein folgt der Radweg zunächst einer Straße am Hafen entlang. In der Höhe von Hatten­heim zweigt der Radweg links ab und erreicht das Rhein­ufer, wo die Asphalt­decke endet.

Ein gewalzter Naturweg folgt nun direkt dem Rhein, der sich in einen schiffbaren Teil im Westen, den „Grand Canal d'Alsace“, und einen natur­be­las­senen Teil teilt, der die Grenze zwischen Deutsch­land und Frank­reich markiert. Der Radweg folgt dem natur­be­las­senen Arm durch Auenwälder und Feuchtgebiete mit großer Arten­viel­falt. Als Sammel- und Rückzugsgebiete für Zugvögel haben sie über­regio­nale Bedeu­tung. 
Nach der Isteiner Schwelle bleibt der Radweg am Rhein. Seltene Pflanzen gedeihen rechts und links des Weges. Bad Bellingen liegt rechts jenseits der Auto­bahn und lohnt einen Abste­cher. Voll­kommen eben führt der Radweg auf gewalztem Boden weiter. Kaum mal ein Blick auf den Rhein, nie auf den nahen Schwarz­wald. Dafür weit weg von Städten und Straßen und mitten in der Natur. 
Wer noch Zeit hat, sollte sich die schöne Altstadt von Neuenburg anschauen. Im Mittel­alter war sie freie Reichs­stadt. Bei Hart­heim verlassen wir den Rhein und fahren durch Wiesen und Felder nach Freiburg.

Oberrhein­ebene

Glänzende Städte und natur­be­las­sene Auen
Der Oberrhein reicht vom Rhein­knie bei Basel bis zum Rhein­knie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-franzö­sisch-schwei­ze­ri­sche Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwest­schweiz, der Südpfalz und einem Teil von Baden. Seit der Stein­zeit ist die Ebene zwischen dem Schwarz­wald und den Vogesen eines der wich­tigsten Durch­gangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systema­tisch Straßen anlegten. Im Mittel­alter verlief hier eine Handels­straße zwischen Ober­i­talien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großar­tige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahr­hun­dert bedrohten unbe­re­chenbare Hoch­wasser jegliche Zivili­sa­tion. Erst mit der Begra­digung des Rheins im 19. Jahrhundert  wur­de das Problem einge­dämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Natur­schutz gestellt sind.

Elsass

Kultur­landschaft zwischen Vogesen und Rhein
Roman­ti­sche Wein­dörfer, Burg­ruinen auf aussichtsrei­chen Höhen und histo­ri­sche Wehr­kir­chen haben die östlichste Region Frank­reichs zu einer außergewöhn­li­chen Kultur­landschaft gemacht. Das Land zwischen den Vogesen und dem Rhein ist seit vielen Jahr­tausenden Schau­platz einer wech­sel­vollen Geschichte, die von deut­scher wie franzö­si­scher Kultur glei­cher­maßen geprägt ist. Schon vor 1000 v. Chr. machten sich kelti­sche Einflüsse breit. Die Römer brachten die Mittelmeerkultur und den Wein, der bis heute prägenden Charakter hat. Im Mittel­alter spielten die Städte am Oberrhein­gr­aben eine wich­tige Rolle. Seine Maler gehören zu den größten ihrer Zeit: Matthias Grüne­wald schuf den Isen­heimer Altar und Martin Schongauer die „Madonna im Rosenhag“. Die elsäs­si­sche Küche gilt als eine der origi­nellsten in Frank­reich: Deftige Gerichte wie Chou­c­route, Baecke­offe und Flammku­chen werden durch erstklas­sige Weißweine ergänzt.

Vitra Design Museum

Museum für moderne Architektur und Design
Das Desi­gnmuseum in Weil am Rhein enthält vor allem eine Samm­lung zur Möbel- und Innenra­umge­stal­tung, die vorwiegend aus Stühlen und Sesseln aus mehreren Jahrhunderten besteht. In dem bemerkens­werten Zweckbau von Frank Gehry werden wech­selnde thema­ti­sche Ausstel­lungen, Retrospek­tiven und Work­shops aus den Berei­chen Architektur und Design ange­boten.
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Freiburg

Grüne Unistadt im warmen Oberrheingraben

Die Stadt im Südwesten Deutsch­lands liegt klima­tisch privilegiert im warmen Oberrhein­gr­aben zwischen den franzö­si­schen Vogesen und dem Schwarz­wald im Osten.

Seine Geschichte beginnt mit einer Burg (Freiburg) des Zähringer Herzogs 1008. Heute ist die quick­leben­dige Univer­si­täts­stadt mit über 30.000 Studenten eine Hoch­burg der Sonne­n­en­ergie­for­schung welt­weit und eine der wenigen deut­schen Städte mit grünem Bürgermeister. In der male­ri­schen, auto­freien Altstadt mit dem großar­tigen Münster kann man herr­lich bummeln, shoppen und essen. Südlich der Stadt erhebt sich der Schau­ins­land, einer der schönsten Aussichtsberge im südli­chen Schwarz­wald. Wenige Kilometer nörd­lich ragt der Kaiser­stuhl aus der Rhein­ebene, wo seltene Pflanzen und hervor­ra­gende Weine wachsen.

Zu Gast in einem Traditionshaus in Freiburg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz (vor Ort zu zahlen) – Kein SUV

Das persön­lich geführte Hotel verteilt sich auf zwei Gebäude: Das Haupt­haus liegt auf dem Münster­platz, der andere Teil ist schnell über die gepflas­terten Sträßchen erreicht.

Die rund 25 in einem gediegenen, wohn­li­chen Stil einge­rich­teten Zimmer verbinden den Charme vergan­gener Tage mit modernem Komfort; sie befinden sich entweder im Haupt­haus über der Wein­stube oder im zweiten Gebäude. Das Restau­rant bietet zum Mittag- oder Abend­essen ausge­wählte Gerichte in gemüt­li­cher Atmo­sphäre an, die durch eine tradi­tionelle Einrich­tung mit hölzernen Dach­balken und Tischen erzeugt wird.

Schwarz­wald

Duftende Wiesen, dunkle Wälder
Der südwest­liche Eckpfeiler Deutsch­lands ist etwa 160 Kilometer lang und zwischen 20 und 60 Kilometer breit. Zur Rhein­ebene fällt er steil ab, während er im Osten sanft in das Neckar- und Donautal übergeht. Mit seinen duftenden Wiesen, dunklen Wäldern und kris­tallklaren Gewäs­sern ist er immer noch ein Inbe­griff der heilen Welt. Der Schwarz­wald ist ideal für Freizei­t­ak­tivisten: Wanderer, Moun­tai­nbiker, Kletterer und Wild­was­serfahrer kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Kurur­lauber in einem der vielen Thermalbäder zwischen Baden Baden und Bad Griesbach.

Mit dem Fahrrad von Freiburg nach Vogts­burg-Achkarren

93 km | 5:30 h
Die kurze Strecke führt zurück an den Rhein. Dort kann man sich Brei­sach anschauen. Wer will, kann über die Rheinbrücke nach Neuf-Brisach fahren und einen Abste­cher ins Elsass anschließen. Ziel könnte beispiels­weise Colmar sein, das neben Strasburg als schönste Stadt im Elsass gilt.

Colmar

Kunst- und Wein­stadt im südli­chen Elsass
Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Wein­straße und bezeichnet sich gern als Haupt­stadt der elsäs­si­schen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhal­tenes architek­to­ni­sches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Präch­tige Fach­werkbauten und Renais­sance­pa­läste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzig­ar­tige Kunst­schätze, allen voran den Isen­heimer Altar von Matthias Grüne­wald im Unter­linden-Museum. Die Darstel­lung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrück­lichsten, was die Malerei der Gotik hervor­ge­bracht hat. In der Altstadt gibt es zahl­lose Wistubs, wo man neben Wein auch elsäs­si­sche Hausmanns­kost bekommt.

Eguisheim

Wein­städt­chen im Elsass
Das Winzerdorf südöst­lich von Colmar gehört zu den „Plus beaux villages de France“. Die umliegenden Hügel des Regio­nalen Natur­parks Ballons des Vosges schützen den Ort vor rauem Klima, die milden Tempe­raturen und die vielen Sonnen­stunden fördern den Wein­anbau. Von den drei Schlös­sern, die Eguisheim einst umgaben, sind heute nur noch Ruinen übrig. Man nennt sie die Drei Exen. In den krummen Gassen ist das Mittel­alter noch sichtbar: Sechs Dinghöfe, zahlreiche Springbrunnen und die Pfarr­kirche zeugen von der glanzvollen Vergan­gen­heit des Städt­chens. Besonderer Blickfang sind die blumen­ge­schmückten Fach­werkhäuser.
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Kaiserstuhl

Sonne, Wein und Wandern

Seinen Namen hat der Kaiser­stuhl vermut­lich von König Otto III., der bei Sasbach im Jahr 994 einen Gerichtstag abhielt und später Kaiser wur­de.

Die wärmste Region Deutsch­lands ist berühmt für ihre Weißweine, aber auch für ihre Orchide­en­viel­falt. Zwischen den Rebstö­cken wuchern wilde Trau­benhyaz­in­then, und an Böschungen blühen Schwert­li­lien. Außerdem leben hier Smaragdei­dechsen und Gottes­an­be­te­rinnen. Am besten erkundet man die sonnenver­wöhnte Gegend zu Fuß auf dem 22 Kilometer langen Kaiser­stuhl­pfad, der von Endingen nach Ihringen führt.

Zu Gast in einem Bio-Hotel im Kaiserstuhl

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Am Ortsrand des Winzerdorfes Vogts­burg-Achkarren bietet das inha­bergeführte Bio-Hotel seinen Gästen eine ruhige Unter­kunft mit großem Garten.

Dem gesamten Team ist es ein besonderes Anliegen, den Hotel­be­trieb möglichst nach­haltig und umwelt­ver­träg­lich zu gestalten. So wird auch den Details hinter den Kulissen viel Aufmerk­samkeit geschenkt: Es wird ausschließ­lich Öko-Strom bezogen, Putz- und Wasch­mittel sind umwelt­ver­träg­lich, die Bett­de­cken bestehen voll­ständig aus Naturma­te­rialien und werden im Allgäu herge­stellt. Beim Früh­stück zeigt sich das Umwelt­bewusst­sein dann in seiner leckersten Form, mit vielen regio­nalen und haus­gemachten Speziali­täten, frisch geba­ckenem Brot und selbst­gemachten Marme­laden aus Früc­hten, die im eigenen Garten geerntet werden.

Mit dem Fahrrad von Vogts­burg-Achkarren nach Strasbourg

81 km | 4:30 h

Der Radweg führt direkt am Kaiser­stuhl nach Norden. Der Rhein durch­läuft hier zahlreiche Stau­stufen. Rechts des Rheins beginnt bald das Natur­schutzgebiet Taubergießen, wo der ursprüng­l­iche Rhein­wald noch erhalten ist. Mit Booten kann man das Gebiet geführt erkunden.

Der Radweg folgt dem Leopold­skanal etwa zwei Kilometer land­einwärts bis Rhein­hausen. Dort geht es über Sändle und den Leopoldsdamm wieder an den Rhein, wo man dann auf dem Rheindamm nach Norden fährt. In Höhe von Nonnenweiler/Otten­heim können Sie einen Abste­cher nach Lahr machen. Der Radweg bleibt weiter am Rheindamm und durch­quert vor Kehl wieder ein Natur­schutzgebiet.

Taubergießen

Letzter Auen­wald am Oberrhein
Als der Rhein noch ein Nebenfluss der Rhone war und ins Mittelmeer mündete, hatten tauende Gletz­scher zwischen dem Schwarz­wald und den Vogesen einen riesigen See gebildet. Später, nachdem der Rhein sich einen Weg durch den Sperrriegel des Taunus-Gebirges gegr­aben hatte, wur­de der See zu einem Feuchtbiotop mit großen Auwäl­dern und einem Gewirr von Wasser­armen mit einer extrem vielfäl­tigen Tier- und Pflanzenwelt. Als der Oberrhein im 19. Jahr­hun­dert begra­digt und gezähmt wur­de, blieb von dem Gebiet nur der Taubergießen. Er ist heute mit fast 2.000 Hektar Land das größte Natur­schutzgebiet in Baden-Würt­temberg. Mehrere Wander­wege führen durch den „letzten Urwald am Rhein“. Auch Bootsfahrten mit tradi­tionellen Fischerbooten werden ange­boten. Ein beliebter Rundweg ist die Sumpfbiber­route (hin und zurück: 13 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 20 Meter)
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Straßburg

Im Schnitt zweier Kulturen

Die Haupt­stadt des Elsass am West­ufer des Oberrheins liegt im Schnitt­punkt zweier Kulturen und ist nicht zufällig Sitz des Euro­pa­par­la­ments.

Die römi­sche Gründung entwi­ckelte sich schnell zu einem bedeu­tenden Handels­zentrum und war im Hoch­mit­tel­alter eine der glänzendsten Städte des deut­schen Reiches. Mystiker und Huma­nisten lebten hier ebenso wie Reforma­toren und erstklas­sige Hand­werker. Johannes Guten­berg entwi­ckelte seine erste Drucker­presse im Schatten des Müns­ters. Goethe und Herder studierten hier an der Univer­sität. 1681 wur­de die Stadt von Ludwig XIV besetzt und blieb bis 1871 (Deutsch-Franzö­si­scher Krieg) franzö­sisch. Nach dem 1. Welt­krieg fiel die Stadt an Frank­reich zurück. Das histo­ri­sche Zentrum auf der Grande Isle besteht aus male­ri­schen Fach­werkhäusern aus dem 16. und 17. Jahr­hun­dert. In ihrem Zentrum ragt das Münster auf, eines der bedeu­ten­dsten Denkmäler abend­ländi­scher Baukunst. Die gesamte Altstadt ist von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel in der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das ruhige 3-Sterne-Hotel liegt mitten in der Altstadt, wenige Minuten zu Fuß vom Münster entfernt. Das Gebäude stammt aus dem 17.

Jahr­hun­dert und ist einge­bettet in einen Garten mit einem Lindenbaum. Einst als Privat­haus erbaut, bietet es heute rund 30 kleine, gepflegten Zimmer mit zeit­ge­mäßem Komfort. Der einla­dend gestal­tete Innenhof lädt zum gemüt­li­chen Verweilen ein. Monsieur Zimmer ist ein ruhiger, aufmerk­samer Gastgeber, der sich gerne um das Wohl seiner Gäste bemüht.

Rundgang durch Straßburg

Vom Alten Zollhaus zum Vauban-Wehr
Wer die Altstadt entde­cken will, beginnt am besten an der Anci­enne Douane, dem präch­tigen Alten Zollhaus. Von dort sind es nur wenige Schritte zum Münster, wo neben der Kathedrale das Maison Kammer­zell steht. Der reichver­zierte Fach­werkbau beherbergt heute ein Restau­rant. Durch die Rue des Helle­bardes kommt man über den Place Guten­berg zum ehema­ligen Gerberviertel Petite France mit seinen alten male­ri­schen Fach­werkhäusern. Über die Ponts Couverts (gedeckte Brücken) gelangt man zum Vauban-Wehr mit  Aus­sichtster­rasse.

Straßburger Münster

Meister­werk aus rosa Sand­stein
Die römisch-katholi­sche Kathedrale von Straßburg gehört zu den bedeu­ten­dsten Bauwerken Europas und verbindet deut­sche und franzö­si­sche Einflüsse. Sie wur­de aus rosafarbenem Sand­stein aus den Vogesen errichtet. 1176 wur­de der Bau nach roma­ni­schem Plan begonnen und 1439 im goti­schen Stil fertig gestellt. Mit nur einem Turm, der bis 1874 der höchste der Welt war, wirkt das Münster eigen­tüm­lich asym­me­trisch. Bemerkens­wert ist das Innere mit seinen grandiosen Fenstern. Über den Portalen sieht man zwei Frauen, die die Kirche und die Synagoge symboli­sieren. Die Kirche triumphiert mit dem Kreuz, während die Synagoge die Augen verbunden hat, weil sie blind ist für Christus. Allerdings hat der listige Künstler die demü­tige Synagoge viel schöner geschaffen als die herri­sche Kirche.

Mit dem Fahrrad von Strasbourg nach Karlsruhe

99 km | 6:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Von Strasburg nach Karlsruhe gibt es Radwege auf beiden Seiten des Rheins. Da der Radweg in Frank­reich meist am Hauptdamms entlangführt, berührt er nur wenige Orte.

Unsere Vari­ante wech­selt deshalb immer wieder die Seiten, wodurch die Tour abwechs­lungs­rei­cher wird. 
Unter anderem können Sie das Kloster Schwarzach oder die „Barock­residenz Rastatt“ besu­chen.
 Mög­lichkeiten, die Rhein­seite zu wech­seln, gibt es in Straßburg/Kehl, Gambsheim/Rheinau, Drusen­heim/Rhein­münster, Stau­stufe Iffezheim, „Brücke Wintersdorf“, Rhein­fähre Plittersdorf, Rhein­fähre Neuburg und Brücke Maximili­ansau.

Schwarzach

Kloster­kirche und Reichs­abtei
Gegründet wur­de Schwarzach als Kloster im Jahr 828. Die heute noch erhal­tene Kirche, das Klos­ter­münster, ist die vierte Kirche an derselben Stelle. Die erste entstand in den Jahren 1220 -1225 als roma­ni­sche Säulen­basilika. Durch die Jahrhunderte wur­de die Kirche oft zerstört, brannte ab, wur­de wieder aufge­baut, umge­baut und im goti­schen, später auch baro­cken Stil erwei­tert. Zwischen 1967 und 1969 wur­de die Kirche restau­riert und in ihren ursprüng­l­i­chen roma­ni­schen Stil zurückge­führt.
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Karlsruhe

Barocke Reißbrettstadt am Fuß des Schwarzwalds

Die ehema­lige großherzog­lich badi­sche Residenz­stadt ist eine der letzten großen euro­päi­schen Stadt­gründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weit­rei­chenden Idee: Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, entschloss sich, die mittel­alter­liche Enge seiner dama­ligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzu­tau­schen.

Charak­te­ris­tisch für den ursprüng­l­i­chen Stadt­plan  von 1715 ist der fächerför­mige Grund­riss. 32 Straßen strahlen rings um das Schloss und die Park­anlagen aus. Herz­stück der Stadt ist bis heute das Schloss. Es beherbergt das Badi­sche Landes­museum mit Samm­lungen aus der Frühge­schichte von Baden und wech­selnden Ausstel­lungen.

Zu Gast im Schlosshotel Karlsruhe

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Über hundert Jahre ist das elegante Hotel zwischen Bahnhof und Stadt­garten alt und hat Stars und Stern­chen beherbergt, darunter Gina Lollob­rigida, Sophia Loren oder Rock Hudson.

Bis heute ist das Hotel eine der ersten Adressen von Karlsruhe. Neben den 93 Zimmern gibt es ein Restau­rant und eine Bar sowie einen Well­nessbe­reich.

Berg­straße

Deutsch­lands Fruchtgarten an einer Römer­straße
Die Strata Montana, wie die Römer ihre Nord-Süd-Straße zwischen Oberrhein und Oden­wald nannten, führt von Darm­stadt in Südhessen über Heidelberg bis nach Wies­loch in Nordbaden. Die 68 Kilometer lange histo­ri­sche Straße verläuft heute im wesent­li­chen auf der Bundes­straße 3. Nach der Berg­straße ist auch ihre lieb­liche Umge­bung benannt. Mildes und sonniges Klima, ein früher Frühling und fruchtbare Lößböden machen den Land­strich zu einem der reichsten Fruchtgärten Deutsch­lands mit Weinbau, Obst, Mandeln, Edelkas­ta­nien und Walnüssen. Aber auch andere medi­ter­rane Pflanzen wie Feigen und Ölbäume gedeihen hier.

Baden Baden

Mondänes Well­ness- und SPA-Zentrum am Oberrhein
Der Ort zwischen Rhein und nörd­li­chem Schwarz­wald verdankt seine Exis­tenz den heißen Quellen und dem milden Klima. Erste Spuren finden sich schon aus der Zeit 10.000 v. Chr. Die Römer haben um die Quellen eine Sied­lung gebaut, aber erst Ende des 18. Jahrhunderts wur­de Baden-Baden als mondäner Kurort entdeckt. Viele herr­schaft­liche Gäste machten den Kurort zur „Sommer­haupt­stadt Europas" – im Gegen­satz zu Paris als „Winter­haupt­stadt". Es entstanden Luxus­ho­tels, die Spielbank (1810-1811) und das Kurhaus (1821-1824). Heute ist Baden Baden ein inter­na­tio­naler Kurort und lebt von der neuen Well­ness- und Spa-Welle. Empfehlens­wert ist ein Besuch im Fried­richsbad von 1877: ein klas­si­sches Dampfbad mit 16 Stationen.

Mit dem Fahrrad von Karlsruhe nach Speyer

58 km | 3:30 h

Die schöne Etappe führt durch die flache Ebene auf der linken Rhein­seite. Bei Wörth gelangt man an den Rhein und fährt an einer Altrhein­schleife weit­läufig um das geschäf­tige Hafengebiet.

Danach­ bleibt der Radweg kilome­terweit auf oder neben dem Hauptdamm des Rheins. Natür­liche Rheinwälder und Rheinauen werden durch­quert. Altrhein­arme, die von dem früher mäandernden Rhein übrig­ge­blieben sind, werden umfahren.
Germ­ersheim ist die einzige größere Stadt. Danach geht es entlang der Rheinauen nach Speyer.

Germ­ersheim

Im Spannungs­feld deutsch-franzö­si­scher Kriege
Der Ort am Oberrhein südlich von Speyer wur­de im 11. Jahr­hun­dert von Kaiser Konrad gegründet. Germ­ersheim erhielt eine Burg und wur­de später zur Stadt erhoben mit den glei­chen Rechten wie Speyer. Die Serviten erbauten in Germ­ersheim ein Kloster und weitere Kirchen. Im 30-jährigen Krieg und in dem folgenden Franzö­sisch-Nieder­ländi­schen Krieg wur­de Germ­ersheim prak­tisch dem Erdboden gleich gemacht. 1816 fiel die Stadt nach den Napoleo­ni­schen Kriegen von Frank­reich an Bayern. Gleich darauf begann man mit dem Festungsbau, der 1855 fertig­ge­stellt wur­de.
Schon zu diesem Zeit­punkt war die Festung durch die Weiter­entwick­lung der Waffen­sys­teme veraltet. Schließ­lich führten die Ergeb­nisse des Versailler Vertrages zur Schleifung der Festung. Heute sind nur noch we­nige Elemente erhalten.
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Speyer

Romanischer Kaiserdom am Oberrhein

Im Mittel­alter war Speyer als freie Reichs­stadt eine der bedeu­ten­dsten Städte des Heiligen Römi­schen Reiches Deut­scher Nation.

Der Kaiser- und Mari­endom ist die welt­weit größte noch erhal­tene roma­ni­sche Kirche und zählt zum UNESCO-Welt­kultur­erbe. Der sali­sche König und spätere Kaiser Konrad II. ließ 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abend­lands zu errichten. Acht deut­sche Kaiser und Könige liegen in der Krypta begr­aben. Nur wenige Minuten vom Dom entfernt liegt der Judenhof, das ehema­lige Juden­viertel von Speyer. Von ihm sind noch die Mikwe (das Bade­haus) und Teile der Synagoge enthalten.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Speyer

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Boutique-Hotel liegt im mittel­alter­li­chen Herzen von Speyer. In dem baro­cken Gebäude aus dem 18.

Jahr­hun­dert sind moderne Gäste­zimmer einge­richtet sowie ein heller Früh­s­tücksraum im weiß getünchten Gewölbekeller.
Mit dem Dom ist eine der Haupt­at­trak­tionen der Stadt nur wenige Hundert Meter entfernt, auch Geschäfte und Restau­rants sind fußläufig gut erreichbar.

Oden­wald

Burgen und Wein zwischen Neckar und Main
Das abwech­lungs­reiche Mittelgebirge zwischen Neckar und Main steht als UNESCO-Geopark unter besonderem Schutz. Grund dafür sind die vielen histo­ri­schen Städt­chen und Winzer­dörfer im Vorderen Oden­wald, der sich aus der Rhein­ebene erhebt. Im Süden hat sich der Neckar tief in das Gebirge hinein­gefressen und bildet ein idylli­sches Tal mit vielen Windungen. Der bekann­teste Ort ist Michel­stadt, das wegen seines spätgo­ti­schen Rathauses am histo­ri­schen Markt und seines jüdi­schen Museums eine Reise wert ist.

Heidelberg

Roman­ti­sche Univer­si­täts­stadt am Neckar
Die Haupt­stadt der Kurpfalz liegt an der Stelle, wo der Neckar aus dem Oden­wald in die Rhein­ebene eintritt. Sie gilt als Wiege der deut­schen Romantik, die Dichter wie Brentano, Arnim oder Eichen­dorff inspi­riert hat. Die Stadt wird Ende des 12 Jahrhunderts erstmals erwähnt. 200 Jahre später entstehen die Univer­sität und das Schloss unter Pfalz­graf Ruprecht. 1693 wurden Stadt und Schloss zerstört und im 18. Jahr­hun­dert im baro­cken Stil wieder aufge­baut. Hoch über dem Dächergewirr der Altstadt erhebt sich maje­s­tä­tisch die Ruine des Heidelberger Schlosses – nach Lage, Größe und Schön­heit die großar­tigste in Deutsch­land. Den klas­sisch-roman­ti­schen Blick auf Alt Heidelberg und das Schloss hat man vom Philosophen­gärt­chen am Philosophenweg über dem Nord­ufer des Neckars.

Mit dem Fahrrad von Speyer nach Flörsheim–Dalsheim

63 km | 4:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Die kulturell sehr inter­essante Etappe führt am Rhein entlang von einem Kaiserdom zum nächsten. Von Speyer geht es zunächst auf dem Hoch­was­serdamm an der modernen Brücke der A61 vorbei. Danach radeln Sie an den herr­li­chen Seen und am Otter­städter Altrhein vorbei.

Die natur­be­las­senen Gebiete um die Altarme des Rheins sind als Natur­schutz- und Überflu­tungs­gebiet ausgewiesen. Von Altrip aus radeln Sie am Neuhofener Altrhein entlang und errei­chen wieder den Radweg, der vor Rhein­gön­heim in die Rheinauen abzweigt. Alter­na­tiv kann man von Altrip auf der rechten Rhein­seite durch einen Wald­park über die Reißi­nsel nach Mann­heim fahren. Über die „Mannemer Brigg“ geht es dann wieder linksrhei­nisch weiter. Über das ­Stadt­gebiet von Ludwigshafen kommt man zur rie­sigen Chemie­fa­brik BASF und danach wieder in offenes Gelände. Vor Worms fährt man auf dem Hoch­was­serdamm, bis der Kaiserdom in Sicht kommt. Durch Rhein­auwälder errei­chen Sie die Nibe­lun­genbrücke und radeln dann in die histo­ri­sche Innen­stadt zum Kaiserdom.

Mann­heimer Schloss

Vom Fischerdorf zur Kurfürs­tenresidenz
Fast 1.000 Jahre war „das Heim von Manno“ ein unbedeu­tendes Fischer- und Schifferdorf, doch nach der Zerstörung des Heidelberger Schlosses im franzö­si­schen Erbfolgekrieg beschloss der Kurfürst, sein Residenz nach Mann­heim zu verlegen. 1720 wur­de am Rhein­ufer mit dem Bau des Mann­heimer Schlosses begonnen. Es entstand eine der größten spätba­ro­cken Schloss­anlagen Deutsch­lands mit großer kultureller Ausstrah­lung. Erst als der Kurfürst 1778 wegen einer Erbschaft nach München ziehen musste, verblasste der höfi­sche Glanz. Die Schloss­kirche und die Hofbibliothek sind heute wieder restau­riert. Die 400 Räume werden von der Univer­sität benutzt.

Luther­denkmal am ehema­ligen Reichstag

Wo das Mittel­alter beendet wur­de
Wo heute das Kunst­haus Heylshof steht, befand sich im Mittel­alter die Pfalz, der Palast der deut­schen Kaiser in Worms. Hier fanden fanden ab dem 15. Jahr­hun­dert Reichs­tage statt, auf denen sich die Reichs­stände versammelten und gemein­same Gesetze und Ordnungen beschlossen. Eingang in die Welt­ge­schichte fand vor allem der Reichstag von 1521. Damals sollte der junge Mönch Martin Luther vor dem Kaiser und den Gesandten des Papstes seine ketze­ri­schen Thesen wider­rufen. Stattdessen hat er mit seiner toll­kühnen Weige­rung „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, die Kirchen­spal­tung und damit das Ende des Mittel­alters einge­läutet. Daran erin­nert das Luther­denkmal von 1868 im damals übli­chen Stil natio­naler Heldenver­eh­rung. Es zeigt neben einem tita­ni­schen Luther die euro­päi­schen Reforma­toren Waldes (Frank­reich), Wyclif (England), Hus (Tsche­chien) und Savona­rola (Italien).

Jüdi­sches Viertel von Worms

Mittel­alter­li­ches Zentrum des deut­schen Juden­tums
Die jüdi­sche Gemeinde von Worms war im Mittel­alter und in der frühen Neuzeit eine der bedeu­ten­dsten im Heiligen Römi­schen Reich. Jüdi­sche Kauf­leute genossen seit dem 11. Jahr­hun­dert kaiser­liche Zollfreihei­ten  In Worms erblühte eine berühmte Talmud­schule. Die Synagoge wur­de 1034 eingeweiht. Der jüdi­sche Friedhof ist der älteste in Europa und besteht mindes­tens seit 1058. 1096 endete die glor­reiche Epoche, als das Kreuzfah­rer­heer Worms erreichte. Die Juden wurden ermordet, sofern sie sich nicht der Zwangs­taufe unterzogen oder Selbstmord begingen. Das ehema­lige jüdi­sche Viertel im Norden der Altstadt ist heute restau­riert. Sehens­wert ist die Synagoge, die in der Pogromnacht 1938 verwüstet wur­de und 1961 wieder­aufge­baut wur­de. Das Raschi-Haus ist heute Museum und informiert über das jüdi­sche Leben am Oberrhein.
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Worms

Römer, Nibelungen, Reichstage

Mit Trier und Augsburg wett­eifert Worms um den Titel der ältesten Stadt Deutsch­lands. Bereits 1000 vor Christus siedelten Kelten in der Gegend.

Die Römer errich­teten ein Kastell. Während der Völkerwande­rung im 4. Jahr­hun­dert war Worms das Zentrum der Burgunder, bevor sie weiter nach Südwesten zogen. In dieser Zeit entstand die Nibe­lun­gen­sage, mit der Worms untrennbar verbunden ist. Welt­ge­schichte hat der Reichstag zu Worms 1521 geschrieben, als Luther dem Kaiser Karl V. entgegentrat. Sehens­wert sind der roma­ni­sche Dom und das ehema­lige jüdi­sche Viertel, das eine der bedeu­ten­dsten jüdi­schen Gemeinden in Europa beherbergte.

Zu Gast auf einem Weingut in der Nähe von Worms

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte Weingut west­lich von Worms empfängt seine Gäste in rustikal-gemüt­li­chen Zimmern mit Echt­holzmöbeln.

Ein Kaminzimmer mit Leseecke sowie eine ­Dachter­rasse stehen zur gemeinschaft­li­chen Nutzung offen. Bei Inter­esse können in der Wein­stube unter fachkun­diger Bera­tung des Hausherren und Winzers die Weine der haus­ei­genen Produk­tion verkostet werden.

Mit dem Fahrrad von Flörsheim–Dalsheim nach Mainz

56 km | 3:30 h

Der Radweg ist neu über das Rhein­ufer nach Rhein­dürkheim ausge­schildert. Ent­lang der Hügel­kette errei­chen Sie Metten­heim, der Radweg führt dabei durch die Weinberge der Rheinpfalz. Bei Alsheim durch­quert man eines der größten Ries­ling-Anbau­gebiete Deutsch­lands, bevor dann der Radweg ins geschicht­s­träch­tige Oppen­heim führt. Neben seinem welt­be­kannten Wein gibt es hier auch viel Kultur zu besich­tigen.
Weiter geht es in das eben­falls bekannte Nier­stein mit seiner langen Geschichte und seinen erle­senen Ries­ling-Weinen. Sie errei­chen entlang von Hügeln wieder das Rheintal und radeln von hier aus direkt am Rhein entlang zur Main­spitze, wo der Main in den Rhein mündet.

Nun ist es nicht mehr weit bis nach­ Mainz mit seinem gewal­tigen Dom und seiner schönen Innen­stadt.

Oppen­heim

Von der Freien Reich­stadt zum Weinbau­zentrum
Heute ist Oppen­heim nur noch ein soge­nanntes Mittel­zentrum mit weniger als 8.000 Einwoh­nern. Im Hoch­mit­tel­alter war es eine freie Reichs­stadt, die ihren Wohl­stand dem Wein und der Handels­straße von Worms nach Mainz zu verdanken hatte. Von der Blüte der Stadt zeugt die Katha­ri­nen­kirche, die neben dem Kölner Dom zu den bedeu­ten­dsten goti­schen Kirchen am Rhein gehört. Der Wein bestimmt noch immer das Leben in Oppen­heim. Der Oppen­heimer Krötenbrunnen ist eine bekannte Großlage. Das Deut­sche Weinbaumuseum am Rande der Altstadt ist sehens­wert. Überall werden Verkos­tungen ange­boten.
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Mainz

Bischofsstadt mit glorreicher Vergangenheit

Die Landes­haupt­stadt von Rhein­land-Pfalz gehört zu den ältesten Städten Deutsch­lands. 38 vor Christus legten die Römer an einer Rheinbie­gung das Feldlager Mogun­tiacum an.

50 Jahre später wur­de es Sitz der Befehlshaber für Obergerma­nien. Im 13. Jahr­hun­dert erlebte Mainz eine Blüte. Seine Erzbi­schöfe waren Kurfürsten und Reichskanzler. Aus dieser Zeit stammt auch der Dom mit sechs Türmen. Er ist einer der großar­tigsten Bauwerke seiner Zeit. An der Nord­ost­seite des Domplatzes steht das Guten­berg-Haus, wo die erste Druckerwerk­statt der Welt stand. Dort wird auch die Guten­berg-Bibel aufbe­wahrt, die um 1450 gedruckt wur­de. Die verwin­kelte Altstadt südlich des Doms lädt zu einem Bummel ein.

Zu Gast in einem Stadthotel in Mainz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das inha­bergeführte Hotel gegenüber des Mainzer Haupt­bahn­hofs bietet seinen Gästen eine perfekte Ausgangs­po­si­tion, um die Sehens­wür­digkeiten der Stadt zu erkunden.

Die Gäste­zimmer sind komfor­tabel, und die Einrich­tung setzt mit bunten und verspielten Mustern kräf­tige Akzente. Ein reichhal­tiges Früh­stück sorgt für die nötige Stärkung am Morgen. Wer dann nach einem anstren­genden Tag erschöpft in die Unter­kunft zurückkehrt, findet in der haus­ei­genen Sauna einen geeig­neten Ort zum Entspannen.

Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fach­werk­städt­chen
1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungs­armen in den Nieder­landen. Seit Jahr­tausenden ist er eine der wich­tigsten Handels­straßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief einge­schnit­tenes Tal, das zu den schönsten Kultur­landschaften Deutsch­lands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wech­seln mit Weinbergen und male­ri­schen Fach­werk­städten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekann­testen ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieb­li­chem Gesang und goldenem Haar die Schiffer verzau­berte, sodass sie in den gefähr­li­chen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampf­erfahrt von St. Goar nach Kaub.

Rüdes­heim

Wein­stuben, Guts­höfe
Die Stadt am südli­chen Beginn des Mittelrheins ist zugleich die Haupt­stadt des Rhein­gaus, einem der bedeu­ten­dsten Weinbau­gebiete Deutsch­lands. Gleichzeit hat sich der Ort zu einem Magnet für Betriebs­ausflüge und Busreisen entwi­ckelt. Die zahl­losen Wein­stuben in der Dros­selgasse sind bevöl­kert von fröh­li­chen Trin­kern. In den Geschäften von Käthe Wohl­fahrt kann man ganzjährig Weih­nach­ts­u­ten­silien und Kuckucks­uhren kaufen. Hoch über der Stadt erhebt sich das Nieder­wald-Denkmal, zu dem man wandern oder mit einer Seil­bahn fahren kann. Die über zehn Meter hohe Germania-Statue wur­de 1871 nach dem Krieg gegen Frank­reich errichtet und blickt bis heute drohend nach Westen.

Frankfurt

Mittel­alter­liche Altstadt vor Skyline des Banken­vier­tels
Seit dem Mittel­alter gehört Frankfurt am Main zu den bedeu­tenden urbanen Zentren Deutsch­lands. 794 erstmals urkund­lich erwähnt, war es seit dem Hoch­mit­tel­alter Freie Reichs­stadt und später Krönungs­stadt der römisch-deut­schen Kaiser. Von 1816 an war Frankfurt Freie Stadt und wur­de 1848 Wiege der deut­schen Demok­ratie, als die Versamm­lung des Deut­schen Bundes in der Pauls­kirche tagte. Heute ist die Main­me­tro­pole ein inter­na­tio­nales Finanz­zentrum und Sitz der Euro­päi­schen Zentral­bank, der Deut­schen Bundesbank, der Akti­en­börse und zahlrei­cher Großbanken. Frankfurt ist auch die einzige deut­sche Stadt mit einer Skyline, die einen merkwür­digen Kontrast zum mittel­alter­li­chen Stadt­bild um den Römer bildet.
13 Tage
ab 1.189,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

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Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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