25.08.2009

Frankreichreise von Norbert Forchner

Um das Fazit vorweg zu nehmen: dieser Urlaub hat uns sehr gefallen und wird uns nachhaltig durch viele äußerst schöne Details in Erinnerung bleiben.
Dazu beigetragen hat die schnelle und unkomplizierte Unterstützung seitens Umfulana während der Vorbereitung und Planung der Reise, insbesondere bei der Berücksichtigung einiger „Sonderwünsche“ hinsichtlich Reiseroute und –dauer sowie der Nutzung des eigenen PKW.
Eigentlich als jahrelange Atlantik-Fans mit etwas Vorbehalt Richtung Südfrankreich gestartet (besonders wegen der zu erwartenden Hitze), haben wir diese Tour nicht bereut und sind sicher nicht das letzte Mal dorthin unterwegs gewesen.

Hier ein kurzer Reisebericht mit Anmerkungen zu den einzelnen Stationen:

1. Anreise Riquewihr / Landgasthof, 2 Übernachtungen

Nachdem unser Navi uns durch herrliche elsässische Weinberge und –felder manövriert hatte,
empfing uns ein sehr gepflegtes Haus mit freundlichem Personal, das hinsichtlich Wohnkomfort, Sauberkeit und Service keine wirklichen Wünsche offen ließ.
Die etwas enge Zufahrt zum Gepäckentladen sollte Niemanden abschrecken – es konnte staunend beobachtet werden, wie sogar ein Heizölfahrzeug rückwärts diese schmalen Gassen bewältigte. Kleines Minus: das Auto muß aus nachvollziehbaren Platzgründen etwas außerhalb abgestellt werden – aber mit etwas Weitsicht auch ohne Parkgebühr machbar.

Wir hatten 2 Übernachtungen gebucht, so dass wir in aller Ruhe Riquewihr mit seinen wunderschönen kleinen, eng aneinandergeschmiegten Fachwerkhäusern besichtigen konnten, was besonders an einem Sommerabend bei gutem Essen als sehr stimmungsvoll empfohlen werden kann.
Riquewihr – ein Dorf wie gemalt und in seinen mittelalterlichen Zügen fast einen Tick zu nah am Kitsch (2 Übernachtungen ausreichend), bot uns aber wirklich einen sehr angenehmen Aufenthalt.
Am 2. Tag fuhren wir dann nach Collmar – ein ebenso reizvoller, etwas größerer Ort ganz in der Nähe mit vielen Sehenswürdigkeiten und ebenso gepflegten Fachwerksfassaden.
Dass in der Feriensaison neben uns natürlich noch einige Touristen mehr unterwegs waren, muß als normal angesehen und akzeptiert werden.
Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt unserer Rundfahrt, der neugierig machte auf das, was unsere nächsten Stationen wohl zu bieten hatten.


2. Venasque / Gästehaus, bei Josy und Jean-Charles,
3 Übernachtungen

Aufgund der recht langen Anfahrt (durch unsere individuelle Routenumstellung selbst verursacht), kamen wir etwas kaputt an. Der freundliche Empfang und das schöne Haus samt Garten, Terrassen und Panoramablick auf die Berge sorgten für umgehende Entschädigung. Dieser erste Eindruck wurde täglich untermauert, was vorrangig an der sehr herzlichen und individuellen, aber stets diskreten und unaufdringlichen Betreuung durch die „Hausherrin“ Josy lag. Ihr erfolgreiches Bemühen, Ihre (sehr guten) Deutsch-Kenntnisse zu aktivieren, ersparte uns umständliches und anfängerhaftes französisch anwenden zu müssen. Ihre vielen Tipps für Ausflüge in die Umgebung, Restaurantempfehlungen etc. trafen stets ins Schwarze und das tägliche Frühstück auf der Terrasse waren ein Start in einen Urlaubstag, wie man ihn sich wünscht.
Unsere Tagestour nach Avignon litt etwas unter der großen Hitze, war aber ein schönes Highlight, ebenso die (motorisierte) Eroberung des Mont Ventoux. Die Marktbesuche in Gordes sowie besonders auf dem Weg zu unserer 3. Etappe (Moustiers) in L'Isle-sur-la-Sorgue rundeten diesen Aufenthalt wunderbar ab. „Merci Josy!“


3. Moustiers / historisches Gasthaus, 3 Übernachtungen

Die landschaftlich herrliche Strecke nach Moustiers war nicht nur Transfer sondern entpuppte sich als Urlaubserlebnis der besonderen Art.
Das Hotel, etwas außerhalb und doch nahe dem Ort gelegen, hat uns sofort mit seinem sehr eigenen und außergewöhnlichen Ambiente vereinnahmt. Unser Zimmer – sehr komfortabel, klimatisiert und mit kleinem Balkon – bot uns nach jedem Ausflug willkommene Abkühlung und Ruhe. Das Personal war äußerst nett und zuvorkommend und trug damit zum uneingeschränkt positiven Gesamteindruck bei.
Der Ort Moustiers stellte sich für uns wegen seiner Lage direkt an den Felsen und dem sehr anheimelnden Ortsbild als wirklich eines der (oft proklamierten) „schönsten Dörfer“ Frankreichs heraus. Wer mit Glück einen Markttag erwischt und dieses Flair mag, ist dort in seinem Element. Überaus empfehlenswert dann die Panorama-Rundfahrt um den Canyon de Verdun, bei der man möglichst oft die kleinen Haltenischen nutzen sollte, um auch dem Kraftfahrer die grandiose Landschaft genießen zu lassen und Fotos „satt“ zu schießen.
Eine Wanderkarte animierte uns zu einer wegen der Hitze zwar anstrengenden aber letztlich tollen 3-Std.-Wanderung, die bis hinab zum Verdun führt (Baden möglich!) und wieder hinauf zum PKW-Stellplatz – für Fotoliebhaber bietet sich hier ein Mekka an Landschafts-Motiven. Sehenswert auch der türkisblaue See St. Croix, der besonders schön wirkt, wenn er sich aus der Sicht der Panoramastraßen zeigt.
Für uns war diese Station aufgrund der grandiosen Landschaft und nicht zuletzt auch wegen der sehr angenehmen Unterkunft ein wirklicher Reisehöhepunkt.


4. Vence / 3 Übernachtungen / Villa über Vence

War schon der Weg nach Vence – teilweise wieder entlang des Canyon – ein Erlebnis, erwartete uns nach steiler, serpentinenreiche Anfahrt ein beeindruckend schönes Gästehaus mit sehr herzlichem Empfang. Das Haus samt Grundstück präsentierte sich ungeheuer geschmackvoll ausgestattet mit großzügig und elegant gestalteten Außenanlagen auf mehreren Hangebenen samt Pool mit wunderbarer Weitsicht bis zum Mittelmeer.
Zimmer und Bad warteten mit südländischem Flair auf, waren sehr ansprechend eingerichtet und wohltuend klimatisiert.
Das Frühstück wurde täglich an den Tischen am Pool serviert – welch angenehmer Start in den Urlaubstag!
Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang und musste für 2 Tage auf das Machbare reduziert werden. Besonders schön: der Markttag in der beeindruckenden Altstadt in Vence, ein (Pflicht-) Besuch im Künstlerdörfchen St. Paul de Vence, eine Fahrt mit Badestop entlang der Küste auf einer der Panoramastraßen Richtung Nizza und Monaco. Die „Hausherrin“ Kristin gab gute Tipps für weitere Erkundungen und war auch sonst mit Rat und Tat zur Stelle. Nachdem die Zeit wie im Flug vergangen war, verließen wir unsere sehr herzliche und engagierte Gastgeberin und sprechen Ihr und Ihrem Team hiermit noch mal ein Extra – Lob aus!


5. Ascona / Schloßhotel, 3 Übernachtungen

Das hervorragende Hotel samt stil- und geschmackvollem, klimatisiertem Zimmer, den sehr gepflegten und großzügigen Außenanlagen sowie dem ungeheuer zuvorkommenden Personal entschädigte uns schnell für die recht lange Fahrt nach Ascona. Der Aufenthalt inmitten einer Bilderbuchlandschaft rund um den Lago Maggiore mit vielen schönen Ausflugszielen bildete einen sehr gelungenen Abschluss unserer Rundreise.
Unser Tipp: wir buchten zusätzlich zum ungeheuer reichhaltigen und vielfältigen Frühstücksangebot noch die abendliche Halbpension und wurden jeweils mit einem köstlichem Menü überrascht, das keine Wünsche offen ließ.



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