Burgund

Semur in Burgund: mittelalterliche Abtei in Weinlandschaft

Semur in Burgund: mittelalterliche Abtei in Weinlandschaft

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen. Zunächst mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon kann der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunderschöne Altstadt bewundert werden. Aber auch die romanische Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und seinen bunt schillernden Dachziegeln sowie Nevers und seine Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüchsige Natur zieht immer wieder den Blick an: Im Naturpark des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivilisation; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine geruhsame Art, zu den Schlössern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frankreichs zu gelangen, ist der Wasserweg: Das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilometern.



Sehenswürdigkeiten Burgund


Abtei Fontenay

Zisterzienserkloster in der Wildnis

Das Zisterzienserkloster in einem entlegenen Bachtal bei Montbard gehört zu den bedeutendsten in Burgund. Es wurde 1118 von Bernhard von Clairvaux selbst gegründet und besitzt heute die älteste erhaltene Zisterzienserkirche. Wie viele andere Zisterzienserkirche wurde es mitten in der Wildnis errichtet, wodurch Ablenkung und Versuchung durch weltliche Geschäfte von Städten und Dörfern vermieden werden sollten. Der Bau ist ein Manifest der strengen zisterziensischen Romanik und entspricht weitestgehend dem Originalzustand. Fontenay entwickelte sich schnell zu einem führenden geistlichen Zentrum der Region: die Mönche fertigten wertvolle Handschriften und erzielten Erfolge in der Medizin und Heilkunde des Hochmittelalters. Im 13. Jahrhundert wohnten Hunderte Mönche in Fontenay.


Autun

Prvinzstädtchen mit bewegter Geschichte

Die Kleinstadt mit 13.000 Einwohnern am Rand der dunklen Wälder des Morvan hieß einst Augustudonum, weil es unter Augustus gegründet wurde. Wegen seiner Lage an der Via Agrippa und dem Fluss Arroux gewann die Siedlung schnell an Bedeutung, wovon bis heute die römischen Stadttore und die Ruinen der Theaters und des Janus-Tempels zeugen. Tausend Jahre später erlebte Autun eine zweite Blüte. Grund dafür waren die Reliquien des Heiligen Lazarus, die Jahr für Jahr Tausende von Pilgern anzogen. Aus dieser Zeit stammt die romanische Kathedrale St-Lazare, die reich und kunstvoll mit Figuren ausgestattet ist.

Nähere Informationen:
www.autun-tourisme.com


Beaune

Weinhauptstadt Burgunds

Mittelalterliche Bauten in der Altstadt, eine herrliche Lage inmitten des Weingebiets von Cote d'Or und zahllose Restaurants und Weinkeller machen die 23.000 Einwohner zählende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehenswürdigkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Interprofessionell des Vins bekommt man Adressen von Weingütern, Verkostungen und Weinseminare.


Langres

Hübsches Landstädtchen in mittelalterlicher Stadtmauer

Das Landstädtchen am Rande vom Burgund wird unter die 50 schönsten Städte Frankreichs gerechnet. Dass es etwas verschlafen wirkt, liegt daran dass es heute kaum mehr Einwohner hat als im 18. Jahrhundert. So sind auch viele Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben – allen voran die vier Kilometer lange Stadtmauer mit zwölf Türmen und die Kathedrale St-Mammès aus dem 12. Jahrhundert, die auf gelungene Weise burgundische Romanik mit ersten Ansätzen der Gotik verbindet. Berühmtester Sohn der Stadt ist Denis Diderot, dem auf dem zentralen Platz ein Denkmal gesetzt wurde. Der Schriftsteller, Aufklärer und Philosoph wurde 1713 in Langres geboren.


Meursault

Spaziergang durch eine Bilderbuchlandschaft

Ein leichter Anstieg führt  vom Weinort Meursault zum Aussichtspunkt von Saint Christophe, wo man den idyllischen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sentier Botanique‘, ein botanischer Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durchquert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Landstraße nach Auxey, das unter Weinkennern einen exzellenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergswegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Morvan

Dachse und Wildkatzen in dunklen Mischwäldern

Das Granitmassiv in Burgund gehört geologisch zum Zentralmassiv. Wegen seiner dunklen Mischwälder und einsamen Heideflächen wird es auch als Montagne Noire bezeichnet. Die höchste Erhebung Burgunds liegt im Morvan: der über 900 Meter hohe Mont Haut-Folin. Die Region ist unfruchtbar und kaum besiedelt. Dafür gibt es seltene Pflanzen und Tiere:  Rotwild, Europäischer Mufflon, Fasan, Rebhuhn, Auerhahn, Dachs, Fuchs, Wildkatze, Bussard und Habicht bevölkern das knapp 3000 Quadratkilometer große Gebiet, das heute durch einen Naturpark geschützt ist.


Paray-le-Monial

Romanische Basilika von vollendeter Schönheit

Die südburgundische Kleinstadt hat ein Rathaus aus der frühen Renaissance mit interessanten Verzierungen und Portraits der französischen Könige in der gesamten Fassage. Von herausragendes Bedeutung aber ist die Basilika Sacré-Coeur. Die romanische Kirche entstand zwischen 1090 und 1130 und war ein Abbild der nur wenige Jahre älteren Mutterkirche in Cluny. Während die Abtei von Cluny in der französischen Revolution dem Erdboden gleich gemacht wurde, steht die Tochter bis heute in vollendeter, schlichter Schönheit. Als eine der bedeutendsten romanischen Kirchen weltweit zieht sie Kunsthistoriker und Pilger gleichermaßen an.

Zur Website:
www.tourisme-paraylemonial.fr


Vezelay

Romanisches Bilderbuchidyll

Das 500-Seelen-Dorf am Nordrand des Naturparks Morvan gehört zu den schönsten Orten im Burgund. Es liegt im Schatten der Klosterkirche Ste. Madeleine, die zu den ganz großen romanischen Meisterwerken gezählt werden muss und heute Welterbe der UNESCO ist. Als Aufbewahrungsort der Gebeine der Maria Magdalena zog sie im Hochmittelalter Scharen von Pilgern an und war Ausgangspunkt des St.-Jakobs-Wegs nach Santiago de Compostela. 1146 stand der Ort im Mittelpunkt der Weltgeschichte, als Bernhard von Clairvaux in Ste. Madeleine den Zweiten Kreuzzug ausrief. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Echtheit der Reliquie bezweifelt, so dass der Ort in der Bedeutungslosigkeit versank und stagnierte. Seine mittelalterliche Bausubstanz sowie die idyllische Umgebung sind darum bis heute erhalten.

Nähere Informationen:
www.vezelaytourisme.com




Weitere Sehenswürdigkeiten Burgund




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