Pyrenées Occidentales

Sanftes Mittelgebirge: Pyrenées Occidentales

Sanftes Mittelgebirge: Pyrenées Occidentales

Sanftes Mittelgebirge zwischen Atlantik und Zentralpyrenäen

Der westliche Abschnitt der Pyrenäen wird auch Pyrenées Basque oder Pyrenées Atlantiques genannt. Ihr höchster Punkt ist der Pic d'Anie mit 2504 Metern Höhe, der ganz im Osten liegt. Von dort fällt das Gebirge nach Westen hin bis zur Cote Basque ab. Größtenteils ist es ein sanftes Mittelgebirge, das von Laubwäldern und Wiesen geprägt ist. Aus dieser Gegend stammt auch das französischste aller Kleidungsstücke, die Baskenmütze. Sie wurde von den Schäfern rund um Oloron-Sainte-Marie als Schutz vor der Sonne getragen.



Sehenswürdigkeiten Pyrenées Occidentales


Col d'Aubisque

Herausforderung nicht nur für Tour-de-France-Fahrer

Der 1.709 Meter hohe Gebirgspass gilt als einer der schönsten in den französischen Pyrenäen. Er liegt allerdings bereits im Einfluss des wechselhaften Atlantikwetters. Anders als bei den Pässen weiter östlich gehört also ein bisschen Glück dazu, ihn bei strahlendem Wetter zu erleben. Seit 1910 gehört der Col d'Aubisque zum Programm der Tour de France. 1951 stürzte ein Fahrer bei der Abfahrt spektakulär in eine Schlucht und wurde von seinen Kollegen mit Hilfe von zusammengeknoteten Fahrradschläuchen geborgen.


Oloron-Sainte-Marie

Aquitanisches Städtchen mit lebendigem Flair

Das 10.000-Einwohner-Städtchen mit lebendigem Flair liegt am Fuß der aquitanischen Pyrenäen. Zwei Flüsse vereinigen sich hier zur Gave d'Oloron und geben dem Stadtbild ein idyllisches Gepräge. Im Westen der Stadt steht die Bischofskirche Sainte Marie aus dem 12. Jahrhundert, über deren Portal apokalyptische Motive neben Szenen des mittelalterlichen Lebens abgebildet sind. Die schönste Aussicht auf den Ort hat man von der Kirche Ste-Croix auf dem Burgberg.


Puerto de Ibañeta

Moderne Kapelle am Jakobsweg

Der Pass in den spanischen Pyrenäen liegt auf 1.057 Metern Höhe und verbindet über die Nationalstraße N 135 Valcarlos mit Roncesvalles. Auf der Passhöhe steht die moderne Kapelle San Salvador. Dort kommen drei der vier französischen Pilgerwege nach Santiago de Compostela zusammen: der erste von Puy und Conques, der zweite von Paris und der dritte von Vezelay. Schon in prähistorischen Zeiten wurde der Pass begangen; die Römer bauten eine Passstation, später kam ein Kloster mit Herberge für Jakobspilger hinzu. Karl der Große passierte 778 den Pass im Rahmen seines Spanienfeldzugs zweimal, beim Rückzug geriet seine Nachhut in einen Hinterhalt. Diese Auseinandersetzung wurde als Schlacht von Roncesvalles bekannt.


Saint-Jean-Pied-de-Port

Mittelalterliches Städtchen am Jakobsweg

Die 1500-Einwohner-Stadt ist schon seit dem 12. Jahrhundert bekannt, als sie die Grenze zum Königreich Navarra befestigen sollte. Der heutige Name der Stadt „Heiliger Johann am Fuße des Passes“ ist abgeleitet aus ihrer Lage am Beginn der Passstraße nach Roncesvalles/Spanien. Sie ist die letzte Station auf dem Jakobsweg in Frankreich. Die Altstadt ist immer noch von einer Stadtmauer umgeben. Wer sich auf der Pilgerstraße von Nordosten der Stadt nähert, betritt sie durch das Jakobus-Tor, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Noch heute gibt es in der Altstadt die traditionellen Herbergen für die Pilger. Die Häuser und Mauern sind aus rosa bzw. grauem Sandstein gebaut.

Zur Website:
www.saintjeanpieddeport-paysbasque-tourisme.com




Reisebeispiele Pyrenées Occidentales

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