Côte d'Emeraude

Grünes Meer: Fort-La-Latte an der Côte d'Emeraude

Grünes Meer: Fort-La-Latte an der Côte d'Emeraude

Smaragdgrünes Meer und zahllose Dorfheilige

Die 120 Kilometer lange Smaragdküste liegt zwischen dem Cap Fréhel im Westen und Mont-Saint-Michel im Osten. Der Name ist von der Färbung des Meeres abgeleitet, das  smaragd-grün gegen die verwitterten Felsklippen anbrandet. Dazwischen liegen schmale Sandstrände, die sich bei Ebbe in weite, goldgelbe Badebuchten verwandeln. An dieser abwechslungsreichen und schönen Küste landeten im 5. und 6. Jahrhundert Mönche aus Irland, die sich vor den Angelsachsen in Sicherheit bringen mussten und gleichzeitig das Christentum in der Bretagne ausbreiteten. Daran erinnern zahllose Ortsnamen, die mit Saint beginnen. Fast jedes Dorf hat hier seinen eigenen Heiligen, dessen Gebeine oft in der Kirche aufbewahrt werden.



Sehenswürdigkeiten Côte d'Emeraude


St-Malo

Alte Seefahrerstadt und Badeort

Die alte Seefahrerstadt lag ursprünglich auf einer Insel, die mit dem Festland durch zwei Dämme verbunden war. Sie ist nach dem walisischen Einsiedlermönch benannt, der im 6. Jahrhundert auf der Landzunge gelebt hat. Wegen der normannischen Überfälle im 9. Jahrhundert wurde eine Festung mit starken Mauern angelegt, in der sich heute die Altstadt befindet. Seit dem 19. Jahrhundert ist St-Malo ein beliebter Badeort, wovon die vielen schönen Sommerresidenzen zeugen. Besonders empfehlenswert ist ein Gang über die „remparts“. Von der erhaltenen Stadtmauer hat man einen phantastischen Blick über die Altstadt und das Meer, das je nach Gezeiten völlig anders aussieht. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist besonders hoch – zwischen 8 und 12 Metern!


Cap Fréhel

Von Wind und Wetter geformt

Bereits aus der Ferne erkennt man das weit ins Meer hinausragende Kap. Die von Wind und Wetter geformte Landspitze gehört zu den beeindruckendsten Naturdenkmälern an der Côte d'Émeraude. Ein Blick auf die benachbarten Klippen verdeutlicht die gewaltigen Ausmaße der hier aufgetürmten Steilküste mit ihrer kargen, baumlosen, dem Wind trotzenden Heidelandschaft. Über 70 Meter ragt der Fels aus dem Meer; kein Foto lässt die schwindelerregende Tiefe des Abgrundes und die Weite des Meeres nachempfinden. An klaren Tagen soll man von hier aus im Norden die Insel Jersey und im Westen die Île de Bréhat sehen können.


Mont Saint Michel

Klosterberg im Wattenmeer

Der berühmte Abteiberg im Wattenmeer vor der Küste der Bretagne gilt als der bedeutendste Klosterbau des europäischen Mittelalters. Wie eine Pyramide ragt er auf einer Plattform von 3 Hektar aus dem Meer empor. Der Legende nach soll es der Erzengel Michael selbst gewesen sein, der im Jahr 708 dem Bischof von Avranches den Auftrag zur Klostergründung gab. In drei Bauabschnitten bis ins 15. Jahrhundert hinein erhielt der Bau sein heutiges Aussehen. Das Kloster ist von 9:30 – 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden angeboten. Wer die Klosterinsel besuchen möchte, stelle sich auf touristisches Gedränge und Geschiebe ein. Hier werden auch die größten Gezeitenunterschiede in Europa verzeichnet. Das Meer zieht sich bei Ebbe etwa 14 km zurück und schnellt dann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km pro Stunde wieder vor.




Reisebeispiele Côte d'Emeraude

Nach Oben