Untere Loire

Gute Lage: Coteaux de Layon an der Unteren Loire

Gute Lage: Coteaux de Layon an der Unteren Loire

Sonnenreiche Weinlandschaft im Westen Frankreichs

Der Unterlauf der Loire ist eine sonnenreiche Landschaft, in der Obst, Gemüse und gute Weine gedeihen. Das Anjou in Frankreichs Westen war langezeit ein bedeutendes Herzogtum, das auf die Normannen zurückgeht und seit dem 12. Jahrhundert den Namen Plantagenêt trug. Im Hohen Mittelalter reichte der Einfluss der Herzöge von Anjou von den Pyrenäen bis Südschottland. Ihre Macht spiegelt sich wider in ihrem zentralen Schloss in Angers.



Sehenswürdigkeiten Untere Loire


Angers

Die Hauptstadt des Anjou liegt im Tal der Loire. Die Altstadt mit ihrer mittelalterlichen Kathedrale gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Imposant ist das Schloss aus dem 13. Jahrhundert, das mit seinen vielen Türmen wie eine Festung wirkt. Im Inneren ist ein besonderes Kunstwerk ausgestellt: ein 105 Meter (!) langer und 4,5 Meter hoher Wandteppich aus dem 14. Jahrhundert. Er stellt den Weltuntergang nach der Offenbarung des Johannes dar und ist ein einzigartiges Beispiel für die Webekunst des Mittelalters.


Nantes

Brasserien und Belle Epoque

Die 300.000-Einwohner-Stadt an der Loire war jahrhundertelang die Hauptstadt der Bretagne. Davon zeugen herausragende Bauten wie das Schloss und die Kathedrale. Die große Universität verleiht der altehrwürdigen Herzogsresidenz ein jugendliches Flair, besonders am Place du Bouffay in der Altstadt, wo täglich außer montags der Gemüsemarkt stattfindet. In Nantes steht auch eine der bekanntesten Brasserien Frankreichs – La Cigale von 1895, wo man umgeben von der Pracht der Belle Epoque wunderbar essen kann. Empfehlenswert ist auch eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Erdre, einem Nebenfluss der Loire.


Saumur

Wein- und Sektkeller im Schatten der Burg

Das mittelalterliche Städtchen an der unteren Loire beeindruckt mit einem geschlossenen Stadtbild von der Flussseite her und einer mächtigen Burg, die zu den schönsten an der Loire gerechnet wird. Im 16. Jahrhundert erlebte Saumur als geistiges Zentrum der Hugenotten eine Blüte. Nachdem sie vertrieben waren, fiel die Stadt in einen Dornröschenschlaf. Die Akademie schloss und die Bevölkerung wanderte ab, da die Wirtschaft stagnierte. Heute ist das 30.000-Einwohner-Städtchen Mittelpunkt des Weinbaugebiets Anjou-Saumur. Am Stadtrand reihen sich die Wein- und Sektkeller aneinander.

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Schloss Brézé

Weinfässer in mittelalterlichem Höhlenkeller

Das kleine Schloss stammt größtenteils aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Dabei geht die Geschichte auf das Jahr 1060 zurück. Aus dem Mittelalter stammen noch die Zugbrücke, die Keller und ein altes System von Höhlen, die in den Tuffstein gegraben sind und von den Trockengräben aus zugänglich sind. Heute ist Schloss Brézé Mittelpunkt eines renommierten Weinguts mit 30 Hektar Anbaufläche. In den Höhlen-Kellern, die für Besucher geöffnet sind, gibt es eine Bäckerei, einen Raum für die Seidenraupenzucht, ein Kelterhaus und auch Weinkeller.

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Abtei Fontevraud

Größte Klosterstadt Europas

Den Grundstein zu dem monumentalen Komplex legte im 12. Jahrhundert ein Wanderprediger. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kloster stetig erweitert, so dass ein ganze Klosterstadt entstand, in der sich romanische, gotische und Renaissance-Stile verbinden. In der Abteikirche liegen mehrere Könige begraben, darunter Richard Löwenherz und Johann Ohneland. Die UNESCO hat Fontevraud zum Welterbe erklärt und dies damit begründet, dass es sich um Europas größten Klosterkomplex handelt. Etwas Besonderes ist die romanische Küche, von denen es nur noch ganz wenige gibt. Sie ist wie das Baptisterium achteckig und so raffiniert verschachtelt, dass in den Nischen verschiedene Feuerstellen Platz finden.




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