Auvergne

Weites Land grüne Vulkanbuckel: Auvergne

Weites Land grüne Vulkanbuckel: Auvergne

Land der Vulkane und unberührten Flüsse

Die Region im Zentrum von Frankreich ist ein Naturparadies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt. Geformt wurde das Land von Feuer und Wasser. Vulkanen türmten die zackig gefalteten Granitmassive auf. Wildbäche und Flüsse, teilweise bis heute unberührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lavabuckeln gegraben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den unergründlichen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel.  Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besichtigt werden.



Sehenswürdigkeiten Auvergne


Le Puy-en-Velay

Kirchen auf Vulkanschloten

Die Hauptstadt von Haute-Loire liegt auf über 600 Höhenmetern im südlichen Zentralmassiv. Die Landschaft ist bizarr: ringsumher liegen die Puys, wie man die Basaltkuppen nennt. Sie sind ehemalige Vulkanschlote. Auf einer Kuppe thront die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe (heiliger Michael auf der Nadel). Bereits in römischer Zeit hatte hier ein Tempel gestanden. Auf der anderen Kuppe steht die 16 Meter hohe Statue von Notre–Dame de la France, die 1860 aus Kanonen gegossen wurde, die im Krimkrieg erbeutet wurden. Die Kathedrale von Le Puy-en-Velay gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie steht am Fuße des Vulkankegels und ist Ausgangspunkt eines Jakobswegs.


Puy Mary

Vulkankrater mit Aussicht

Wer von Aurillac, der alten Hauptstadt der Auvergne, durch das malerische Tal der Jordanne 30 km nach Nordosten fährt, kommt in die Monts du Cantal, ein gewaltiges Vulkanmasiv. Der Puy Mary (1.787 Meter) ist der Hauptgipfel eines ehemals riesigen Vulkans, der vor 20 Millionen Jahren ausgebrochen ist und eine Höhe von über 3.000 Metern erreicht hat. Vom Pas de Peyrol kann man zu Fuß in einer halben Stunde auf den Gipfel wandern, wo sich eine grandiose Aussicht über das strahlenförmige Massiv bietet. Zurück sollte man über Falgoux und Salers fahren, wo rote Rinder grasen.


Antraigues

Künstlerdorf in den Monts d'Ardèche

Das Künstlerdorf mit 560 Einwohnern liegt im Naturpark Monts d'Ardèche umringt von den dicht bewaldeten Gebirgszügen der Cevennen. Antraigues ist schon seit dem Mittelalter beliebter Wohnsitz regionaler Künstler, die das Dorf entscheidend geprägt haben. Zum Beispiel entwarf der Künstler Jean Saussac die Ruelle aux cent sculptures, eine Gasse, an deren Wänden kleine Metallplaketten mit Gesichtern und anderen Formen zu sehen sind. Hoch über dem Ort thront eine Burg auf einem Basaltfelsen, von dem man bis zum Coup d'Aizac, einem erloschenen Vulkan, sehen kann.


Léotoing

Blicke in spektakuläre Schlucht

Das kleine Dorf Léotoing ist vor allem interessant, weil man dort einen spektakulären Blick in die Schlucht hat, die der Fluss Alagnon auf seinem Weg aus der Auvergne gegraben hat. Er entspringt im Gemeindegebiet von Laveissière, in den Monts du Cantal, an der Ostflanke des Puy Bataillouse. Die Quelle liegt im Regionalen Naturpark Volcans d’Auvergne. 


Naturpark Causses du Quercy

Der 1999 gegründete Park umfasst eine Fläche von rund 183.000 Hektar. Die raue Karstlandschaft zählt wegen ihrer herben Schönheit zu den beeindruckendsten Landschaften Frankreichs. Mit nur 14 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört sie zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Die Bezeichnung Hochebene ist allerdings trügerisch – das Relief ist fast immer hügelig im Höhenbereich von 300 bis 400 Metern.Trotz der Trockenheit gedeihen ein paar widerstandsfähige Pflanzen, darunter Flechten und Kräuter. Orchideen finden hier ideale Lebensbedingungen. Die Täler der Flüsse Dordogne, Lot und Célé strukturieren die Causses de Quercy in Ost-West-Richtung. Die Parkverwaltung (Maison du Parc) hat ihren Sitz in Labastide-Murat.


Rocamadour

Wallfahrtsort in wilder Schlucht

Seit dem Mittelalter strömen Pilger zum Felsen des Heiligen Amadour. Der wundertätiger Eremit aus frühchristlicher Zeit soll mit dem biblischen Zöllner Zachäus identisch gewesen sein. Jedenfalls soll der Emerit in der engen Schlucht des Alzou ebenfalls wundertätige Marienfigur aus einem Baumstamm geschnitzt haben. In Wirklichkeit dürfte das Gnadenbild der schwarzen Gottesmutter wohl dem 12. Jahrhundert angehören. Vielen Wallfahrer war die Pilgerfahrt von weltlichen Gerichten als Buße auferlegt worden. Der Bußwallfahrer hatte nach der Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus grobem Stoff und Ketten an Hals und Armen anzulegen. Dann musste er auf Knien die große Treppe zum Heiligtum zu einem Pranger hinaufsteigen. Vor dem Altar der Kapelle erflehte er Vergebung, worüber ihm eine Bescheinigung ausgestellt wurde. Dann konnte er das bleierne Pilgerabzeichen erwerben.


Untere Ardècheschlucht

Durch den Felscanyon der Ardèche

Die Ardèche gehört zu den beeindruckendsten Schluchten Europas. Der Wanderweg führt vom Parkplatz in den wilden Canyon, wo sich die Felsen im grünen Wasser der gemächlich fließenden Ardèche spiegeln. (hin und zurück: 3 Stunden, 9,9 Kilometer, auf und ab: 140 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/15905245


Viaduc de Millau

Preisgekrönte Brücke über Cevennenschlucht

Auf der Strecke von Paris nach Barcelona führt die Autobahn A7 über das Viaduc de Millau. Die 2004 eröffnete Brücke ist ein technisches Wunderwerk: Mit 2.460 Metern ist sie die längste Schrägseilbrücke weltweit. Sie besitzt sieben Pfeiler, die über 340 Meter voneinander entfernt sind. Der höchste von ihnen würde mit 343 Metern den Eiffelturm überragen. Das ästhetische Bauwerk, das mehrere Architekten- und Ingenieurspreise gewonnen hat, überspannt das Tal des Tarn, der flussaufwärts durch eine malerische Schlucht in den Cevennen donnert.




Weitere Sehenswürdigkeiten Auvergne




Reisebeispiele Auvergne

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