Dordogne

Französische Bilderbuchlandschaft: Dordogne

Französische Bilderbuchlandschaft: Dordogne

Französische Bilderbuchlandschaft

Die Dordogne ist die nach dem gleichnamigen Fluss benannte uralte Kulturlandschaft östlich von Bordeaux. Bereits vor 35.000 Jahren lebte hier der Cro-Magnon-Mensch, der Feuerstätten, Gegenstände und Skelette hinterließ. Bei Lascaux finden sich die ältesten Höhlenzeichnungen Europas. Im gewundenen Tal der Dordogne reihen sich Bilderbuchdörfer und Städte, Burgen und Schlösser aneinander. Neben Wein und Tabak wird hier auch Trüffel geerntet. Bedeutend ist auch die Gänsezucht. Etwas südlich liegt Rocamadour, eine der ungewöhnlichsten Wallfahrtsstätten Frankreichs in einer malerisch engen Schlucht. Am besten erkundet man den Fluss und sein Umland per Kanu oder Fahrrad.



Sehenswürdigkeiten Dordogne


Abtei Cadouin

Zisterzienserabtei auf dem Jakobsweg

Das ehemaliges Zisterzienserkloster in Cadouin ist Teil des Weltkulturerbe der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“. Sie wurde 1115 gegründet und war schon früh ein wichtiger Wallfahrtsort, weil es über eine wunderwirkende Reliquie verfügte, das  "Leichentuch Christi". Ludwig der Heilige, Richard Löwenherz, Karl V. und viele Kreuzfahrer sollen der Reliquie ihre Reverenz erwiesen haben. So bekam der abgeschiedene Ort großen Zulauf und hohes Ansehen. Cadouin wurde eine der reichsten Zisterzienserabteien.


Bergerac

Weinverkostungen im ehemaligen Kloster

Die Hauptstadt des Périgord ist Zentrum des Weinanbaus und hat eine malerische Altstadt zwischen dem Dordogne-Hafen und der Rue de la Résistance. In einem ehemaligen Kloster am Hafen ist heute das Maison du Vin untergebracht, wo Weinverkostungen angeboten werden.


Cingle de Tremolat

Romanische Kirche im romantischen Wiesengrund

Bei Tremolat macht die Dordogne ein paar Schleifen und mäandriert zwischen Felsen, Äckern und Wiesen. In dieser idyllischen Landschaft liegt das gleichnamige Dorf, dessen romanische Kirche ein Beispiel für die Baukunst im Périgord ist. Schwimmer, Kanufahrer und Wanderer finden hier viele Möglichkeiten.


Höhle von Lascaux

Sixtinische Kapelle der Höhenmalerei

Die „Sixtinische Kapelle der Höhlenmalerei“ enthält die besterhaltenen prähistorischen Malereien Europas. Die über 2.000 Figuren und Zeichen an einem 150 Meter langen schmalen Höhlenganges sind nach neuesten Schätzungen älter als 20.000 Jahre.
Die Bilder zeigen vor allem Tiere: Auerochsen, Wisente, Hirsche und Pferde, aber auch menschliche Figuren, etwa einen Jäger, der von einem verletzten Wisent angegriffen wird. Erst 1940 von Jugendlichen entdeckt, wurde die Höhle 1963 für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Atemluft von mehr als tausend Besuchern täglich setzte den Kunstwerken zu. Besucher können sie seit 1983 trotzdem wieder bestaunen: Im Centre International d’Art Pariétal – Lascaux IV in Montignac. Öffnungszeiten: 9:30 – 18:00 Uhr.

Nähere Informationen:
www.lascaux-dordogne.com


Monbazillac

Renaissanceschloss in den Weinbergen

Das Renaissanceschloss wurde in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Der Schlossgraben, die massiven Türme und der Wehrgang mit Pechnasen und Schießscharten geben dem Bauwerk allerdings einen mittelalterlichen Charakter. In den Weinbergen ringsum wird vorwiegend Weißwein produziert. Im Kellergewölbe gibt es ein Weinmuseum mit Gerätschaften zu Weinerzeugung und einer Sammlung von Flaschen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Verkostungen werden angeboten.

Nähere Informationen:
www.chateau-monbazillac.com


Monpazier

Idyllisches Dorf mit wechselvoller Geschichte

Das 500-Einwohner-Dorf im Département Dordogne gehört zu den Les plus beaux villages de France. Ursprünglich war es eine englische Bastide, wie man die strategische geplanten Bauten zur Verteidigung nannte. Sie wurde 1284 von Jean de Grailly, Feldherr des englischen Königs, gegründet und war im Hundertjährigen Krieg heftig umkämpft. Noch heute erkennt man die rechtwinklige Anlage mit dem zentralen Platz mit einem romantischen Brunnen, schattigen Arkaden und einer Markthalle aus Kastanienholz, die im 16. Jahrhundert errichtet wurde.


Périgueux

Denkmalgeschützte Altstadt am Ufer der Isle

Der Hauptort des Perigord hat eine denkmalgeschützte Altstadt am Ufer der Isle, wo sich Häuser aus dem 15. Jahrhundert an den Kais drängeln. Von der Brücke, Pont des Barris, hat man einen schönen Blick auf das malerische Ensemble, das sich sich um die Kathedrale Saint-Front aus dem 12. Jahrhundert schart. Der ehemaligen Pilgerkirche sieht man an, dass ihr Baumeister ein Vorbild hatte: den Dom San Marco in Venedig. Saint-Front gehört zum „Jakobsweg in Frankreich“  und steht unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes. 




Reisebeispiele Dordogne

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