27.06.2009

Frankreichreise von Stephan und Gisela Schwarz

Eine Feststellung zum Anfang: Die Reisevorbereitung durch Umfulana – Strecke und Unterkünfte –
war wieder ausgezeichnet. Die Strecken waren so gewählt, dass man Sehenswürdigkeiten, die an der
Strecke lagen, ausgiebig besichtigen konnte. Die gewählten Unterkünfte lagen inmitten der
verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Dafür erst einmal recht herzlichen Dank.

Die Angabe der GPS-Koordinaten von Unterkünften war eine ausgezeichnete Neuerung gegenüber unseren vorigen Reisen mit Umfulana.

Ich denke, Umfulana und nachfolgenden Reisenden, hilft es ein wenig, wenn ich die Unterkünfte der
Reihe nach aus unserer Sicht beschreibe.

Tournus, Château de Baufer; geschmackvoll
Unterkunft: kleine, alte Schlossanlage mit Nebengebäuden – alt aber gemütlich und geschmackvoll
ausgebaut – 2 km außerhalb von Tournus, mitten auf dem Land, umgeben von viel Wiese und Wald.
Einfach zu erreichen über Landstraße D14 und ca. 300 m geschotterten Waldweg. Großzügiges,
sauberes Zimmer mit Bad (Dusche und Wanne). Freundlichster Empfang durch die Hausherrin und
deren Tochter verbunden mit einem Rundgang durch das Anwesen. Man spricht als geborene
Schweizer natürlich Deutsch. Im Zimmer gibt es keine Küche, Kühlschrank, Radio oder TV. Dafür
steht ein großes, gemeinsames Gästezimmer mit Küche, Snacks und Getränken (gegen Bezahlung)
zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Swimmingpool und Pferde.
Frühstück: Saft, Kaffe oder Tee, Rührei, Speck, Schinken, Käse, Lachs, Marmelade, Honig, Müsli und
mehrere Sorten von frischem, selbstgebackenem Bauernbrot.
Dinner: Gutes Dinner auf der Terrasse des Hauses, Preis für zwei Abendessen (Drei-Gang mit
Rotwein und Kaffee für jeweils 2 Personen) 178 Euro.
Nachteil: Von der Anfahrtsbeschreibung von Umfulana stimmen weder die GPS-Koordinaten, noch
das Google-Map-Bild, noch die Beschreibung. Hier die Richtigstellung: A6 – Ausfahrt 27 (Tournus) –
D 14 Richtung Ozenay – ca. 1 km nach Ortsende Tournus am Hinweisschild des Château’s links auf
Waldweg zum Haus.

Caunes-Minervois, L’Ancienne Boulangerie; einfach aber interessant
Unterkunft: Einfaches, kleines Zimmer im 1. Stock der ehemaligen Klosterbackstuben mit Dusche im
Zimmer und abgetrenntem WC, aber ohne TV, Radio oder Kühlschrank. Das Haus liegt inmitten der
Altstadt, die Straßen sind kaum breiter als das Auto, Parkplatz steht jedoch in der Nähe des Hauses
zur Verfügung. Clou des Zimmers ist eine kleine Sonnenterrasse mit schattenspendenden
Weinranken. Das Hausherr, ein pensionierter Ire ist sehr freundlich, die Umgangssprache ist Englisch
oder langsames Französisch. Die Zufahrtsbeschreibung und die GPS-Koordinaten waren absolut
richtig.
Frühstück: Einfaches, französisches Frühstück mit Weißbrot, Croissant, Marmelade, Honig, Butter,
Joghurt, Kaffee, Milch und Orangensaft. in einfachem Zimmer im Erdgeschoss mit Aussicht auf die
schmale Gasse.
Dinner: Im Hotel d’Alibert gegenüber ist mindestens ein Dinner ein absolutes Muss. Im Innenhof der
ehemaligen Kutschstation von 1557 zelebriert Frédéric ein wunderbares Essen in einmaligem
Ambiente der damaligen Zeit. Der Preis ist landesüblich und nicht übertrieben..
Nachteil: Bei schönem Wetter hält man sich sicher auf der Terrasse auf, bei schlechtem Wetter wird
es im Zimmer eng und Tisch und Stühle gibt es nicht.

Luchon, Maison Jeanne; charmant
Unterkunft: Älteres Wohnhaus, liebevoll erhalten, in gepflegtem Garten ca. 8 km oberhalb von Luchon
in einem kleinen Dorf über Landstraße gut zu erreichen. Parken am Straßenrand vor der
Gartenmauer. Gemütliches Zimmer im Dachgeschoss, groß genug für zwei Betten, zwei Sessel, Stuhl
und zwei kleine Tischchen. Kein TV und kein Radio, aber Wasserkocher. Vom Zimmer abgetrennt ist
das Bad mit Wanne und WC. Gastgeberin ist äußerst freundlich –ohne Französisch wahrscheinlich
etwas schwierig. Sie bietet sofort unaufgefordert ihren Kühlschrank an und gibt täglich ausgezeichnete
Empfehlungen für Besichtigungstouren. Nachmittags verwöhnt sie noch mit Pastis und Kaffe im
Garten.
Frühstück: Serviert werden – je nach Wetter und Temperatur – im Frühstücksraum oder im Garten
reichlich dunkler und weißer Toast, Baguette, Omelette, Küchlein oder Frischkäsebrote (immer
verziert mit Blümchen), Marmelade, Honig, Müsli, Saft und Kaffee.
Dinner: Zum Essen muss man entweder 6 km bergauf in ein nettes Restaurant in Cirès oder nach
Luchon fahren. Dort ist die Auswahl groß, Preise in allen Kategorien.
Nachteil: keine.

San Sebastian, Villa Soro; nobel
Unterkunft: Elegante Villa mit 25 Zimmern im Stadtzentrum mit Parkplätzen im Park und in der
Tiefgarage. Empfang sehr freundlich und hilfsbereit, Gepäck wird vom Page auf das Zimmer gebracht.
Zimmer geräumig mit Mini-Bar, TV, Schreibtisch, Sesseln, Tisch und herrlichem Marmorbad mit
Dusche und Wanne. Am Abend gibt es noch kleine Kekse und frische Handtücher auf das Zimmer. Im
Hotel gibt es des weiteren zwei Aufenthaltsräume, Frühstückszimmer und Bar. Ansonsten ist vom
Strandhandtuch bis zum kostenlosen Internet-Anschluss alles zu bekommen.
Frühstück: Wird im eleganten Wintergarten oder bei warmem Wetter im Garten serviert. Es gibt
kontinentales Frühstück mit Saft, Kaffe oder Tee, Cerealien, Yoghurt, Marmelade, Honig, Schinken,
Käse, Toast, Croissants und Obst. Besonderheiten wie z.B. Speck und Rühreier können bestellt
werden, kosten aber extra. Es gibt kein Büfett sondern freundliche und aufmerksame Bedienung.
Dinner: Dinner kann auf das Zimmer bestellt werden, aber in nächster Umgebung gibt es in der Stadt
und am Strand zahlreiche Möglichkeiten von Strand-Bars über Tapas-Bars bis zum 3-Sterne-
Restaurant.

San Martin de la Solana, Casa Martin, sensationell
Unterkunft: Restaurierter Bauernhof, aufgebaut auf den Ruinen eines Klosters, zu erreichen über
einen 5 km bergauf führenden Waldweg. Phantastische Zimmer mit tollem Blick ins Tal und auf die
umliegenden Berge. Zimmer mit Schreibtisch, Stühlen, Balkon und Bad mit Wanne; ohne TV aber mit
zentraler Musikanlage. Im Haus stehen drei Aufenthaltszimmer, mit zwei umfangreichen
Selbstbedienungs-Bars und Teekocher zur Verfügung (wird getrennt berechnet). Alles sehr
geschmackvoll eingerichtet. Des weiteren stehen noch eine teilweise überdachte Terrasse und
unzählige Tische und Stühle überall im Garten verteilt zum Verweilen bereit. Die Besitzer sind sehr
freundlich, sprechen Englisch, Spanisch, Französisch und ein wenig Deutsch und stellen ihren Gästen
beim Eintreffen das gesamte Haus vor. Frühstück und Dinner werden im Esszimmer serviert.
Ausflugs- und Wandertipps gibt es reichlich.
Frühstück: Es wäre einfach zu umfangreich, alles zu beschreiben, was zum Frühstück mit größter
Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft serviert wird. Von A wie Ananas, über M wie Müsli, über P wie
Passionsfruchtsaft, bis hin zu Z wie Zitrone zum Tee ist einfach alles vorhanden.
Dinner: Will man nicht im Dunkeln zu Restaurants im Tal und wieder zurück fahren, gibt es zwei
Möglichkeiten: Entweder im Tal Wurst, Käse und Brot im Voraus einkaufen oder das angebotene
Dinner im Hause nehmen. Serviert wird im geschmackvoll eingerichteten Esszimmer bei Kerzenlicht
am offenen Kamin. Es gibt ein ausgezeichnetes 4-Gänge-Menue, zu dem erlesene Weine, Kaffee und
edle Schnäpse bestellt werden können. Natürlich hat so ein stilvolles Essen auch seinen Preis.
Nachteil: a) Der Zufahrtsweg ist eigentlich für Wagen mit 4-Rad-Antrieb und nicht für etwas tiefer
liegende Limousinen geeignet. Vor allem wenn, wie in unserem Fall, die Straße nach dem Winter noch
nicht gerichtet ist und einem nach dem Regen das Wasser von oben entgegenkommt. Trotz
vorsichtigen, nicht unerfahrenen, Fahrens im 1. Gang (5 km!) hat unser Wagen mehrfach aufgesetzt.
Der Hausherr bittet auch ausdrückliche um Erwähnung dieses Hinweises. Trotzdem wurde das Hotel aufgrund des Hauses selbst, seiner Lage, seinem Dinner und seiner
Hausherren zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Céret, Les Mas Trilles, einfach aber angenehm
Unterkunft: Direkt an der Hauptstraße, in einem schönen Garten liegt das Haus mit zehn Zimmern.
Unser sehr einfaches, kleines Zimmer befindet sich in einem Nebenbau, hat neben dem Bett noch
einen Sessel, einen Stuhl, einen kleinen Schreibtisch, ein kleines TV-Gerät, ein Bad mit Wanne und
einen Tisch und zwei Stühle im Garten vor dem Zimmer. Der Unterschied zu den drei vorigen
Unterkünften ist krass. Im Haus gibt es noch ein Frühstückszimmer – bei schönem Wetter wird das
Frühstück im Garten serviert – und einen auf 26 °C beheizten Pool mit Liegestühlen, der nach heißen
Besichtigungstouren äußerst angenehm ist. Die Hausherren sprechen Englisch und Französisch.
Beide sind sehr freundlich und helfen jederzeit mit Besuchstipps. Umfulana beschreibt zwar die
Fahrtroute über die spanische N260, die Anfahrt zum Hause wird aber von der A9 aus Richtung
Barcelona, bzw. Toulouse, kommend beschrieben.
Frühstück: Man frühstückt im Speisezimmer oder wie in unserem Falle bei wunderbaren 20°C im
Garten. Das Frühstück ist echt französisch und besteht aus Saft, Kaffee, Baguette, Croissant,
Marmelade, Butter und frischem Obst.
Dinner: Möglichkeiten zum Essen gibt es im 3 km entfernten Céret genügend.
Nachteil: Getränke sehr teuer

Tarascon, Rue de Château, antik und charmant
Unterkunft: Das alte Stadthaus liegt inmitten der Altstadt von Tarascon, um die Ecke vom Schloss und
stammt aus dem 16. und dem 19. Jahrhundert. Als erstes beeindruckt der Eingang und der kühle
Innenhof, der wunderschöne Plätze zum Sitzen und Ausruhen von der draußen herrschenden Hitze
bietet. Das Zimmer im ersten Stock ist ausreichend und bietet einen Ausblick in eine Altstadtgasse.
Zwei Sessel, Tisch und Bad mit Dusche komplettieren das Zimmer. Die Hausherrin spricht Englisch
und Französisch und ist unglaublich nett. Auf die Aussage „Durst“ gibt es sofort einen Pastis, Tipps
zum Abendessen in der Altstadt und Ausflugtipps für den nächsten Tag. Außerdem wird noch der
Internetanschluss angeboten.
Frühstück: Man frühstückt im herrlichen Innenhof. Das Frühstück ist echt französisch und besteht aus
Saft, Kaffee, Baguette, Croissant, Marmelade, Butter, selbstgemachtem Joghurt, Müsli und frischem
Obst.
Dinner: Möglichkeiten gibt es in der Stadt in nächster Umgebung in jeder Art und Preisklasse.
Nachteil: Parkplatz am Haus gibt es nicht, dafür in ca. 200 m Entfernung kostenlose Stadtparkplätze.
Es wird darauf hingewiesen, das Auto absolut leer zu machen um keine Diebe anzuziehen.

Hermance, Auberge d’Hermance, kostspielig elegant
Unterkunft: Das kleine, edle Hotel steht mitten in Hermance nur ein paar Schritte vom Genfer See
entfernt. Das alte, aber geschmackvoll restaurierte und eingerichtete Haus hat einen eigenen kleinen
Parkplatz. Für Frühstück, sowie Mittag- oder Abendessen stehen eine abgeschlossene
Gartenterrasse, ein Wintergarten und ein Restaurant zur Verfügung. Unser Zimmer befand sich im 2.
Stock, hatte einen großzügiges Bad mit Wanne und Dusche, sowie Radio, TV-Gerät, Mini-Bar (stolze
Preise, kein Nachfüllen während des Aufenthaltes), Sessel und Schreibtisch. Positiv zu erwähnen ist,
dass man als Hotelgast im Raum Genf kostenlos mit allen Bussen fahren kann. So bleibt das Auto am
Hotel und ist nicht der rund um den Genfer See herrschenden Autoknackerei ausgesetzt.
Dinner: Zum Essen bleibt einem die Fahrt in umliegende Dörfer oder nach Genf (ca. 15 km) oder das
Essen im Hotel. Was serviert wird, ist erstklassig. Die Preise allerdings auch (kaum ein Hauptgang
unter 60 CHF pro Person, ohne Getränke).
Frühstück: Gegessen wird jetzt im Sommer im Garten oder im Wintergarten. Das französische
Frühstück fällt allerdings für die Preisklasse und verglichen mit dem übrigen Essensangebot dürftig
aus.
Gastgeber: Das Personal ist freundlich und hilfsbereit, man spricht deutsch.
Nachteil: Preise sind hoch .



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