Côte d’Azur

An der Côte d'Azur

An der Côte d'Azur

Urlaubsland Par excellence: Côte d'Azur

Der Name „Azurblaue Küste“ geht auf ein Buch des Schriftstellers  Stéphen Liégeard zurück, der 1887 das Buch mit dem Titel La Côte d’Azur veröffentlichte. Damals wurde die Südküste Frankreichs gerade von reichen Briten entdeckt, die den Winter gern zwischen Menton an der italienischen Grenze und Saint-Tropez verbrachten. Der große Reichtum von Farben und Formen zog zahlreiche Maler an: Renoir, Matisse, Chagall und Picasso sind nur die bekanntesten unter ihnen. Sie hinterließen viele Museen, die man sich allerdings am besten im Winter anschaut, wenn sie weniger voll sind. Für viele ist die Côte d'Azur das Urlaubsgebiet par excellence. Dafür sorgen Sonne, Strand und Meer, dazu ein malerisches Hinterland und ein paar mondäne Städte.



Sehenswürdigkeiten Côte d’Azur


Île Saint-Honorat

Klosterinsel vor Cannes

Die kleine Insel vor Cannes war eine Keimzelle des westlichen Mönchtums. Um 410 nach Christus gründete Honoratus von Arles eine Einsiedelei auf der Insel – nach dem Vorbild der Eremiten in Ägypten und Syrien. Nach einer langen und wechselvollen Geschichte leben heute noch etwa 30 Mönche auf Saint-Honorat. Die zum Kloster gehörenden Weinberge nehmen ein Drittel der Insel ein. Vom Festungsturm hat man eine schöne Aussicht auf das Meer und die Yachten. Die Landschaft um die sieben Kapellen ist wie ein Park angelegt. Das Kloster bietet selbst gemachte Weine und den Likör Lérina zum Verkauf an. Im Restaurant herrscht trotz des ruhigen Klosterlebens meist ein reger Betrieb. 

mehr Info:
www.cannes-ilesdelerins.com


Saint Tropez

Vom Fischerdorf zum Treffpunkt der Reichen und Schönen

Der nach einem frühchristlichen Märtyrer benannte Hafenort an der Côte d'Azur war bis ins 20. Jahrhundert ein einfaches Fischerdorf. Der Aufschwung begann in den 1950er Jahren, als „Saint Trop“ zu einem Treffpunkt der Reichen und Schönen wurde. In den berühmten Strandclubs wie Tahiti Plage oder Club 55 verbringen reiche Urlauber aus der ganzen Welt ihren Sommer. Saint Tropez ist bekannt für seinen exklusiven Yachthafen und die Baie de Pamplonne, dem längsten Sandstrand an der Côte d'Azur. Die zahlreichen Boutiquen und Gourmetrestaurants haben sich auch preislich auf ihre besondere Kundschaft eingestellt.


Mont Vinaigre

Beliebtes Ziel von Mountainbikern

Der „Essigberg“ ist mit 614 Meter der höchste Berg des Esterel-Gebirges. Der unter Naturschutz stehende Berg ist teilweise bewaldet, die ursprüngliche Vegetation aus Korkeichen und Kastanienbäumen wurde jedoch durch zahlreiche Waldbrände zerstört, sodass heute Macchia überwiegt. Von Westen führt eine Forststraße bis auf wenige hundert Meter an den Gipfel heran. Ab hier führt ein Fahrweg, dann ein Fußweg, zum Gipfel. Auch der Fernwanderweg GR 51 führt zum Gipfel, wo ein alter Aussichtsturm und ein Sender stehen. Von hier hat man den schönsten Blick auf die Küste bis zur italienischen Riviera,  aber auch auf die Alpen. 


Antibes

Französisches Flair und Luxusyachten im Port Vauban

Die Hafenstadt mit 75.000 Einwohnern gehört zu den ältesten an der Côte d'Azur. „Antipolis“ wurde um 340 von griechischen Kaufleuten gegründet und in der Spätantike zum Bischofssitz erhoben. 1882 wurde das Seebad Juan-les-Pins eröffnet, das inzwischen eingemeindet ist. Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich dort Schriftsteller und Künstler nieder, unter anderem Picasso, dem im Château Grimaldi ein Museum gewidmet ist. Port Vauban ist heute einer der größten Yachthäfen Europas, in dem bis zu 1700 Luxusyachten vor Anker gehen. Den besten Ausblick hat man von der Festung Fort Carré.


La Garde-Freinet

Provenzalisches Bergdorf im Massif des Maures

Das provenzalische Bergdorf liegt auf der Passhöhe des Massif des Maures, was ihm den Namen „Garde“ eingebracht hat. Man erreicht den Ort, der seine Ursprünglichkeit erhalten hat, über eine malerische Straße durch eine wilde, hinreißende Landschaft. La Garde-Freinet gilt als der Ort, an dem sich die Sarazenen nach 890 in der Provence niederließen. Nach der Schlacht von Tourtour wurden sie hundert Jahre später wieder vertrieben. Vom Ort aus kann man zum Croix des Maures gehen, wo man mit einem schönen Rundblick weit übers Meer belohnt wird.


Grasse

Welthauptstadt des Parfüms

Die Welthauptstadt des Parfüms liegt im Hügelland zwischen den Seealpen und der Côte d'Azur. Im Mittelalter war Grasse eine Stadtrepublik, in der das Gerberhandwerk verbreitet war. Als gegen 1600 die Mode aufkam, Handschuhe zu parfümieren, verlegte man sich auf die Destillation von Duftstoffen. Seit dem 17. Jahrhundert haben sich die Parfümeure aus Grasse auf die Extraktion des Blütensafts spezialisiert, besonders für Orangenblüten und Jasmin. So ist auch das wichtigste Volksfest die Fête du Jasmin Anfang August. Weltbekannt wurde die Stadt durch den Roman von Patrick Süskind, Das Parfum.


Seillans

Dorfidylle fern vom Trubel der Küste

Das Dorf, das sich an die ersten Erhebungen eines bewaldeten Bergrückens im Hinterland der Côte d'Azur schmiegt, gehört zu den „Les Plus Beaux Villages de France“. Es liegt 15 km nordöstlich von Draguignan; nach Nizza fährt man eine Dreiviertelstunde. Dennoch ist man hier fern vom Trubel der Küste. Der Blick schweift über die Täler im Süden, hinter denen man das Meer erahnt. Im Dorf gibt es ein kleines Museum – das Waldberghaus – das an den Künstler Max Ernst erinnert, der hier von 1964 bis zu seinem Tod 1976 gelebt hat.


Nice

Mondäne Hauptstadt der Côte d'Azur

Nizza ist die mondäne Hauptstadt der Côte d'Azur. Die „himmelblaue Küste“, wie die Franzosen ihre Riviera nennen, ist seit ihrer Entdeckung durch adelige Briten im 18. Jahrhundert ein Urlaubsparadies. Dank seiner geschützten Lage südlich der Alpen ist das Klima ganzjährig angenehm, wodurch sich eine vielfältige Pflanzenwelt entwickeln konnte. Hauptattraktion sind die langen Badestrände. Dass die fünftgrößte Stadt Frankreichs nur 30 km von der italienischen Grenze entfernt ist, spürt man vor allem abends, wenn das Leben in den verwinkelten Gassen der Altstadt beginnt.


Train des Pignes

Mit der Schmalspurbahn in die Alpes Maritimes

Der „Pinienzapfenzug“ ist eine historische Schmalspurbahn von Nizza nach Digne-les-Bains. Neben Dieseltriebwagen werden manchmal auch Dampfloks eingesetzt. Für die 150 Kilometer lange Strecke benötigt man dreieinhalb Stunden. Über Annot, St. André-les-Alpes und Barrême erreicht man dann Digne les-Bains, ein Städtchen im Grünen mit schöner Altstadt, wo im August auch das große Lavendelfest stattfindet. Vier Mal täglich geht es über 80 Tunnel, Brücken und Viadukte auf tausend Meter hinauf. Unterwegs kann man zu- oder aussteigen. Entlang der Strecke verlaufen schöne Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit.


Cap-Martin

Aussichtspromenaden und Prominente

Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia gebaut wurde, zog das Cap Martin als Feriendomizil viele bekannte Persönlichkeiten an. Eugénie, Witwe von Napoléon III., besaß hier eine Villa, ebenso wie das belgische Königshaus. Der Stararchitekt Le Corbusier und Winston Churchill waren regelmäßig zu Gast. Am Cap Martin kann man an Sandstränden spazieren gehen. Am schönsten ist die Promenade Le Corbusier am Westufer wegen der vielen Aussichtspunkte. Den besten Blick auf das Kap hat man von der mittelalterlichen Burg auf Roquebrune.


Menton

Belle Epoque mit italienischem Charme

Die Kleinstadt an der italienischen Grenze gehört mit ihren Villen aus der Belle Epoque zu den schönsten Orten an der Côte d'Azur. Zwar ist sie weniger mondän als ihre Schwestern St. Tropez oder Cannes, dafür überrascht sie mit italienischem Charme. Bekannt ist Menton auch durch seine üppige Vegetation: Botanische Gärten und Citrusplantagen prägen das Umfeld. 


Iles d'Hyères

Archipel zwischen Marseille und der Côte d'Azur

Die Inselgruppe zwischen Marseille und der Cote d'Azur liegt wenige Kilometer vor der französischen Küste. Wegen ihres rötlichen Gesteins werden die drei Hyèrischen Inseln auch Isles d'Or, Goldinseln, genannt. Die größte von ihnen, Porquerolles, ist 7,5 km lang und 3 km breit. Besonders im Norden, wo auch der gleichnamige Hauptort liegt, gibt es ein paar schöne Badestrände mit klarem Wasser. Von dort führen Wanderwege durch die ursprüngliche Macchia zu einem Fort, einem Weinbaugebiet oder zum Sémaphore, dem mit 142 Metern höchsten Berg. Von dort schaut man weit übers Meer, zu den anderen Inseln und bis zum Festland. Porquerolles ist von der Halbinsel Giens mit der Personenfähre in wenigen Minuten zu erreichen. In der Hauptsaison geht sie alle halbe Stunde. Das Auto kann man auch über Nacht auf dem Parkplatz an der Fähranlegestelle stehen lassen.




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