10.06.2013

Frankreichreise von Dr. A.R.

Reise in die Bretagne im Mai 2013

Die Reise in die Bretagne hat uns – trotz des teilweise sekkanten Wetters – sehr gut gefallen. Wie eine Reise bewertet wird, hängt im Wesentlichen ja davon ab, was man erwartet, was dem Reisenden wichtig ist, was weniger wichtig. Uns war wichtig die französische Architektur im weltlichen und sakralen Bereich, das gefühlte Ambiente im Inneren der alten Sitze und Landhäuser, wie z.B. Farbabstimmungen, Möbel und Raumgefühl und dann natürlich die Landschaft. Das alles haben wir aufs Beste erleben können. Überall sind wir von den Gastgebern freundlich aufgenommen und versorgt worden. Wir haben uns wohlgefühlt und intensive Eindrücke, auch von der Mühsal, einen alten schönen Riesenkasten zu unterhalten, mitgenommen
Um eines herauszugreifen: Es ist schon eine beeindruckende Kontinuität, wenn ein Schloss (Chateau am Loir) von dem Eigentümer in 20. Generation bewirtschaftet wird: An den Wänden hängen die Bilder seiner Ahnen, Staatsmänner, Generäle in prächtigen Uniformen usw. usw. Und nun ist der jüngste Vertreter dieses imposanten Geschlechts mit seiner charmanten Gattin unser freundlicher Gastgeber mit der gewaltigen Aufgabe, Schloss und dazugehörigen Park zu erhalten und zu pflegen .Das Abendessen im "Grand Siecle" haben wir mit einer Reihe amerikanischer Gäste in dem schönen historischen Speisesaal genossen, den die Gastgeberin liebevoll hergerichtet hatte .Am nächsten Morgen konnten wir sehen, wie sie sich handfest bei Renovierungsarbeiten an der alten Schlosskapelle beteiligte. Eine moderne Schlossherrin eben, die rechnen muss.
Mit den Unterkünften und den jeweiligen Gastgebern waren wir, wie schon gesagt, durchweg zufrieden. Besonders hervorheben möchte ich jedoch die Villa bei Quimper, die wir, sowohl was die Qualität der Unterkunft, die des Frühstücks und die Fürsorge der Gastgeberin angeht, eine Etage über den anderen einstufen würden.
Höhepunkte der Reise waren die Kathedralen in Reims, Chartres, Le Mans mit Altstadt, Amiens und die Abteikirche in Vendome mit ihrer flamboyanten gotischen Fassade, ferner das Schloss der Maintenon auf dem Weg zur Loire und Langeais (die großen Loireschlösser haben wir schon früher besucht). Eindrucksvoll natürlich die Calvaires, u.a. Pleyben und Tronoen und natürlich die Landschaft. Den vielgerühmten Santier des Douaniers haben wir nach den Beschreibungen mit Gischt und Felsen völlig überschätzt und Wanderausrüstung mitgenommen. Der Sentier ist gewiss sehr schön, aber nicht mehr als ein Spaziergang nach dem Mittagessen.
Das wär's dann im Wesentlichen. Eigentlich ein Lobgesang.



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