Burgund: eine Gourmet-, Geschichts- und Wanderreise - Frankreich
Hôtel de Dieu: Beaune

Burgund

eine Gourmet-, Geschichts- und Wanderreise

Die Reise erkundet die Region Burgund von Nord nach Süd. Die Anreise verläuft über die Champagne und die Rückreise über das Elsass. So entsteht eine sinnvolle und abwechslungsreiche Rundreise.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Mutigny

A

Champagne

Weinberge und sanfte Hügel

Das zwischen den Ardennen und dem Burgund gelegene sanfte Hügel­land verdankt seinen inter­na­tio­nalen Ruhm dem gleich­na­migen perlenden, spritzigen Schaumwein.

Einst galt er als König der Weine, und noch heute ist die Marke welt­weit geschützt. Das bislang touris­tisch wenig beach­tete Gebiet hat einiges zu bieten: grüne Täler, Eichenwälder, mit Wein bewach­sene Hügel­ketten, in denen sich immer wieder beacht­liche Kultur­denkmäler finden. Das Weinbau­gebiet Champagne ist nicht mit der histo­ri­schen Land­schaft Champagne iden­tisch, viel­mehr umfasst es auch noch in den Regionen Picardie und Île-de-France gelegene Weinberge.

Zu Gast auf einem Adelsgut bei Epernay

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gutshaus aus dem 17. Jahr­hun­dert grenzt an den Stadt­wald von Reims. Erst wenn man den Hof durch­schritten hat, offenbart sich die ganze Schön­heit des Anwe­sens.

Hinter dem Haus liegt ein präch­tiger, ummauerter Garten mit großer Rasen­fläche und gepflegten Blumenbeeten; etwas weiter gelangt man zu einem Weiher in einem bewal­deten Tal. Der Salon und der Spei­se­raum, der von einem großen, offenen Kamin domi­niert wird, liegen auf der Garten­seite. In die Wandver­kleidung aus dunklem Holz sind Weinreben geschnitzt – typisch für Herren­häuser der Champagne. Eine über 350 Jahre alte Eichen­treppe führt zu den Gäst­ezimmern, deren Einrich­tung jeweils ein bestimmtes Thema zugrunde liegt.

Haut­vil­lers

Geburtsort des Champa­gners
Einer der schönsten Orte in der Champagne ist das auf einem Hügel gelegene Haut­vil­lers. An beinahe jedem der Bilder­buchhöfe aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert hängt ein schmiede­ei­sernes Zunft­zei­chen, auf dem zum Teil uralte Berufe darge­stellt werden. In der kleinen Benedikti­ner­abtei des Ortes hat ein Mönch, Dom Perignon, nach jahre­langen Versu­chen den Champa­gner entwi­ckelt, den man bei einigen der über 200 Winzer auch probieren kann.

Epernay

Welt­haupt­stadt des Champa­gners
Die Stadt mit 27.000 Einwoh­nern liegt rund 30 Kilometer südlich von Reims in der Champagne, jener idylli­schen Land­schaft im Nord­osten Frank­reichs, die den berühm­testen Schaumwein der Welt produ­ziert. Als Zentrum des Anbau­gebiets an der Marne beherbergt sie viele Kelle­reien und Champa­gn­erfirmen, allen voran Moët & Chandon, Mercier und Pol Roger. In den Stollen unter­halb der Stadt sollen bei 9-12° C über 200 Mio.(!) Flaschen Champa­gner lagern. Sechs Kilometer nordwest­lich liegt Haut­vil­lers, ein hübsches Dorf mit der Abtei, in der der legendäre Dom Pérignon Kellermeister war.

Reims

Reinste Gotik und Champa­gner
Etwa 150 Kilometer nord­öst­lich von Paris liegt die eins­tige kelti­sche Gründung an dem kleinen Fluss Vesle. Ihren Weltruf verdankt die heute 185.000 Einwohner zähl­ende Stadt dem Champa­gner und der Kathedrale, die zu den bedeu­ten­dsten Meister­werken der Gotik zählt und heute zusammen mit dem Palais du Tau und dem Kloster­komplex St-Remi als Welt­kultur­erbe der UNESCO geschützt ist. Das kelti­sche Remi war schon in vorrömi­scher Zeit ein blüh­ender Marktfle­cken und bedeu­tender als Paris. So war es selbst­ver­ständ­lich, dass der Bischof der Stadt das Vorrecht bekam, den franzö­si­schen König zu salben. 1429 war es Jeanne d'Arc, die Karl VII. zur Salbung in die Kathedrale gelei­tete.

Von Mutigny nach Fontenay-pres-Vezelay

252 km | 3:30 h
Die Strecke führt durch die Champagne nach Süden. Dabei kommt man über Troyes, deren phan­tas­ti­sche Fach­werkalt­stadt einen Besuch lohnt.
B

Morvan

Dachse und Wildkatzen in dunklen Mischwäldern

Das Granit­massiv in Burgund gehört geologisch zum Zentral­massiv. Wegen seiner dunklen Mischwälder und einsamen Heide­flächen wird es auch als Montagne Noire bezeichnet.

Die höchste Erhe­bung Burgunds liegt im Morvan: der über 900 Meter hohe Mont Haut-Folin. Die Region ist unfruchtbar und kaum besiedelt. Dafür gibt es seltene Pflanzen und Tiere:  Rotwild, Euro­päi­scher Mufflon, Fasan, Rebhuhn, Auer­hahn, Dachs, Fuchs, Wildkatze, Bussard und Habicht bevöl­kern das knapp 3000 Quad­ratki­lometer große Gebiet, das heute durch einen Natur­park geschützt ist.

Zu Gast in einer Scheune bei Fontenay-pres-Vezelay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gebäude aus massiven Bruch­stei­nen ­steht in einem Weiler im dünn besiedelten Parc du Morvan und stammt aus dem 18.

Jahr­hun­dert. Später wur­de die ursprüng­l­iche Scheune auch als Pferde­stall genutzt. Heute ist sie schöner denn je und beherbergt bis zu sechs Gäste, die in die Stille und Einsamkeit der sanften Hügel­landschaft eintau­chen möchten. Katy und David, zwei belgi­sche Auswanderer haben mit ihrer Leiden­schaft für Design, Natur und Gastfreundschaft ein kleines Gesamtkunst­werk geschaffen. Jedes der drei Zimmer ist in einem rustikalen-eleganten Stil individuell einge­richtet. Morgens wird ein konti­nen­tales Früh­stück serviert, bei schönem Wetter auch auf der Terrasse.

Vezelay

Roma­ni­sches Bilder­bu­ch­idyll
Das 500-Seelen-Dorf am Nord­rand des Natur­parks Morvan gehört zu den schönsten Orten im Burgund. Es liegt im Schatten der Kloster­kirche Ste. Madel­eine, die zu den ganz großen roma­ni­schen Meister­werken gezählt werden muss und heute Welterbe der UNESCO ist. Als Aufbe­wah­rungsort der Gebeine der Maria Magdalena zog sie im Hoch­mit­tel­alter Scharen von Pilgern an und war Ausgangs­punkt des St.-Jakobs-Wegs nach Santiago de Compo­s­tela. 1146 stand der Ort im Mittel­punkt der Welt­ge­schichte, als Bern­hard von Clairvaux in Ste. Madel­eine den Zweiten Kreuzzug ausrief. Ab dem 13. Jahr­hun­dert wur­de die Echt­heit der Reli­quie bezweifelt, so dass der Ort in der Bedeu­tungs­lo­sigkeit versank und stagnierte. Seine mittel­alter­liche Bausub­stanz sowie die idylli­sche Umge­bung sind darum bis heute erhalten.

Von Fontenay-pres-Vezelay nach Beaune

137 km | 3:00 h

Ange­sichts der kurzen Entfer­nung empfiehlt sich eine Neben­strecke durch den Natur­park von Morvan. Der nördliche Ausläufer des Massiv Central besticht durch seine dichten Wälder und male­ri­schen Seen.

Unter­wegs kommt man durch Chateau-Chinon und Autun, dessen roma­ni­sche Kathedrale einen Besuch lohnt.

Autun

Prvinz­städt­chen mit bewegter Geschichte
Die Klein­stadt mit 13.000 Einwoh­nern am Rand der dunklen Wälder des Morvan hieß einst Augu­studonum, weil es unter Augustus gegründet wur­de. Wegen seiner Lage an der Via Agrippa und dem Fluss Arroux gewann die Sied­lung schnell an Bedeu­tung, wovon bis heute die römi­schen Stadt­tore und die Ruinen der Thea­ters und des Janus-Tempels zeugen. Tausend Jahre später erlebte Autun eine zweite Blüte. Grund dafür waren die Reli­quien des Heiligen Lazarus, die Jahr für Jahr Tausende von Pilgern anzogen. Aus dieser Zeit stammt die roma­ni­sche Kathedrale St-Lazare, die reich und kunst­voll mit Figuren ausge­stattet ist.

Lac des Settons

Angeln, Baden und Segeln im größten See des Morvan
Der 3,6 Quad­ratki­lometer große See ist der größte Wasser­spei­cher des Morvan. Die Staumauer wur­de vom Deut­schen Reich errichtet als eine der Rapa­ra­ti­ons­maß­nahmen des Versailler Vertrags nach dem Ersten Welt­krieg. Heute ist der See ein beschau­li­ches Freizeit­zentrum. Man kann baden, angeln oder segeln. Rings um den See führt ein Fußweg. (hin und zurück: 14 Kilometer, 3:40 Stunden, auf und ab: 60 Meter)
C

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Beaune

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Seit dem 16. Jahr­hun­dert diente das Patri­zi­er­haus als Herberge und hat seither viele berühmte Gäste gesehen – allen voran Ludwig XIV, der hier mehrmals über­nach­tete.

1986 wur­de das ehrwür­dige Haus gründ­lich renoviert und zu einem modernen Hotel umge­baut. In den Turm führt ein gläs­erner Aufzug, der einen Pa­no­ra­ma­blick über die Dächer der Altstadt von Beaune bietet. Die Zimmer sind mit wertvollen Antiqui­täten ausge­stattet. Das reichhal­tige Früh­s­tücksbuffet wird entweder im Hof oder im Gewölbekeller serviert; das Gour­me­t­re­stau­rant serviert edle Küche mit Weinen aus dem erle­senen Wein­keller.

Beaune

Wein­haupt­stadt Burgunds
Mittel­alter­liche Bauten in der Altstadt, eine herr­liche Lage inmitten des Wein­gebiets von Cote d'Or und zahl­lose Restau­rants und Wein­keller machen die 23.000 Einwohner zähl­ende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehens­wür­digkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Kran­ken­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Inter­pro­fes­sionell des Vins bekommt man Adressen von Wein­gütern, Verkos­tungen und Wein­semi­nare.

Dijon

Stadt der Herzöge vom Burgund
Das histo­ri­sche Stadt­bild, die präch­tigen Stadt­pa­läste und die vielen Kunst­schätze zeugen von einer bedeu­tenden Vergan­gen­heit. Bereits in römi­scher Zeit gab es die Sied­lung Divio an der Fern­straße von Lyon nach Mainz. Die große Zeit begann jedoch tausend Jahre später, als Dijon zum Herzogtum Burgund kam und ab 1477 zur Haupt­stadt der könig­li­chen Provinz Burgund wur­de. Mittel­punkt der male­ri­schen Altstadt ist der Place de la Libé­ra­tion mit dem Herzog­s­pa­last. In seinem Ostflügel hat mit dem Musée des Beaux Arts eines der bedeu­ten­dsten Kunst­mu­seen Frank­reich Platz gefunden. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Gustave Eiffel, der seine Stadt mit einer großar­tigen Markt­halle beschenkt hat. Heute hat Dijon etwa 150.000 Einwohner und eine große Univer­sität mit 30.000 Studenten.

Clos de Vougeot

Berühmter Weinberg mit Schloss
Der „ummauerte Garten des Schlosses Vougeot“ gehört zu den berühm­testen Weinbergen Frank­reichs. Der dort erzeugte Rotwein ist als Grand Cru einge­stuft und besitzt daher eine eigene Appella­tion. Histo­risch ist der Ort besonders inter­essant, weil das heutige Schloss früher aus einem Gestrei­de­spei­cher hervor­ging. Er gehörte der Abtei Cîteaux, von wo aus der Zister­zi­en­ser­orden seinen Ursprung nahm. Die Mönche sollen in ihrem Wein­garten die ersten wissenschaft­li­chen Expe­ri­mente ange­stellt haben, welche Rebs­orten sich für welche Böden eignen. Das heutige Schloss wur­de 1551 errichtet und blieb bis zur franzö­si­schen Revo­lu­tion im Besitz des Klos­ters.

Meursault

Spaziergang durch eine Bilder­buch­landschaft
Ein leichter Anstieg führt  vom Weinort Meursault zum Aussichts­punkt von Saint Chri­s­tophe, wo man den idylli­schen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sen­tier Bota­nique‘, ein bota­ni­scher Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durch­quert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Land­straße nach Auxey, das unter Wein­ken­nern einen exzel­lenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergs­wegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)

Von Mars­annay-la-Côte nach Gevrey-Chambertin

Durch die Weinberge bei Dijon
Wenige Kilometer südlich von Dijon beginnt der Spaziergang im Städt­chen Mars­annay-la-Côte. Von dort aus geht es durch Weinberge zum Parc Noisot, einen korsi­schen Pini­en­wald, der zwischen 1830 und 1840 als Hommage an Kaiser Napoleon gepflanzt wur­de. Die Wande­rung endet in Gevrey-Chamber­tain an der Route des Grands Crus in der Cote de Nuits. (hin: 8,6 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 100 Meter)

Von Beaune nach Clessé

88 km | 2:00 h
Abseits der Auto­bahn kommt man durch verschlafene Dörfer mit uralten Kirchen. Wer will kann in Taizé haltma­chen, das ökume­ni­sche Flair des Jugend­camps spüren und am Mittagsgebet der Bruder­schaft teil­nehmen.
D

Mâconnais

Weinberge, uralte Dörfer und Klosterruinen

Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs.

Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Zu Gast im alten Pfarrhaus von Clessé

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

In einem anmu­tigen Garten mit Rosenbeeten, Buchshe­cken und Kies­wegen liegt das alte Pfarr­haus, das von einem belgi­schen Paar zu einem char­manten Gäste­haus umge­staltet wur­de.

Die geräu­migen und liebevoll gestal­teten Zimmer, die Rückzugsmög­lichkeiten im Garten und der erfri­schende Pool machen das Domizil zu einer guten Basis, um die Kloster­ruinen von Cluny und die zahl­losen verträumten Wein­orte im südli­chen Burgund zu erkunden.

Cluny

Bedeu­ten­dstes Kloster des Mittel­alters
Die Abtei von Cluny war im Mittel­alter das einfluss­reichste Kloster des Abend­landes. Das lag an den ersten sechs Äbten, die Ratgeber und Freunde von Kaiser, Papst und Fürsten waren. Sie waren intel­lektuelle Stars ihrer Zeit und machten Cluny zum Ausgangs­punkt einer Radikal­re­form des Mönchs­we­sens. Im Zentrum stand eine strikte Ausle­gung der benedikti­ni­schen Regeln von Armut, Keuschheit und Gehorsam. In der Liturgie domi­nierte das Memento Mori (Bedenke, dass du sterben musst), im prak­ti­schen Leben wur­de Wert auf die Armenfür­sorge gelegt. Ab dem 13. Jahr­hun­dert geriet die Abtei unter den Einfluss der franzö­si­schen Könige. Das Recht der freien Abts­wahl durch die Mönche ging verloren und führte zum geist­li­chen Niedergang. Unter Napoleon wur­de die gigan­ti­sche Kloster­kirche gesprengt und als Steinbruch für den Bau einer Pferdezucht genutzt. Die erhal­tenen Kloster­gebäude sind leider nicht besonders beein­dru­ckend. Sie dienen heute als Inge­nieur­schule.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Rund um Château de Nobles

Burgundi­sche Wiesen­landschaft aus dem Bilder­buch
Der Weg beginnt am Château de Nobles, einem privaten Landschloss aus dem 16. Jahr­hun­dert und führt durch ein burgundi­sches Wiesen­idyll hinauf zum histo­ri­schen Ort Vieux Brancion, wo man an einer Sandwi­cherie eine Rast einlegen kann. Von oben hat man eine weite Aussicht auf die sanfte Bilder­buch­landschaft (hin und zurück: 2:15 Stunden, 8,2 Kilometer, auf und ab: 160 Meter).

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Wande­rung auf dem Jakobsweg

Von Chas­selas nach Cenves
Der Jakobsweg ist ein Netz von Pilger­wegen, die sich über ganz Europa erstre­cken und ihr Ziel in Santiago de Compo­s­tela haben. Eine Teile­tappe führt von Chas­selas nach Cenves – zuerst durch Weinberge mit schöner Aussicht auf das Sâone-Tal. Danach geht es durch Wälder mit steilen Auf- und Abstiegen. (Hin und zurück: 19,6 Kilometer, 6:00 Stunden, auf und ab: 670 Meter)

Von Clessé nach Riquewihr

365 km | 4:00 h
Man folgt dem lieb­li­chen Fluss Doubs zur Burgundi­schen Pforte auf einer uralten Handels­straße. Franche-Comte heißt die wald­reiche Region, die touris­tisch weitge­hend unent­deckt ist. Auf der Strecke liegt Besancon mit seiner bemerkens­werten Altstadt.

Burgundi­sche Pforte

Die „Trouée de Belfort“ ist der rund 30 Kilometer lange, flache Sattel auf rund 400 Meter Höhe zwischen Vogesen und Jura. Er ist zugleich die Wasser­scheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Pforte ist auch inso­fern ein tref­fender Ausdruck, da hier die alle­man­nisch-deut­sche Kultur allmäh­lich in die burgundisch-franzö­si­sche übergeht. Da die Vogesen im Norden und das Jura im Süden nur schwer zu durch­queren waren, verlaufen hier seit der Antike wich­tige Verkehrs­wege. Heute gibt es neben der Auto­bahn und Route natio­nale 83 noch die Eisen­bahntrasse Rhin-Rhone für Hoch­ge­schwin­digkeits­züge sowie den Rhein-Rhone-Kanal, der bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wur­de.

Oberrhein­ebene

Glänzende Städte und natur­be­las­sene Auen
Der Oberrhein reicht vom Rhein­knie bei Basel bis zum Rhein­knie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-franzö­sisch-schwei­ze­ri­sche Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwest­schweiz, der Südpfalz und einem Teil von Baden. Seit der Stein­zeit ist die Ebene zwischen dem Schwarz­wald und den Vogesen eines der wich­tigsten Durch­gangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systema­tisch Straßen anlegten. Im Mittel­alter verlief hier eine Handels­straße zwischen Ober­i­talien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großar­tige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahr­hun­dert bedrohten unbe­re­chenbare Hoch­wasser jegliche Zivili­sa­tion. Erst mit der Begra­digung des Rheins im 19. Jahrhundert  wur­de das Problem einge­dämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Natur­schutz gestellt sind.

Besançon

Impo­santer Festungsbau von Vauban
Der Ort in einer Schleife des Flusses Doubs gilt als grünste Stadt Frank­reichs. An der engsten Stelle der Fluss­schleife steht eine Festung der Baumeis­ters Vauban von 1674, die zum UNESCO-Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Innen gibt es mehrere Museen, unter anderem eines über die Resi­s­tance während des Zweiten Welt­kriegs. Von oben hat man einen schönen Blick über die Altstadt, die sich im Osten anschließt. Ein Bummel lohnt sich, auch wegen der Porte Noire, eines Bogens, den Marc Aurel 175 nach Christus errichten ließ.
E

Elsass

Kulturlandschaft zwischen Vogesen und Rhein

Roman­ti­sche Wein­dörfer, Burg­ruinen auf aussichtsrei­chen Höhen und histo­ri­sche Wehr­kir­chen haben die östlichste Region Frank­reichs zu einer außergewöhn­li­chen Kultur­landschaft gemacht.

Das Land zwischen den Vogesen und dem Rhein ist seit vielen Jahr­tausenden Schau­platz einer wech­sel­vollen Geschichte, die von deut­scher wie franzö­si­scher Kultur glei­cher­maßen geprägt ist. Schon vor 1000 v. Chr. machten sich kelti­sche Einflüsse breit. Die Römer brachten die Mittelmeerkultur und den Wein, der bis heute prägenden Charakter hat. Im Mittel­alter spielten die Städte am Oberrhein­gr­aben eine wich­tige Rolle. Seine Maler gehören zu den größten ihrer Zeit: Matthias Grüne­wald schuf den Isen­heimer Altar und Martin Schongauer die „Madonna im Rosenhag“. Die elsäs­si­sche Küche gilt als eine der origi­nellsten in Frank­reich: Deftige Gerichte wie Chou­c­route, Baecke­offe und Flammku­chen werden durch erstklas­sige Weißweine ergänzt.

Zu Gast in einem Dorfgasthaus in Riquewihr

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Riquewihr, am Fuße der Vogesen, ist eines der schönsten Winzer­dörfer im Elsass und gilt mit seinen verwin­kelten Gassen und krummen Fach­werkhäusern als das Rothenburg Frank­reichs.

Das typisch elsäs­si­sche Gast­haus in einem Renais­sance­haus aus dem Jahr 1577 befindet sich inner­halb der mittel­alter­li­chen Stadt­mauer, in einer ruhigen Gasse mit Kopf­steinpflaster. Die 22 Zimmer sind alle individuell einge­richtet und verbinden gemüt­li­chen regio­nalen Charme mit modernem Komfort. Das reichhal­tige Früh­s­tücksbuffet mit regio­nalen Produkten wird bei schönem Wetter im Innenhof ange­richtet. Hier kann man auch abends bei einem Glas Wein den Tag ausklingen lassen.

Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass
Das roman­ti­sche Winzer­städt­chen liegt zwi­schen den Wein­gärten am Fuß der Vogesen. Sein unver­sehrt erhal­tenes Stadt­bild aus dem 16. Jahr­hun­dert ist einzig­artig. Besonders an den Sommer­wo­che­n­enden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rhei­ni­schen Renais­sance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verste­cken sich zahl­lose Restau­rants und Wein­stuben. Heute ist die ganze Stadt auto­frei und zählt zu den Plus beaux villages de France.

Haute Koen­igsbourg

Festung mit Weit­blick über das Oberrheintal
Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mäch­tigen Felsen mit phäno­me­nalem Blick über der Oberrhei­ni­schen Tief­ebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deut­schen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämt­li­che Handels­wege des Oberrhein­gr­a­bens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegen­den ­Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzig­ar­tiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touris­ten­at­trak­tionen in Frank­reich gehört.

Colmar

Kunst- und Wein­stadt im südli­chen Elsass
Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Wein­straße und bezeichnet sich gern als Haupt­stadt der elsäs­si­schen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhal­tenes architek­to­ni­sches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Präch­tige Fach­werkbauten und Renais­sance­pa­läste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzig­ar­tige Kunst­schätze, allen voran den Isen­heimer Altar von Matthias Grüne­wald im Unter­linden-Museum. Die Darstel­lung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrück­lichsten, was die Malerei der Gotik hervor­ge­bracht hat. In der Altstadt gibt es zahl­lose Wistubs, wo man neben Wein auch elsäs­si­sche Hausmanns­kost bekommt.

Than­nen­kirch

Aussichtswande­rung zwischen Felsen und Burgen
Die kleine Berg­gemeinde an der „Route du Bois“ (Holz­strasse) entzückt mit seiner Schnitzkunst und blumen­ge­schmückten Häusern, Plätzen und Straßen. Rundwander­wege führen zu den unter­schied­lichsten Natur­schau­plätzen rund um das Dorf. Viele Besu­cher kommen im Frühjahr, wenn tausende von Kirschbäumen in Blüte stehen. Eine Tages­wande­rung führt zu der Felsen­landschaft rund um den Rein­hold­stein und weiter zur Haut-Koen­igsbourg. (hin und zurück: 6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Taubergießen

Letzter Auen­wald am Oberrhein
Als der Rhein noch ein Nebenfluss der Rhone war und ins Mittelmeer mündete, hatten tauende Gletz­scher zwischen dem Schwarz­wald und den Vogesen einen riesigen See gebildet. Später, nachdem der Rhein sich einen Weg durch den Sperrriegel des Taunus-Gebirges gegr­aben hatte, wur­de der See zu einem Feuchtbiotop mit großen Auwäl­dern und einem Gewirr von Wasser­armen mit einer extrem vielfäl­tigen Tier- und Pflanzenwelt. Als der Oberrhein im 19. Jahr­hun­dert begra­digt und gezähmt wur­de, blieb von dem Gebiet nur der Taubergießen. Er ist heute mit fast 2.000 Hektar Land das größte Natur­schutzgebiet in Baden-Würt­temberg. Mehrere Wander­wege führen durch den „letzten Urwald am Rhein“. Auch Bootsfahrten mit tradi­tionellen Fischerbooten werden ange­boten. Ein beliebter Rundweg ist die Sumpfbiber­route (hin und zurück: 13 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 20 Meter)

Von Riquewihr nach Hause

9 Tage
ab 979,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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