Picardie

Und drüben liegt England: Strand bei Calais in der Picardie

Und drüben liegt England: Strand bei Calais in der Picardie

Sandstrände, Äcker und grandiose Kathedralen

Der Norden Frankreichs ähnelt bereits dem belgischen Flandern: Die Landschaft ist flach und fruchtbar; Äcker mit Kohl und Kartoffeln ziehen sich bis zum Horizont, wo ab und an Kirchtürme den Himmel weisen. Die meisten Reisenden, die die Picardie besuchen, wollen ans Meer. Dort gibt es endlose Sandstrände und jenseits des Ärmelkanals kann man von manchen Stellen bei gutem Wetter englische Klippen blitzen sehen. Im Hinterland dagegen kommen Ruhesuchende auf ihre Kosten. In den alten Fachwerkstädten wird eher Bier als Wein getrunken, und die Kathedralen von Amiens und Laon gehören zu den schönsten Frankreichs.



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Sehenswürdigkeiten Picardie

Amiens

Größte Kathedrale Frankreichs

Die ehemalige Hauptstadt der Picardie ist heute noch kulturelles, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum der Region. Ihre Blüte im Mittelalter verdankt die Stadt der Leinen- und Tuchwebertradition. Von ihrer ehemaligen Bedeutung zeugt vor allem die Kathedrale, bis heute die größte Kirche von Frankreich. Notre-Dame d’Amiens ist neben Notre-Dame de Chartres und Notre-Dame de Reims eine der drei klassischen Kathedralen der französischen Hochgotik des 13. Jahrhunderts. Sie wurde Vorbild für den kurz darauf begonnenen Kölner Dom und viele Jahrhunderte später für die St. Patrick’s Cathedral in New York. Sie ist als Welterbe der Unesco verzeichnet.

Arras

Spätgotische Altstadt in Französisch-Flandern

Die ehemalige Hauptstadt der Grafschaft Artois liegt in der Picardie, das wegen seiner Nähe zu Belgien auch Französisch-Flandern genannt wird. Die Arkadenhäuser im Zentrum, die sich um spätgotische Plätze gruppieren, geben dem nordfranzösischen Ort tatsächlich den Charakter einer flämischen Handelsstadt. Sehenswert ist das gotische Rathaus und die ehrwürdigen Bürgerhäuser, deren Bewohner einst mit Tuchen und Bildteppichen reich wurden.

Basilika Notre Dame

Krypta aus dem 12. Jahrhundert

Die Basilika Notre-Dame de l’Immaculée Conception ist eine römisch-katholische Kirche in Boulogne-sur-Mer. Mit ihrer 100 Meter hohen Kuppel beherrscht die Basilika die ganze Stadt. Sie wurde auf dem Fundament einer älteren Kathedrale errichtet, die ihre Ursprünge im 12. Jahrhundert hatte, im Jahr 1798 jedoch abgerissen wurde. Im Jahr 1827 begann der aus Boulogne stammende Priester Abbé Haffreingue mit dem Wiederaufbau des Heiligtums. Das neoklassizistische Gebäude mit seiner Kuppel, die an die Kirche in Form eines lateinischen Kreuzes angebaut ist, hat ein einzigartiges Aussehen, das an sakrale Bauwerke wie den Invalidendom in Paris oder den Petersdom in Rom angelehnt ist. Im Jahr 1879 wurde Notre-Dame zur Basilika erhoben. Heute ist sie als historisches Baudenkmal geschützt, ihre Krypta aus dem 12. Jahrhundert ist eine der größten in Frankreich. Das weitläufige Labyrinth aus Räumen ist bemerkenswert aufgrund der Wandmalereien, die die gesamten Wände bedecken, und der Sammlungen, die sich aus den Überresten der alten Kirche und einem Schatz an sakraler Kunst zusammensetzen.

Château d’Hardelot

Mittelalterliches Schloss mit englischen Gärten

Die mittelalterlichen Ruinen und das viktorianische Herrenhaus, aus denen sich das Schloss zusammensetzt, machen es zu einem beeindruckenden und reizvollen Ort. Die Räume des Herrenhauses, die so rekonstruiert wurden, als wären sie noch bewohnt, zeigen den Besuchern eine reiche Sammlung von Objekten, von denen einige von den größten französischen Museen ausgeliehen wurden. Sie erinnern sowohl an die britisch-französischen Beziehungen und die Geschichte des Schlosses, aber auch an die der Côte d'Opale, die eng mit der Geschichte zwischen Frankreich und England verbunden ist. Auch die Gärten sind einen Besuch wert. Um die mittelalterlichen Mauern liegen die englisch inspirierten Gärten mit geometrischen Buchsbaumbeete, kunstvoll geschnittenen Eiben und üppigen Blumenbeeten.

Château de Boulogne-sur-Mer

Kunst und Kultur aus der ganzen Welt

Das Schloss von Boulogne-sur-Mer wurde von Graf Philippe Hurepel, Sohn von König Philippe Auguste, im 13. Jahrhundert auf den Befestigungen eines römischen Militärlagers errichtet und beherbergt heute ein Museum. Das Museum wurde 1825 nach dem Erwerb des Kuriositätenkabinetts des Vicomte Leroy de Barde gegründet und bietet vier große Abteilungen: Archäologie des Mittelmeerraums, außereuropäische Ethnografie, lokale Geschichte und Bildende Kunst. Die Abteilung für mediterrane Archäologie zeigt u. a. eine ägyptische Sammlung mit Sarkophagen und Mumien sowie eine griechische Keramiksammlung mit fast 450 Stücken. Die Abteilung für außereuropäische Ethnografie umfasst das präkolumbianische Amerika, Afrika und Ozeanien sowie eine Sammlung von Objekten aus Alaska mit einem weltweit einzigartigen Ensemble von Sugpiat-Masken von der Insel Kodiak und eine Sammlung zeitgenössischer Kunst der Ureinwohner Alaskas. Im Bereich Bildende Kunst kann man eine bedeutende Sammlung französischer Gemälde und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert von Künstlern wie Courbet, Corot, Boudin, Sisley, Rodin, Carpeaux und Gallé sowie eine Reihe von Werken von Künstlern der Côte d'Opale betrachten.

Souterrain von Naours

Zufluchtshöhlen während der Wikingerzeit

30 Meter tief unter Naours befindet sich das Souterrain: ein unterirdisches System von Gängen und Sälen, Kapellen, Ställen, ja sogar einer Bäckerei. Sie wurden im 9. Jahrhundert nach Christus von der Bevölkerung gegraben, die Schutz vor den Überfällen der Normannen suchte. Während der Religionskriege und im Dreißigjährigen Krieg wurden die Höhlen wieder genutzt. Danach gerieten sie in Vergessenheit und wurden erst 1887 wiederentdeckt. Ab 1941 benutzte es die deutsche Wehrmacht als Munitionslager und ab 1943 als Basis in Verbindung mit dem Atlantikwall. Heute ist rings um das Souterrain ein Park eingerichtet.

Thiepval-Denkmal

Mahnmal für die Somme-Schlacht

Die Schlacht an der Somme war eine der größten an der Westfront des Ersten Weltkrieges. Sie begann am 1. Juli 1916 mit einer britisch-französischen Großoffensive gegen die deutschen Stellungen und wurde am 18. November ergebnislos abgebrochen. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten war sie die verlustreichste Schlacht der Westfront. Auf dem Schlachtfeld stehen heute mehrere Gedenk- und Kriegsgräberstätten. Die größte ist das Thiepval-Denkmal, ein 1932 erbauter Ehrenbogen mit über 70.000 eingemeißelten Namen französischer und britischer Gefallenen, die nicht in einem eigenen Grab bestattet wurden.

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