Kleine Tour de France: Vom Elsass in die Dordogne - Frankreich
La Roque-Gageac, Dordogne

Kleine Tour de France

Vom Elsass in die Dordogne

Die Rundreise im eigenen Wagen führt durch weite Teile Frankreichs und setzt Schwerpunkte im Süden. Sie vermeidet touristische Orte und sucht das ursprüngliche Frankreich in der Provinz.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Freland

A

Elsass

Kulturlandschaft zwischen Vogesen und Rhein

Roman­ti­sche Wein­dörfer, Burg­ruinen auf aussichtsrei­chen Höhen und histo­ri­sche Wehr­kir­chen haben die östlichste Region Frank­reichs zu einer außergewöhn­li­chen Kultur­landschaft gemacht.

Das Land zwischen den Vogesen und dem Rhein ist seit vielen Jahr­tausenden Schau­platz einer wech­sel­vollen Geschichte, die von deut­scher wie franzö­si­scher Kultur glei­cher­maßen geprägt ist. Schon vor 1.000 v. Chr. machten sich kelti­sche Einflüsse breit. Die Römer brachten die Mittelmeerkultur und den Wein, der bis heute prägenden Charakter hat. Im Mittel­alter spielten die Städte am Oberrhein­gr­aben eine wich­tige Rolle. Seine Maler gehören zu den größten ihrer Zeit: Matthias Grüne­wald schuf den Isen­heimer Altar und Martin Schongauer die „Madonna im Rosenhag“. Die elsäs­si­sche Küche gilt als eine der origi­nellsten in Frank­reich: deftige Gerichte wie Chou­c­route, Baecke­offe und Flammku­chen werden durch erstklas­sige Weißweine ergänzt.

Zu Gast in einem Bauernhaus bei Kaysersberg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das efeu­be­wach­sene Bauern­haus von 1834 liegt abge­schieden auf einem Hügel ober­halb der Elsässer Wein­straße.

In die bekannten Winzer­orte Riquwihr oder Kaysersberg fährt man wenige Minuten. Wer gerne zu Fuß geht, kann auch den Wanderweg dorthin nehmen. Innen ist das statt­liche Gebäude seit seiner Restau­rie­rung ein gemüt­li­ches und zeit­ge­mäßes kleines Gäste­haus. Im Aufent­haltsraum gibt es eine Honesty Bar und nebenan eine Bibliothek. Die vier Gäste­zimmer sind nach den Gewürzen benannt, die man für elsäs­si­sches Ingwer­brot benö­tigt. Im großen Garten gibt es sonnige und schat­tige Sitzgelegen­heiten, wo man lesen oder ein Glas Ries­ling trinken kann.

Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass
Das roman­ti­sche Winzer­städt­chen liegt zwi­schen den Wein­gärten am Fuß der Vogesen. Sein unver­sehrt erhal­tenes Stadt­bild aus dem 16. Jahr­hun­dert ist einzig­artig. Besonders an den Sommer­wo­che­n­enden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rhei­ni­schen Renais­sance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verste­cken sich zahl­lose Restau­rants und Wein­stuben. Heute ist die ganze Stadt auto­frei und zählt zu den Plus beaux villages de France.

Haute Koen­igsbourg

Festung mit Weit­blick über das Oberrheintal
Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mäch­tigen Felsen mit phäno­me­nalem Blick über der Oberrhei­ni­schen Tief­ebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deut­schen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämt­li­che Handels­wege des Oberrhein­gr­a­bens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegen­den ­Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzig­ar­tiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touris­ten­at­trak­tionen in Frank­reich gehört.

Colmar

Kunst- und Wein­stadt im südli­chen Elsass
Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Wein­straße und bezeichnet sich gern als Haupt­stadt der elsäs­si­schen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhal­tenes architek­to­ni­sches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Präch­tige Fach­werkbauten und Renais­sance­pa­läste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzig­ar­tige Kunst­schätze, allen voran den Isen­heimer Altar von Matthias Grüne­wald im Unter­linden-Museum. Die Darstel­lung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrück­lichsten, was die Malerei der Gotik hervor­ge­bracht hat. In der Altstadt gibt es zahllos Wistubs, wo man neben Wein auch elsäs­si­sche Hausmanns­kost bekommt.

Than­nen­kirch

Aussichtswande­rung zwischen Felsen und Burgen
Die kleine Berg­gemeinde an der „Route du Bois“ (Holz­strasse) entzückt mit seiner Schnitzkunst und blumen­ge­schmückten Häusern, Plätzen und Straßen. Rundwander­wege führen zu den unter­schied­lichsten Natur­schau­plätzen rund um das Dorf. Viele Besu­cher kommen im Frühjahr, wenn tausende von Kirschbäumen in Blüte stehen. Eine Tages­wande­rung führt zu der Felsen­landschaft rund um den Rein­hold­stein und weiter zur Haut-Koen­igsbourg. (hin und zurück: 6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Ballon d’Alsace

Aufstieg zum Wahrzei­chen der Vogesen
Der 1247 Meter hohe Elsässer Belchen ist ein Wahrzei­chen des Vosge­sen­mas­sivs. Am Fuße dieses Berges treffen drei kontra­st­reiche Regionen aufein­ander: Franche-Comté, Loth­ringen und das Elsass. Über den Gipfel verläuft die Wasser­scheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Wer den Aussichtsberg besteigen will, kann am Lac d'Alfeld beginnen und über schroffe Felsen den Gipfel erklimmen. (hin und zurück: 4 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 600 Meter)

Von Freland nach Tournus

330 km | 4:00 h

Die Rhein­ebene wird verlassen und die burgundi­sche Pforte durch­quert. Franche-Comte heißt die wald­reiche Region, die durch den franzö­si­schen Jura bestimmt wird.

Die Route folgt dem lieb­li­chen Fluss Doubs bis zu seiner Mündung in die Saône. Auf der Strecke liegt Besancon mit seiner bemerkens­werten Altstadt.

Burgundi­sche Pforte

Die „Trouée de Belfort“ ist der rund 30 Kilometer lange, flache Sattel auf rund 400 Meter Höhe zwischen Vogesen und Jura. Er ist zugleich die Wasser­scheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Pforte ist auch inso­fern ein tref­fender Ausdruck, da hier die alle­man­nisch-deut­sche Kultur allmäh­lich in die burgundisch-franzö­si­sche übergeht. Da die Vogesen im Norden und das Jura im Süden nur schwer zu durch­queren waren, verlaufen hier seit der Antike wich­tige Verkehrs­wege. Heute gibt es neben der Auto­bahn und Route natio­nale 83 noch die Eisen­bahntrasse Rhin-Rhone für Hoch­ge­schwin­digkeits­züge sowie den Rhein-Rhone-Kanal, der bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wur­de.

Oberrhein­ebene

Glänzende Städte und natur­be­las­sene Auen
Der Oberrhein reicht vom Rhein­knie bei Basel bis zum Rhein­knie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-franzö­sisch-schwei­ze­ri­sche Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwest­schweiz, der Südpfalz und einen Teil von Baden. Seit der Stein­zeit ist die Ebene zwischen Schwarz­wald und den Vogesen eines der wich­tigsten Durch­gangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systema­tisch Straßen anlegten. Im Mittel­alter verlief hier eine Handels­straße zwischen Ober­i­talien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großar­tige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahr­hun­dert bedrohten unbe­re­chenbare Hoch­wasser jegliche Zivili­sa­tion. Erst mit der Begra­digung des Rheins im 19. Jahrhundert  wur­de das Problem einge­dämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Natur­schutz gestellt sind.

Festung Belfort

Impo­sante Anlage mit Fern­sicht
Weithin sichtbar ist die gewal­tige Festung von Belfort, die von 1687 von dem Baumeister Vauban unter Ludwig XIV. zur Siche­rung der Burgundi­schen Pforte gebaut wur­de. Sie liegt stra­tegisch günstig: der Blick von oben reicht an guten Tagen von der Schweiz bis in die Vogesen. In der ehema­ligen Kaserne befindet sich heute ein histo­ri­sches Museum.

Meursault

Spaziergang durch eine Bilder­buch­landschaft
Ein leichter Anstieg führt  vom Weinort Meursault zum Aussichts­punkt von Saint Chri­s­tophe, wo man den idylli­schen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sen­tier Bota­nique‘, ein bota­ni­scher Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durch­quert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Land­straße nach Auxey, das unter Wein­ken­nern einen exzel­lenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergs­wegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)
B

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast im Turm des Kämmerers von Tournus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Turm des Kämme­rers lag ursprüng­lich an der Stadt­mauer von Tournus, einem idyll­li­schen Provinzdorf mit einer einzig­ar­tigen roma­ni­schen Kirche.

Der Umbau des ehrwür­digen Gemäuers aus dem 17. Jahr­hun­dert zu einem der sicher­lich schönsten Gäst­e­häuser entlang der Saône ist eine architek­to­ni­sche Meister­leis­tung. Sophia und Thierry, die franzö­sisch-belgi­schen Gastgeber, bieten ihren Gästen eine Oase der Ruhe und des Wohlfühlens. Dazu tragen auch der große Park mit uralten Bäumen und ein herr­li­cher Blick auf die Saône bei. Die Gäste­zimmer wurden mit viel Liebe in einem jeweils eigenen Design gestaltet. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit haus­gemachten und frischen Produkten serviert – bei schönem Wetter auf der Terrasse.

Mâcon­nais

Weinberge, uralte Dörfer und Kloster­ruinen
Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs. Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Tournus

Roma­ni­sche Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen
Zwischen den idylli­schen Wein­bau­regionen vom Südburgund liegt Tournus am rechten Ufer der Saône. Seine Kathedrale, St-Philibert, gehört zu den bedeu­ten­dsten roma­ni­schen Bauwerken Frank­reichs. Sie beherbergt die Reli­quien des Heiligen Philibert, die in der Zeit der Norman­nenüber­fälle hier in Sicher­heit gebracht wurden. Im Südwesten erstreckt sich das Mâcon­nais, ein lieb­li­ches Hügel­land, in dem sich uralte Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen und roma­ni­sche Kirchen verste­cken. Die Mystik und Stille der Umge­bung scheint besonders Orden anzu­ziehen.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Rund um Château de Nobles

Burgundi­sche Wiesen­landschaft aus dem Bilder­buch
Der Weg beginnt am Château de Nobles, einem privaten Landschloss aus dem 16. Jahr­hun­dert und führt durch ein burgundi­sches Wiesen­idyll hinauf zum histo­ri­schen Ort Vieux Brancion, wo man an einer Sandwi­cherie eine Rast einlegen kann. Von oben hat man eine weite Aussicht auf die sanfte Bilder­buch­landschaft (hin und zurück: 2:15 Stunden, 8,2 Kilometer, auf und ab: 160 Meter).

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Von Tournus nach Les Vans

320 km | 4:30 h

Lyon

Renais­sance-Ensemble mit Gastro-Szene
Die drittgrößte Stadt Frank­reichs ist eine moderne Indu­s­trie- und Handels­me­tro­pole mit dichtem Verkehr und trost­losen Vorstädten. Dennoch lohnt Lyon einen Besuch: Die Altstadt gehört zu den am besten erhal­tenen Renais­sance-Ensembles in Europa. Schmale Gassen und über­dachte Durch­gänge führen durch ihr Zentrum. Hinzu kommt eine lebhafte Kultur- und Gastro­no­mie­szene. Die Küche ist vielfältig, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und der Handels­be­zie­hungen zum Mittelmeer. Nörd­lich und südlich der Stadt liegen die welt­be­kannten Wein­anbau­gebiete Beaujo­lais und Côtes du Rhône.

Dauphiné

Drama­ti­sche Schluchten und hoch­alpine Pass­straßen
Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat. Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Auvergne

Land der Vulkane und unbe­rührten Flüsse
Die Region im Zentrum von Frank­reich ist ein Natur­pa­ra­dies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt. Geformt wur­de das Land von Feuer und Wasser. Vulkanen türmten die zackig gefal­teten Granit­mas­sive auf. Wild­bäche und Flüsse, teilweise bis heute unbe­rührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lava­bu­ckeln gegr­aben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den uner­gründ­li­chen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel.  Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besich­tigt werden.
C

Ardèche

Eldorado für Kajakfahrer und Fotografen

Der Unter­lauf der Ardèche gehört zu den großen Naturwundern Frank­reichs. Von Vallon-Pont-d'Arc bis zur Mündung in die Rhone hat sich der wilde Fluss eine bis zu 300 m tiefe Schlucht, die Gorges de l'Ardèche, gegr­aben.

Die D290, die das Tal erschließt, führt zu grandiosen Aussichts­punkten. Die Gorges de l'Ardèche ist ein Eldo­rado für Kanu- und Kajaksport. Auch Schwimmen ist überall möglich. Zahlreiche Wander­wege führen durch die Schlucht.

Zu Gast in einem Landhaus bei Les Vans

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus, in dem sich einmal eine Seidenrau­pen­zucht befand, liegt in einem Olivenhain etwas außer­halb von Les Vans.

Auf dem 8.000 Quad­r­at­meter großen Grund­stück kann man sich im Schatten von Stein­ei­chen, Maulbeer- und Olivenbäumen nieder­lassen, den Duft von Rosmarin, Thymian und Wildminze genießen und dem Zirpen von Zikaden lauschen. Für Gäste gibt es zudem einen Pool mit Sonnen­deck sowie ein gemüt­li­ches Wohnzimmer. Alle Räume – so auch die Gäste­zimmer – sind liebevoll einge­richtet. Morgens wird das Früh­stück meis­tens auf der Terrasse unter Sonnen­schirmen serviert. Wenige Kilometer weiter liegt der Bois de Païolive, ein zauber­hafter Wald, in dem bizarre Felsen zwischen uralten Eichen stehen.

Naves en Ardèche

Mittel­alter­li­ches Dorf zwischen Olivenhainen und Weinbergen
Das mittel­alter­liche Dorf liegt in der Nähe von Naves im male­ri­schen Tal der Ardèche zwischen Olivenhainen und Weinbergen. Drei Burgen aus dem 12. Jahr­hun­dert zeugen davon, dass es einst zu Vertei­digungs­zwe­cken ange­legt wur­de. Im 19. Jahr­hun­dert erlebte es eine Blüte während der Seidenrau­pen­zucht. Als es im 20. Jahr­hun­dert langsam verfiel, entdeckten Künstler den Ort für sich. Heute ist das auto­freie Dorf Ausgangs­punkt mehrerer Wander­wege.

Antrai­gues

Künst­lerdorf in den Monts d'Ardèche
Das Künst­lerdorf mit 560 Einwoh­nern liegt im Natur­park Monts d'Ardèche, umringt von den dicht bewal­deten Gebirgs­zügen der Cevennen. Antrai­gues ist schon seit dem Mittel­alter ein beliebter Wohn­sitz regio­naler Künstler, die das Dorf entschei­dend geprägt haben. Zum Beispiel entwarf der Künstler Jean Saussac die Ruelle aux cent sculptures, eine Gasse, an deren Wänden kleine Metall­pla­ketten mit Gesichtern und anderen Formen zu sehen sind. Hoch über dem Ort thront eine Burg auf einem Basaltfelsen, von dem man bis zum Coup d'Aizac, einem erlo­schenen Vulkan, sehen kann.

Wande­rung zwischen Les Vans und Naves

Obstwiesen und Kasta­ni­enwälder in alter Kultur­landschaft
Die Wande­rung führt von Les Vans durch die vielfäl­tige Land­schaft unter­halb des Dorfes Naves. Obstwiesen und Wein­gärten prägen die Umge­bung des Dorfes. Ober­halb von Naves kommt man durch alte Kasta­ni­enwälder in die kleine Ortschaft Brahic, wo stei­n­alte Häuser und enge Gassen ein typisch südfranzö­si­sches Flair verbreiten. Zum Abschluss der Wande­rung laden in Les Vans nette kleine Geschäfte zum Bummeln ein. (hin und zurück: 11,5 Kilometer, 4:10 Stunden, auf und ab: 508 Meter)

Wande­rung zu den Dolmen du Calvaire

Auf einem Kreuzweg zu zwei präh­is­to­ri­schen Steinbau­werken
Die präh­is­to­ri­sche Mega­lit­h­anlage nahe dem Weiler ­Calvaire zählt zu den „Dolmens de l’Ardèche“, die mit 800 Dolmen hinter der Bretagne das zweitgrößte mega­li­thi­sche Areal bilden. Dass auch die Christen dem etwa 7.000 Jahre alten Steinbau­werk eine spirituelle Bedeu­tung zumaßen, zeigt der Kreuzweg, der hinaufführt und an einer Kapelle aus dem 16. Jahr­hun­dert endet. Etwa 70 Meter hinter der Kapelle liegt der intakte Dolmen mit drei Trag­steinen und einer Decken­platte, deren Gewicht wird auf elf Tonnen geschätzt wird. Wer die Dolmen besich­tigen möchte, kann das mit einem Rundweg verbinden, der in St-Alban beginnt. (hin und zurück: 6,7 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 195 Meter)

Wande­rung durch Ruoms

Mittel­alter­li­ches Städt­chen mit Flussbade­stelle
Das mittel­alter­liche Dorf am Zusam­menfluss von Ardèche, Beume und Chas­sezac ist im 10. Jahr­hun­dert aus einer Priorei hervor­gegangen. Aus dieser Zeit stammt noch La Chapelle Notre Dame. Der histo­ri­sche Dorfkern ist von einer Stadt­mauer mit sechs Türmen umgeben. In der Umge­bung wird Wein mit der Herkunfts­bezeich­nung Côtes du Viva­rais ange­baut. Frei­tags findet bis 13 Uhr ein großer Markt statt. Man kann den Besuch der Stadt mit einem Spaziergang an der Ardèche verbinden, der auch an einer Bade­stelle und einer Höhle vorbei­führt. (Hin und zurück: 7 Kilometer, 2;30 Stunden, auf und ab 98 Meter)

Von Les Vans nach Albi

258 km | 4:30 h

Okzi­ta­nien

Viel­sei­tige Küste zwischen Pyre­näen und Rhône
Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13. Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.
D

Albi

Zu Gast in einem B&B in Albi

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa, die in den späten 20er Jahren von einem orts­ansäs­sigen Hand­werker errichtet wur­de, erin­nert mit ihrem spitzem Schiefer­dach und den vielen Schorn­steinen ein wenig an ein kleines Schloss.

Sie liegt in Albi, zehn Fußmi­nuten vom Zentrum und der Sainte-Cécile Kathedrale entfernt, in einer ruhigen Wohn­gegend. Isabelle und Phil­ippe haben das Haus 2015 gekauft, sorgfältig renoviert und moder­ni­siert, und bieten heute fünf stil­voll einge­rich­tete Gäste­zimmer an, von denen jedes seinen eigenen Stil hat – von Vintage bis Barock. Im großen Garten mit Pool wird bei schönem Wetter das Früh­stück serviert; das Wohnzimmer mit Kamin und Bibliothek steht allen Gästen offen und wer möchte, kann die haus­ei­gene Sauna nutzen.

Museum Toulouse-Lautrec d’Albi

Leben und Werk des berühm­testen Sohns der Stadt
Berühm­tester Sohn von Albi ist der Maler Henri de Toulouse-Lautrec. Der post-impres­sio­nis­ti­sche Maler des ausge­henden 19. Jahrhunderts ist durch seine Plakate berühmt geworden, die er für das Pariser Varieté Mounlin Rouge am Montmartre fertigte. In seiner Heimat­stadt wur­de ihm ein Museum gewidmet. Es befindet sich im ehema­ligen Bischofs­pa­last und zeigt neben seinen Werken sind auch zahlreiche Gemälde anderer Künstler, wie etwa Edgar Degas und Auguste Rodin.

Albi

Festungs­ar­tige Kathedrale mit blutiger Geschichte
Die 50.000-Einwohner-Stadt am Fluss Tarn wirkt heute provin­ziell. Dabei stand sie einmal im Fokus der Geschichte. Im Mittel­alter verbrei­tete sich in Aqui­ta­nien die Bewe­gung der Kathararer (deutsch: „die Reinen“), die von der Kirche Armut und Demut verlangten. Einer der vier Katharer-Bischöfe hatte seinen Sitz in Albi, weshalb die Bewe­gung auch unter dem Namen „Albi­genser“ bekannt wur­de. Der Konflikt mit der Kirche gipfelte in den Albi­gens­er­kriegen von 1209 bis 1229, in denen die Stadt voll­ständig zerstört wur­de. Als Demon­s­t­ra­tion der Macht ließ die Kirche anschließend eine mäch­tige Kathedrale errichten, die wie eine Festung wirkt und bis heute die Stadt beherrscht.

Cordes-sur-Ciel

Mittel­alter­li­ches Juwel über der Fluss Cérou
Spekta­kulär und weithin sichtbar „unter dem Himmel“ thront die stolze Stadt auf einem Hügel über dem Fluss Cérou. Heute hat das architek­to­ni­sche Juwel weniger als 1000 Einwohner. Dafür konnte sie ihr mittel­alter­li­ches Erscheinungs­bild bewahren. Fünf Mauerringe umgeben die Altstadt mit ihren Treppen­gassen, an denen goti­sche Paläste und barocke Kirchen von der vergan­genen Herr­lichkeit zeugen. Die Quelle des Reichtums, das Gerberviertel am Fluss, wur­de jedoch im 19. Jahr­hun­dert aus hyge­ni­schen Gründen besei­tigt.

Von Albi nach Saint Eutrope de Born

180 km | 3:00 h

Aqui­ta­nien

40.000 Jahre Kultur zwischen Dordogne und Pyre­näen
Die Region im äußersten Südwesten Frank­reichs ist nach­weis­lich seit über 40.000 Jahren besiedelt. Von den frühen Jägern und Samm­lern zeugen die Fels­zeich­nungen von Lasceaux. Bemerkens­wert viel­seitig ist die Natur: Das lieb­liche Dordogne Tal, die verschn­eiten Gipfel der Pyre­näen und der größte Tannen­wald Europas liegen nah beiein­ander. Wanderern stehen zwei riesige Natur­parks zur Verfügung. Den 270 km langen Atlan­tikküs­ten­streifen säumen herr­liche Sand­strände und renommierte Bade­orte: Arca­chon, Hossegor, Biarritz, Saint-Jean-de-Luz. Der Charme der Städte Aqui­ta­niens bezau­bert die Besu­cher: Das im Herzen des Périgord gelegene Scarlat, Bayonne mit seinen typi­schen baski­schen Häusern, der Thermalku­rort Dax und Pau mit seiner mittel­alter­li­chen Burg sind eine Reise wert.
E

Dordogne

Französische Bilderbuchlandschaft

Die Dordogne ist die nach dem gleich­na­migen Fluss benannte uralte Kultur­landschaft östlich von Bordeaux. Bereits vor 35.000 Jahren lebte hier der Cro-Magnon-Mensch, der Feuer­stätten, Gegen­stände und Skelette hinter­ließ.

Bei Lascaux finden sich die ältesten Höhlenzeich­nungen Europas. Im gewun­denen Tal der Dordogne reihen sich Bilder­buch­dörfer und Städte, Burgen und Schlösser anein­ander. Neben Wein und Tabak wird hier auch Trüffel geerntet. Bedeu­tend ist auch die Gänsezucht. Etwas südlich liegt Rocama­dour, eine der ungewöhn­lichsten Wall­fahrts­stätten Frank­reichs in einer male­risch engen Schlucht. Am besten erkundet man den Fluss und sein Umland per Kanu oder Fahrrad.

Zu Gast in der alten Mühle von Labique

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Enten schwimmen auf einem Teich, hinterm Haus grasen Ziegen, das Essen ist à la grand-mère. Ruhe und eine fröh­liche Stim­mung liegen über dem Bilder­buch-Anwesen mit blauen Fensterläden, alten Rosen­stö­cken, einer Allee und eigenem Bach.

Die Gastgeber, Christine und Patrick mit ihren beiden Hunden, stammen aus Flandern und Brüssel und betreiben nebenbei noch ein wenig Land­wirt­schaft. Die Einrich­tung der Zimmer, von denen einige im benach­barten Stall ­unter mäch­tigen Gewölben liegen, passt zum Charakter des Hauses. Sehr empfehlens­wert ist das von Patrick zuberei­tete Dinner, das 24 Stunden vorher bestellt werden muss. Ein Pool mit Sonnen­deck im großen Garten lädt zum Faulenzen oder Lesen ein.

Monpa­zier

Idylli­sches Dorf mit wech­sel­voller Geschichte
Das 500-Einwohner-Dorf im Dépar­te­ment Dordogne gehört zu den Les plus beaux villages de France. Ursprüng­lich war es eine engli­sche Bastide, wie man die stra­tegi­sche geplanten Bauten zur Vertei­digung nannte. Sie wur­de 1284 von Jean de Grailly, Feldherr des engli­schen Königs, gegründet und war im Hundertjäh­rigen Krieg heftig umkämpft. Noch heute erkennt man die rechtwink­lige Anlage mit dem zentralen Platz mit einem roman­ti­schen Brunnen, schat­tigen Arkaden und einer Markt­halle aus Kasta­ni­en­holz, die im 16. Jahr­hun­dert errichtet wur­de.

Abtei Cadouin

Zister­zi­en­ser­abtei auf dem Jakobsweg
Das ehema­liges Zister­zi­ens­erkloster in Cadouin ist Teil des Welt­kultur­erbe der UNESCO „Jakobsweg in Frank­reich“. Sie wur­de 1115 gegründet und war schon früh ein wich­tiger Wall­fahrtsort, weil es über eine wunderwirkende Reli­quie verfügte, das  "Leichen­tuch Christi". Ludwig der Heilige, Richard Löwen­herz, Karl V. und viele Kreuzfahrer sollen der Reli­quie ihre Reve­renz erwiesen haben. So bekam der abge­schiedene Ort großen Zulauf und hohes Ansehen. Cadouin wur­de eine der reichsten Zister­zi­en­ser­ab­teien.

Cingle de Tremolat

Roma­ni­sche Kirche im roman­ti­schen Wiesengrund
Bei Tremolat macht die Dordogne ein paar Schleifen und mäandriert zwischen Felsen, Äckern und Wiesen. In dieser idylli­schen Land­schaft liegt das gleich­na­mige Dorf, dessen roma­ni­sche Kirche ein Beispiel für die Baukunst im Périgord ist. Schwimmer, Kanu­fahrer und Wanderer finden hier viele Möglichkeiten.

Von Saint Eutrope de Born nach Nazelles

460 km | 5:30 h

Südfrank­reich wird verlassen. Zum Abschied sollte man die Grotten von Lascaux besu­chen mit ihren welt­weit einzig­ar­tigen Höhlenma­le­reien.

Zwar ist die Origi­nalhöhle nicht zugäng­lich, dafür eine Nach­bildung (Lascaux 2), die der ersten recht nah kommt. Nörd­lich von Limoges liegt die reizvolle Land­schaft von Mont d' Ambazac, wo man besser eine der schönen Panora­ma­straßen parallel zur Auto­bahn nimmt. Danach führt die Strecke durch sanft gewelltes, fruchtbares Land. Bevor man bei Blois zur Loire gelangt, fährt man durch die wald­reiche Sologne, ein ehemals bevor­zugtes Jagdgebiet des franzö­si­schen Adels und heute ein Para­dies für Wanderer und Radfahrer.

Monba­zillac

Renais­san­ce­schloss in den Weinbergen
Das Renais­san­ce­schloss wur­de in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Der Schlossgr­aben, die massiven Türme und der Wehrgang mit Pech­nasen und Schießscharten geben dem Bauwerk allerdings einen mittel­alter­li­chen Charakter. In den Weinbergen ringsum wird vorwiegend Weißwein produ­ziert. Im Kellergewölbe gibt es ein Weinmuseum mit Gerätschaften zu Wein­erzeugung und einer Samm­lung von Flaschen aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert. Verkos­tungen werden ange­boten.

Bergerac

Weinver­kos­tungen im ehema­ligen Kloster
Die Haupt­stadt des Périgord ist Zentrum des Wein­anbaus und hat eine male­ri­sche Altstadt zwischen dem Dordogne-Hafen und der Rue de la Rési­s­tance. In einem ehema­ligen Kloster am Hafen ist heute das Maison du Vin unter­ge­bracht, wo Weinver­kos­tungen ange­boten werden.

Höhle von Lascaux

Sixti­ni­sche Kapelle der Höhenma­lerei
Die „Sixti­ni­sche Kapelle der Höhlenma­lerei“ enthält die best­er­hal­tenen präh­is­to­ri­schen Male­reien Europas. Die über 2.000 Figuren und Zeichen an einem 150 Meter langen schmalen Höhlen­ganges sind nach neuesten Schätzungen älter als 20.000 Jahre.
Die Bilder zeigen vor allem Tiere: Auer­ochsen, Wisente, Hirsche und Pferde, aber auch mensch­liche Figuren, etwa einen Jäger, der von einem verletzten Wisent angegriffen wird. Erst 1940 von Jugend­li­chen entdeckt, wurde die Höhle 1963 für die Öffent­lichkeit geschlossen. Die Atemluft von mehr als tausend Besu­chern täglich setzte den Kunst­werken zu. Besu­cher können sie als Nachbau seit 1983 trotzdem wieder bestaunen: Im Centre Inter­na­tional d’Art Pariétal – Lascaux IV in Monti­gnac. Öffnungs­zeiten: 9:30 – 18:00 Uhr.
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Loire Tal

Wo Frankreich am französischsten ist

Am längsten Fluss des Landes, sagt man, ist Frank­reich am franzö­sischsten. Die welt­be­rühmten Baudenkmäler des Loire-Tals (man zählt über 600 Schlösser) liegen inmitten einer lieb­li­chen, erstau­n­lich unver­sehrten und wald­rei­chen Land­schaft.

In den Schlös­sern kann man noch heute die rauschenden Renais­sance­feste von Königen und Prinzen nach­empfinden. Die bedeu­ten­dsten sind Chambord, Azayle-Rideau, Chen­onceau, Blois und Amboise. Aber auch die Altstadt von Bourges mit der Stephanska­thedrale und dem Hôtel Jacques-Coeur oder Chinon sind einen Abste­cher wert. Das Loire-Tal hat auch den Beinamen „Garten Frank­reichs“. Dichte Wälder und Seen findet man in der Sologne. Der Regio­nal­park Brenne ist wieder Heimat von seltenen und bedrohten Pflanzen- und Tier­arten.

Zu Gast in einem Schloss bei Amboise

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss bei Amboise war Sitz der Grafen von Nazelles. Es stammt vom selben Bauherrn wie das kunst­ge­schicht­lich bedeu­ten­dere Chateau de Chen­onceau.

Da sich der Meister oft in Italien aufge­halten hat, sind Elemente der Renais­sance einge­arbeitet. Die Franzö­si­sche Revo­lu­tion hat es unbe­schadet über­standen, da es in die Bürgermeisterei umge­wandelt wur­de. Nachdem Familie Fructus das Haus 1999 gekauft hatte, wur­de es komplett renoviert und moder­ni­siert. Es wirkt jetzt hell und freund­lich. Die Einrich­tung ist zeitge­nös­sisch, antikes Mobiliar wird bewusst nur poin­tiert einge­setzt. Von einigen der geräu­migen Gäste­zimmer blickt man auf Schloss Amboise, welches nachts eindrucksvoll beleuchtet wird. Ein Swimmingpool ist vorhanden.

Loir

Wein­gärten und Bauernmärkte am roman­ti­schen Zufluss zur Loire
Der kleine Loir (nicht zu verwech­seln mit der Loire) ist ein nörd­li­cher Zufluss zur bekann­teren Loire. Nörd­lich von Angers mündet er in die Sarthe. Zuvor windet er sich gemäch­lich durch anmu­tige Weinbau­gebiete wie Coteaux du Loir, Jasnières und Coteaux du Vendômois. An seinen Ufern gibt es viel zu entde­cken: Herren­häuser, uralte Kapellen mit Fresken und verschlafene Dörfer, die nur lebendig werden, wenn Bauern­markt abge­halten wird. Eines davon ist Lavardin. Mit seinem mittel­alter­li­chen Ortsbild, einer Burg­ruine und der frühr­oma­ni­schen Kirche wird es zu den Plus beaux villages de France (den schönsten Dörfern Frank­reichs) gezählt.

Amboise

Letzter Wohn­sitz von Leonardo da Vinci
Die Stadt Amboise wird beherrscht vom gleich­na­migen Schloss aus dem 15./16. Jahr­hun­dert. Die Residenz der Valois wur­de wie viele andere von der Krone konfis­ziert. Ludwig XI. und sein Sohn Karl VIII. bauten das Schloss prächtig aus. Dabei halfen die Feldzüge gegen Neapel und Mailand, in deren Folge viele italie­ni­sche Architekten und Künstler ins Land kamen. Unter ihnen war Leonardo da Vinci, der bis zu seinem Tod 1519 in Amboise lebte. Im Schloss ist heute ein Museum mit Rüstungen, Mobiliar und Gobe­lins. Der Ausblick auf den Fluss ist einen Besuch wert.

Schloss Chen­onceau

Château des Dames
Das Wasser­schloss gilt als das elegan­teste, feinste und origi­nellste der Loire-Schlösser. Es wird auch Château des Dames genannt, denn es waren fast immer Frauen, die seine Geschichte und sein Schicksal bestimmten. Eine Zeit lang gehörte es Diane, der Mätr­esse von Heinrich II. Als dieser starb, wur­de sie von Katha­rina von Medici vertrieben, die rauschende Feste auf Chen­onceau feierte – manchmal mehrere Tage. Von 1940 bis 1942 verlief die Grenze zwischen dem von Deutsch­land besetzten Gebiet und Vichy-Frank­reich genau durch das Schloss. Heute kommen viele Besu­cher; morgens wird in der Orangerie ein Früh­stück serviert, abends ist der Schlossgarten beleuchtet. Oft werden Konzerte gegeben.

Von Nazelles nach Avenay-Val-d'Or

423 km | 4:30 h

Die Ile de France wird durch­fahren, die als die Wiege des klas­si­schen Frank­reichs gilt. Ein Abste­cher nach Char­tres lohnt sich wegen der Kathedrale.

Keine Angst vor dem Verkehr in Paris: Die Stadt wird auf dem Auto­bahnring im Südosten umfahren. Wer außer­halb der Stoßzeiten fährt, wird einiger­maßen durch­kommen.

Chateau de Cheverny

Heimat von Tim und Struppi
Das Château im Tal de Loire wur­de für den Grafen Henri Hurault zwischen 1620 und 1630 erbaut und ist bis heute im Besitz seiner Nach­fahren. Die Innen­aus­stat­tung mit Waffen­saal und Ehren­treppe gehört zu den bedeu­ten­dsten um 1640. Besonders ist, dass der belgi­sche Comic-Zeichner Hergé es als Vorlage für den Mühl­enhof aus der Geschichte von Tim und Struppi genommen hat. Daher gibt es im Schloss eine perma­nente Sonder­aus­stel­lung zu Tim und Struppi, die nicht nur Kinder begeis­tert. Cheverny ist auch Hoch­burg der Hetzjagd. Daher lebt dort die Jagd­meute mit über 80 Hunden, die immer Sommer öffent­lich recht pompös gefüt­tert wird.

Vendome

Histo­ri­sche Klein­stadt abseits des Loire-Tourismus
Die histo­ri­sche Klein­stadt liegt idyllisch an zwei Fluss­armen des Loir. Der Fluss ohne „e“ am Ende ist ein nörd­li­cher Nebenfluss der Loire (mit „e“). Die Land­schaft um Vendome ist ähnlich wie an der Loire, jedoch abseits vom großen Tourismus. Die Altstadt um die Kirche la Trinité ist von schmalen Kanälen durch­zogen. Zwei Reli­quien, eine Träne Christi und ein Arm des St. Georg, verschafften ihr im Mittel­alter Reichtum und Bedeu­tung als Pilger­sta­tion auf dem St. Jakobs-Weg. Von der Burg­ruine eröffnet sich ein Panorama-Blick über eine franzö­si­sche Bilder­buch­landschaft. Im Tal des Loir verste­cken sich viele Schlösser, Wein­keller und alte Mühlen. Da es Radwege entlang der Fluss­ufer gibt, erkundet man das Tal am besten per Fahrrad.

Orléans

Stadt der legendären Jeanne d'Arc
Wo die Loire ihren nörd­lichsten Punkt erreicht, liegt die Univer­si­täts­stadt Orléans, die im Hundertjäh­rigen Krieg gegen England das letzte Boll­werk Frank­reichs war. Am 8. Mai 1429 wur­de die Stadt nach mona­te­langer Bela­ge­rung endlich befreit – durch ein Heer, das von einem 17-jährigen Mädchen namens Jeanne d'Arc angeführt wur­de. Wegen dieser Großtat ging sie als Legende in die franzö­si­sche Geschichte ein und erhielt den Beinamen Jungfrau von Orléans, was sie nicht davor bewahrte, zwei Jahre später auf dem Scheiter­haufen verbrannt zu werden. Der Herzog von Luxemburg hatte sie gefangen genommen und dem Herzog von Burgund ausgeliefert. Der wiederum verkaufte sie für 10.000 Franken an die Engländer. Mit­tel­punkt der Altstadt ist der Place du Martroi, auf dem sich seit 1855 ein Reiter­standbild von Jeanne d’Arc befindet.
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Champagne

Weinberge und sanfte Hügel

Das zwischen den Ardennen und dem Burgund gelegene sanfte Hügel­land verdankt seinen inter­na­tio­nalen Ruhm dem gleich­na­migen perlenden, spritzigen Schaumwein.

Einst galt er als König der Weine, und noch heute ist die Marke welt­weit geschützt. Das bislang touris­tisch wenig beach­tete Gebiet hat einiges zu bieten: grüne Täler, Eichenwälder, mit Wein bewach­sene Hügel­ketten, in denen sich immer wieder beacht­liche Kultur­denkmäler finden. Das Weinbau­gebiet Champagne ist nicht mit der histo­ri­schen Land­schaft Champagne iden­tisch, viel­mehr umfasst es auch noch in den Regionen Picardie und Île-de-France gelegene Weinberge.

Zu Gast in einem Landhaus in Avenay-Val-d'Or

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das länd­liche Anwesen mit seinem efeu­umrankten Haupt­haus liegt in Avenay-Val-d'Or in der Champagne, zwischen Epernay und Reims.

Fünf individuell und stil­voll einge­rich­tete Gäste­zimmer stehen zur Verfügung. Im Innenhof gibt es Sitzgelegen­heiten, und auch der große Garten mit Pool und Sonnenliegen lädt zum Entspannen ein. Morgens wird ein gutes franzö­si­sches Früh­stück serviert.

Epernay

Welt­haupt­stadt des Champa­gners
Die Stadt mit 27.000 Einwoh­nern liegt rund 30 Kilometer südlich von Reims in der Champagne, jener idylli­schen Land­schaft im Nord­osten Frank­reichs, die den berühm­testen Schaumwein der Welt produ­ziert. Als Zentrum des Anbau­gebiets an der Marne beherbergt sie viele Kelle­reien und Champa­gn­erfirmen, allen voran Moët & Chandon, Mercier und Pol Roger. In den Stollen unter­halb der Stadt sollen bei 9-12° C über 200 Mio.(!) Flaschen Champa­gner lagern. Sechs Kilometer nordwest­lich liegt Haut­vil­lers, ein hübsches Dorf mit der Abtei, in der der legendäre Dom Pérignon Kellermeister war.

Haut­vil­lers

Geburtsort des Champa­gners
Einer der schönsten Orte in der Champagne ist das auf einem Hügel gelegene Haut­vil­lers. An beinahe jedem der Bilder­buchhöfe aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert hängt ein schmiede­ei­sernes Zunft­zei­chen, auf dem zum Teil uralte Berufe darge­stellt werden. In der kleinen Benedikti­ner­abtei des Ortes hat ein Mönch, Dom Perignon, nach jahre­langen Versu­chen den Champa­gner entwi­ckelt, den man bei einigen der über 200 Winzer auch probieren kann.

Reims

Reinste Gotik und Champa­gner
Etwa 150 Kilometer nord­öst­lich von Paris liegt die eins­tige kelti­sche Gründung an dem kleinen Fluss Vesle. Ihren Weltruf verdankt die heute 185.000 Einwohner zähl­ende Stadt dem Champa­gner und der Kathedrale, die zu den bedeu­ten­dsten Meister­werken der Gotik zählt und heute zusammen mit dem Palais du Tau und dem Kloster­komplex St-Remi als Welt­kultur­erbe der UNESCO geschützt ist. Das kelti­sche Remi war schon in vorrömi­scher Zeit ein blüh­ender Marktfle­cken und bedeu­tender als Paris. So war es selbst­ver­ständ­lich, dass der Bischof der Stadt das Vorrecht bekam, den franzö­si­schen König zu salben. 1429 war es Jeanne d'Arc, die Karl VII. zur Salbung in die Kathedrale gelei­tete.

Von Avenay-Val-d'Or nach Hause

Von Reims gelangt man über Metz nach Saarbrücken durch­ge­hend über Auto­bahn oder nach Aachen größtenteils über Auto­bahn.
16 Tage
ab 1.349,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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