Narbonne

Bauruine seit Jahrhunderten: Kathedrale von Narbonne

Bauruine seit Jahrhunderten: Kathedrale von Narbonne

Geschichtsträchtige Kleinstadt mit schönen Stränden

Die Kleinstadt am Canal de la Robine hat römische Ursprünge. Die Colonia Narbo war die erste römische Kolonie außerhalb Italiens. Aus dieser Zeit stammt  das Horreum, ein unterirdisches Labyrinth von Lagerhallen, die vom Hafen aus zu erreichen waren. Dass Narbonne im Mittelalter eine der bedeutendsten Städte in Okzitanien war, kann man an der Kathedrale St-Just erkennen. Der überdimensionierte gotische Bau wurde allerdings niemals fertiggestellt. Nur der Chorraum ist vollendet und wird heute als Kirchenraum benutzt. Der Vorort Narbonne Plage ist für seine schönen Strände bekannt. 



Sehenswürdigkeiten Narbonne


Cascastel

Winzerdorf im Schatten einer Burg

Das Château von Cascastel stammt aus dem 12. Jahrhundert und liegt am Ortsrand über dem – oft ausgetrockneten – Flüsschen Berre. Die Mauern des Turms sind etwa 2,50 Meter dick; der ehemalige Eingang führte – wie im Mittelalter üblich – ins erste Geschoss mit seinem acht Meter hohen gewölbten Repräsentations- und Festsaal. Das Untergeschoss war den Wachen vorbehalten. Im Rahmen einer Umbaumaßnahme wurden einige Fensteröffnungen in das Mauerwerk eingefügt, um mehr Licht in die beiden Geschosse des Turms einzulassen; auf der gut zu verteidigenden Flussseite führt eine ins Mauerwerk eingelassene schmale Steintreppe hinauf auf die ehemals nicht überdachte Wachplattform. Die Weinfelder rings um das Schloss gehören zu den geschützten Herkunftsbezeichnungen Corbières, Rivesaltes, Muscat de Rivesaltes und Fitou. 
Weinproben werden überall angeboten.


Minerve

Weinort mit ketzerischer Vergangenheit

Am Zusammenfluss von Cesse und Briant liegt auf einem Felsvorsprung das alte Weinbauerndorf und Zentrum des Weinbaugebiets Minervois. Als der Kreuzzug gegen die Albigenser ausgerufen wurde, wurde der Ort eine Zuflucht der Ketzer. 1210 wurde Minerve belagert. Doch selbst unter Beschuss und vom Durst gequält weigerten sich die „Perfekten“, wie sich die Katherarer selbst nannten, ihrem Glauben abzuschwören. Sie wurden zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt, woran noch heute Stele auf dem Dorfplatz erinnert. Wer einen Rundgang durch die steilen und engen Gassen machen möchte, lässt am besten sein Auto auf der Parkplatz an der steinernen Brücke stehen. In der romanischen Kirche Saint-Etienne steht einer der ältesten Marmoraltare Europas aus dem Jahre 456.


Montagne de la Clape

Vom Seefahrerfriedhof über einen Geröllberg und eine Schlucht

Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Steinhaufen. Clape ist ein okzitanisches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahrerfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pinienwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de

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