Luberon

Provencalische Bilderbuchlandschaft: Luberon

Provencalische Bilderbuchlandschaft: Luberon

Provencalische Bilderbuchlandschaft

Die provencalische Bilderbuchlandschaft wurde von der UNESCO zu einem Biosphärenreservat („Réserve de la Biosphère“) erklärt. Zerklüftete Felsen, wilde Schluchten, karge Gipfel, aber auch Pinienwälder, Lavendel- und Weinfelder prägen das Landschaftsbild. Malerische Dörfer klammern sich an Felshänge. Der 60 Kilometer lange Bergrücken in Ost-West-Richtung ist ein Paradies für Wanderer, Fahrradfahrer und Naturliebhaber. Die Schlucht von Lourmarin teilt den Kleinen Luberon im Westen und vom Großen Luberon im Osten ab. Der Große Luberon hat seinen höchsten Punkt mit dem Mourre Nègre bei 1.124 Meter. 



Sehenswürdigkeiten Luberon


Sénanque

Zisterzienserkloster in den Lavendelfeldern

Das Kloster gehört zu den bekanntesten in der Provence. Dass es auch ein beliebtes Fotomotiv ist, liegt an den Lavendelfeldern, die jedes Jahr zwischen Juli und Anfang August ihre Pracht entfalten. Gegründet wurde Sénanque 1148 von Zisterzienser-Mönchen, die für ihre asketische Strenge bekannt waren. Die Klosterregeln waren die strengsten ihrer Zeit. Die schlichten Gebäude entbehren jedes Schmucks. Nur der Kreuzgang hat 48 Arkadenbögen mit kleinen Säulen. In der französischen Revolution wurde Sénanque aufgelöst, aber 40 Jahre später wiederbelebt.


Venasque

Fluchtburg der Päpste am Rande des Luberon

Das mittelalterliche Venasque liegt auf einem steilen Felsvorsprung hoch über der Ebene von Carpentras. Dank seiner architektonischen Geschlossenheit, den idyllischen Plätzen und Brunnen wurde das Dorf zu einem der „Plus beaux villages de France“ erklärt. An drei Seiten ist der ehemalige Bischofssitz von einer Stadtmauer umgeben, die von zahlreichen Türmen verstärkt wird. Lange Zeit haben die Päpste von Avignon den schwer einnehmbaren Felsenort als Fluchtburg benutzt. Bei Gefahr konnte man über die Schluchten der Nesque in der Bergwildnis des Luberon verschwinden.


L'Isle-sur-la-Sorgue

Kunst und Antiquitäten an Gassen und Kanälen

Die Geburtsstadt des Dichters René Char ist ein kleines grünes Paradies zwischen den vielen Seitenarmen der Sorgue. Überall stehen Mühlen, deren Schaufelräder sich noch drehen. Die Altstadt ist ein Gewirr aus krummen Gassen und Kanälen. Zu den Waschplätzen am Fluss führen Treppen vom Kai hinunter. Bis ins 19 Jahrhundert war die Inselstadt ein Fischerdorf. Heute ist sie ein Künstler- und Antiquitätenort mit Boutiquen und Trödelmärkten, zu denen Aussteller aus ganz Frankreich kommen. Sehenswert sind die Barockkirche Notre-Dame-des-Anges, das Hôtel Dieu aus dem 17. Jahrhundert und das Hôtel Donadeï de Campredon mit den Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.


Mourre Nègre

Zum höchsten Gipfel des Lubéron

Die einfachste Möglichkeit, den höchsten Berg des Luberon zu ersteigen, führt über seine bewaldete Nordseite . Der Mourre Nègre ist ein beliebter, an Sommerwochenenden viel besuchter Aussichtsgipfel und bietet bei klarem Wetter ein grandioses Panorama von den Alpen bis zum Mittelmeer. Beim Aufstieg hat man die Wahl zwischen einer gut ausgebauten Forststraße (flacher und länger) oder einem Fußweg (steiler, steiniger und kürzer). Der Rückweg geht über einen recht steilen, steinigen und schmalen Fußweg und einem kleinen Geröllfeld. Daher ist gutes Schuhwerk zu empfehlen. Bei warmen Wetter ist ausreichend Wasser mit zu nehmen. (hin und zurück: 4 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 610 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/15885304


Gorges d´Oppedette

Tiefblicke in die Schlucht des Calavon

Die Wanderung führt über einen Höhenweg mit fantastischen Ausblicken in die bis zu 100 Meter tiefe Schlucht des Calavon. Nach einer Durchquerung auf halber Wegstrecke kann man im malerisch gelegenen Oppedette einkehren, das noch vor 30 Jahren fast ausgestorben war.
Zwei Kilometer flussabwärts von der großen Brücke steht die Kapelle Saint Ferreol, welche nach dem Zusammensturz in den 80er Jahren saniert wurde und heute für Kunstausstellungen und klassische Konzerte genutzt wird. Ursprünglich stand die Kapelle direkt am Flussufer; nach einer Überschwemmung im 17. Jahrhundert wurde sie etwas oberhalb wieder aufgebaut. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 290 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/15885135




Reisebeispiele Luberon

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