Pyrenées Centrales

Weltnaturbe: Felsenkessel von Gavarnie

Weltnaturbe: Felsenkessel von Gavarnie

Wildes Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien

Das zentrale Gebirge zwischen dem Col de Puymorens und dem Col du Somprot ist der höchste und zugleich der wildeste Abschnitt der Pyrenäen. Mit dem Pico d'Aneto auf der spanischen Seite erreichen die Pyrenées Centrales auf 3404 Meter ihre größte Höhe. Besonders die Bergwelt südlich von Lourdes ist von einzigartiger Schönheit. Hier thront der Pic du Midi de Bigorre, das Wahrzeichen der Zentralpyrenäen, auf den eine Seilbahn führt. Der Blick vom Gipfel ist überwältigend. Der Col du Tourmalet gilt als besonders berüchtigte Bergetappe der Tour de France. Weiter südlich unmittelbar vor der spanischen Grenze ist ein weiteres Naturwunder: das Cirque de Gavarnie, einer von drei Felsenkesseln, der von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde.



Sehenswürdigkeiten Pyrenées Centrales


Pic du Midi de Bigorre

Aussichtsberg nördlich der Pyrenäen

Der 2.877 Meter hohe Berg nördlich der Zentralpyrenäen bietet ein außergewöhnliches Panorama. Im Süden überblickt man die gesamte 300 Kilometer lange Kette der Pyrenäen mit mehr als 25 Dreitausendern. Nach Norden reicht der Blick an klaren Tagen bis zum Plomb du Cantal im Zentralmassiv und im Westen bis zum Leuchtturm von Biarritz. Insgesamt ist so ein Sechstel der Fläche Frankreichs zu überschauen! Zu Fuß kann man den Gipfel bequem in zwei Stunden vom Col du Tourmalet aus erreichen. Wem das zu anstrengend ist, kann die Luftseilbahn nehmen.


Col de Val Louron-Azet

Auf Serpentinen durch zauberhafte Bergwelt

Der 1.580 Meter hohe Pyrenäenpass verbindet das Aure-Tal und das Louron-Tal. Die Landschaft ist von außerordentlicher Schönheit. Für Autofahrer sind die Serpentinen eine Herausforderung; für die Radfahrer der Tour de France eher die Steigung von bis zu 11,8 %. Auch der Fernwanderweg GR10 führt über den Pass.


Cirque de Gavarnie

Felsenkessel im Nationalpark Pyrenäen

Der  Felsenkessel ist eines der imposantesten Naturerlebnisse im Nationalpark Pyrenäen an der Grenze zu Spanien. Der Cirque de Gavarnie hat einen Durchmesser von zwei Kilometern und liegt etwa 1.700 Meter über dem Meer. Die ihn umgebenden Berge ragen mehr als 1.500 Meter über dem Grund des Kessels auf. Von einer fast senkrechten Felswand stürzen die Gavarnie-Fälle, die zu den höchsten Wasserfällen Europas zählen. Eselspfade (nebst mietbaren Eseln) und ausgedehnte Wanderwege durchziehen das Gebiet, das von oben und aus dem Tal her zugänglich und auf den letzten Kilometern autofrei ist.


Lourdes

Von der einsamen Vision in der Grotte zum Massenwallfahrtsort

1858 soll der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle wiederholt die Mutter Gottes erschienen sein. Bernadette war Holz sammeln, als dem Mädchen eine wunderschöne „Dame“ in der Grotte erschien, wo damals Müll verbrannt und Schweine gehütet wurden. Sie legte eine Quelle in der Grotte frei, deren Wasser als heilkräftig gilt. Derzeit pilgern jährlich vier bis sechs Millionen Besucher nach Lourdes und Tausende nehmen, im festen Glauben an eine mögliche Heilung, jährlich an Bädern im Quellwasser teil. 


Col de Peyresourde

Tour de France Pass am Col du Tourmalet

Zwischen Luchon im Osten und Armenteule im Westen kommt man über den 1.569 Meter hohen Gebirgspass in den Zentral-Pyrenäen. Vielen dient er als Transitpass, um zum König der Pyrenäen, dem Col du Tourmalet oder nach Lourdes zu gelangen. Wegen der großen Höhendifferenz und der Steigung von bis zu 11,3 % wurde der Pass über 60-mal in die Tour de France einbezogen.


Lac d'Oô

Verwunschener Bergsee mit Wasserfall

Der in der Eiszeit entstandene Bergsee liegt inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft und wurde 1921 durch eine Staumauer angehoben. Seither hat er eine Fläche von 42 Hektar und versorgt das Wasserkraftwerk von Oô. Er wird gespeist durch einen dramatischen Wasserfall, der 275 Meter über einen senkrechten Felsen in den See stürzt. Am Parkplatz von La Granges d'Astau führt ein Weg zum Refüge du Lac d'Oô über dem See. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,2 Kilometer, auf und ab 420 Meter)

Umfulana Route


Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido

Wildnis in den aragonischen Pyrenäen

Landschaftlicher Höhepunkt ist der Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido. In ungezählten Schluchten gedeiht eine vielfältige Pflanzenwelt. Der Park ist Heimat für seltene Tiere wie die pyrenäische Bergziege, den Bartgeier oder das Schneerebhuhn. Klare Wasserfälle stürzen vom Monte Perdido, dem dritthöchsten Berg Spaniens, herab. Der Eingang zum Park befindet sich bei Torla. Dort ist auch ein Informationszentrum, wo man sich mit Karten und Informationen über die zahlreichen Wanderwege versorgen kann.


Bagnères-de-Luchon

Thermalbad mit heißen Quellen

Das elegante Thermalbad wird von 3.000 Meter hohen Bergen umgeben. Schon die Römer haben in den heißen Quellen gebadet. Die schwefelhaltigen und radioaktiven Quellen haben eine Temperatur bis zu 72° C. Sie sollen eine heilende Wirkung haben, besonders bei erkrankten Atemwegen. Eine Seilbahn führt aus dem Ort ins Wintersportgebiet Superbagnères.


Col du Portillon

Grenzpass zwischen Frankreich und Spanien

Der 1.293 Meter hohe Pass überquert die Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Der Col du Portillon ist überregional durch die Tour de France bekannt geworden, deren Etappen immer wieder über den Pass führten. 


Col d'Aubisque

Herausforderung nicht nur für Tour-de-France-Fahrer

Der 1.709 Meter hohe Gebirgspass gilt als einer der schönsten in den französischen Pyrenäen. Er liegt allerdings bereits im Einfluss des wechselhaften Atlantikwetters. Anders als bei den Pässen weiter östlich gehört also ein bisschen Glück dazu, ihn bei strahlendem Wetter zu erleben. Seit 1910 gehört der Col d'Aubisque zum Programm der Tour de France. 1951 stürzte ein Fahrer bei der Abfahrt spektakulär in eine Schlucht und wurde von seinen Kollegen mit Hilfe von zusammengeknoteten Fahrradschläuchen geborgen.


Nationalpark Ordesa

Edelweiß, Bartgeier und Braunbären

Im Zentrum des 15.000 Hektar großen Nationalparks liegt der 3.355 Meter hohe Monte Perdido, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Am Fuß des Berges finden sich die tiefsten Schluchten Europas mit bizarren Felsen, die an den Grand Canyon erinnern. Die Pflanzen- und Tierwelt ist extrem vielfältig: Edelweiß, Bartgeier und Braunbären sind heimisch. Von Torla aus geht man zu Fuß ins Besucherzentrum, wo man zwischen Juli und Oktober Karten und Informationen für Tageswanderungen und Spaziergänge erhält.




Reisebeispiele Pyrenées Centrales

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