Paris

Dämmerung über Paris

Dämmerung über Paris

Glänzende Weltmetropole

Der Name bezeichnet mehr als eine Stadt: er ist ein Mythos. Vom Hochmittelalter bis ins 19. Jahrhundert war sie nicht nur Mittelpunkt Frankreichs, sondern auch die bedeutendste Stadt des Abendlandes, dessen Geschichte sie entscheidend beeinflusst hat.
Stadtanlage und Bauwerke spiegeln die Bedeutung der Metropole wider: Die Champs-Elysées, der Eiffelturm, Sacre Coeur, die Eleganz des Place de la Concorde oder die Erhabenheit der Kathedrale Notre Dame zeugen nicht nur von der politischen und kulturellen Weltgeltung. Sie haben Paris auch den Ruf als schönste Stadt der Welt eingebracht.
Die Museumswelt der Hauptstadt sucht ihresgleichen. Vom Louvre über das Orsay, das Centre Pompidou und das Rodin bis zur Cité des Sciences ist jedes Museum ein ästhetisches Erlebnis. Auf andere Weise gilt das auch für die Modehochburgen der Stadt, Faubourg, Saint Honoré oder Avenue Montaigne. Paris ist daneben auch eine Einkaufsmetropole, wo das Shopping mit anschließendem Pastis in einem pittoresken Straßencafé zum Kult wird.



Sehenswürdigkeiten Paris


Notre Dame

Meisterwerk der französischen Gotik

Fast 200 Jahre wurde an der Kirche des Erzbischofs von Paris gebaut. Doch als sie 1345 endlich fertig war, war ein Wunderwerk entstanden, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte. Obwohl sie eine der frühesten Kathedralen der Gotik war, ist sie ihr Meisterwerk geblieben. Wie ein Juwel thront Notre-Dame über der Seine. Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, der Dachreiter 96 Meter. Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch; es bietet bis zu 10.000 Personen Platz. Die Kathedrale war für die damalige Zeit ein Superlativ, was durchaus beabsichtigt war. Sie sollte den benachbarten Louvre, der damals das Königsschloss war, überstrahlen. Notre-Dame zeugt davon, dass Paris vom Hochmittelalter bis ins 19. Jahrhundert nicht nur Mittelpunkt Frankreichs, sondern auch die bedeutendste Stadt des christlichen Abendlandes war und dessen Geschichte entscheidend beeinflusst hat.

www.cathedraledeparis.fr


Quartier Latin

Vom Studentenviertel zur Touristenmeile

Das traditionelle Studentenviertel in Paris liegt nahe der Universität Sorbonne und heißt Quartier Latin, weil die Gelehrten über lange Zeit Latein sprachen. Viele Schriftsteller haben in der Gegend gewohnt, unter anderen Honoré de Balzac, Gabriel García Márquez und Klaus Mann. Während der Studentenunruhen 1968 war das Viertel Schauplatz heftiger Straßenkämpfe. Tausende von Studenten wurden verhaftet, über hundert wurden im brutalen Polizeieinsatz gegen die „Nacht der Barrikaden“ schwer verletzt. Als die Gewerkschaften aus Solidarität mit den Studenten den Generalstreik ausriefen, trat Präsident de Gaulle zurück. Heute wohnen im Quartier Latin kaum noch Studenten, weil die Mieten unbezahlbar geworden sind. Stattdessen gibt es dort angesagte Restaurants und Boutiquen.


Louvre

Vom Königsschloss zum meistbesuchten Museum der Welt.

Über Jahrhunderte war der Louvre das Schloss der französischen Könige und die größte Baustelle Frankreichs. Fast jeder König hat Veränderungen vornehmen lassen. Im 12. Jahrhundert war er noch eine trutzige Burg, wurde in den nächsten zwei Jahrhunderten aber schnell zu einer repräsentativen Residenz erweitert. Was die Zeiten überdauerte, sind die vier Flügel rund um den quadratischen Innenhof. Als Ludwig XIV. seine Residenz nach Versailles verlegte, verfiel der Bau und fand eine dauerhafte Bestimmung erst nach der Revolution. 1791 beschloss die Nationalversammlung, die enteigneten Kunstschätze des Königs und des Adels zu sammeln und dort auszustellen. Heute ist der Louvre mit jährlich etwa etwa zehn Millionen Besucher das größte Museum der Welt. Seine Sammlung umfasst über 380.000 Werke, von denen nur knapp ein Zehntel auch ausgestellt wird. Das berühmteste Gemälde ist vermutlich die Mona Lisa, die Leonardo da Vinci um 1503 gemalt hat.

www.louvre.fr


Place de la Concorde

Von der Guillotine zum „Platz der Eintracht“

Der Platz entsprang dem Größenwahn von Königs Lous XV. , der auf der Suche nach einem würdigen Ort für sein eigenes Reiterdenkmal war. Über 20 Jahre hatte man gebaut, bevor man 1776 das Denkmal und den Platz einweihen konnte. Zwischen Seine-Ufer und den Gärten der Tuileries war der größte Platz der Welt entstanden: 70.000 Quadratmeter groß und achteckig. Doch das Königsdenkmal am Place Louis XV stand nur kurze Zeit. Während der Französischen Revolution wurde es von wütenden Parisern zerstört und durch eine monumentale Freiheitsstatue ersetzt. Der Platz wurde in Place de la Révolution umbenannt. 1793 wurde dort die Guillotine aufgestellt. In gut zwei Jahren wurden über tausend Personen unter begeisterter Anteilnahme der Bevölkerung hingerichtet, darunter der Sohn des denkmalsüchtigen Königs, Ludwig XVI., sowie seine Gattin, Marie Antoinette, Madame Dubarry und die Revolutionäre, Danton und Robespierre. Nach dem Ende der Jakobinerherrschaft war die Nation politisch zerrissen und am Rand eines Bürgerkriegs. Daher wurde der Platz in Place de la Concorde (Platz der Eintracht) umbenannt. Außerdem sollte ein politisch neutrales Denkmal gefunden werden. Schließlich entschied man sich für einen Obelisken aus dem ägyptischen Luxor, ein Geschenk des ägyptischen Königs an Frankreich. Der 3.200 Jahre alte Steinpfeiler soll das schwierige Erlangen der Eintracht symbolisieren. Auf dem Platz finden alljährlich die Feiern zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli ihren Höhepunkt.


Montmartre

Künstler, Kommunen und Touristen

Das Dorf Montmartre auf einem Hügel im Norden von Paris wurde 1860 eingemeindet und Teil des 18. Bezirks. Während sich das Leben in der Innenstadt extrem verteuerte, blieb der Wohnraum hier relativ preisgünstig, so dass vor allem Künstler und Arbeiter zuzogen, unter ihnen Toulouse-Lautrec, Gauguin, Cézanne und der Komponist Hector Berlioz. Bald war Montmartre eine literarische Hochburg und ein angesagtes Viertel. Nach dem aus französischer Sicht verlorenen Krieg von 1870/71 gründete sich hier die Pariser Kommune, die Paris zu einer sozialistischen Stadt machen wollte. Diese erste Diktatur des Proletariats wurde gewaltsam niedergeschlagen. Als Zeichen, dass die alte Ordnung wiederhergestellt sei, wurde Sacre Coeur gebaut. Bis heute thront die Basilika weithin sichtbar über dem Viertel, in dem zahllose Straßenmaler ebenso zahllose Touristen porträtieren.


Champs-Elysées – Arc de Triomphe

Prachtstraße und Siegestor

Die zwei Kilometer lange und 70 Meter breite Avenue wurde im 17. Jahrhundert angelegt und gilt als die schönste Prachtstraße der Welt. Sie wird von edlen Hotels, Restaurants und Theatern gesäumt. Neben Luxusgeschäften gibt es aber inzwischen auch Fastfoodketten. Die Straße endet am Place Charles-de-Gaulle, wo der Blick vom Arc de Triomphe eingefangen wird. Das 49 Meter hohe Tor wurde zur Verherrlichung der Siege Napoleons bei Austerlitz 1806 errichtet. Unter dem Bogen liegt das Grabmal des unbekannten Soldaten mit einer Ewigen Flamme. Das ganze Jahr über finden dort Kranzniederlegungen und Ehrungen statt. Höhepunkt ist die Parade am 11. November zum Gedenken an den Sieg über Deutschland 1918.


Versailles

Residenz des Sonnenkönigs

Das Schloss im Südwesten von Paris ist eine der größten Paläste der Welt und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Der Barock-Bau, dessen größte Ausdehnung mehr als einen halben Kilometer beträgt, gilt als ein Höhepunkt europäischer Palastarchitektur und diente als Vorbild für zahllose Schlösser in Europa.
Ursprünglich als Jagdschloss für König Ludwig XIII. errichtet, wurde die Anlage ab 1661 unter Ludwig XIV. in mehreren Phasen um- und ausgebaut. In seiner Zeit als Residenz war der Palast fast durchgehend von einem mehrere tausend Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und bildete das kulturelle und politische Zentrum Frankreichs. Seit dem 19. Jahrhundert wird das Schloss als Museum genutzt. Mit seinen weitläufigen Gartenanlagen steht es heute für Besucher offen. Während der Mittelbau mit den Staatssälen des 17. und 18. Jahrhunderts in der ursprünglichen Form zu sehen ist, beherbergen die großen Seitenflügel das im 19. Jahrhundert eingerichtete Museum der Geschichte Frankreichs. 




Reisebeispiele Paris

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