Frankreich

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Frankreich als Reiseland

Kaum ein anderes Land gab der Welt so viele Impulse wie Frankreich. Frankreich, das ist die Wiege der Gotik, die Wiege der Aufklärung und das Mutterland der Demokratie.

Kaum ein anderes Land ist so vielfältig wie unser westlicher Nachbar. Seine Landschaften sind Europe en miniature – vom anmutigen Loiretal über die einsame Vulkanwelt der Auvergne bis zur duftenden, in der Sonne brütenden Provence.
Kein Land hat so viele Kulturdenkmäler – von den Höhlen bei Lasceaux bis zur postmodernen Glaspyramide des Louvre. 
Für unsere Frankreich-Reisen haben wir kleine, persönliche Unterkünfte ausgesucht, wo man Gastfreundschaft à la française erleben kann.
Frankreich! Das ist wie Europa in einem Land. Die sanfte Mittelgebirge der Vogesen und die saftigen Wiesen der Champagne erinnern an deutsche Mittelgebirge, die Bocages, wie man die Wallhecken der Bretagne nennt, erinnern an Cornwall, die sonnenverbrannten Landschaften des Languedoc ähneln denen Katalaniens und die Côte d'Azur findet hat ihr italienisches an den Küsten Liguriens.

Dennoch: all diese Landschaften sind unverwechselbar französisch. Französische Kultur – ausgehend vom Großraum Paris und der Loire – hat das ganze Land stark geprägt. Nirgendwo auf der Welt ist die Dichte der kulturellen Sehenswürdigkeiten größer als in Frankreich. Nirgendwo hat eine Landschaft die Phantasie der Maler mehr inspiriert als dort.

Bereits vor 20.000 Jahren entstanden die spektakulären Höhlenbilder von Lascaux. Die Römer haben einige ihrer größten Bauwerke in der Provincia Gallia Transalpina hinterlassen, die heute schlicht Provence heißt. Die romanische Kirchen von Burgund und erst recht die gotischen Kathedralen von Reims und Amiens wirkten stilbildend auf die Sakralkunst in ganz Europa.

Im 18. und 19. Jahrhundert war Frankreich unbestritten das europäische Land, an dem sich der Rest orientierte. Die Schlösser von Versailles und von der Loire zeugen noch heute vom Ruhm der „Grande Nation“.

Die Qual der Wahl

Wer nach Frankreich reisen will, sollte sich für eine Region entscheiden. Eine Tour de France durchs ganze Land ist nur sinnvoll, wenn man mindestens drei Wochen Zeit hat. Im folgenden stellen wir eine Regionen vor:
 

Bretagne

Die Halbinsel im Nordwesten ist fast vollständig vom Meer umspült. Die Küste ist fast 1.500 Kilometer lang – mal schroff, mal lieblich. Charakteristisch sind die grauen Schieferdächer, die blau-grünen Fluten des Meeres und das Rosa der Hortensien. Ginster taucht das Land jedes Frühjahr in ein strahlendes Gelb. Die prähistorischen Steinkreise von Carnac und die Menhire von Locamriaquer geben den Forschern ebenso Rätsel auf wie die Legenden von der Tafelrunde oder der Mythos von Tristan und Isolde. Geschichten über den Zauberer Merlin zeugen von einer bis heute keltisch geprägten Kultur.
Fast jedes Dorf hat sein Calvère, den Kirchhof, auf dem ein Dorfheiliger verehrt wird. Manche dieser Heiligen waren keltische Druiden aus vorchristlicher Zeit. So stammen auch die Feste, grand pardon genannt, aus uralter Zeit. An der Küste reihen sich Städte wie Perlen; besonders schön ist die Hauptstadt Rennes. Die Côte d'Emeraude, die „Smaragdküste“, ist besonders für Familienurlaub beliebt. Strände, Buchten und Klippen wechseln ab. Dazwischen liegen Häfen und hübsche Städtchen, wie die alte Seeräuberstadt Saint Malo. Weit in den Atlantik hinaus ragt die Landspitze, die Pointe du Raz, die ihre volle Schönheit erst an stürmischen Tagen entfaltet.

Loire-Tal

An der Loire ist Frankreich am französischsten. Weltberühmten Baudenkmäler, darunter mehr als 600 Schlösser sind eingebettet in eine liebliche Flusslandschaft mit Auen, Wiesen und Wäldern. Rauschende Renaissancefeste wurden hier von Königen und Prinzen gefeiert. Die bedeutendsten Schlösser sind Chambord, Azayle-Rideau, Chenonceau, Blois und Amboise. Aber auch die Altstadt von Bourges mit der Stephanskathedrale und dem Hôtel Jacques-Coeur oder Chinon sind einen Abstecher wert. Das Loire-Tal hat auch den Beinamen „Garten Frankreichs“. Dichte Wälder und Seen findet man in der Sologne. Der Regionalpark der Brenne ist wieder Heimat von seltenen und bedrohten Pflanzen- und Tierarten. Die Loire ist ein Paradies für Architekturliebhaber und Radfahrer.

Provence

Die ehemalige römische Provincia Gallia hat ihr Zentrum rund um Avignon. Sie gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Europas. Mehrmals stand sie im Fokus der Weltgeschichte. Während der Kirchenspaltung im Mittelalter residierten Päpste in Avignon. Überall in der Stadt haben sie Spuren hinterlassen. Steinalte Dörfer schmiegen sich in die Bergwildnis des Luberon, verlassene Weiler werden allmählich von der Natur zurückerobert. In Arles, Nimes oder Aix-en-Provence finden zwischen den Baudenkmälern bunte Märkte und vitales Leben statt. Am Mont Ventoux, dem höchsten Berg der Provence, kann man sich in schier endlosen Eichenwälder verlaufen. Das Klima ist warm und trocken. Das Land ist ideal für jede Art von Urlaub und zieht sein Menschengedenken Künstler und Maler an.

Côte d'Azur

Die „Azurblaue Küste“ wurde im Süden Frankreichs im 19. Jahrhundert von reichen Briten entdeckt, die den Winter gern zwischen Nizza und Saint-Tropez verbrachten. Ihre natürliche Vielfalt von Formen und Farben verdankt die Côte d'Azur der Tatsache, dass hier die Alpes Maritimes fast unvermittelt ins Mittelmeer stürzen. Große Maler haben sich an den Naturwunder versucht, darunter Renoir, Matisse, Chagall und Picasso. Ihre Museen schaut man sich am besten im Winter an.Heute ist die Côte d'Azur das Synonym für Urlaub schlechthin. Es gibt Sonne, Strand und Meer, dazu ein malerisches Hinterland, mondäne Yachthafen und geschichtsträchtige Städte. Was braucht man mehr für Rundreisen?

Burgund

Rundreisen durch Burgund sind etwas für alle Sinne. Fangen wir mit den Augen an: Bei einer Reise nach Dijon kann man den Herzogspalast, das Museum für Schöne Künste und eine umwerfende Altstadt bewundern. Eine Fahrt zur romanischen Basilika von Vézelay kann man mit einem Besuch in Beaune verbinden. Das dortige Hotel de Dieu mit seinem weltberühmten Dach war ursprünglich ein Siechenhaus für Arme. Auch die Natur ist ein Erlebnis für die Sinne, vor allem für die Ohren: Im Naturpark des Morvan mit seinen Wäldern und Seen ist die Stille schon hörbar. Auch der Geschmackssinn kommt nicht zu kurz: Die Küche von Burgund hat einen legendären Ruf. Sie wird durch erstklassige Burgunderweine ergänzt, allen voran dem Pinot Noir und dem selteneren Pinot Gris.

Pyrenäen

Das hochalpine Gebirge trennt Spanien von Frankreich. Im Westen liegen die Hoch- oder Zentralpyrenäen und die östlichen Pyrenäen, zu denen der Pic du Canigou gehört. Höchster Berg ist der Pico de Aneto im Maladeta-Massiv mit über 3.400 Metern. Es gibt rund zweihundert Gipfel über 3.000 Meter in den Pyrenäen. Wer radfahren und wandern möchte, findet Herausforderungen aller Art und kann ein Paradies mit Nationalparks und wilden Pässen entdecken.
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