Côte d’Azur

Villefranche an der Côte d'Azur

Villefranche an der Côte d'Azur

Urlaubsland Par excellence: Côte d'Azur

Der Name „Azurblaue Küste“ geht auf ein Buch des Schriftstellers  Stéphen Liégeard zurück, der 1887 das Buch mit dem Titel La Côte d’Azur veröffentlichte. Damals wurde die Südküste Frankreichs gerade von reichen Briten entdeckt, die den Winter gern zwischen Menton an der italienischen Grenze und Saint-Tropez verbrachten. Der große Reichtum von Farben und Formen zog zahlreiche Maler an: Renoir, Matisse, Chagall und Picasso sind nur die bekanntesten unter ihnen. Sie hinterließen viele Museen, die man sich allerdings am besten im Winter anschaut, wenn sie weniger voll sind. Für viele ist die Côte d'Azur das Urlaubsgebiet par excellence. Dafür sorgen Sonne, Strand und Meer, dazu ein malerisches Hinterland und ein paar mondäne Städte.



Sehenswürdigkeiten Côte d’Azur


Antibes

Französisches Flair und Luxusyachten im Port Vauban

Die Hafenstadt mit 75.000 Einwohnern gehört zu den ältesten an der Côte d'Azur. „Antipolis“ wurde um 340 von griechischen Kaufleuten gegründet und in der Spätantike zum Bischofssitz erhoben. 1882 wurde das Seebad Juan-les-Pins eröffnet, das inzwischen eingemeindet ist. Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich dort Schriftsteller und Künstler nieder, unter anderem Picasso, dem im Château Grimaldi ein Museum gewidmet ist. Port Vauban ist heute einer der größten Yachthäfen Europas, in dem bis zu 1700 Luxusyachten vor Anker gehen. Den besten Ausblick hat man von der Festung Fort Carré.


Île Saint-Honorat

Klosterinsel vor Cannes

Die kleine Insel vor Cannes war eine Keimzelle des westlichen Mönchtums. Um 410 nach Christus gründete Honoratus von Arles eine Einsiedelei auf der Insel – nach dem Vorbild der Eremiten in Ägypten und Syrien. Nach einer langen und wechselvollen Geschichte leben heute noch etwa 30 Mönche auf Saint-Honorat. Die zum Kloster gehörenden Weinberge nehmen ein Drittel der Insel ein. Vom Festungsturm hat man eine schöne Aussicht auf das Meer und die Yachten. Die Landschaft um die sieben Kapellen ist wie ein Park angelegt. Das Kloster bietet selbst gemachte Weine und den Likör Lérina zum Verkauf an. Im Restaurant herrscht trotz des ruhigen Klosterlebens meist ein reger Betrieb. 

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St-Paul-de-Vence

Dorf der Künstler und Boule-Spieler

Das Künstlerdorf liegt auf einer Anhöhe zwischen Orangenhainen, Weinbergen und Zypressen. Noch immer wird es von einer mächtigen Mauer aus dem 16. Jahrhundert umringt. Die schmalen Gassen werden von mittelalterlichen Häusern gesäumt, in die Ateliers, Galerien und Geschäfte eingezogen sind. Im Hotel Colombe d’Or sind Originalarbeiten von Miro, Picasso, Chagalle, Matisse ausgestellt.  Vor dem Café de la Place kann man Profis beim Boule-Spiel zusehen.


Grasse

Welthauptstadt des Parfüms

Die Welthauptstadt des Parfüms liegt im Hügelland zwischen den Seealpen und der Côte d'Azur. Im Mittelalter war Grasse eine Stadtrepublik, in der das Gerberhandwerk verbreitet war. Als gegen 1600 die Mode aufkam, Handschuhe zu parfümieren, verlegte man sich auf die Destillation von Duftstoffen. Seit dem 17. Jahrhundert haben sich die Parfümeure aus Grasse auf die Extraktion des Blütensafts spezialisiert, besonders für Orangenblüten und Jasmin. So ist auch das wichtigste Volksfest die Fête du Jasmin Anfang August. Weltbekannt wurde die Stadt durch den Roman von Patrick Süskind, Das Parfum.


Tourrettes sur Loup

Wehrdorf mit phänomenaler Aussicht

Das Dorf auf dem Felssporn von Tourrettes war ursprünglich ein kelto-ligurisches Oppidum. Nachdem die Römerzeit zu Ende ging, die ein halbes Jahrtausend gedauert hatte, machten muslimische Sarazenen die Mittelmeerküste bis zu den Schweizer Alpen unsicher. Sie ließen sich in Tourrettes nieder und befestigten den Ort. Das Dorf wurde auf dem Felssporn um eine Burg errichtet, in der heute das Rathaus ist. Die geschlossene, äußere Bebauung auf den steil abfallenden Felsen und Schluchten machte Tourrettes fast uneinnehmbar. Oberhalb des Dorfes gibt es einen Höhenweg vom Château du Caire zur Alm Courmettes mit einem Blick, der von Nizza über Cagnes, Antibes bis Cannes reicht.


Circuit de Pié Martin

Auf alten Maultierpfaden zur Panoramaaussicht

Der abwechslungsreiche Rundweg beginnt in Tourrettes-sur-Loup. Wenn man das Dorf mit den alten Steinhäusern und einem Kirchlein hinter sich gelassen hat, geht man auf alten Maultierpfaden durch einen Steineichenwald. Oben auf der Höhe wird man mit einer Panoramaaussicht belohnt, die bis weit übers Meer reicht (Hin und zurück: 3:30 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab: 460 Meter).

Umfulana Route


Vence

Voralpenstädtchen hinter der Côte d'Azur

Zwischen Nizza und Antibes thront das Voralpenstädtchen Vence, das wegen seiner herrlichen Lage und seines malerischen Stadtbilds schon im 19. Jahrhundert viele Künstler angelockt hat. Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umschlossen, durch die zahlreiche Tore ins Innere der Stadt führen. Eines der bekanntesten ist wohl die Porte de Peyra. Der Weg in die Altstadt führt über die Place du Grand-Jardin und die Place du Frene, wo eine riesige Esche steht, die 1538 gepflanzt wurde. Die Klosterkapelle der Dominikanerinnen, die Chapelle du Rosaire (Rosenkranzkapelle), wurde von Henri Matisse gestaltet.


Train des Pignes

Mit der Schmalspurbahn in die Alpes Maritimes

Der „Pinienzapfenzug“ ist eine historische Schmalspurbahn von Nizza nach Digne-les-Bains. Neben Dieseltriebwagen werden manchmal auch Dampfloks eingesetzt. Für die 150 Kilometer lange Strecke benötigt man dreieinhalb Stunden. Über Annot, St. André-les-Alpes und Barrême erreicht man dann Digne les-Bains, ein Städtchen im Grünen mit schöner Altstadt, wo im August auch das große Lavendelfest stattfindet. Vier Mal täglich geht es über 80 Tunnel, Brücken und Viadukte auf tausend Meter hinauf. Unterwegs kann man zu- oder aussteigen. Entlang der Strecke verlaufen schöne Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit.


Mont Vinaigre

Beliebtes Ziel von Mountainbikern

Der „Essigberg“ ist mit 614 Meter der höchste Berg des Esterel-Gebirges. Der unter Naturschutz stehende Berg ist teilweise bewaldet, die ursprüngliche Vegetation aus Korkeichen und Kastanienbäumen wurde jedoch durch zahlreiche Waldbrände zerstört, sodass heute Macchia überwiegt. Von Westen führt eine Forststraße bis auf wenige hundert Meter an den Gipfel heran. Ab hier führt ein Fahrweg, dann ein Fußweg, zum Gipfel. Auch der Fernwanderweg GR 51 führt zum Gipfel, wo ein alter Aussichtsturm und ein Sender stehen. Von hier hat man den schönsten Blick auf die Küste bis zur italienischen Riviera,  aber auch auf die Alpen. 


Seillans

Dorfidylle fern vom Trubel der Küste

Das Dorf, das sich an die ersten Erhebungen eines bewaldeten Bergrückens im Hinterland der Côte d'Azur schmiegt, gehört zu den „Les Plus Beaux Villages de France“. Es liegt 15 km nordöstlich von Draguignan; nach Nizza fährt man eine Dreiviertelstunde. Dennoch ist man hier fern vom Trubel der Küste. Der Blick schweift über die Täler im Süden, hinter denen man das Meer erahnt. Im Dorf gibt es ein kleines Museum – das Waldberghaus – das an den Künstler Max Ernst erinnert, der hier von 1964 bis zu seinem Tod 1976 gelebt hat.


Cap-Martin

Aussichtspromenaden und Prominente

Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia gebaut wurde, zog das Cap Martin als Feriendomizil viele bekannte Persönlichkeiten an. Eugénie, Witwe von Napoléon III., besaß hier eine Villa, ebenso wie das belgische Königshaus. Der Stararchitekt Le Corbusier und Winston Churchill waren regelmäßig zu Gast. Am Cap Martin kann man an Sandstränden spazieren gehen. Am schönsten ist die Promenade Le Corbusier am Westufer wegen der vielen Aussichtspunkte. Den besten Blick auf das Kap hat man von der mittelalterlichen Burg auf Roquebrune.


Menton

Belle Epoque mit italienischem Charme

Die Kleinstadt an der italienischen Grenze gehört mit ihren Villen aus der Belle Epoque zu den schönsten Orten an der Côte d'Azur. Zwar ist sie weniger mondän als ihre Schwestern St. Tropez oder Cannes, dafür überrascht sie mit italienischem Charme. Bekannt ist Menton auch durch seine üppige Vegetation: Botanische Gärten und Citrusplantagen prägen das Umfeld. 




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