18.09.2012

Frankreichreise von Jürgen und Sophie B.

Unsere Reise durch Frankreich im Spätsommer 2012
Jürgen (51) und Sophie (47) aus München

Anreise nach Elsass/ Riquewihr
Anfahrt über Route de Vins Alsace nehmen!

Riquewihr ist ein fast unwirklich anmutendes, mittelalterliches Städtchen in Mitten der Weinberge und im Örtchen gibt es viele gastronomische Betriebe.
Man fühlt sich sofort wohl und kann auf der Straße ein Gläschen Wein probieren. Unsere Neuentdeckung: Pinot Gris
Das Hotel ist sehr schön, mit Charakter. Nettes Zimmer in dem ehrwürdigen schiefen Gemäuer.
Abends eine kleine Enttäuschung, da viele Restaurants geschlossen waren.
Am nächsten Tag besichtigten wir die Haut Koenigsbourg und danach Colmar.
Nach Riquewhir ist Colmar nicht mehr ganz so beeindruckend, es gibt aber viele kleine Cafés.
Abends war Riquewhir fast ausgestorben und noch mehr Restaurants waren geschlossen.

Fahrt nach Beaune
Anfahrt über Dijon, dann auf die D122 über die Route des Grand Crues nach Beaune.
Die Route des Grand Crues führt durch unzählige kleine verwinkelte Dörfer zwischen den Weinbergen direkt nach Beaune und ist absolut sehenswert.
Das 4 Sterne Hotel ist natürlich erstklassig, für uns jedoch vielleicht einen Tick zu viel.
Das Sternerestaurant bietet Abendessen ab 75€ (ohne Wein) an, das war uns auch zu viel.
In Beaune gibt es eine Fußgängerzone und wir suchten lange nach einem kleinen Wein-Café. Dort probierten wir die lokalen Weine, aber der Pinot Noir ist einfach nicht nach unserem Geschmack.
Mit einigen Restaurant-Empfehlungen zogen wir weiter, aber schon um 19:30 war alles ausgebucht. Mit Müh und Not ergatterten wir noch einen Tisch in einer der Empfehlungen, wurden aber wiederum vom Essen enttäuscht. Ein Beuf de Bourgogne bekomme ich viel besser hin.
Am nächsten Tag nach einem hervorragenden Frühstück mit dem Cabrio durch die Bourgogne. Wir wollten zu den kleinen Winzern um den Pinot Noir noch eine Chance zu geben. Leider war alles geschlossen. Die Fahrt durch die Weinberge war wunderschön und wir entdeckten zufällig das Chateau de la Rochepot.
Abends ging das Dilemma mit den Restaurants weiter und nach einer ebenso überteuerten wie faden Zwiebelsuppe hakten wir Burgund ab und wechselten frustriert zur Pizza.
Fazit: Das war nichts.
Vielleicht wäre es unter der Woche zum Erlebnis geworden, jedoch sonntags kann ich die Gegend um Beaune nicht empfehlen.

Fahrt in die Provence, Pernes les Fontaines

Die Fahrt mit einem Abstecher nach Lyon war angenehm. Die Provence zu dieser Jahreszeit in der Ebene natürlich nicht so beeindruckend wie im Frühling.
Der Bauernhof ist sehr liebevoll gepflegt und hat einen besonderen Charme. Auch die Dame des Hauses war sehr fürsorglich und schickte uns zum Abendessen nach Carpentras zu Chez Serge.
Hier war die Welt wieder in Ordnung, das Essen traumhaft und vor allem die Weine super.
Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer Fahrt durch den Luberon, schlenderten durch Venasque und endeten in Chateauneuf du Pape im Weingut Clos Saint Michel, dessen Weine wir am Abend vorher getrunken haben.
Abends kauften wir noch Baguette, Käse, Pastete und Schinken und genossen, dass das Bed and Breakfast eine kleine Küche mit Geschirr bietet und wir alles im Rosengarten zu uns nehmen konnten.

Weiterfahrt nach Carcassonne

Wir verließen die Autobahn für einen Abstecher nach Sète und freuten uns über das mediterrane Flair.
Bei der Fahrt entlang der Mittelmeerküste wurde uns bewusst, dass wir hier ganz bestimmt nicht Urlaub machen würden. Alles sehr flach und eintönig.
Carcassonne begrüßte uns mit einem beeindruckenden Blick auf die Burg und auch die Aussicht von der Terrasse des Hauses war wunderbar. Am Abend gingen wir in die nahegelegene ‚Neustadt‘ (aus dem 17.Jh). Diese könnte so schön herausgeputzt werden, jedoch lag eine recht seltsame Stimmung über dem Ort, so dass man sich nicht recht wohl fühlt. Das empfohlene Lokal war O.K., der Abend insgesamt doch angenehm.
Der nächste Tag gehörte der Festungsanlage mit der kleinen Altstadt. Wer historisch interessiert ist kommt hier voll auf seine Kosten.
Durch die Nähe zu Spanien beschlossen wir am Abend Tapas essen zu gehen, fragten einen Polizisten und dieser schickte uns ins Le Voyage bei der alten steinernen Brücke. Erstklassig!

Danach folgten wir dem Ratschlag über die wunderschöne Strecke durch den Haut-Langedoc Nationalpark zu fahren, Ziel die alte Mühle von Labique.
Die Mühle ist nicht leicht zu finden. Bitte für die nächsten Gäste genauere Angaben machen.
(Mein Auto hat Google-Suche an Bord und damit klappt es)
Die Unterkunft ist wunderschön und wird durch zwei riesige schwarze Hunde bewacht. Die Zimmer sind sehr romantisch (das Bad ist über eine enge Wendeltreppe erreichbar und vielleicht nichts für Jeden) und es herrscht absolute Ruhe. Zum ersten Mal seit Jahren sahen wir wieder die Milchstraße….
Abends nach Villereal zum Essen. In der Pizzeria Les Marronniers bekommt man auch sehr gute lokale Spezialitäten. Neuentdeckung: ein süßer Weißwein, der zur foie gras gereicht wird.
Am nächsten Tag war Markt in Villereal und wir kauften viele Kleinigkeiten.
Weiter in Richtung Dordogne durch das Land der 1001 Burgen und Schlösser. Die Aussichten sind unvergesslich und wir unternahmen eine Flussfahrt mit einem Gabarres in La Roque de Gageac.
Abends verwöhnte uns der Gastgeber mit einem delikaten Essen (32,50€ pro Person, plus Wein).

Am Sonntag den 09.09.2012 ging es weiter nach Saint-Gervais-d’Auvergne in das Schlosshotel bei Puy de Dôme.
Die Landschaft veränderte sich dramatisch und nachdem wir die Vulkankette passierten ginng es ca. 50 km ins Nichts, nur spärliche Landwirtschaft. Das Hotel war charmant und hat einen unvergleichlichen und authentischen Flair aus der Jahrhundertwende. Jedoch hatten wir zum erstem Mal etwas Schwierigkeiten mit unserem unzulänglichen Französisch. Am Ort: Nichts. Gar nichts. Es wurde uns jedoch versichert, dass das Restaurant das Beste weit und breit ist. In der Tat hatten wir das beste Essen unserer ganzen Reise.
Am nächsten Tag fuhren wir durch die beeindruckende Vulkanlandschaft und deckten uns noch mit Käse ein. Der Kofferraum war schon übervoll, da wir natürlich während der Reise von allen guten Weinen, die wir entdeckten, ein paar Flaschen mitnahmen.
Am Abend freuten wir uns schon auf das Essen im Hotel und fühlten uns wie Gott in Frankreich.
Hinweis: Das Restaurant ist nur am Wochenende geöffnet, unter der Woche ‚nur‘ die Gaststätte mit einfacheren Gerichten.

Nun zu Ihnen, liebes Team von Umfulana:
Wir möchten uns beide ausdrücklich für diese unvergessliche Reise bedanken. Wir haben durch äußere Umstände leider sehr, sehr spät buchen können und es ist uns bewusst, dass wir an verschiedenen Stellen nicht mehr die absolut erste Wahl bekommen konnten. Trotzdem ist es Ihnen gelungen nahtlos eine Auswahl an exzellenten ‚Geheimtipps‘ zusammenzustellen. Wir waren mit dem Ablauf und der Betreuung restlos zufrieden und ich möchte noch erwähnen, dass uns der unerwartete und tolle Reiseführer, den Sie uns mit den Unterlagen mitgeschickt hatten, sehr gute Dienste geleistet hat.

Vielen Dank!

Jürgen und Sophie



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