Straßburg

Im Schnittpunkt zweier Kulturen: Straßburg

Im Schnittpunkt zweier Kulturen: Straßburg

Im Schnitt zweier Kulturen

Die Hauptstadt des Elsaß am Westufer des Oberrheins liegt im Schnittpunkt zweier Kulturen und ist nicht zufällig Sitz des Europaparlaments. Die römische Gründung entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Handelszentrum und war im Hochmittelalter eine der glänzendsten Städte des deutschen Reiches. Mystiker und Humanisten lebten hier ebenso wie Reformatoren und erstklassige Handwerker. Johannes Gutenberg entwickelte seine erste Druckerpresse im Schatten des Münsters. Goethe und Herder studierten hier an der Universität. 1681 wurde die Stadt von Ludwig XIV besetzt und blieb bis 1871 (Deutsch-Französischer Krieg) französisch. Nach dem 1. Weltkrieg fiel die Stadt an Frankreich zurück. Das historische Zentrum auf der Grande Isle besteht aus malerischen Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In ihrem Zentrum ragt das Münster auf, eines der bedeutendsten Denkmäler abendländischer Baukunst. Die gesamte Altstadt ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.



Sehenswürdigkeiten Straßburg


Rundgang durch Straßburg

Vom Alten Zollhaus zum Vauban-Wehr

Wer die Altstadt entdecken will, beginnt am besten an der Ancienne Douane, dem prächtigen Alten Zollhaus. Von dort sind es nur wenige Schritte zum Münster, wo neben der Kathedrale das Maison Kammerzell steht. Der reichverzierte Fachwerkbau beherbergt heute ein Restaurant. Durch die Rue des Hellebardes kommt man über den Place Gutenberg zum ehemaligen Gerberviertel Petite France mit seinen alten malerischen Fachwerkhäusern. Über die Ponts Couverts (gedeckte Brücken) gelangt man zum Vauban-Wehr mit  Aussichtsterrasse.


Straßburger Münster

Meisterwerk aus rosa Sandstein

Die römisch-katholische Kathedrale von Straßburg gehört zu den bedeutendsten Bauwerken Europas und verbindet deutsche und französische Einflüsse. Sie wurde aus dem rosafarbenem Sandstein aus den Vogesen errichtet. 1176 wurde der Bau nach romanischem Plan begonnen und 1439 im gotischen Stil fertig gestellt. Mit nur einem Turm, der bis 1874 der höchste der Welt war, wirkt das Münster eigentümlich asymmetrisch. Bemerkenswert ist das Innere mit seinen grandiosen Fenstern. Über den Portalen sieht man zwei Frauen, die die Kirche und die Synagoge symbolisieren. Die Kirche triumphiert mit dem Kreuz, während die Synagoge die Augen verbunden hat, weil sie blind ist für Christus. Allerdings hat der listige Künstler die demütige Synagoge viel schöner geschaffen als die herrische Kirche.

Nach Oben