Lothringen

An der lothringischen Mosel: Pont-à-Mousson

An der lothringischen Mosel: Pont-à-Mousson

Ehemaliges Herzogtum zwischen Deutschland und Frankreich

Lothringen liegt im Nordosten Frankreichs an den Oberläufen von Maas (frz. Meuse), Mosel (Moselle), Saar (Sarre) und Saône. Es bildet den östlichen Ausläufer des Pariser Beckens. Die Ostgrenze wird von den Vogesen gebildet. Der höchste Punkt ist der Hohneck mit 1.364 Metern Höhe. Ursprünglich war das „Lotharii Regnum“ wesentlich größer. Als das fränkische Reich nach dem Tode Karls des Großen dreigeteilt wurde, erhielt sein Sohn Lothar das mittlere Territorium. Die südlichen und zentralen Gebiete des ehemaligen Herzogtums waren französischsprachig, während im Nordosten Lothringisch – ein moselfränkischer Dialekt – gesprochen wurde. Heute sprechen jedoch nur noch wenige Landbewohner die deutsche Mundart.



Sehenswürdigkeiten Lothringen


Fort Simserhof

Unterirdische Kaserne der Maginot-Linie

Die Festung vier Kilometer westlich von Bitche war Teil der Maginot-Linie, die unter dem französischen Verteidigungsminister Maginot zwischen 1930 und 1940 gebaut wurde. Sie bestand aus einer Linie von Bunkern entlang der französischen Grenze zu Belgien, Luxemburg und Deutschland. Der Simserhof bestand aus einer unterirdischen Kaserne für 900 Mann samt Sanitätsabteilung mit Operationsraum, einem Lebensmittellager und einem eigenem Kraftwerk. 1965 hat die französische Armee ein Museum eingerichtet. Deutschsprachige Führungen werden von März bis November angeboten.

Zur Website:
www.simserhof.fr


Lunéville

Rokokoschloss im lothringischen Lünstadt

Die Stadt mit dem alten deutschen Namen Lünstadt war von 1702 bis 1737 Residenz der Herzöge von Lothringen. In dieser Zeit wurde das Rokokoschloss Lunéville gebaut, das bis heute die Hauptattraktion der 20.000-Einwohner-Stadt ist. 1801 wurde hier der Friede zwischen Frankreich und Österreich beschlossen. Im Schloss gibt es eine Ausstellung, in der Fayencen (Figuren aus Keramik), eine Apotheke und Jugendstil-Glas zu sehen sind.


Metz

Italienisches Flair in der französischen Provinz

Die Haupstadt Lothringens liegt am Zusammenfluss von Seille und Mosel und beherbergt eine Universität und den Sitz des Europäischen Zentrums für Umweltschutz. Die historische Altstadt rund um die Kathedrale St. Etienne wirkt mit ihren Kirchen, Klöstern, Palais und Bürgerhäusern wie ein großes Freilichtmuseum, wo sich italienisches Flair und französische Provinz zu einer fröhlichen Atmosphäre verbinden.

Nähere Informationen:
www.tourisme-metz.com


Saint-Dié

Bischofsstadt am Rande des Elsass

Sankt Didel lautet der veraltete deutsche Name der Stadt am Fuß des Regionalparks Ballons des Vosges am Westfuß der Vogesen. Ihr berühmtester Bürger war Martin Waldseemüller, der im Jahr 1507 eine Landkarte mit den neuentdeckten Erdteilen veröffentlichte und diesen erstmalig den Namen „Amerika“ gab. Sehenswert ist die Kathedrale etwas nördlich der Innenstadt, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut wurde und im 18. Jahrhundert die imposante Zwei-Turmfassade erhielt.

Mehr Info:
www.elsass-geniessen.de


Verdun

Mahnmal gegen die Schrecken des Krieges

Die Schlacht um Verdun wurde zum Sinnbild für die Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs. Sie gehört zu den mörderischsten der Weltgeschichte. Der Stellungskrieg dauerte über ein halbes Jahr, forderte 800.000 Tote und ebenso viele Verletzte. Am Ende – im Dezember 1916 – hatte sich die Front nur unwesentlich verschoben. Noch heute löst das Schlachtfeld Beklemmung aus. Hinter einem schier endlosen Friedhof liegt das Ossuarium, ein hundert Meter langes Gebäude mit hohem Turm, in dem die Reste von über 130.000 deutschen und französischen Soldaten liegen.


Zitadelle von Bitche

Schauplatz deutsch-französischer Kriege

Die Kleinstadt im Naturpark Nordvogesen liegt im Schatten einer mächtigen Zitadelle, die der Festungsarchitekt Vauban anstelle einer mittelalterlichen Burg errichten ließ. Im deutsch-französischen Krieg war Bitsch (deutsche Schreibweise) heftig umkämpft. Wer die Zitadelle besichtigt, bekommt eine Video- und Audioführung (französisch, deutsch oder englisch) mit einer wertungsfreien Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges (1870-71). Die kleine Kirche, sowie die anderen Gebäude auf der Zitadelle – welche die Kriege überstanden hatten – wurden restauriert. Rings um die Festung hat sich eine namhafte Gastronomieszene gebildet.




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