Frankreichreise von Sabine und Norbert - Frankreich - 2020
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08.09.2020

Frankreichreise von Sabine und Norbert

Wieder zu Hause lässt sich sagen, dass trotz Corona, schöne Ferien möglich sind.

Endlich Urlaub, trotz allgemein problematischer Corona-Lage ging es – abseits aller Menschenmengen – auf Wandertour nach Frankreich.
Auf dem Weg nach Clessé waren wir von den Dörfern Mersault und Auxey-Dunesses und ihren Weinbergen begeistert. Die vorgeschlagene Komoot-Tour ist sehr empfehlenswert. Bei Clessé haben wir unsere vor 4 Jahren begonnene Rundtour mit dem Auto zu den Chateaus der Bourgogne du Sud beendet (Chapaize, Brancion, Berzé le Chatel, Pierreclos). Die Komoot-Wanderung rund um das Chateau de Nobles hat uns – im Sommer – nicht begeistert – zu viel braune Fläche mit vielen Rindern. Unsere Gastgeber  im alten Pfarrhaus von Clessé haben mit vielen guten Tipps und Fürsorge für einen schönen Aufenthalt gesorgt. Unser Resumée – Cluny und Cormatin muss man unbedingt gesehen haben, Wanderungen sollte man vor allem im Frühjahr unternehmen.
Auf dem Weg nach Auzelles in der Auvergne hatten wir leider wenig eigene Ideen und keine Vorschläge. Im Wanderparadies Auvergne angekommen, konnten wir dagegen nur schwer eine Wahl treffen. Schließlich haben wir den Puy de Lassolas und den Puy de la Vache erklommen. Wir sind dabei einer empfehlenswerten Komoot-Rundtour gefolgt, die man leicht im Internet recherchieren kann. Das Boutique-Hotel in der Auvergne  lag leider etwas abseits unserer Interessen, aber die kompetenten und zuvorkommenden Gastgeber haben uns dafür mit gutem Essen und einer Empfehlung für die Weiterreise mehr als entschädigt. Auf dem Weg nach Saint Privat d' Allier in der Auvergne sind wir über die Cols des Supeyres und Mayrand nach St. Anteme gefahren – sehr schöne Ausblicke und eine kleine Wanderung inbegriffen. Von dort wollten wir uns zu unserem Ziel dem Bauernhaus bei Le Puy navigieren lassen. Hinweis: Es gibt Rougeac in der Gegend zweimal – unbedingt die GPS-Daten verwenden, sonst landet man womöglich ca 50 km vom Ziel entfernt. Sehr schön ist die empfohlene Komoot-Wanderung von Le Puy-en-Velay nach Polignac, ebenso wie die Besichtigung der Stadt Le Puy-en-Velay. Wir waren besonders angetan von der Kirche Saint-Michel d'Aiguilhe auf einem ehemaligen Vulkanschlot. Unsere Gastgeber haben uns ausgezeichnet umsorgt – Sylvie kocht und Thierry bäckt legendär – und kannten noch etliche lohnenswerte Ziele. Wir haben uns für Wanderungen um den Kratersee Lac du Bouchet und um eine Art kleiner „Grand Canyon“ dem Ravins de Corboef à Rosière entschieden mit anschließender Besichtigung der Cascade de la Beaumes. Das Farbspiel im Ravins de Corboef ist einmalig. Auf dem Weg an die Ardèche sind wir auf Empfehlung von Thierry an einem sehr schön gelegenen Chateau bei Arlempdes vorbeigekommen und haben eine kleine Wanderung um den Kratersee Lac d'Issarlès gemacht. Unser Fazit: Wer Wanderungen in Vulkanlandschaften liebt ist in der Auvergne sehr gut aufgehoben.
Wir haben das Landhaus bei Les Vans an der Ardèche wohlbehalten erreicht. Unsere neuen Gastgeben haben uns auch hier mit sehr gutem Essen, Ausflugtipps und einem Salzwasserpool verwöhnt. Wir haben eine Paddeltour auf dem Chassezac gemacht. Mit Vorsicht zu genießen ist die Komoot-Wanderung in die untere Ardèche-Schlucht. Die Wanderung ist zwar super schön, aber auch sehr abenteuerlich. Der Weg ist trotz GPS nicht gut zu finden und dauert wesentlich länger als angegeben. Wir haben statt 3 h mehr als 5 h gebraucht. Außerdem war es an diesem Tag mit mehr als 35 Grad sehr heiß. Ein abschließendes Bad in der Ardèche hat uns aber mehr als entschädigt. Auch sehr zu empfehlen ist ausgehend von Aigueze eine Autofahrt entlang der Ardèche bis zum Pont-d'Arc mit vielen schönen Ausblicken. Am Weiterreisetag haben wir Naves en Ardèche besucht. Unser Fazit: An die Ardèche muss man auf jeden Fall, aber Mückenspray nicht vergessen.
Unser vorletztes Ziel war die Malteser Komturei in der Nähe von Grenoble. Die elegante Unterkunft hat uns nach den vorher so familiären Eindrücken nicht sehr angesprochen. Gegessen haben wir gut, aber die Getränke machten 50% der Rechnung aus und waren nicht in der Speisekarte verzeichnet. Oft vergisst man, dass die Anfahrt an die Ausgangspunkte von Wanderungen auch Zeit benötigen. Wir würden beim nächsten Mal eine näher gelegene Unterkunft auswählen. Leider wurde auch das Wetter schlechter, sodass wir glücklicherweise unsere eigentlich geplante 3-stündige Wanderung in eine 1,5-stündige abänderten. Wir wählten die Komoot-Aussichtswanderung: Charade. Diese ist sehr empfehlenswert mit tollen Ausblicken auf Montblanc und andere Gipfel der Hochalpen. Aber bei uns näherte sich eine Gewitterfront, deren durchziehende Wolkenberge uns immer wieder die Sicht versperrten. Anfangs glaubten wir ihr zu entkommen, wurden aber ca 2 km vor unserem Auto eingeholt. Doch wir hatten Glück und eine freundliche Anwohnerin brachte uns vor den Blitzen in Sicherheit und nahm uns im Auto mit.
Unser letztes Ziel war das Berghotel an der Seilbahn in der Schweiz. Eigentlich eine schöne Idee nach dem Ausblick in die Berge in einem Dorf direkt in den Bergen zu übernachten. Aber statt einer Wanderung haben wir einen Regentag mit Gewitter und den ersten Schneefall erlebt. Dennoch werden wir bei besserer Witterung gerne zurückkommen, denn die Bewirtung, die hilfsbereiten Menschen und die Aussicht auf eine tolle Aussicht mit vielen Wandermöglichkeiten hat uns überzeugt.
Wieder zu Hause lässt sich sagen, dass trotz Corona, schöne Ferien möglich sind. Man muss halt selbst dafür sorgen, dass einem die Menschenmassen nicht zu nahe kommen. Was ist da besser als ein Wanderurlaub mit Umfulana.



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