Burgund

Semur in Burgund: mittelalterliche Abtei in Weinlandschaft

Semur in Burgund: mittelalterliche Abtei in Weinlandschaft

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen. Zunächst mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon kann der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunderschöne Altstadt bewundert werden. Aber auch die romanische Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und seinen bunt schillernden Dachziegeln sowie Nevers und seine Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüchsige Natur zieht immer wieder den Blick an: Im Naturpark des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivilisation; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine geruhsame Art, zu den Schlössern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frankreichs zu gelangen, ist der Wasserweg: Das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilometern.



Sehenswürdigkeiten Burgund


Beaune

Weinhauptstadt Burgunds

Mittelalterliche Bauten in der Altstadt, eine herrliche Lage inmitten des Weingebiets von Cote d'Or und zahllose Restaurants und Weinkeller machen die 23.000 Einwohner zählende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehenswürdigkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Interprofessionell des Vins bekommt man Adressen von Weingütern, Verkostungen und Weinseminare.


Dijon

Stadt der Herzöge vom Burgund

Das historische Stadtbild, die prächtigen Stadtpaläste und die vielen Kunstschätze zeugen von einer bedeutenden Vergangenheit. Bereits in römischer Zeit gab es die Siedlung Divio an der Fernstraße von Lyon nach Mainz. Die große Zeit begann jedoch tausend Jahre später, als Dijon zum Herzogtum Burgund kam und ab 1477 zur Hauptstadt der königlichen Provinz Burgund wurde. Mittelpunkt der malerischen Altstadt ist der Place de la Libération mit dem Herzogspalast. In seinem Ostflügel hat mit dem Musée des Beaux Arts eines der bedeutendsten Kunstmuseen Frankreich Platz gefunden. Berühmtester Sohn der Stadt ist Gustave Eiffel, der seine Stadt mit einer großartigen Markthalle beschenkt hat. Heute hat Dijon etwa 150.000 Einwohner und eine große Universität mit 30.000 Studenten.


Autun

Prvinzstädtchen mit bewegter Geschichte

Die Kleinstadt mit 13.000 Einwohnern am Rand der dunklen Wälder des Morvan hieß einst Augustudonum, weil es unter Augustus gegründet wurde. Wegen seiner Lage an der Via Agrippa und dem Fluss Arroux gewann die Siedlung schnell an Bedeutung, wovon bis heute die römischen Stadttore und die Ruinen der Theaters und des Janus-Tempels zeugen. Tausend Jahre später erlebte Autun eine zweite Blüte. Grund dafür waren die Reliquien des Heiligen Lazarus, die Jahr für Jahr Tausende von Pilgern anzogen. Aus dieser Zeit stammt die romanische Kathedrale St-Lazare, die reich und kunstvoll mit Figuren ausgestattet ist.


Abtei Fontenay

Zisterzienserkloster in der Wildnis

Das Zisterzienserkloster in einem entlegenen Bachtal bei Montbard gehört zu den bedeutendsten in Burgund. Es wurde 1118 von Bernhard von Clairvaux selbst gegründet und besitzt heute die älteste erhaltene Zisterzienserkirche. Wie viele andere Zisterzienserkirche wurde es mitten in der Wildnis errichtet, wodurch Ablenkung und Versuchung durch weltliche Geschäfte von Städten und Dörfern vermieden werden sollten. Der Bau ist ein Manifest der strengen zisterziensischen Romanik und entspricht weitestgehend dem Originalzustand. Fontenay entwickelte sich schnell zu einem führenden geistlichen Zentrum der Region: die Mönche fertigten wertvolle Handschriften und erzielten Erfolge in der Medizin und Heilkunde des Hochmittelalters. Im 13. Jahrhundert wohnten Hunderte Mönche in Fontenay.


Morvan

Dachse und Wildkatzen in dunklen Mischwäldern

Das Granitmassiv in Burgund gehört geologisch zum Zentralmassiv. Wegen seiner dunklen Mischwälder und einsamen Heideflächen wird es auch als Montagne Noire bezeichnet. Die höchste Erhebung Burgunds liegt im Morvan: der über 900 Meter hohe Mont Haut-Folin. Die Region ist unfruchtbar und kaum besiedelt. Dafür gibt es seltene Pflanzen und Tiere:  Rotwild, Europäischer Mufflon, Fasan, Rebhuhn, Auerhahn, Dachs, Fuchs, Wildkatze, Bussard und Habicht bevölkern das knapp 3000 Quadratkilometer große Gebiet, das heute durch einen Naturpark geschützt ist.


Vezelay

Romanisches Bilderbuchidyll

Das 500-Seelen-Dorf am Nordrand des Naturparks Morvan gehört zu den schönsten Orten im Burgund. Es liegt im Schatten der Klosterkirche Ste. Madeleine, die zu den ganz großen romanischen Meisterwerken gezählt werden muss und heute Welterbe der UNESCO ist. Als Aufbewahrungsort der Gebeine der Maria Magdalena zog sie im Hochmittelalter Scharen von Pilgern an und war Ausgangspunkt des St.-Jakobs-Wegs nach Santiago de Compostela. 1146 stand der Ort im Mittelpunkt der Weltgeschichte, als Bernhard von Clairvaux in Ste. Madeleine den Zweiten Kreuzzug ausrief. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Echtheit der Reliquie bezweifelt, so dass der Ort in der Bedeutungslosigkeit versank und stagnierte. Seine mittelalterliche Bausubstanz sowie die idyllische Umgebung sind darum bis heute erhalten.

Nähere Informationen:
www.vezelaytourisme.com


Langres

Hübsches Landstädtchen in mittelalterlicher Stadtmauer

Das Landstädtchen am Rande vom Burgund wird unter die 50 schönsten Städte Frankreichs gerechnet. Dass es etwas verschlafen wirkt, liegt daran dass es heute kaum mehr Einwohner hat als im 18. Jahrhundert. So sind auch viele Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben – allen voran die vier Kilometer lange Stadtmauer mit zwölf Türmen und die Kathedrale St-Mammès aus dem 12. Jahrhundert, die auf gelungene Weise burgundische Romanik mit ersten Ansätzen der Gotik verbindet. Berühmtester Sohn der Stadt ist Denis Diderot, dem auf dem zentralen Platz ein Denkmal gesetzt wurde. Der Schriftsteller, Aufklärer und Philosoph wurde 1713 in Langres geboren.




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