31.07.2007

Frankreichreise von Dirk Janßen

Liebe Iris Janisch,

vielen Dank für die sehr gute Organisation unserer Provence-Reise, alles hat bestens geklappt und nun sind wir wieder zu Hause.
Das Provence-Wetter ließ sich leider nicht einpacken, es ist doch deutlich besser als zur Zeit in Norddeutschland.

Aber fangen wir vorne an: Riquewihr ist ein ganz besonderes Dörfchen im schönen Elsass, wirklich genießen kann man es aber erst, wenn die Touristen-Scharen abends die Stadttore hinter sich gelassen haben.
Der Landgasthof war okay, etwas eng und dunkel, aber das bringen so alte Häuser nun mal mit sich.
Zu empfehlen in der Umgebung: Colmar oder das kleine Kaysersberg, Geburtsort von Albert Schweitzer.

Weiter ging es nach Tournus auf einen wunderschöner Landsitz in einer tollen Gegend. Die Gastgeberin ist sehr nett, das Anwesen beeindruckend und die Zimmer bzw. Apartments sind groß und geschmackvoll eingerichtet. Man genießt nachts absolute Ruhe und darf dann das tolle Frühstück im wunderschönen Garten zu sich nehmen. Da kann man es auch länger aushalten!
Wer inmitten von so viel Natur mal wieder Großstadtluft schnuppern will:
Lyon angucken, vor allem die Altstadt lohnt sich.

Die dritte Etappe war Venasque, wunderschönes winziges Dorf in den Bergen, und in der „Fluchtburg des Papstes“ haben wir uns sofort wohl gefühlt. Beim Frühstück auf dem Balkon blickt man direkt auf den Mont Ventoux, und an einem Abend hatten wir das besondere Vergnügen, vom Gastgeber bekocht zu werden.
Den Mont Ventoux sollte man sich nicht entgehen lassen, und wenn man kein EPO im Gepäck hat: einfach das Auto nehmen. Auf dem Weg dorthin muss man gut auf die unzähligen Radfahrer aufpassen, die sich trotz Hitze den Berg raufquälen.
Beeindruckender Blick von oben – und plötzlich weht einem mal wieder ein kalter Wind um die Nase.
Außerdem sehenswert in der Umgebung: Avignon mit Papst-Palast, am besten schon vormittags da sein, bevor die Touristen-Horden einfallen und sich dann in einem der hübschen umliegenden Dörfer davon erholen.

Nächste Station:ein historisches Gasthaus von Moustiers wunderbar gelegen sprich ganz nah zum Grand Canyon und dem wunderschönen Ort Moustiers-Ste-Marie – und trotzdem hat man dort seine Ruhe. Wer den Grand Canyon bepaddeln will, ohne Hitzschlag oder wahlweise Sonnenbrand zu kriegen: ab dem späten Nachmittag ist im Canyon dank der hohen Berge Schatten. Lohnt sich!

Vorletzte Station war Vence, das Gästehaus ist nicht ganz so einsam und idyllisch gelegen, wie man bei der Beschreibung denken könnte und auch etwas hellhörig. Aber gut aushalten kann man es dort trotzdem, Garten und Pool sowie die dauerhaft gute Laune der Gastgeberin reißen es wieder raus.
Vence, St. Paul de Vence und Gourdon sind wunderschön, warum manche Leute bei dem traumhaften Hinterland freiwillig die Côte d’Azur aufsuchen, wird uns ein Rätsel bleiben. In Nizza bruzzeln sich Menschenmassen offensichtlich freiwillig am winzigen Strand neben der vierspurigen Straße, das muss man mögen. Weitere Ausflüge an die überfüllte Küste haben wir uns dann erspart.

Und schließlich ab nach Ascona, die Schweizer Ordnung und Gründlichkeit verblüfft, wenn man gerade ein paar Wochen wie Gott in Frankreich hinter sich hat. Das Hotel liegt sehr schön direkt am Lago Maggiore. Die Freude über das Zimmer mit Seeblick wird allerdings getrübt, sobald man schlafen möchte, denn auf der Promenade ist Tag und Nacht was los.

Fazit: Eine tolle erlebnisreiche Reise, wir haben viel gesehen, und die verschiedenen Stationen waren sehr gut ausgewählt. Beim nächsten Mal würden wir vielleicht ein paar Nächte länger in den besonders guten Gästehäusern bleiben und dadurch insgesamt weniger wechseln.
Die Provence können wir allen Umfulana-Reisenden sehr empfehlen, auch kulinarisch kommt man dort auch voll auf seine Kosten.

Vielen Dank an Umfulana und besonders an Iris Janisch, beste Grüße aus Hamburg von

Heike Kleen & Dirk Janßen



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