Lothringen

An der lothringischen Mosel: Pont-à-Mousson

An der lothringischen Mosel: Pont-à-Mousson © Von © Rolf Krahl / CC BY 4.0 (via Wikimedia Commons), CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=634605

Ehemalige Herzogtum zwischen Deutschland und Frankreich

Lothringen liegt im Nordosten Frankreichs an den Oberläufen von Maas (frz. Meuse), Mosel (Moselle), Saar (Sarre) und Saône. Es bildet den östlichen Ausläufer des Pariser Beckens. Die Ostgrenze wird von den Vogesen gebildet. Der höchste Punkt ist der Hohneck mit 1364 Metern Höhe. Ursprünglich war das „Lotharii Regnum“ wesentlich größer. Als das fränkische Reich nach dem Tode Karls des Großen dreigeteilt wurde, erhielt sein Sohn Lothar das mittlere Territorium. Die südlichen und zentralen Gebiete des ehemaligen Herzogtums waren französischsprachig, während im Nordosten Lothringisch – ein moselfränkischer Dialekt – gesprochen wurde. Heute sprechen jedoch nur noch wenige Landbewohner die deutsche Mundart.



Sehenswürdigkeiten Lothringen


Metz

Italienisches Flair in der französischen Provinz

Die Haupstadt Lothringens liegt am Zusammenfluss von Seille und Mosel und beherbergt eine Universität und den Sitz des Europäischen Zentrums für Umweltschutz. Die historische Altstadt rund um die Kathedrale St. Etienne wirkt mit ihren Kirchen, Klöstern, Palais und Bürgerhäusern wie ein großes Freilichtmuseum, wo sich italienisches Flair und französische Provinz zu einer fröhlichen Atmosphäre verbinden.

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Nancy

Barockpracht um den Place Stanislas

Die ehemalige Hauptstadt von Lothringen lohnt einen Aufenthalt wegen ihres prächtigen Barockzentrums, das sie dem abgesetzten polnischen König Stanislaw I. verdankt. Er war von Ludwig XV. zum Herzog über Lothringen eingesetzt worden, nachdem der es im Tausch gegen die Toskana vom deutschen Kaiser erhalten hatte. Besonders schön ist der Place Stanislas, dessen Antlitz von 1751 vollständig erhalten ist. Ergänzt wird der Barockstil von einigen Jugendstilhäusern, die sich hervorragend in das Stadtbild einpassen. In der Umgebung der Stadt steht St-Nicolas-de-Port, eine spätgotische Wallfahrtskirche mit einer Reliquie des Heiligen Nikolaus.


Verdun

Mahnmal gegen die Schrecken des Krieges

Die Schlacht um Verdun wurde zum Sinnbild für die Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs. Sie gehört zu den mörderischsten der Weltgeschichte. Der Stellungskrieg dauerte über ein halbes Jahr, forderte 800.000 Tote und ebenso viele Verletzte. Am Ende – im Dezember 1916 – hatte sich die Front nur unwesentlich verschoben. Noch heute löst das Schlachtfeld Beklemmung aus. Hinter einem schier endlosen Friedhof liegt das Ossuarium, ein hundert Meter langes Gebäude mit hohem Turm, in dem die Reste von über 130.000 deutschen und französischen Soldaten liegen.


Lunéville

Rokokoschloss im lothringischen Lünstadt

Die Stadt mit dem alten deutschen Namen Lünstadt war von 1702 bis 1737 Residenz der Herzöge von Lothringen. In dieser Zeit wurde das Rokokoschloss Lunéville gebaut, das bis heute die Hauptattraktion der 20.000-Einwohner-Stadt ist. 1801 wurde hier der Friede zwischen Frankreich und Österreich beschlossen. Im Schloss gibt es eine Ausstellung, in der Fayencen (Figuren aus Keramik), eine Apotheke und Jugendstil-Glas zu sehen sind.




Reisebeispiele Lothringen

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