Dauphiné

Schwindelerregend: Combe Laval in der Dauphiné

Schwindelerregend: Combe Laval in der Dauphiné

Dramatische Schluchten und hochalpine Passstraßen

Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italienischer Grenze 1349 zu Frankreich kam, war es ein eigenständiger Feudalstaat. Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Hauptstadt machte. Geographisch gruppiert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöstlich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hochalpine Gebirge wird von dramatischen Schluchten durchschnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.



Sehenswürdigkeiten Dauphiné


Briançon

Festung am Fuß des Col de Montgenèvre

Die Stadt mit 12.000 Einwohnern ist nach Davos die zweithöchste Europas. Sie liegt auf einer Höhe zwischen 1.200 und 1.330 Metern am Fuß des Col de Montgenèvre, der schon zur Römerzeit eine wichtige Verbindung zwischen dem Rhonetal und der Poebene war. Nach einem Großbrand 1692 wurde die Stadt neu aufgebaut und wegen ihrer strategischen Bedeutung in eine Festung integriert. Architekt war Frankreichs berühmtester Festungsbaumeister, Sébastien Le Prestre de Vauban. Mehrmals widerstand das Bollwerk den feindlichen Angriffen. 1815 zog 40-fachen Übermacht der Österreicher ab. 1949 widerstand Briançon den Truppen des faschistischen Italiens. Von der dreifach befestigten Altstadt mit schönen Restaurants und Geschäften  hat man einen weiten Blick über das Dauphiné.


Col d’Izoard

Berüchtigte Tour-de-France-Strecke

Der mit 2.360 Metern dritthöchste Pass der Route des Grandes Alpes verbindet Briançon und das Tal des Guil. Die Strecke ist nur wenig befahren, da es eine schnellere Alternativroute durch das Tal der Durance gibt. Von Norden führt die Straße mit einem eigenen Radfahrstreifen durch das Tal der Cerveyette bis zum Dorf Saint Michel und weiter durch ein alpines Hochtal. Mit dem Eintritt in den Wald beginnt eine serpentinenreiche Strecke, die kurz vor dem Refuge Napoléon aus dem Wald heraustritt und die letzten Höhenmeter in weiten Schleifen überwindet. Auf der Südseite folgt die Casse Déserte, das „menschenleere Geröll“, eine trockene Verwitterungslandschaft mit Schutthalden und Felsnadeln. Die Straße überwindet mit weiteren Serpentinen die Talstufe bis zum Dorf Brunissard und fällt dort mit recht starkem Gefälle ohne größere Kurven weiter ab. Weiter talabwärts Richtung Guillestre wird die Schlucht „Combe du Queyras“ passiert.


Embrun

Kleines Nizza der Alpen

Hoch über der Durance auf einem Felsplateau legten die Römer das Oppidum Eburodunum an, das an der Straße von Augusta Taurinum (Turin) nach Brigantio (Briançon) führte. Davon, dass Embrun im Mittelalter eine blühende Stadt mit eigenem Münzrecht war, zeugt die Kathedrale Notre-Dame-du-Réal aus dem 12. Jahrhundert, die als die schönste in der Dauphiné gilt. Heute ist die Stadt, die auch das kleine Nizza der Alpen genannt wird, ein Ferienort, der im Sommer und im Winter beliebt ist. Durch die provenzalisch anmutende Altstadt führen Gassen mit bunten Häusern zu Plätzen mit Springbrunnen und überdachten Passagen.

Mehr Info:
www.frankreich-sued.de


La Meije

Senkrechte Felswände und Gletscherfelder

Der 3983 Meter hohe Berg im Massif des Ecrins ist im Norden und Osten von großen Gletschern umlagert. Von Süden zeigt sich der Berg in überwältigender Schönheit. Über dem Etançongletscher ragt eine senkrechte Granitwand 800 Meter empor. Obwohl die Meije die 4000-Meter-Marke knapp verfehlt und von der benachbarten Barre des Écrins deutlich überragt wird, dürfte sie nach dem Mont Blanc der bekannteste Berg Frankreichs sein. Basis für Erkundungen der Meije Gruppe ist La Grave. Dort ist auch die Talstation der Seilbahn, auf den Col de Ruillans.


Massif des Écrins

Wildeste Gebirgsgruppe der Alpen

Der höchste Gebirgsstock im Dauphiné ist nach dem Mont Blanc Massiv auf das eindrucksvollste der französischen Alpen. Die Gebirgsgruppe erstreckt sich zwischen Grenoble im Nordwesten, Briançon im Osten und Gap im Süden. Ein Nationalpark schützt die stark vergletscherte Kernzone samt den südlichsten Viertausender der Alpen. Vielen Bergsteigern gilt das Massiv, das auch Pelvoux genannt wird, als die wildeste Gebirgsgruppe der Alpen.


Route Napoléon

Geschichtsträchtige Ferienstraße durch Provenzalischen Alpen

Nach seinen katastrophalen Niederlagen in Russland und in der Völkerschlacht bei Leipzig wurde Napoléon von den Siegermächten nach Elba verbannt. Völlig überraschend brach er mit 800 Getreuen am 26. Februar 1815 aus und segelte nach Cannes. Wegen der vielen Gegner im Rhonetal zog er den Weg durch die Alpen vor. Der Marsch von Cannes über Gap nach Grenoble wurde zum Triumphzug: Seine Anhängerschaft vervielfachte sich. Die Soldaten, die ihn hätten aufhalten sollen, liefen zu ihm über. Der Siegestaumel dauerte jedoch nur hundert Tage und fand in Waterloo ein fürchterliches Ende. Heute heißt seine legendäre Marschroute Route Napoléon. Sie ist zugleich eine der schönsten Ferienstraßen Frankreichs und größtenteils mit der N85 identisch. 

Route:
goo.gl


Wanderung: Grottes de Choranche

Zauberhafte Tropfsteinhöhle

Der Gebirgsstock des Vercors im äußersten Westen der französischen Alpen ist ein Karstgebirge, das „durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse“ (Rother Wanderführer). Über 3000 Höhlen sind bekannt, die berühmtesten von ihnen sind die Grottes de Choranche. Bisher sind fünf Höhlen öffentlich zugänglich, doch dahinter gehen überall Gänge in die unerforschte Tiefe. Die zarten Stalaktiten sind durch die gekonnte Beleuchtung noch eindrucksvoller. Wer in der Hauptsaison nicht auf dem überfüllten Parkplatz Schlange stehen möchte, kann sein Auto unten in Choranche abstellen und zu Fuß durch eine Schlucht gehen, wo man an den Cascade de Tuf vorbeikommt. (Hin und zurück: 5,9 Kilometer 2 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




Weitere Sehenswürdigkeiten Dauphiné




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