15.06.2008

Frankreichreise von Dr. Tobias Lücke & Susann Kain

Es war ein phantastischer Urlaub, der sich anfänglich mit unserer Lieblingslektüre deckte: Burgund. Das Königreich des gescheiterten Herrschers Gunther. Cluny könnte aus dieser Zeit stammen. Auch weniger alte Burgen, die wir fanden und anschauten, waren deshalb nicht weniger interessant. Die abgelegene traumhafte Unterkunft, wo Wohlfühlen und Willkommensein eins war, fügte sich ins Bild.

In Languedoc mit den zahllosen Kartharerburgen und den Mythen blieb die Phantasie höchst angeregt, erfuhr aber einen Dämpfer in der ersten Unterkunft, einer ehemaligen Klosterbäckerei, in der wir uns Bad und WC mit Unbekannten teilen mussten, was sich als mehr als nur gewöhnungsbedürftig und widersprüchlich zu den Aussagen von Umfulana herausstellte.

Madame Jeanne entschädigte in den Zentralpyrenäen mit ihrer liebenswerten Art und dem stilvoll eingerichteten Haus für alles.Ihre in einem köstlichen Gemisch aller europäischen Sprachen hervorgebrachten Empfehlungen brachten uns unglaublich schöne Klöster, Städtchen zum Bummeln und sehr gut erhaltene Orte der Belle Epoque näher.

Das danach erreichte Baskenland faszinierte mit San Sebastian, einer leckeren Küche und der besten Gin Tonics dieser Welt. Auf dem Weg in die spanischen Pyrenäen verließ uns der Sonnenschein und uns erschloss sich eine Landschaft, die wir in ihrer Urgewaltigkeit, Menschenleere und Schönheit noch nie gesehen hatten. Die vollendet eingerichtete und geführte Casa St.Martin, wo wir speisten wie Fürsten und auch so behandelt wurden, rundete das Bild ab und führte – zurückgekehrt nach Deutschland – zum Beschäftigen mit der Figur Francos, der seine strengen Spuren in den zerklüfteten Bergen hinterließ.

Die sternförmig angelegten Festungen des Marschalls Vauban säumten die regenverhangenen Straßen auf dem Weg nach Ceret. Erkundungen führten uns u.a. zu dem Geburtshaus von Nostradamus. Kulinarisch brachte uns diese schöne Ecke einen Tiefschlag bei, können wir ich doch am heimischen Herd Fisch niemals so vollendet zubereiten trotz des sofortigen Erwerbs eines Kochbuchs der Region.

Die Provence mit ihrem allgegenwärtigen Lavendelduft, der prachtvollen und quirligen Stadt Avignon und der charmanten Besitzerin der Unterkunft Mme Laraison war schon fast das Ende dieser herrlichen Reise.

Ein königliches Abschlussmahl in einer kleinen Pension am Genfer See lies das Gewitter, das sintflutartige Regenfälle mit sich brachte, vergessen. Der Genfer See, den es bei der Heimfahrt zu umrunden galt, lag im Nebel und bot zauberhafte Fotomotive.

Hallo Herr Dr. Lücke, danke für Ihren Bericht. Was das Bad in Carcassonne angeht, war es zwar leider auf dem Gang. Dennoch mussten Sie es mit niemand anderem teilen, da die anderen Zimmer ein eigenes Bad auf den Zimmern haben. Wir haben sichergestellt, dass in Zukunft dieses Zimmer nicht mehr an unsere Kunden vermietet wird. Darüber hinaus bietet Ihnen Gareth 25% Rabbat auf Ihren nächsten Aufenthalt dort an. MBach



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