Cornouaille

Cap Sizun in der Cornouaille

Cap Sizun in der Cornouaille

Ehemaliges Herzogtum an der Südküste

Das historische Herzogtum reicht von der Pointe du Raz im äußersten Nordwesten bis nach Quimperlé im Südosten. Der Name „Cornouaille“ ist von Cornwall abgeleitet. Im 5. und 6. Jahrhundert flüchteten nämlich christianisierte Kelten vor den heidnischen Angelsachsen von Cornwall über den Kanal in die Bretagne. Unter dem ersten Herrscher Dagan gründeten sie ein Königreich, um das sich Sagen und Legenden ranken. Tristan und Isolde sollen hier gelebt haben. Ihre Burg soll in Plmarc'h gestanden haben.



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Sehenswürdigkeiten Cornouaille

Château de Keriolet

Einstige Residenz einer russischen Prinzessin aus dem 19. Jahrhundert mit neugotischer Architektur

Das Château de Keriolet befindet sich auf den Anhöhen von Concarneau, wenige Minuten von der Ville Close entfernt. Das ursprüngliche Herrenhaus Keriolet aus dem frühen 13. Jahrhundert wurde vom Architekten Joseph Bigo auf Wunsch der russischen Prinzessin Zenaïde Narischkine Youssoupoff für ihren 30 Jahre jüngeren Ehemann, den Grafen Charles de Chauveau umgebaut. Über Jahrhunderte hatte das Schloss wechselnde Besitzer, darunter den Urenkel der Prinzessin, Felix Jussupow, der dafür bekannt war, an der Ermordung Rasputins beteiligt gewesen zu sein. Seit 1988 wird das Schloss aufwendig restauriert und wurde mittlerweile in das Inventar der historischen Denkmäler aufgenommen. Im Inneren können Räume mehrere Säle, die Küche, das Waffenzimmer, Salons und die Krypta besichtigt werden, im Außenbereich gibt es einen Innenhof und einen schön gestalteten Garten.

Concarneau

Wuchtige Festung im Hafenbecken

Wie eine schwimmende Festung liegt die Altstadt von Concarneau im großen Hafenbecken. Von drei Seiten ist die Ville Close von Meer und wuchtigen Mauern umgeben. Zugänglich ist sie nur über eine einzige Brücke und eine Fährverbindung. Während Thunfischtrawler und kreischende Möwen die Stadt umrunden, kann man innerhalb der Altstadt durch enge Gassen flanieren und mittelalterliche Pecherker und die Granithäuser des Bürgertum bewundern. Abwechslung bieten auch der große, sehenswerte Markt (montags und freitags) und die angrenzende Markthalle mit all ihren Köstlichkeiten.

Fouesnant

Spritziger Apfelwein und weiße Strände

Das bretonische Provinzstädtchen mit gut 9.000 Einwohnern ist vor allem für seine spritzigen Apfelweine bekannt, die hier seit den 1950iger Jahren produziert werden und angeblich zu den besten Frankreichs zählen. Gefeiert wird der Apfelbaum in der Fête des Pommiers, das jeweils am dritten Julisonntag stattfindet. Daneben ist die Stadt stolz auf ihre wunderschöne romanische Kirche. St-Pierre stammt aus dem 12. Jahrhundert. Rund um Fouesnant geibt es ein paar nette Badestrände, von denen der längste auf der Landzunge von Mousterlin liegt.

Pointe du Van

Quellenheiligtum am Felsenkap

Das Felsenkap auf Cap Sizun im äußersten Westen der Bretagne ist etwas weniger schroff als sein Gegenstück, die Pointe du Raz. Ein Kap mit Heidelandschaft, einer Kapelle und einem Quellenheiligtum. Von der Pointe du Raz ist sie durch die Baie des Trépassés getrennt. Besonders malerisch sind die vorgelagerten kleinen Inseln, die von Seevögeln aller Art bevölkert sind.

Pont-Aven

Mühlen, Künstler und Krimis

Der kleine Ort Pont-Aven liegt an der Mündung des Aven, einem Fluss, der einst von 14 Mühlen gesäumt war. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele Maler in den Ort, die die Künstlergruppe „Schule von Pont-Aven“ gründeten, deren Leitung Paul Gauguin übernahm. Sie alle ließen sich von dem idyllischen Ort inspirieren. Heute kann man über einen Fußweg zu den Lieblingsplätzen der Künstler gelangen, im Ort gibt es neben zahlreichen Galerien auch ein Museum mit ihren Werken. In Pont-Aven befindet sich auch die berühmte Biskuitfabrik Traou Mad, deren bunte Keksdosen überall in der Bretagne zu finden sind. Bekannt wurde der Ort zudem in jüngerer Zeit durch den Kriminalroman Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalecs.

Quimper

Fachwerkkunst am schönsten Fluss Frankreichs

Am Zusammenfluss (kemper) von Steir und Odet – rund 15 Kilometer nördlich ihrer Mündung in den Atlantik – war bereits im 6. Jahrhundert ein Flusshafen, den der legendäre König Gradlon zum Hauptsitz seines Reiches machte. Ab 1066 regierten in Quimper die Herzöge der Cournaille. Von der glänzenden Geschichte der 60.000-Einwohner-Stadt zeugt die hochgotische Cathédrale St-Corentin. Drei Jahrhunderte dauerte der Bau. Von seiner vollendeten Schönheit schwärmen Kunstgeschichtler bis heute. Im Schatten der Kathedrale ducken sich krumme Fachwerkhäuser an Kopfsteinpflastergassen.

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