Mythos Bretagne: Zu Gast in Schlössern und Landgütern - Frankreich
Bretagne aus dem Bilderbuch: Rochefort en Terre

Mythos Bretagne

Zu Gast in Schlössern und Landgütern

Keltische Mythen und Legenden prägen die Bretagne bis heute. Das wir auf dieser Reise deutlich. Die Verbindung zur bretonischen Kultur stellt sich ein, wenn man Schlössern und alten Herrenhäusern übernachtet.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Mutigny

A

Champagne

Weinberge und sanfte Hügel

Das zwischen den Ardennen und dem Burgund gelegene sanfte Hügel­land verdankt seinen inter­na­tio­nalen Ruhm dem gleich­na­migen perlenden, spritzigen Schaumwein.

Einst galt er als König der Weine, und noch heute ist die Marke welt­weit geschützt. Das bislang touris­tisch wenig beach­tete Gebiet hat einiges zu bieten: grüne Täler, Eichenwälder, mit Wein bewach­sene Hügel­ketten, in denen sich immer wieder beacht­liche Kultur­denkmäler finden. Das Weinbau­gebiet Champagne ist nicht mit der histo­ri­schen Land­schaft Champagne iden­tisch, viel­mehr umfasst es auch noch in den Regionen Picardie und Île-de-France gelegene Weinberge.

Zu Gast auf einem Adelsgut bei Epernay

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gutshaus aus dem 17. Jahr­hun­dert grenzt an den Stadt­wald von Reims. Erst wenn man den Hof durch­schritten hat, offenbart sich die ganze Schön­heit des Anwe­sens.

Hinter dem Haus liegt ein präch­tiger, ummauerter Garten mit großer Rasen­fläche und gepflegten Blumenbeeten; etwas weiter gelangt man zu einem Weiher in einem bewal­deten Tal. Der Salon und der Spei­se­raum, der von einem großen, offenen Kamin domi­niert wird, liegen auf der Garten­seite. In die Wandver­kleidung aus dunklem Holz sind Weinreben geschnitzt – typisch für Herren­häuser der Champagne. Eine über 350 Jahre alte Eichen­treppe führt zu den Gäst­ezimmern, deren Einrich­tung jeweils ein bestimmtes Thema zugrunde liegt.

Haut­vil­lers

Geburtsort des Champa­gners
Einer der schönsten Orte in der Champagne ist das auf einem Hügel gelegene Haut­vil­lers. An beinahe jedem der Bilder­buchhöfe aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert hängt ein schmiede­ei­sernes Zunft­zei­chen, auf dem zum Teil uralte Berufe darge­stellt werden. In der kleinen Benedikti­ner­abtei des Ortes hat ein Mönch, Dom Perignon, nach jahre­langen Versu­chen den Champa­gner entwi­ckelt, den man bei einigen der über 200 Winzer auch probieren kann.

Epernay

Welt­haupt­stadt des Champa­gners
Die Stadt mit 27.000 Einwoh­nern liegt rund 30 Kilometer südlich von Reims in der Champagne, jener idylli­schen Land­schaft im Nord­osten Frank­reichs, die den berühm­testen Schaumwein der Welt produ­ziert. Als Zentrum des Anbau­gebiets an der Marne beherbergt sie viele Kelle­reien und Champa­gn­erfirmen, allen voran Moët & Chandon, Mercier und Pol Roger. In den Stollen unter­halb der Stadt sollen bei 9-12° C über 200 Mio.(!) Flaschen Champa­gner lagern. Sechs Kilometer nordwest­lich liegt Haut­vil­lers, ein hübsches Dorf mit der Abtei, in der der legendäre Dom Pérignon Kellermeister war.

Reims

Reinste Gotik und Champa­gner
Etwa 150 Kilometer nord­öst­lich von Paris liegt die eins­tige kelti­sche Gründung an dem kleinen Fluss Vesle. Ihren Weltruf verdankt die heute 185.000 Einwohner zähl­ende Stadt dem Champa­gner und der Kathedrale, die zu den bedeu­ten­dsten Meister­werken der Gotik zählt und heute zusammen mit dem Palais du Tau und dem Kloster­komplex St-Remi als Welt­kultur­erbe der UNESCO geschützt ist. Das kelti­sche Remi war schon in vorrömi­scher Zeit ein blüh­ender Marktfle­cken und bedeu­tender als Paris. So war es selbst­ver­ständ­lich, dass der Bischof der Stadt das Vorrecht bekam, den franzö­si­schen König zu salben. 1429 war es Jeanne d'Arc, die Karl VII. zur Salbung in die Kathedrale gelei­tete.

Von Mutigny nach Conflans sur Anille

337 km | 4:00 h
Nachdem man das Pariser Becken durch­quert hat, kommt man nach Char­tres, das wegen seiner grandiosen Kathedrale unbedingt einen Besuch lohnt.

Haute Normandie

Cidre, Calvados und Camembert
Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittel­alter, als die Wikinger das Land eroberten und sich mit der einheimi­schen Bevöl­ke­rung vermischten. Daraus entstand ein eigener Stamm – die „Nordmannen“. Um sie zu befrieden, bekam ihr Anführer, Gånge Rolf, das Lehen der Normandie zuge­spro­chen. Er und seine Nach­fahren wurden Herzöge, von denen einer, nämlich Wilhelm, 1066 England eroberte. 900 Jahre später kamen die Engländer zurück, allerdings um an den Stränden der Normandie Urlaub zu machen. So wur­de Dieppe zum ersten Urlaubsort in der „Romantic Normandie“. Neben Sand­stränden und Geschichte gibt es noch weitere Attrak­tionen: Die drei großen C’s stehen für die norman­ni­sche Küche: Cidre, Calvados und Camembert. Das milde und feuchte Klima bietet ideale Voraus­setzungen für die Viehhal­tung und für den Anbau von Äpfeln. Etwa 10 Millionen Apfelbäume stehen in der Normandie und entfalten im Frühjahr eine wundervolle Blütenpracht.

Île-de-France

Keim­zelle des heutigen Frank­reichs
Die Metro­pol­region von Paris liegt wie eine Insel zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuv­ronne. Der Name leitet sich jedoch nicht von der Insellage ab, sondern von der altfränki­schen Bezeich­nung „Liddle Franke“ zurück, was soviel bedeutet wie „Kleinfrank­reich“. Die Île-de-France war die Keim­zelle des heutigen Frank­reichs, wovon präch­tige Schlösser, Kirchen und Gärten zeugen. Die franzö­si­sche Sprache geht auf einen Dialekt in der Region zurück. Heute ist sie die mit Abstand bevöl­ke­rungs­reichste und am dich­testen besiedelte Region Frank­reichs. Knapp 20 Prozent aller Einwohner Frank­reichs leben in der „Agglome­ra­tion Paris“.

Paris

Mehr als eine Welt­me­tro­pole
Der Name bezeichnet mehr als eine Stadt: er ist ein Mythos. Vom Hoch­mit­tel­alter bis ins 19. Jahr­hun­dert war sie nicht nur Mittel­punkt Frank­reichs, sondern auch die bedeu­ten­dste Stadt des Abend­landes, dessen Geschichte sie entschei­dend beeinflusst hat.
Stadt­anlage und Bauwerke spiegeln die Bedeu­tung der Metro­pole wider: Die Champs-Elysées, der Eiffelturm, Sacre Coeur, die Eleganz des Place de la Concorde oder die Erha­ben­heit der Kathedrale Notre Dame zeugen nicht nur von der poli­ti­schen und kulturellen Welt­gel­tung. Sie haben Paris auch den Ruf als schönste Stadt der Welt einge­bracht.
Die Muse­ums­welt der Haupt­stadt sucht ihres­glei­chen. Vom Louvre über das Orsay, das Centre Pompidou und das Rodin bis zur Cité des Sciences ist jedes Museum ein ästhe­ti­sches Erlebnis. Auf andere Weise gilt das auch für die Mode­hoch­burgen der Stadt, Faubourg, Saint Honoré oder Avenue Montaigne. Paris ist daneben auch eine Einkaufs­me­tro­pole, wo das Shopping mit anschließendem Pastis in einem pittoresken Straßen­café zum Kult wird.
B

Loire Tal

Wo Frankreich am französischsten ist

Am längsten Fluss des Landes, sagt man, ist Frank­reich am franzö­sischsten. Die welt­be­rühmten Baudenkmäler des Loire-Tals (man zählt über 600 Schlösser) liegen inmitten einer lieb­li­chen, erstau­n­lich unver­sehrten und wald­rei­chen Land­schaft.

In den Schlös­sern kann man noch heute die rauschenden Renais­sance­feste von Königen und Prinzen nach­empfinden. Die bedeu­ten­dsten sind Chambord, Azayle-Rideau, Chen­onceau, Blois und Amboise. Aber auch die Altstadt von Bourges mit der Stephanska­thedrale und dem Hôtel Jacques-Coeur oder Chinon sind einen Abste­cher wert. Das Loire-Tal hat auch den Beinamen „Garten Frank­reichs“. Dichte Wälder und Seen findet man in der Sologne. Der Regio­nal­park Brenne ist wieder Heimat von seltenen und bedrohten Pflanzen- und Tier­arten.

Zu Gast in einem Château am Loir

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss liegt am Loir, einem male­ri­schen Nebenfluss der Loire, und gehört seit über 20 Gene­ra­tionen den Grafen von Vanssay. Deren Vorfahren waren an der Erobe­rung Englands im Jahre 1066 unter Wilhelm dem Eroberer betei­ligt. Vor einigen Jahren haben der Graf und die Gräfin das Château für Gäste geöffnet, nachdem es umsichtig restau­riert worden war. Bei der Restau­rie­rung wur­de so wenig wie möglich verändert; so stammt das Mobiliar des Salons noch aus dem 18. Jahr­hun­dert. Umgeben wird das Schloss von einem verwun­schen anmu­tenden Landschafts­park mit über 300 Jahre alten Eichen, unter denen man fernab von allem städ­ti­schen Lärm spazieren gehen und die Harmonie von Natur und Kunst erleben kann.

Wer sich in einer kultivierten Umge­bung ein paar Tage erholen möchte, wird den Aufent­halt im Château genießen. Tages­ausflüge an die Loire oder in die Welt­kultur­er­be­stadt Le Mans sind möglich.

Loir

Wein­gärten und Bauernmärkte am roman­ti­schen Zufluss zur Loire
Der kleine Loir (nicht zu verwech­seln mit der Loire) ist ein nörd­li­cher Zufluss zur bekann­teren Loire. Nörd­lich von Angers mündet er in die Sarthe. Zuvor windet er sich gemäch­lich durch anmu­tige Weinbau­gebiete wie Coteaux du Loir, Jasnières und Coteaux du Vendômois. An seinen Ufern gibt es viel zu entde­cken: Herren­häuser, uralte Kapellen mit Fresken und verschlafene Dörfer, die nur lebendig werden, wenn Bauern­markt abge­halten wird. Eines davon ist Lavardin. Mit seinem mittel­alter­li­chen Ortsbild, einer Burg­ruine und der frühr­oma­ni­schen Kirche wird es zu den Plus beaux villages de France (den schönsten Dörfern Frank­reichs) gezählt.

Vendome

Histo­ri­sche Klein­stadt abseits des Loire-Tourismus
Die histo­ri­sche Klein­stadt liegt idyllisch an zwei Fluss­armen des Loir. Der Fluss ohne „e“ am Ende ist ein nörd­li­cher Nebenfluss der Loire (mit „e“). Die Land­schaft um Vendome ist ähnlich wie an der Loire, jedoch abseits vom großen Tourismus. Die Altstadt um die Kirche la Trinité ist von schmalen Kanälen durch­zogen. Zwei Reli­quien, eine Träne Christi und ein Arm des St. Georg, verschafften ihr im Mittel­alter Reichtum und Bedeu­tung als Pilger­sta­tion auf dem St. Jakobs-Weg. Von der Burg­ruine eröffnet sich ein Panorama-Blick über eine franzö­si­sche Bilder­buch­landschaft. Im Tal des Loir verste­cken sich viele Schlösser, Wein­keller und alte Mühlen. Da es Radwege entlang der Fluss­ufer gibt, erkundet man das Tal am besten per Fahrrad.

Le Mans

Fach­werkhäu­schen und römi­sche Stadt­mauer
Die 150.000-Einwohner-Stadt zwischen Paris und Nantes hat eine schöne Altstadt, die auf einem Hügel über ihrer Umge­bung thront. Die Fach­werkhäu­schen und Gassen aus Kopf­steinpflaster werden von einer römi­schen Stadt­mauer umgeben, die als die best­er­hal­tenste außer­halb Roms gilt. Die Kathedrale ober­halb des Place des Jaco­bins ist ein grandioses Beispiel goti­scher Baukunst.

Von Conflans sur Anille nach Bouaye

310 km | 4:30 h

Die Strecke führt parallel zur Loire entlang bis zu ihrer Mündung. Dabei kommt man an Angers mit seiner bedeu­tenden Vertei­digungs­anlage vorbei.

Wer sich Zeit lassen will, kann bis Angers auf einer idylli­schen Land­straße an der Loire entlangfahren, die dort Teil des Natur­parks Loire-Anjou-Touraine ist.

Untere Loire

Sonnenreiche Wein­landschaft im Westen Frank­reichs
Der Unter­lauf der Loire ist eine sonnenreiche Land­schaft, in der Obst, Gemüse und gute Weine gedeihen. Das Anjou in Frank­reichs Westen war langezeit ein bedeu­tendes Herzogtum, das auf die Normannen zurückgeht und seit dem 12. Jahr­hun­dert den Namen Plan­tagenêt trug. Im Hohen Mittel­alter reichte der Einfluss der Herzöge von Anjou von den Pyre­näen bis Süds­chott­land. Ihre Macht spiegelt sich wider in ihrem zentralen Schloss in Angers.

Natur­park Loire-Anjou

Natür­li­cher Arten­reichtum im UNSECO-Welterbe
Der Regio­nale Natur­park liegt zwischen deren ehema­ligen Haupt­städten Angers und Tours. Er erstreckt sich beider­seits der Loire, der größere Teil liegt jedoch im Süden, wo Nebenflüsse in die Loire münden. Im Bereich des Natur­parks ist die Loire noch heute ein frei fließendes Gewässer ohne Staudämme oder Schleusen. Durch die Bewah­rung der natür­li­chen Umwelt hat sich der Arten­reichtum der Region enorm entwi­ckelt. Abseits der geschützten Kernzonen wird Wein mit der Herkunfts­bezeich­nung Anjou bzw. Saumur ange­baut. Aus dem Tuff­stein wurden Steine für die vielen Schlösser der Loire gewonnen. Der Regio­nal­park gehört inzwi­schen Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Saumur

Wein- und Sektkeller im Schatten der Burg
Das mittel­alter­liche Städt­chen an der unteren Loire beein­druckt mit einem geschlos­senen Stadt­bild von der Fluss­seite her und einer mäch­tigen Burg, die zu den schönsten an der Loire gerechnet wird. Im 16. Jahr­hun­dert erlebte Saumur als geis­tiges Zentrum der Huge­notten eine Blüte. Nachdem sie vertrieben waren, fiel die Stadt in einen Dornrö­sc­henschlaf. Die Akademie schloss und die Bevöl­ke­rung wanderte ab, da die Wirt­schaft stagnierte. Heute ist das 30.000-Einwohner-Städt­chen Mittel­punkt des Weinbau­gebiets Anjou-Saumur. Am Stadt­rand reihen sich die Wein- und Sektkeller anein­ander.
C

Nantes

Brasserien und Belle Epoque

Die 300.000-Einwohner-Stadt an der Loire war jahrhunder­te­lang die Haupt­stadt der Bretagne. Davon zeugen herausra­gende Bauten wie das Schloss und die Kathedrale.

Die große Univer­sität verleiht der altehrwür­digen Herzogsresidenz ein jugend­li­ches Flair, besonders am Place du Bouffay in der Altstadt, wo täglich außer montags der Gemüse­markt stattfindet. In Nantes steht auch eine der bekann­testen Bras­se­rien Frank­reichs – La Cigale von 1895, wo man umgeben von der Pracht der Belle Epoque wunderbar essen kann. Empfehlens­wert ist auch eine zwei­stün­dige Bootsfahrt auf dem Erdre, einem Nebenfluss der Loire.

Zu Gast in einem Château in Bouaye

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das impo­sante Château befindet sich etwa 12 Kilometer außer­halb von Nantes und zählt zu jenen ­Landschlös­sern, die sich zwischen dem 14.

und 16. Jahr­hun­dert als Sommer­residenzen des franzö­si­schen Adels großer Beliebt­heit erfreuten und als Veran­stal­tungs­orte für Soiréeen und Garten­partys genutzt wurden.
Seine Geschichte reicht zurück bis ins späte 17. Jahr­hun­dert und ist geprägt von zahlrei­chen Besitzerwech­seln und einer Besetzung durch deut­sche Truppen während des Zweiten Welt­kriegs. Seit 2011 ist es nun in den Händen der Gastgeber Patricia und Phil­lippe, die hier nach sorgfäl­tigen Restau­rie­rungs­arbeiten ein ganz besonderes Bed&Breakfast geschaffen haben. Die Gäste­zimmer sind in individu­ellen Farben und Mustern einge­richtet. Auf dem weit­läufigen Gelände befinden sich ein Swimmingpool sowie ein Tennis­platz zur gemeinschaft­li­chen Nutzung.

Vendee

Nette Bade­orte, geschicht­s­träch­tiges Hinter­land
Die hüge­lige Region an der Atlantik-Küste zwischen Nantes und La Rochelle ist als Feri­en­gebiet mit über 2.600 Sonnen­stunden pro Jahr besonders beliebt. Während das idylli­sche Hinter­land eine geschicht­s­träch­tige Gegend ist, wo sich in der Schlacht von Poitiers im 8. Jahr­hun­dert das Schicksal Europas entschieden hat, locken an der Küste reizvolle Strände, nette Bade­orte wie Les Sables-d'Olonne oder die Insel Noirmoutiers, die im Atlantik unter dem Meer­es­spiegel liegt und bei Ebbe zu Fuß erreicht werden kann.

Les Machines de l’île

Maschi­nen­wesen aus der Welt von Jules Verne und Leonardo
Das neuar­tige Kunst­projekt auf den ehema­ligen Werften präsen­tiert große mecha­ni­sche Objekte aus den imaginären Welten von Jules Verne, Leonardo da Vinci und aus der indu­s­tri­ellen Geschichte von Nantes.  Mit zwölf Metern Höhe ist Le Grand Eléphant das größte Objekt. In der 40 Tonnen schweren, beweg­li­chen Skulptur finden bis zu 35 Personen Platz. Alle Objekte sind in der Lager­halle wie in einem Museum zu besich­tigen. Die 13 Meter lange und 37 Tonnen schwere mecha­ni­sche Spinne La Prin­cesse wur­de während der Feier­lichkeiten zur euro­päi­schen Kultur­haupt­stadt 2008 erstmals im engli­schen Liver­pool präsen­tiert, wo sie vom 3. bis zum 7. September durch die Stadt zog. Die aus Stahl und Pappel­holz gefer­tigte Maschine wur­de von 12 Personen gesteuert.

Von Bouaye nach Arzano

202 km | 2:30 h

Nach Überque­rung der Loire kommt man in die Bretagne, was man an den Bocages, den Hecken rund um die Wiesen und Felder, merkt.

Auf halber Strecke sollte man in Carnac Halt machen. Der Ort an der Atlan­tikküste ist bekannt für die über 3.000 Menhire, die dort vor über 4.000 Jahren zu langen Steinreihen aufge­stellt wurden. Die bis zu vier Meter hohen Hinkel­steine sind also viel älter als Asterix und Obelix!

Bretagne

1.500 Kilometer Küste und kelti­sche Kultur
Die Bretagne ist fast voll­ständig vom Meer umspült. Ihre teils lieb­liche, teils zerklüf­tete Küste erstreckt sich über 1.500 Kilometer. Die eigenwil­lige Land­schaft wird vom Grau der Schieferdächer, vom Blau-Grün der Fluten und vom Rosa der Horten­sien geprägt. Ginster, Jod und die Meer­b­rise kompo­nieren einen unver­wech­selbaren breto­ni­schen Duft. Die rätselhaften Steinreihen von Carnac, die Menhire von Locamria­quer, die Legenden der Tafelrunde, der Mythos von Tristan und Isolde sowie die Geschichten über den Zauberer Merlin zeugen von einer bis heute keltisch geprägten Kultur.
Fast jedes Dorf hat seinen eigenen Heiligen, der jähr­lich auf dem Calvère verehrt wird. Diese eigen­tüm­li­chen Feste, auch grand pardon genannt, haben vorchrist­liche, kelti­sche Wurzeln. Reizvoll sind die Städte entlang der Küste, besonders die Haupt­stadt Rennes. Im Norden zieht sich die Côte d'Emeraude, die Smaragdküste, mit ihren famili­enfreund­li­chen Stränden, ihren kleinen Häfen, Buchten, Klippen und eindrucksvollen Panoram­a­bli­cken von der alten Seeräu­ber­stadt Saint Malo bis nach Erquy hin. Südöst­lich von der grandiosen, ins Meer hineinra­genden Land­spitze Pointe du Raz, die Ihre Schön­heit an stürmi­schen Tagen entfaltet, beginnt ein lieb­li­cher Land­strich mit endlosen Sand­stränden und zahl­losen Buchten.

Golfe de Morbihan

Präh­is­to­ri­sche Funde rund um ein inselrei­ches Binnenmeer
Der Golf ist eigent­lich ein Binnenmeer mit vielen Inseln und ist nur über eine schmale Passage mit dem Atlantik verbunden. Zwischen den Land­spitzen sind die Gezei­ten­ströme extrem stark. Wenn die Flut kommt, stürzt das Wasser durch die Passage ins Innere – mit Geschwin­digkeiten von bis zu 12 km/h. Die Yacht­häfen im Golf stellen daher Lotsen an, die die Freizeitka­pi­täne sicher wieder aufs offene Meer bringen. Die Watt­flächen des Golfs bilden einen besonderen Lebens­raum, der vor allem im Winter von Hundert­tausenden von Gänsen, Enten und Stelzvögeln bevöl­kert ist.  In der Gegend gibt es eine seltene Fülle präh­is­to­ri­scher Denkmäler: Menhire, Dolmen, Hügelgräber oder Stein­kreise zeugen von einer rätselhaften vorkel­ti­schen Hoch­kultur, deren Alter auf bis zu 6.000 Jahre geschätzt wird.

Natur­park Brière

Sumpf- und Lagu­n­en­landschaft
Das wilde Gebiet des Brière liegt zwischen der Loire im Süden und der Brivet Quelle. Es umfasst 49.000 Hektar, wovon 7.000 Hektar Moor sind. 1970 wur­de das Brière zum Natur­park erklärt – einer der ersten in Frank­reich. Zahl­lose Wasservögel werden geschützt, aber auch die tradi­tionelle Lebens­weise in den 21 Dörfern des Gebiets. Wer die 135 Stufen des Turms von St. Lyphard erklimmt, wird mit einer grandiosen Rund­um­sicht über das Moor belohnt.
D

Pointe du Raz

Sturmumtoste Westspitze Frankreichs

An drei Seiten von Meer umgeben ist Frank­reichs west­lichstes Kap – das drama­ti­sche Pointe du Raz.

70 Meter hoch ist die Land­spitze, die mit steilen Klippen in das strö­mungs­reiche Meer hineinragt. An der Südseite der Halb­insel liegen male­ri­sche Fischer­dörfer und Bade­orte. Besonders wild sind die Fels­forma­tionen am Fische­reihafen St. Guénolé. Dazwi­schen finden sich immer wieder Strände mit feinem Sand. Fähren führen von Audi­erne zu der vorge­la­gerten, von Stürmen umtosten Ile de Sein.

Zu Gast in einem Schloss bei Quimperlé

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das aus hellem Natur­stein erbaute Schloss aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt in Arzano, nahe Quimperlé. Sobald man durch das Eingangstor den Park betritt, wähnt man sich in eine andere Epoche zurückver­setzt.

Sowohl der gepflegte Park als auch die Fassade des Schlosses und nicht zuletzt das Inte­rieur versprühen den Geist einer längst vergan­genen Zeit. Die fünf Suiten sind individuell einge­richtet und stil­echt mit antiken Möbeln ausge­stattet; in einigen Zimmern gibt es Besonder­heiten wie einen Kamin oder ein Himmel­bett. In der Lounge mit Klavier, bei einer Lektüre in der Bibliothek oder im großen Winter­garten mit Mosa­ikfenstern kann man die Zeit vergessen. Nach einem ausgiebigen Früh­stück mit frischen Biopro­dukten und haus­gemachten breto­ni­schen Speziali­täten bietet es sich an, die Umge­bung zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden oder einen Ausflug zu machen. Die Küste erreicht man in 15 Minuten mit dem Auto; zudem liegt das Schloss ideal, um Carnac und Concar­neau zu besich­tigen.

Parc Régional d'Armo­rique

Ursprüng­l­iche Wälder und Heide­landschaften
Noch in der Antike war die Bretagne dicht bewaldet. Die Römer holzten groß­flächig ab und verwen­deten das Buchen- und Eichen­holz für den Schiffsbau oder Holzkohle. Die größten Rest­be­stände der Wälder sind zum Parc Régional d'Armo­rique zusam­menge­fasst. Auf 112.000 Hektar erstreckt er sich von der Westküste weit bis in Inland. Dort wachsen Rotbu­chen, Kasta­nien und Ahornbäume. An den West­hängen, wo der Küstenwind pfeift haben sich Strauch­landschaften und Heide ausgebreitet.

Cornouaille

Ehema­liges Herzogtum an der Südküste
Das histo­ri­sche Herzogtum reicht von der Pointe du Raz im äußersten Nordwesten bis nach Quimperlé im Südosten. Der Name „Cornouaille“ ist von Cornwall abge­leitet. Im 5. und 6. Jahr­hun­dert flüch­t­eten nämlich chris­tia­ni­sierte Kelten vor den heid­ni­s­chen Angel­sachsen von Cornwall  über den Kanal in die Bretagne. Unter dem ersten Herr­scher Dagan grün­deten sie ein König­reich, um das sich Sagen und Legenden ranken. Tristan und Isolde sollen hier gelebt haben. Ihre Burg soll in Plmarc'h gestanden haben.

Concar­neau

Wuch­tige Festung im Hafen­be­cken
Wie eine schwim­mende Festung liegt die Altstadt von Concar­neau im großen Hafen­be­cken. Von drei Seiten ist die Ville Close von Meer und wuch­tigen Mauern umgeben. Zugäng­lich ist sie nur über eine einzige Brücke und eine Fährver­bindung. Während Thun­fischtrawler und krei­schende Möwen die Stadt umrunden, kann man inner­halb der Altstadt durch enge Gassen flanieren und mittel­alter­liche Pech­erker und die Granit­häuser des Bürgertum bewundern. Abwechs­lung bieten auch der große, sehens­werte Markt (montags und frei­tags) und die angrenzende Markt­halle mit all ihren Köst­lichkeiten.

Von Arzano nach Plougre­scant

176 km | 3:00 h
Die Strecke führt durch den Parc Naturel Régional d'Armo­rique, der eine der schönsten Gegenden der Bretagne schützt. Höhe­punkt ist der Zauber­wald von Huelgoat mit seinen Felsblö­cken, die so gewaltig sind, das nur Obelix sie dort hinge­bracht haben kann.

Corniche de l'Armo­rique

Sand­strände, Landzungen und kleine Häfen
Die Küste zwischen St-Michel-en-Grève und Morlaix präsen­tiert sich als Bretagne aus dem Bilder­buch: Felsklippen und Sand­strände, Landzungen und kleine Häfen wech­seln einander ab. Erschlossen wird die Corniche de l'Armo­rique über ein kurvenrei­ches Stück der D64. Wer die 60 Kilometer mit dem Auto fahren möchte, sollte viel Zeit einplanen für Foto­pa­usen und Spaziergänge.

Circuit des Enclos Parois­siaux

Christ­liche Heilig­tümer mit druidi­schen Wurzeln
In den alten Ortschaften an der Nordküste der Bretagne sind vor allem die Calvaires inter­essant. Auf den uralten, eingefrie­deten Pfarr­höfen werden bis heute Heiligen­feste abge­halten, die wie Thea­ter­stücke insze­niert werden. Die Bretagne hat insge­samt 777 Heilige, um die sich viele, zum Teil vorchrist­liche druidi­sche Legenden ranken. Der Circuit des Enclos Parois­siaux ist eine touris­ti­sche Strecke, die zu den schönsten Pfarr­höfen führt. Besonders eindrucksvoll ist St. Thégonnec, das man durch ein Triumphtor betritt.

Wald von Huelgoat

Bizarre Felsen im Zauber­wald
Der „Zauber­wald“ von Huelgoat oder das „breto­ni­sche Fontai­ne­bleau“ gehört laut Michelin zu den schönsten Gegenden in der inneren Bretagne. ER ist vor allem bekannt für seine gewal­tigen Gesteinsblöcke, die wild aufein­anderge­türmt im Wald liegen. Seit Gene­ra­tionen regen sie die Phan­tasie der Menschen an, die in den bizarr geformte Findlingen den Teufel, König Artus oder die Jungfrau Maria erkennen.  Durch die mystisch-roman­ti­sche Felsen­landschaft rauscht ein Wildbach, an dem sich zahlreiche Wander­wege treffen. (hin und zurück 8,5 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 153 Meter)
E

Côte de Granit Rose

Bizarre Skulpturen aus Frost und Wind

Der Küsten­streifen im Norden der Bretagne zwischen St-Michel-en-Grève im Westen und Pointe de l'Arcouest im Osten gehört zu den schönsten Frank­reichs.

Der Name leitet sich von den impo­santen Granitfelsen her, die aus dem Meer ragen, und bei einer bestimmten Beleuch­tung in der Dämme­rung einen zauber­haften rosa Farbton annehmen. Das Stein­gebirge ist wohl im Erdmit­tel­alter durch Vulka­nismus entstanden. Seitdem haben Meer, Frost und Wind ungezählte bizarre Skulpturen geformt. Beein­dru­ckend sind die gewal­tigen Gezeiten. Bei nied­rigen Wasser­ständen kann man über ausge­dehnte Sand­flächen und vorge­la­gerte Inseln wandern. Zahlreiche Muschelschalen, z. B. von Meerohren lassen sich hier finden.

Zu Gast auf einem Landsitz bei Plougrescant

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 2x Kurtaxe pro Person

Auf einer Anhöhe über dem Meer an der Côte de Granit Rose liegt der Land­sitz aus dem 17. Jahr­hun­dert inmitten eines großen Parks.

Auch heute hat das Anwesen bei Plougre­scant nichts von seinem aris­tok­ra­ti­schen Charme verloren. Die Zimmer sind komfor­tabel und mit sicherem Geschmack einge­richtet. Antike Möbel der Familie prägen die Innen­einrich­tung und geben dem Haus, dass im Herbst 2017 als Drehort für die Innen­auf­nahmen der Ermit­t­lungen von TV-Kommissar Dupin diente, ein elegantes Ambi­ente. Ein Fußweg führt durch den Park; die Baie d'Enfer, die Höllenbucht, mit stei­nigen Stränden ist fußläufig erreichbar. Wer ein paar Tage in stil­voller Umge­bung am Meer verbringen möchte, ist hier genau richtig.

Le Gouffre

Gurgelndes Meer­wasser im Felsensch­lund
Le Gouffre – „der Schlund“ – ist eine tiefe Kerbe in einer Felsklippe. Hoch spritzt die Gischt, wenn tosend das Meer­wasser eindringt. Mehrere Wander­wege führen zu dem markanten Landschafts­punkt, unter anderm der Zöll­ner­pfad entlang der Küste auf dem Fernwanderweg GR 34. Mit dem Auto kann auf dem Park­platz am „Maison du Littoral“ parken und von dort aus am Granit­haus vorbei auf einem Sandweg Rich­tung Schlund laufen.

Sentiers des Doua­niers

Ein Pfad, der Meer und Wolken verbindet
Der „Zöll­nerweg“ führt an der breto­ni­schen Küste entlang, wo früher der Schmuggel blühte. Er ist heute ein franzö­si­scher Fernwanderweg, der GR34. Besonders schön ist der Abschnitt von Perros-Guirec nach Ploumanac'h. Ein Pfad, der Meer und Wolken verbindet.

Village Gaulois

Wo Asterix und Obelix Wildschweine jagten
Asterix-Fans werden sich erin­nern, dass im Hinter­land der breto­ni­schen Küste das Dorf der unbeug­samen Gallier lag, von dem aus Asterix und Obelix Römer verprügelten und Wildschweine jagten. An das „Village Gaulois“ erin­nert das gleich­na­mige Museum gegenüber von Isle d'Aval, ein Erleb­nis­park für Kinder.

Von Plougre­scant nach Bacilly

208 km | 3:30 h

Die Route führt in Rich­tung Kap Frehel, dessen 70 Meter hohe Klippen aus der tosenden Brandung ragen. Das Kap, das zu den landschaft­li­chen Höhe­punkten der Bretagne zählt, ist ein Vogel­pa­ra­dies.

Austern­fi­scher, Eissturmvögel, Kormo­rane und viele andere nisten in den Felswänden. Bei klarem Wetter kann man bis zur Insel Jersey schauen.

Cap Fréhel

Von Wind und Wetter geformt
Bereits aus der Ferne erkennt man das weit ins Meer hinausra­gende Kap. Die von Wind und Wetter geformte Land­spitze gehört zu den beein­dru­ckendsten Natur­denkmälern an der Côte d'Émeraude. Ein ­Blick auf die benach­barten Klippen verdeut­licht die gewal­tigen Ausmaße der hier aufge­türmten Steil­küste mit ihrer kargen, baum­losen, dem Wind trot­zenden Heide­landschaft. Über 70 Meter ragt der Fels aus dem Meer; kein Foto lässt die schwindel­er­regende Tiefe des Abgrundes und die Weite des Meeres nach­empfinden. An klaren Tagen soll man von hier aus im Norden die Insel Jersey und im Westen die Île de Bréhat sehen können.

St-Malo

Alte Seefah­rer­stadt und Badeort
Die alte Seefah­rer­stadt lag ursprüng­lich auf einer Insel, die mit dem Fest­land durch zwei Dämme verbunden war. Sie ist nach dem wali­si­schen Einsied­lermönch benannt, der im 6. Jahr­hun­dert auf der Landzunge gelebt hat. Wegen der norman­ni­schen Über­fälle im 9. Jahr­hun­dert wur­de eine Festung mit starken Mauern ange­legt, in der sich heute die Altstadt befindet. Seit dem 19. Jahr­hun­dert ist St-Malo ein beliebter Badeort, wovon die vielen schönen Sommer­residenzen zeugen. Besonders empfehlens­wert ist ein Gang über die „remparts“. Von der erhal­tenen Stadt­mauer hat man einen phan­tas­ti­schen Blick über die Altstadt und das Meer, das je nach Gezeiten völlig anders aussieht. Der Unter­schied zwischen Ebbe und Flut ist besonders hoch – zwischen 8 und 12 Metern!

Dinan

Ville d’art et d’histoire
Stadt der Kunst und der Geschichte – so lautet die Auszeich­nung, die der franzö­si­sche Staat dem breto­ni­schen Ort auf einem Hügel im Hinter­land von Saint-Malo verliehen hat. Aus dem 14. Jahr­hun­dert stammt die mäch­tige Stadt­mauer, die sich wie ein drei Kilometer langer Ring um die Altstadt zieht. Hoch über der Rance ragt eine Burg empor, die den wich­tigen Übergang über den Fluss sichern sollte. Direkt am Wasser liegt das Gerberviertel mit seinen spitzgieb­ligen Fach­werkhäusern aus dem 15. bis 17. Jahr­hun­dert. Vom Hafen aus kann man schöne Spaziergänge an den Fluss­armen entlang machen.
F

Côte d'Emeraude

Smaragdgrünes Meer und zahllose Dorfheilige

Die 120 Kilometer lange Smaragdküste liegt zwischen dem Cap Fréhel im Westen und Mont-Saint-Michel im Osten. Der Name ist von der Färbung des Meeres abge­leitet, das  sma­ragd-grün gegen die verwit­terten Felsklippen anbrandet.

Dazwi­schen liegen schmale Sand­strände, die sich bei Ebbe in weite, goldgelbe Bade­buchten verwandeln. An dieser abwechs­lungs­rei­chen und schönen Küste landeten im 5. und 6. Jahr­hun­dert Mönche aus Irland, die sich vor den Angel­sachsen in Sicher­heit bringen mussten und gleichzeitig das Chris­tentum in der Bretagne ausbrei­teten. Daran erin­nern zahl­lose Orts­namen, die mit Saint beginnen. Fast jedes Dorf hat hier seinen eigenen Heiligen, dessen Gebeine oft in der Kirche aufbe­wahrt werden.

Zu Gast in einem Schloss bei Bacilly

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss aus dem 18. Jahr­hun­dert liegt umgeben von einem 19 Hektar großen Park auf einem Hügel mit Blick auf den Mont-Saint-Michel.

Zwei Suiten und drei geräu­mige Gäste­zimmer sind mit antiken Möbeln und Accessoires in einem individu­ellen Stil einge­richtet, der die Eleganz des Frank­reichs der dama­ligen Zeit wider­spiegelt. Gäste des Schlosses haben zudem Zugang zum Blauen Salon, zum Chine­si­schen Salon, zum Esszimmer und zu den Ställen. Morgens wird im Esszimmer das Früh­stück serviert. Auf dem Grund­stück befindet sich auch die Orangerie, ein sepa­rates Haus mit drei Schlafzimmern, einem Bad, einem Wohn-/Esszimmer und einer Küche sowie einem großen privaten Garten. Der Park mit teils exoti­schen Bäumen, Seen und Wasser­fällen lädt zu Spaziergängen ein.

Mont-Saint-Michel

Klosterberg im Wattenmeer
Der berühmte Abteiberg im Wattenmeer vor der Küste der Bretagne gilt als der bedeu­ten­dste Klosterbau des euro­päi­schen Mittel­alters. Wie eine Pyramide ragt er auf einer Platt­form von drei Hektar aus dem Meer empor. Der Legende nach soll es der Erzengel Michael selbst gewesen sein, der im Jahr 708 dem Bischof von Avran­ches den Auftrag zur Kloster­gründung gab. In drei Bauab­schnitten bis ins 15. Jahr­hun­dert hinein erhielt der Bau sein heutiges Aussehen. Das Kloster ist von 9:30 – 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden ange­boten. Wer die Kloster­insel besu­chen möchte, stelle sich auf touris­ti­sches Gedränge und Geschiebe ein. Hier werden auch die größten Gezei­ten­un­ter­schiede in Europa verzeichnet. Das Meer zieht sich bei Ebbe etwa 14 Kilometer zurück und schnellt dann mit einer Geschwin­digkeit von bis zu 15 Kilometer pro Stunde wieder vor.

Von Bacilly nach Omie­court

406 km | 4:30 h

Die Route führt über Auto­bahnen durch die Normandie. Dabei kommt man durch Amiens, die ehema­lige Haupt­stadt der Picardie.

Mit ihrer goti­schen Kathedrale, heute Welt­kultur­erbe der Unesco, gehört die mittel­alter­liche Leinen- und Tuch­we­ber­stadt zu den besonders sehens­werten Städten Nordfrank­reich. Paris wird umgangen, so dass mit Verkehrsbe­hinde­rungen nicht zu rechnen ist.

Côte Fleurie

Gepflegte Bade­strände an der Blumen­küste
Die „Blumen­küste“ der Normandie  erstreckt sich von der Seine-Mündung im Osten bis zur Mündung des Orne bei dem Städt­chen Ouistreham im Westen. Ein Seebad reiht sich dort an das Nächste, darunter Deauville und die kleine Schwester Trouville, Houlgate und Cabourg. Gepflegte Bade­strände, schicke Casinos und natür­lich Blumen machen die Küste zu einem belieb­ten ­Ur­laubs­ziel des Pariser Jet-Sets.  Zu einem typi­schen Sommer­auf­ent­halt gehören der Besuch von Segel­regatten, Golf­tur­nieren oder Pferde­rennen sowie das Sehen und Gesehen werden an einer der schi­cken Strand­pro­me­naden. Während des alljähr­li­chen Film­fes­tivals in Deauville trifft man manchmal franzö­si­sche und inter­na­tio­nale Stars und Stern­chen.

Bayeux

Altstad­t­idyll mit goti­scher Kathedrale
Die alte Bischofs­stadt liegt etwa neun Kilometer südlich des norman­ni­schen Küsten­ab­schnitts, an dem die alliierten Truppen 1944 gelandet sind. Die verwin­kelte Altstadt mit Bürger­häusern aus dem 14. bis 18. Jahr­hun­dert ist umgeben von satt­grünen Wiesen, Weiden und Äckern. Mittel­punkt bildet die Kathedrale, ein Meister­werk norman­ni­scher Gotik. Haupt­at­trak­tion der Stadt ist aber ein 70 Meter langer Wand­teppich aus dem Jahr 1077, der in 58 Szenen die Erobe­rung Englands durch William the Conqueror darstellt. Die Telle de Conquest ist heute im Centre Guillaume-le-Conquérant ausge­stellt. An der Küste wech­selt Steil­küste mit Sand- und Kies­stränden ab.

Caen

Im Brenn­punkt des D-Day
Vor 1.000 Jahren bauten die Normannen eine Festung auf einer Insel zwischen den Flüssen Orne und Odon. Unter Wilhelm dem Eroberer kamen zwei Abteien hinzu. Im Hundertjäh­rigen Krieg zwischen England und Frank­reich wur­de die Stadt ständig bela­gert. Doch die größte Zerstörung erlebte Caen im Frühs­ommer 1944. Am D-Day, dem 6. Juni 1944 tobte eine erbit­terte Schlacht zwischen den Alliierten und den deut­schen Besatzern. Am 9. Juli 1944 gaben die Deut­schen Caen auf und somit war die Stadt befreit. Rund um die wieder restau­rierten histo­ri­schen Bauten entstand das neue Caen, eine grüne Stadt, deren studen­ti­sches Flair mit Cafés und Boutiquen zahlreiche Besu­cher anzieht.
G

Picardie

Sandstrände, Äcker und grandiose Kathedralen

Der Norden Frank­reichs ähnelt bereits dem belgi­schen Flandern: Die Land­schaft ist flach und fruchtbar; Äcker mit Kohl und Kartoffeln ziehen sich bis zum Horizont, wo ab und an Kirchtürme den Himmel weisen.

Die meisten Reisenden, die die Picardie besu­chen, wollen ans Meer. Dort gibt es endlose Sand­strände und jenseits des Ärmel­ka­nals kann man von manchen Stellen bei gutem Wetter engli­sche Klippen blitzen sehen. Im Hinter­land dagegen kommen Ruhe­su­chende auf ihre Kosten. In den alten Fach­werk­städten wird eher Bier als Wein getrunken, und die Kathedralen von Amiens und Laon gehören zu den schönsten Frank­reichs.

Zu Gast im Schloss von Omiécourt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Rund 50 Kilometer östlich von Amiens liegt Omiécourt, ein kleiner Ort, der um ein Château aus dem 19. Jahr­hun­dert entstanden ist.

Viele Jahre lang haben die Besitzer an der Restau­rie­rung des Anwe­sens und an der Gestal­tung des 16 Hektar großen Landschafts­parks gearbeitet. Mit welcher Sorgfalt sie vorgegangen sind, sieht man zum Beispiel an den Eichen­treppen oder den Gäst­ezimmern im Stil Ludwigs XVI, die alle einen offenen Kamin haben. Der Empfang durch Mme Thézy ist sehr freund­lich. Ein beheiztes Hallenbad im Spabereich ist ganzjährig geöffnet.

Thiepval-Denkmal

Mahnmal für die Somme-Schlacht
Die Schlacht an der Somme war eine der größten an der Westfront des Ersten Welt­krieges. Sie begann am 1. Juli 1916 mit einer britisch-franzö­si­schen Großoffensive gegen die deut­schen Stel­lungen und wur­de am 18. November ergeb­nislos abge­bro­chen. Mit über einer Million getö­t­eten, verwun­deten und vermissten Soldaten war sie die verlu­st­reichste Schlacht der Westfront. Auf dem Schlachtfeld stehen heute mehrere Gedenk- und Kriegsgräber­stätten. Die größte ist das Thiepval-Denkmal, ein 1932 erbauter Ehrenbogen mit über 70.000 eingemeißelten Namen franzö­si­scher und briti­scher Gefal­lenen, die nicht in einem eigenen Grab bestattet wurden.

Lich­tung von Rethondes

Wo der Erste Welt­krieg beendet wur­de
Zwei Waffen­still­stände wurden im Wald von Compiègne unterzeichnet: der erste am 11. November 1918 in einem Eisen­bahnwaggon. Er beendet den Ersten Welt­krieg. Fast 22 Jahre später wur­de an glei­cher Stelle der Waffen­still­stand zwischen Nazideutsch­land und Frank­reich unterzeichnet. An derselben Stelle wur­de 1940 die Nieder­lage Frank­reichs besiegelt. Auf der Lich­tung steht neben einem Denkmal zur deut­schen Nieder­lage 1918 der Salonwagen des Zuges. Gegenüber wächst seit 1994 als Zeichen der Verbun­den­heit zwischen Deutsch­land und Frank­reich eine Eiche. Heute ist der 150 Quad­ratki­lometer große Laub­wald ein beliebtes Ausflugs­ziel.

Compiègne

Laub­wald im Brenn­punkt euro­päi­scher Geschichte
Bereits die Merowinger liebten die Pfalz von Compiègne und machten sie seit dem 7. Jahr­hun­dert zur stän­digen Residenz ihrer Herr­scher. Im Schatten der Festung entwi­ckelte sich die Stadt, vor deren Mauern die Jungfrau von Orléans 1430 den Burgundern in die Hände fiel und den Engländern über­liefert wur­de. Sehens­wert ist das Schloss Compiègne, der Lieb­lingsort von Napoleon III. Es liegt in einem großen öffent­lich zugäng­li­chen Landschafts­park.

Von Omie­court nach Hause

15 Tage
ab 1.699,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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